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Vermittlung von kirchlichem Kunstgut im Rahmen von Führungen

Title: Vermittlung von kirchlichem Kunstgut im Rahmen von Führungen

Essay , 2002 , 9 Pages

Autor:in: Kathrin Ellwardt (Author)

Theology - Practical Theology

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Summary Excerpt Details

Bei der Vermittlung von kirchlichem Kunstgut an Besuchergruppen ist wesentlich zu unterscheiden, ob die Besucher diese Objekte in kirchlichem Kontext, d. h. in ihrem ursprünglichen Zusammenhang, zu sehen bekommen, oder ob es sich um eine museale Präsentation handelt, worin die Stücke für sich allein stehen.

Einige grundsätzliche Fragen, die in der Vermittlung von kirchlichem Kunstgut auftauchen können, sollen in der vorliegenden Abhandlung problematisiert und erörtert werden. Nicht auf alle dieser Fragestellungen lassen sich eindeutige, allgemeingültige Antworten finden. Die dargestellten Argumente mögen daher als Denkanstöße verstanden und individuell umgesetzt werden. Thematisiert werden hierbei ausschließlich Führungen, die sich an erwachsene Besucher richten. Die Gestaltung von Führungen für Kinder und Jugendliche gehorcht eigenen Gesetzen und wird an dieser Stelle nicht erörtert.

Sakrale Kunstwerke sind zur Verwendung im Rahmen der Liturgie oder zur Ausgestaltung eines Kirchenraumes, in dem Gottesdienste stattfinden, geschaffen worden. Ihr vorrangiger Sinn ist die Verherrlichung Gottes und der Verweis auf die von Gott erstrebte Vollendung der Welt. Dies ist eine Binsenweisheit, die jedoch oft genug in Vergessenheit gerät, wenn solche Gegenstände außerhalb ihres Gebrauchszusammenhanges in Museen oder Ausstellungen gezeigt werden. Dort sind sie nun zu reinen Kunstwerken geworden, die allein zum Anschauen da sind – was nicht in der Absicht ihrer Stifter und Hersteller lag. Die Erläuterung ihres Hintergrundes und ihrer eigentlichen Funktion ist zu ihrem Verständnis unabdingbar notwendig.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorbemerkung

Kirchliche Kunstwerke in ihrem Gebrauchszusammenhang: Führungen vor Ort

Kirchenräume und ihre Ausstattungsstücke als historische und kulturelle Dokumente

Kirchenräume als Erfahrungsorte des lebendigen Glaubens in Geschichte und Gegenwart

Kirchliche Kunstwerke in Museen und Ausstellungen: Museumspädagogik in der Schatzkammer

Kunsterschließung als religionspädagogische Aufgabe – Religionsvermittlung als kunstpädagogische Aufgabe?

Theologie versus Kunstgeschichte

Die geführte Gruppe und ihre Erwartungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und methodischen Ansätze bei der Vermittlung von sakralem Kunstgut in unterschiedlichen Kontexten, insbesondere bei Führungen in Kirchenräumen sowie in Museen. Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexe Doppelrolle dieser Objekte als Kunst- und Kultgegenstände zu schaffen, um Besuchern – unabhängig von ihrer religiösen Vorbildung – einen fachlich fundierten und zugleich ansprechenden Zugang zu ermöglichen.

  • Unterscheidung zwischen liturgischem Gebrauchszusammenhang und musealer Präsentation.
  • Die Bedeutung von Kirchenräumen als historische Dokumente und Orte religiöser Erfahrung.
  • Methodische Ansätze zwischen Kunstgeschichte, Theologie und Pädagogik.
  • Analyse der Erwartungshaltungen unterschiedlicher Besuchergruppen.
  • Die Rolle der Vermittlung als "Bildungserlebnis" in der modernen Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

Kirchenräume und ihre Ausstattungsstücke als historische und kulturelle Dokumente

Bauten, Räume und Gegenstände, die für den christlichen Gottesdienst bestimmt sind und deren primärer Sinn darin liegt, die Ehre Gottes zu verherrlichen, sind es wert, dass zu ihrer Gestaltung und Ausschmückung große finanzielle Mittel und die besten verfügbaren künstlerischen Kräfte eingesetzt werden. Dies war jedenfalls die Auffassung der Menschen vergangener Jahrhunderte, als der christliche Glaube die selbstverständliche Grundlage des allgemeinen Weltbildes war. Daher finden sich in Kirchen Kunstwerke höchsten Ranges, die nach wie vor, trotz der zunehmenden Entkirchlichung, die Aufmerksamkeit einer bildungsbewussten und kunstinteressierten Öffentlichkeit finden. Kirchenräume als kulturelle Zeugnisse der Vergangenheit und als betrachtenswerte Kunstwerke haben besonders in der Urlaubszeit enormen Zulauf. Insofern treffen kunsthistorisch ausgerichtete Führungen die Erwartungen der Mehrzahl der Besucherinnen und Besucher.

