Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › German Studies - Linguistics

Die Prototypensemantik. Die Standardversion, die Kritik an ihr und die erweiterte Prototypentheorie

Title: Die Prototypensemantik. Die Standardversion, die Kritik an ihr und die erweiterte Prototypentheorie

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Natascha Schneider (Author)

German Studies - Linguistics

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit möchte ich zunächst die charakteristischen Merkmale der Standardversion der Prototypentheorie darstellen. Hierbei wird zwischen der horizontalen und der vertikalen Ebene unterschieden. Die horizontale Ebene umfasst die innere Struktur der Kategorien, während sich die vertikale Ebene mit der interkategoriellen Strukturierung befasst. Im Anschluss daran möchte ich die Schwächen der Prototypentheorie herausarbeiten. Folglich werde ich dann die erweiterte Prototypentheorie vorstellen. Abschließend möchte ich die wesentlichen Ergebnisse der Prototypentheorie kurz zusammenfassen.

Menschen haben die Fähigkeit, Dinge aus ihrer Umwelt in verschiedene Kategorien einzuordnen. Dies geschieht bei allen Handlungen, die wir ausüben. Ohne die Kategorisierungsfähigkeit müsste unser Gehirn jede Information, die wir erhalten, neu wahrnehmen. Das würde zu einer Unstrukturiertheit führen. »Es ist schwer vorstellbar, wie unser Verhalten in unserer Umgebung sowohl in psychischer als auch in sozialer und intellektueller Hinsicht aussähe ohne die Existenz von Kategorien, wenn also jede irgendwie wahrgenommene Entität einzigartig bliebe.«

Interessant ist in diesem Zusammenhang zu erfahren, nach welchen Kriterien der Kategorisierungsprozess erfolgt, beziehungsweise nach welchen Prinzipien verschiedene Entitäten zusammen mit anderen einer Kategorie zugeordnet werden.

Bei der Annäherung an diese Fragen, spielt die Entwicklung der Prototypentheorie eine entscheidende Rolle. Die Standardversion der Prototypentheorie, die in den 1970er Jahren von Eleanor Rosch und einigen Mitarbeitern entwickelt wurde, versucht anhand empirischer Befunde Aufschluss über die menschliche Kognition zu geben. Ausgangspunkt dieser Theorie bildete das Modell der notwendigen und hinreichenden Bedingungen (NHB-Modell), in dem eine Entität bestimmte Bedingungen erfüllen muss, um einer Kategorie zugeordnet werden zu können. Das Prinzip der Binarität (Entität erfüllt eine Bedingung, oder erfüllt sie nicht), wie es in diesem traditionellen Modell der Kategorisierung vorgegeben ist, trifft jedoch nicht immer zu. Nicht alle Kategorien weisen scharfe Grenzen auf.

Es zeigt sich also, dass dieses Modell einige Unzulänglichkeiten aufweist, die Eleanor Rosch mittels der Prototypentheorie erklären und entsprechend beheben möchte. Demnach stellt die Prototypentheorie zur Merkmalstheorie eine Ergänzung und keine direkte Alternative dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. ALLGEMEIN

2. DIE STANDARDVERSION DER PROTOTYPENSEMANTIK

2.1 Der Prototyp

2.2 Graduelle Zugehörigkeit und unscharfe Grenzen

2.3 Heckenausdrücke/Hedges

2.4 Familienähnlichkeit

2.5 Ähnlichkeit zum Prototyp und cue validitiy

2.6 Die interkategorielle hierarchische Struktur

3. KRITIK AN DER STANDARDVERSION

4. DIE ERWEITERTE PROTOTYPENTHEORIE

5. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Prinzipien der Kategorisierung menschlicher Kognition. Ziel ist es, die Entwicklung der Prototypentheorie nach Eleanor Rosch darzustellen, ihre Abgrenzung zum klassischen Modell der notwendigen und hinreichenden Bedingungen zu erläutern, die Standardversion sowie deren Kritikpunkte zu analysieren und die weiterführende erweiterte Prototypentheorie zu beleuchten.

