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Können Menschen mit Zahlen abgebildet werden? Eine kritische Reflexion des empirisch-psychologischen Zuganges

Title: Können Menschen mit Zahlen abgebildet werden? Eine kritische Reflexion des empirisch-psychologischen Zuganges

Term Paper , 2015 , 10 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Frank Pavlon (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation

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Es war seit jeher ein großes Bestreben den Menschen messbar zu machen. Schon in der Antike entwickelte Hippokrates die „4-Säfte-Lehre“ um Menschen kategorisieren zu können. Heutzutage geht unter anderem die quantitative psychologische Diagnostik, als Teilgebiet der Psychologie, der Frage nach, inwieweit Verhalten vorhersagbar und beschreibbar ist und sucht Gesetzmäßigkeiten für Verhaltensmuster.

Sie stellt Instrumente bereit um Fähigkeiten oder Ausprägungen von Eigenschaften, sprich ein psychologisches Konstrukt, quantifizierbar zu machen. Mit den Ergebnissen dieser Erhebungen werden dann Entscheidungen vorbereitet für typische Einsatzgebiete wie im Personalmanagement oder Coaching.

Durch die Konsequenzen der Diagnosen und der Aufgabe im Sinne der Menschen zu handeln ergibt sich eine moralisch-ethische Dimension bzw. Verpflichtung: Die Integrität und Würde des Individuums ist zu achten, wie es in der Präambel der Ethikrichtlinie des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen gefordert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung der Arbeit

1.2 Vorgehensweise

2. Die quantitative psychologische Diagnostik

2.1 Zielsetzung

2.2 Gütekriterien

2.3 Vorteile

2.4 Grenzen

2.5 Risiken und Gefahren

2.6 Chancen

3. Persönliche Reflexion / Fazit

3.1 Big Data – Die Macht der Algorithmen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der quantitativen psychologischen Diagnostik, um deren methodischen Aufbau, Nutzen und Grenzen kritisch zu hinterfragen. Ziel ist es, die moralischen, ethischen und praktischen Herausforderungen dieses Diagnoseverfahrens sowie dessen zunehmende Verknüpfung mit algorithmischen Datensammlungen zu analysieren.

  • Grundlagen und Zielsetzungen quantitativer Diagnostik
  • Die Bedeutung wissenschaftlicher Gütekriterien
  • Chancen und Anwendungsfelder im Personalmanagement
  • Ethische Risiken und Manipulationsgefahren
  • Zukunftsperspektiven durch Big Data und Algorithmen

Auszug aus dem Buch

2.4 Grenzen

Grundsätzlich macht die quantitative Diagnostik probabillistische bzw. statistische Aussagen und erlaubt es lediglich Auftrittswahrscheinlichkeiten eines Konstrukts zu nennen. Zufällige Abweichungen erschweren es neben weiteren Störfaktoren, wie dem Standardmessfehler oder Antworttendenzen, den „wahren Wert“ zu erhalten, selbst durch Wiederholung der Messung. (vgl. Strube, 1977, S. 34 ff. ).

Dies hat zur Folge, dass eine Aussage nur unter Unsicherheit getroffen werden kann. Dieser Sachverhalt müsste Entscheider dazu veranlassen, sich nicht auf einen Prädiktor wie z.B. den IQ, die Abiturnote oder gemessene Merkmale zu verlassen, sondern weitere Entscheidungshilfen einzuholen.

In der quantitativen Diagnostik müssen Testverfahren an der Population, über die eine Aussage getroffen werden soll, geeicht werden. So wird beispielsweise die Intelligenzleistung einer getesteten Person an der Leistung einer Stichprobe von Gleichaltrigen gemessen. (vgl. Hobmair und Altenthan, 2013, S.122).

Wenn diese Eichungen nicht oder in zu großen Intervallen durchgeführt werden, besteht die Gefahr fehlerhafte Daten zu erheben, da sich Merkmale und Ausprägungen, wie auch die Intelligenz, im Laufe der Zeit ändern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hier wird der historische Kontext der Messbarkeit des Menschen dargelegt und die Zielsetzung der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise skizziert.

2. Die quantitative psychologische Diagnostik: Dieses Kapitel erläutert den Diagnoseprozess, die Bedeutung von Gütekriterien, sowie die wesentlichen Vor- und Nachteile dieses methodischen Ansatzes.

3. Persönliche Reflexion / Fazit: Der Verfasser bewertet die Möglichkeiten der quantitativen Diagnostik kritisch und analysiert insbesondere die Auswirkungen moderner Big-Data-Strukturen auf die Vorhersagbarkeit menschlichen Verhaltens.

Schlüsselwörter

Quantitative psychologische Diagnostik, Testverfahren, Gütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, Normierung, Personalauswahl, Ethische Verantwortung, Big Data, Algorithmen, Verhaltensvorhersage, Manipulation, Datenerhebung, Psychologische Konstrukte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Feld der quantitativen psychologischen Diagnostik, ihre wissenschaftliche Fundierung und ihre praktische Anwendung bei der Bewertung menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die methodischen Grundlagen, die Erreichung wissenschaftlicher Gütekriterien sowie die kritische Reflexion über ethische Risiken und Manipulationsgefahren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Grenzen der Aussagekraft quantitativer Diagnosen aufzuzeigen und das Gefahrenpotenzial bei deren Anwendung zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur und verknüpft diese mit einer kritischen Reflexion über aktuelle diagnostische Entwicklungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert den Diagnoseprozess, die Definition von Gütekriterien, die Vorteile statistischer Verfahren sowie die kritischen Grenzen und Risiken der Methode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie quantitative Diagnostik, Gütekriterien, ethische Verantwortung und Big Data geprägt.

Warum ist die Einhaltung von Gütekriterien so entscheidend?

Ohne Gütekriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität besteht das Risiko, fehlerhafte Ergebnisse zu produzieren, was im pädagogischen oder therapeutischen Bereich schwerwiegende Konsequenzen haben kann.

Wie verändert Big Data die psychologische Diagnostik laut dem Autor?

Der Autor sieht in der Kombination von sozialen Netzwerkdaten und Algorithmen ein enormes, potenziell manipulatives Potenzial zur Verhaltensvorhersage, das eine neue Form der hybriden Diagnostik erschaffen könnte.

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Details

Title
Können Menschen mit Zahlen abgebildet werden? Eine kritische Reflexion des empirisch-psychologischen Zuganges
College
Donau-Universität Krems
Course
Business Psychology
Grade
1,0
Author
Frank Pavlon (Author)
Publication Year
2015
Pages
10
Catalog Number
V312103
ISBN (eBook)
9783668156920
ISBN (Book)
9783668156937
Language
German
Tags
psychologischer zugang quantitative psychologische Diagnostik big data
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Pavlon (Author), 2015, Können Menschen mit Zahlen abgebildet werden? Eine kritische Reflexion des empirisch-psychologischen Zuganges, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/312103
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