Unter einer kunstgeschichtlichen Führung wird weithin jene althergebrachte Art von Führungen verstanden, die im wesentlichen aus auswendig gelernten Namen, Daten und Stilbegriffen besteht – aus einer Ansammlung von Fakten also, die sich nahezu niemand länger als bis zum Verlassen der Kirche merken kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Einführung in die Problematik der Vermittlung sakraler Kunst außerhalb ihres ursprünglichen liturgischen Kontextes.

Kirchliche Kunstwerke in ihrem Gebrauchszusammenhang: Führungen vor Ort: Erörterung der liturgischen Funktion von Objekten, die noch an ihrem angestammten Ort verbleiben und dort als Kultgegenstände verstanden werden müssen.

Kirchenräume und ihre Ausstattungsstücke als historische und kulturelle Dokumente: Analyse der kunsthistorischen Bedeutung von Kirchen als Zeugen vergangener Sozialordnungen und religiöser Weltbilder.

Kirchenräume als Erfahrungsorte des lebendigen Glaubens in Geschichte und Gegenwart: Untersuchung der Wechselwirkung zwischen liturgischem Raum und aktiver Gottesdienstgestaltung sowie der heutigen Bedeutung als Erfahrungsorte.

Kirchliche Kunstwerke in Museen und Ausstellungen: Museumspädagogik in der Schatzkammer: Beleuchtung der Doppelrolle von sakralen Objekten im Museum, die dort vom Kultgegenstand zum reinen Kunstobjekt dekontextualisiert werden.

Kunsterschließung als religionspädagogische Aufgabe – Religionsvermittlung als kunstpädagogische Aufgabe?: Erörterung der Vermittlung als interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Theologie und Kunstpädagogik.

Theologie versus Kunstgeschichte: Plädoyer für einen ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz, der über die einseitige Abgrenzung der Fachwissenschaften hinausgeht.

Die geführte Gruppe und ihre Erwartungen: Analyse der heterogenen Bedürfnisse von Besuchergruppen, die von Wissensvermittlung bis hin zum Erlebnis in der Freizeitgesellschaft reichen.

Schlüsselwörter

Kirchliches Kunstgut, Kirchenraum, Liturgie, Vermittlung, Kunstgeschichte, Theologie, Museumspädagogik, Kultgegenstand, Sakrale Kunst, Führung, Bildungserlebnis, Religionspädagogik, Ausstattungsstücke, Besucherorientierung, Sakraler Kontext

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Publikation grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, sakrales Kunstgut in Führungen – sowohl vor Ort in der Kirche als auch im Museum – professionell und zielgruppengerecht zu vermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verbindet kunsthistorische Analysen, theologische Hintergründe, museumspädagogische Ansätze und soziologische Aspekte zur Erwartungshaltung von Besuchern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Entwicklung eines verständnisvollen Vermittlungsansatzes, der die Doppelrolle sakraler Objekte als Kunst- und Kultgegenstände respektiert und gleichzeitig moderne didaktische Methoden einbezieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine fachübergreifende Abhandlung, die kunsthistorische, theologische und museumspädagogische Erkenntnisse kombiniert und diese kritisch auf die Praxis der Kirchen- und Museumsführung anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen und aktuellen Kontexte von Kirchenräumen, die Besonderheiten der Museumspädagogik in der Schatzkammer und die Erfordernisse einer interdisziplinären Vermittlungspraxis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sakraler Kontext, Liturgie, Bildungserlebnis, Museumspädagogik und Vermittlungsansätze geprägt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Kunst- und Kultgegenstand so wichtig?

Weil die Einordnung entscheidet, ob das Objekt als rein ästhetisches Exponat oder als lebendiger Teil einer religiösen Praxis begriffen wird, was wiederum die Vermittlungsmethode beeinflusst.

Was bedeutet das "Plus-Zeichen" auf Kirchtürmen in diesem Kontext?

Das Beispiel verdeutlicht, dass heutige Besucher oft über keinerlei religiöse Sozialisation mehr verfügen und selbst elementare Symbole des christlichen Glaubens nicht mehr einordnen können.

Wie sollte eine Führung nach Ansicht der Autorin idealerweise gestaltet sein?

Die ideale Führung wird als "Bildungserlebnis" beschrieben, das verständliche Information, Unterhaltungswert und Entdeckerfreude kombiniert, ohne missionarische Absichten zu verfolgen.

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Details

Title
Vermittlung von kirchlichem Kunstgut im Rahmen von Führungen
Author
Kathrin Ellwardt (Author)
Publication Year
2002
Pages
9
Catalog Number
V313275
ISBN (eBook)
9783668119192
ISBN (Book)
9783668119208
Language
German
Tags
Kirchenführung Kirchenpädagogik kirchliche Kunst Führung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Ellwardt (Author), 2002, Vermittlung von kirchlichem Kunstgut im Rahmen von Führungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/313275
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