  • Grundlagen und Entstehung der Prototypentheorie
  • Die horizontale und vertikale Struktur von Kategorien
  • Das Konzept der Familienähnlichkeit als verbindendes Element
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Standardversion
  • Lösungsansätze der erweiterten Prototypentheorie

Auszug aus dem Buch

2.4 Familienähnlichkeit

Im Prototypenmodell werden nicht mehr alle Vertreter anhand äquivalenter Bedingungen kategorisiert. Daher stellt sich die Frage, wie die Mitglieder einer Kategorie zusammengehalten werden, wenn sie nicht mehr alle die gleichen Merkmale aufweisen müssen. Die Antwort hierfür hat Rosch von dem Philosoph Ludwig Wittgenstein entlehnt. Er prägte den Begriff der Familienähnlichkeit in Zusammenhang mit einer Analyse der Kategorie Spiel. So behauptet Wittgenstein, dass es keine Eigenschaft gibt, die alle Spiele miteinander teilen. Vielmehr besteht eine Verkettung von Eigenschaften, die manche Spiele miteinander teilen und diese wiederum mit noch anderen Spielen. Daraus resultiert eine »Reihe von Einheiten mit der Form AB, BC, CD, DE.« Die gesamte Kategorie wird durch eine Ähnlichkeitsbeziehung zwischen den Elementen zusammengehalten. Dadurch entsteht ein Ähnlichkeitsgeflecht, in dem sich gemeinsame Attribute überschneiden. Demzufolge wird die Kategorie aufgrund dieser Überschneidungen zusammengehalten. Wittgenstein vergleicht dies mit den Ähnlichkeiten innerhalb einer Familie. In einer Familie ähneln sich die Mitglieder, ohne jedoch zwangsläufig die gleichen Ähnlichkeiten aufzuzeigen. In einer stark vereinfachten Abbildung zur Familienähnlichkeit wird die Vorstellung deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. ALLGEMEIN: Einführung in die menschliche Fähigkeit zur Kategorisierung und Vorstellung des Prototypenmodells als Alternative zum Modell der notwendigen und hinreichenden Bedingungen.

2. DIE STANDARDVERSION DER PROTOTYPENSEMANTIK: Detaillierte Erläuterung der zentralen Konzepte wie Prototyp, graduelle Zugehörigkeit, Heckenausdrücke, Familienähnlichkeit, cue validity und die hierarchische Struktur.

3. KRITIK AN DER STANDARDVERSION: Analyse der Schwächen des Modells, insbesondere hinsichtlich der Gleichsetzung von abgestufter Struktur mit gradueller Zugehörigkeit und der Problematik der Kategorisierung durch Ähnlichkeitsvergleiche.

4. DIE ERWEITERTE PROTOTYPENTHEORIE: Darstellung der Modifikationen des Modells, bei denen der Prototypenbegriff zugunsten prototypischer Effekte aufgegeben wurde, um polyseme Ausdrücke besser integrieren zu können.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Betrachtung der theoretischen Entwicklung, der zentralen Merkmale der Prototypentheorie und der anhaltenden Herausforderungen bei der Beschreibung des Kategorisierungsprozesses.

Schlüsselwörter

Prototypentheorie, Kategorisierung, Standardversion, Familienähnlichkeit, cue validity, Basisebene, Heckenausdrücke, kognitive Linguistik, Eleanor Rosch, Merkmalsstruktur, Prototyp, Polysemie, Kategorien, kognitive Struktur, Begriffsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Prototypentheorie, einem Modell aus der kognitiven Linguistik, das erklärt, wie Menschen Objekte ihrer Umwelt in Kategorien einordnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die horizontale und vertikale Struktur von Kategorien, das Konzept des Prototyps, Familienähnlichkeit und die Abgrenzung von alltäglichen zu Experten-Kategorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung und kritische Analyse des Standardmodells der Prototypensemantik sowie der daraus resultierenden erweiterten Prototypentheorie.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse linguistischer und kognitionswissenschaftlicher Grundlagenwerke.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Standardversion, deren kritische Prüfung sowie die Vorstellung der erweiterten Theorie zur Lösung von Polysemie-Problemen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Prototyp, Familienähnlichkeit, cue validity, Kategorisierung und kognitive Struktur geprägt.

Warum wird der Begriff "Familienähnlichkeit" so zentral behandelt?

Weil er erklärt, wie eine Kategorie zusammengehalten wird, ohne dass alle Mitglieder identische Merkmale teilen müssen – durch eine Verkettung von Überlappungen.

Inwiefern unterscheidet sich die "erweiterte Prototypentheorie" von der "Standardversion"?

Die erweiterte Version verzichtet auf einen festen Prototypen als zentralen Repräsentanten und fokussiert stattdessen auf prototypische Effekte, um flexibler mit verschiedenen Wortbedeutungen umgehen zu können.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Die Prototypensemantik. Die Standardversion, die Kritik an ihr und die erweiterte Prototypentheorie
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft)
Course
Relationale Semantik
Grade
2,0
Author
Natascha Schneider (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V312502
ISBN (eBook)
9783668169647
ISBN (Book)
9783668169654
Language
German
Tags
Prototypensemantik Prototypentheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Schneider (Author), 2008, Die Prototypensemantik. Die Standardversion, die Kritik an ihr und die erweiterte Prototypentheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/312502
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint