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"Kanak Sprak" im Alltag. Der Unterschied zwischen direkter Kommunikation und medial stilisierten Sprechweisen des deutsch-türkischen Jugendslangs

Title: "Kanak Sprak" im Alltag. Der Unterschied zwischen direkter Kommunikation und medial stilisierten Sprechweisen des deutsch-türkischen Jugendslangs

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Natascha Schneider (Author)

German Studies - Linguistics

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Summary Excerpt Details

Durch deutsch-türkische Kontaktvarietäten gerät nicht nur das Sprachverhalten von Migrantennachkommen in das Blickfeld der Forschung, sondern auch der Einfluss dieses Sprachverhaltens auf die Sprachpraxis der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Besonders im Sprachgebrauch der Jugendlichen entstehen Mischungsprozesse. Neben der Jugendsprache wird von den Jugendlichen zunehmend eine neue ethnolektale Varietät des Deutschen gesprochen.

In der Literatur ist dabei von Kanak Sprak oder Türkenslang die Rede. Vor allem die Mediatisierung führt zur Popularität dieser Sprechweise. Durch die Verbreitung in den verschiedenen Mediengattungen seit Mitte der 90er Jahre geraten die sprachlichen Veränderungen zunehmend in das Blickfeld der Öffentlichkeit. In den Medien, vor allem aber im Bereich der Comedy, werden Charaktere geschaffen, die ein überspitztes Bild der Realität darstellen. Diese Themen werden mit einer Stilisierung der ethnolektalen Sprechweise verbunden, die von der Sprachwirklichkeit jedoch abweicht.

Gegenstand meiner Arbeit ist die Herausarbeitung der Grundelemente des ethnolektalen Sprechstils des „Ghettos“ und ihrer Erscheinungsform in der Comedy. Dadurch wird der Unterschied der beiden Erscheinungsformen deutlich. Hierbei möchte ich auch auf die Aneignung von Türkendeutsch im Alltag eingehen. Dieser Aspekt ist besonders interessant, weil den ethnolektalen Sprechstil sowohl türkischstämmige Jugendliche, als auch Jugendliche nicht-türkischer Herkunft verwenden. Anschließend werden die Merkmale des „Medienethnolekts“ nochmals in einer selbstständigen Analyse herausgearbeitet.

Zunächst soll jedoch geklärt werden, was Kanak Sprak überhaupt ist. Im Anschluss daran möchte ich auf Peter Auers Modell eingehen. Dies erachte ich als sinnvoll im Hinblick auf die Unterscheidung zwischen der direkten Kommunikation und der medialen Stilisierung des Ethnolekts. Peter Auer gliedert den Ethnolekt in seinem Modell in drei verschiedene Teile, wodurch diese klarer voneinander abgrenzbar sind. Außerdem stellt Auer in diesem Modell die These auf, dass der Ethnolekt zu einem Soziolekt des Deutschen wird. Inwiefern diese These aufrechterhalten werden kann, möchte ich in einer abschließenden Diskussion erörtern. Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei dieser Arbeit um einen Teilbereich einer Gruppenarbeit zum Thema „Kanak Sprak zwischen Alltag und Medien“ handelt, welche im Rahmen des Hauptseminars Medienlinguistik entstand.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WAS IST KANAK SPRAK?

3. DIE ERSCHEINUNGSFORMEN DES ETHNOLEKTS

4. „THE STREETS“: DER STRAßENETHNOLEKT

4.1 Die Entwicklung im Ghetto

4.2 Sprachliche Merkmale des Straßenethnolekts

4.3 Aneignung des Straßenethnolekts

4.4 Motive und Kontext der Verwendung

5. „THE SCREENS“: DER MEDIALE ETHNOLEKT

5.1 Sprachliche Merkmale des medialen Ethnolekts

5.2 Aneignung des medialen Ethnolekts

5.3 Motive und Kontext der Verwendung

6. ANALYSE: „HÄNSEL UND GRETEL AUF TÜRKISCH“

7. DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNG

8. LITERATUR

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Elemente des ethnolektalen Sprechstils im sogenannten „Ghetto“ und vergleicht diese mit deren stilisierter Erscheinungsform in der Comedy. Ziel ist es, die Unterschiede zwischen dem realen Sprachgebrauch migrantenstämmiger Jugendlicher und der medialen Konstruktion aufzuzeigen sowie die Motive hinter der Aneignung dieses Stils, auch durch Jugendliche nicht-türkischer Herkunft, zu analysieren.

  • Charakterisierung von „Kanak Sprak“ und deren Entstehung im Kontext von Migration und Globalisierung.
  • Unterscheidung zwischen primärem (direktem) Ethnolekt und sekundärem (medialem) Ethnolekt.
  • Analyse der sprachlichen Merkmale wie Code-switching, Lautveränderungen und morphosyntaktische Besonderheiten.
  • Untersuchung der Aneignungsprozesse und der sozialen Funktionen (z. B. Identitätsstiftung, Gruppenzugehörigkeit).
  • Kritische Analyse einer stilisierten Textvorlage („Hänsel und Gretel auf türkisch“).

Auszug aus dem Buch

4.2 Sprachliche Merkmale des Straßenethnolekts

Das soziale Umfeld der Migrantenjugendlichen ist ausschlaggebend, über welches sprachliche Repertoire sie verfügen können. Dementsprechend kann das Repertoire mehr oder minder ausdifferenziert sein, und das Kommunikationsverhalten in einer ethnischen Gruppe beeinflussen. Bei einem ausdifferenzierten sprachlichen Repertoire, wie es bspw. die Powergirls besitzen, ist in der Kommunikation untereinander, eine Mischung aus Deutsch und Türkisch (Mixing, Mischsprache, Mischmasch) kennzeichnend. Es kommt zu häufigen und schnellen Wechseln der beiden Sprachen innerhalb und zwischen den Äußerungen (Code-switching). Nach ungefähr jedem sechsten Wort findet ein Sprachwechsel statt. Die Sprachen werden zu einer syntaktischen Einheit verbunden, wodurch sie miteinander verschmelzen. Das Sprachmixing ist ein elaboriertes System, welches ausgeprägte Grammatikkenntnisse beider Sprachen erfordert. Die ausgeprägte Art des Mixings wie es die Powergirls beherrschen, haben nicht alle Migrantenjugendlichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung erläutert den gesellschaftlichen Wandel durch Migration und Mediatisierung und führt in das Thema der ethnolektalen Varietäten des Deutschen ein.

2. WAS IST KANAK SPRAK?: Dieses Kapitel definiert „Kanak Sprak“ als durch gesellschaftlichen Wandel beeinflusste Sprachform und nennt zentrale Merkmale wie phonetische Besonderheiten und grammatische Vereinfachungen.

3. DIE ERSCHEINUNGSFORMEN DES ETHNOLEKTS: Es wird die Entstehung des Ethnolekts durch Sprachkontakt und die Weiterentwicklung aus dem „Gastarbeiterdeutsch“ sowie die Differenzierung nach Auer in primären, sekundären und tertiären Ethnolekt erläutert.

4. „THE STREETS“: DER STRAßENETHNOLEKT: Dieses Kapitel behandelt den sozialen Hintergrund des Straßenethnolekts, dessen sprachliche Merkmale im realen Sprachgebrauch sowie die Motive der Aneignung.

5. „THE SCREENS“: DER MEDIALE ETHNOLEKT: Hier wird der mediale Ethnolekt als Imitation und Stilisierung des Straßenethnolekts analysiert, wobei Merkmale wie freie Erfindungen in der Comedy hervorgehoben werden.

6. ANALYSE: „HÄNSEL UND GRETEL AUF TÜRKISCH“: Anhand dieses Beispiels wird aufgezeigt, wie mediale Stilisierungen funktionieren und welche Klischees dabei reproduziert werden.

7. DISKUSSION UND SCHLUSSFOLGERUNG: Die Diskussion reflektiert, ob der Ethnolekt einen dauerhaften Wandel der deutschen Sprache darstellt oder eine temporäre Sprachmode der Jugendlichen ist.

8. LITERATUR: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Monographien, Sammelbände, Zeitschriftenartikel und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Kanak Sprak, Ethnolekt, Türkendeutsch, Straßenethnolekt, Medienethnolekt, Migration, Sprachkontakt, Code-switching, Sprachmixing, Ethno-Comedy, Identität, Soziolekt, Mediatisierung, Jugendkultur, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den ethnolektalen Sprechweisen des Deutschen, die unter Begriffen wie „Kanak Sprak“ oder „Türkendeutsch“ bekannt sind, und analysiert deren unterschiedliche Erscheinungsformen im Alltag und in den Medien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen dem realen Sprachgebrauch von Jugendlichen (Straßenethnolekt) und dessen stilisierter, medialer Darstellung (Medienethnolekt), sowie die Funktionen dieser Sprache für Identitätsstiftung und Gruppenzugehörigkeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die Grundelemente des ethnolektalen Sprechstils des „Ghettos“ herauszuarbeiten und den fundamentalen Unterschied zu dessen mediale Erscheinungsform in der Comedy aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein theoretischer Rahmen zur Einordnung der Sprachvarietäten verwendet, ergänzt durch eine linguistische Analyse von Beispielen aus der Ethno-Comedy und dem Vergleich mit Studien zum Sprachgebrauch migrantenstämmiger Jugendlicher.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Straßenethnolekts (Entwicklung, Merkmale, Aneignung, Motive) und des medialen Ethnolekts (Merkmale, Imitation, mediale Konstruktion) sowie eine detaillierte Analyse eines stilisierten Märchentextes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kanak Sprak, Ethnolekt, Türkendeutsch, Code-switching, Ethno-Comedy, Identitätsstiftung und Sprachkontakt.

Was unterscheidet den „Straßenethnolekt“ vom „medialen Ethnolekt“?

Während der Straßenethnolekt aus realem Sprachkontakt und komplexem Code-switching zwischen Deutsch und Türkisch entsteht, ist der mediale Ethnolekt eine bewusste, oft klischeehafte Imitation, die freie Erfindungen nutzt und auf Code-switching verzichtet, um ein breites Publikum anzusprechen.

Warum verwenden auch nicht-türkischstämmige Jugendliche diese Sprechweise?

Die Aneignung erfolgt häufig durch Kontakt zu Migrantenjugendlichen, aber auch durch die hohe mediale Präsenz dieser Sprechweise, die als Ressource zur Identitätsbildung, als Scherzmittel oder zur Abgrenzung gegenüber der Mehrheitsgesellschaft genutzt wird.

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Details

Title
"Kanak Sprak" im Alltag. Der Unterschied zwischen direkter Kommunikation und medial stilisierten Sprechweisen des deutsch-türkischen Jugendslangs
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft)
Course
Medienlinguistik
Grade
1,3
Author
Natascha Schneider (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V312500
ISBN (eBook)
9783668115873
ISBN (Book)
9783668115880
Language
German
Tags
Kanak Sprack Sprachverhalten Sprachgebrauch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Schneider (Author), 2008, "Kanak Sprak" im Alltag. Der Unterschied zwischen direkter Kommunikation und medial stilisierten Sprechweisen des deutsch-türkischen Jugendslangs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/312500
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