Die Hausarbeit ist eine Einleitung in die Varietäten des Schottischen. Betrachtet werden die Dialekte des Northern Scots, Central Scots, Southern Scots, Insular Scots und Urban Scots, die auf ihre Eigenheiten vor allem auf grammatikalischer und vokabulärer Ebene hin näher beschrieben werden. Schließlich folgt noch eine Unterscheidung von sozialen Aspekte welche die schottischen Dialekte beeinflussen.
Inhaltsverzeichnis
1. Scots - Sprache oder Dialekt
2. Dialekte und Varietäten der schottischen Sprache
2.1. Entstehung von Dialekten im schottischen Sprachraum
2.2. Regionale Unterschiede in Dialekten und Sprache
2.2.1. Northern Scots
2.2.2. Central Scots
2.2.3. Southern Scots
2.2.4. Insular Scots
2.2.5. Urban Scots
2.2.6. Einflüsse des Scots außerhalb von Schottland
2.3. Soziale Unterschiede und Varietäten in Dialekten des Scots
2.3.1. Covert und Overt Scotticism
2.3.2. Geschlecht
2.3.3. Sozialer Stand
3. Ausblick auf Veränderungen und Rückgang der schottischen Dialektvielfalt
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die sprachliche Differenzierung des Scots und analysiert, inwieweit regionale und soziale Faktoren die Ausprägung einzelner Varietäten beeinflussen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Scots als eigenständige Sprache zu betrachten ist und wie sich die Dialektvielfalt unter dem Einfluss soziolinguistischer Parameter entwickelt.
- Historische Entwicklung und regionale Klassifizierung der schottischen Dialekte.
- Linguistische Analyse phonologischer und grammatikalischer Unterschiede (Northern, Central, Southern, Insular, Urban Scots).
- Einfluss soziolinguistischer Faktoren wie Geschlecht und sozialer Status auf den Sprachgebrauch.
- Differenzierung zwischen unbewusster (Covert) und bewusster (Overt) Verwendung schottischer Sprachmerkmale.
- Zukunftsperspektiven und Bedrohung der schottischen Dialektvielfalt.
Auszug aus dem Buch
2.3.1. Covert und Overt Scotticism
Aitken beschreibt Wendungen des Scots in seinem Artikel als Covert Scotticism, wenn sie „unselfconscious” sind, wenn „[the speakers are] wholly or largely unaware that in [using certain expressions] they are behaving peculiarly Scottishly or ‚giving themselves away‘ as Scots.” (1984: 105). Die Sprecher nutzen also bestimmte Formen, Wörter oder Konstruktionen in ihrer alltäglichen Sprache, die sie nicht unbedingt als Scots erkennen würden. Sie sprechen also nicht bewusst einen schottischen Dialekt, sondern nutzen lediglich unbewusst einige Ausprägungen und Eigenheiten von Dialekten. Dieser Covert Scotticism äußert sich vor allem in der Klasse der „middle-class Educated Scottish Standard English speakers“ (Aitken, 1984: 105). Da das Sprechen des Dialekts im Covert Scotticism nicht absichtlich geschieht, sind sich die Sprecher oft selbst nicht vollends im Klaren darüber, dass sie diese Formen verwenden und gerade Mundart sprechen. Dies verdeutlicht, vor allem im Gegensatz zu Overt Scotticism, dass hier der Dialekt nicht auf künstliche Art verstärkt wird, sondern im Alltag der Menschen Gebrauch findet. (Aitken, 1984: 105-107)
Beispiele für unbewusstes Dialektsprechen sind ebenfalls wie die regionalen Unterschiede in den Kategorien der Phonologie, der Morphologie und der Grammatik zu finden. Phonologische Unterschieden sind oft bei Wörtern mit [θ] zu finden, die beispielsweise die Ordinalzahlen ab fourth, welche lediglich mit einen [t] am Ende ausgesprochen werden: fourt. Ebenfalls abgekürzt und vereinfacht werden Wörter mit [ŋ] welches durch ein [n] ersetzt wird: length/strength wird zu lenth/strenth.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Scots - Sprache oder Dialekt: Das Kapitel führt in die wissenschaftliche Debatte über den Status des Scots ein und legt das Ziel der Arbeit fest, die Varietäten genauer zu untersuchen.
2. Dialekte und Varietäten der schottischen Sprache: Hier werden die Ursprünge der Dialekte im schottischen Raum sowie die vielfältigen regionalen Ausprägungen von Northern bis Urban Scots detailliert analysiert.
3. Ausblick auf Veränderungen und Rückgang der schottischen Dialektvielfalt: Dieses Kapitel diskutiert die zukünftige Entwicklung und den möglichen Rückgang der Dialekte sowie die Rolle des Overt Scotticism als stabilisierender Faktor.
Schlüsselwörter
Scots, Schotten, Dialekte, Varietäten, Soziolinguistik, Northern Scots, Central Scots, Southern Scots, Insular Scots, Urban Scots, Covert Scotticism, Overt Scotticism, Sprachwandel, Sprachidentität, Phonologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Klassifizierung und den soziolinguistischen Besonderheiten der schottischen Sprache (Scots) und ihrer verschiedenen Dialekte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Felder umfassen die regionale Gliederung der schottischen Dialekte, die Auswirkungen sozialer Faktoren auf den Sprachgebrauch sowie die Unterscheidung zwischen unbewussten und bewussten Dialektmerkmalen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die Varietäten des Scots aufzuzeigen und zu untersuchen, wie soziale Identität und regionale Herkunft die sprachliche Ausprägung beeinflussen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse linguistischer Studien, wobei soziolinguistische Theorien und Modelle (wie die Glasgow study) angewandt werden, um die Sprachdaten zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte regionale Untersuchung (Northern, Central, Southern, Insular, Urban) und eine soziolinguistische Analyse von Faktoren wie Geschlecht und sozialem Status.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Scots, Soziolinguistik, Dialektvielfalt, Covert/Overt Scotticism und regionale Varietäten.
Welche Rolle spielt der soziale Status für die Sprachwahl?
Der soziale Status ist ein maßgeblicher Indikator; Studien zeigen, dass mit höherem sozialen Stand die Tendenz zur Verwendung deutlicher Dialektmerkmale tendenziell abnimmt.
Was genau versteht man unter Covert und Overt Scotticism?
Covert Scotticism beschreibt die unbewusste Verwendung dialektaler Formen im Alltag, während Overt Scotticism die bewusste, oft identitätsstiftende Anwendung spezifischer schottischer Ausdrucksweisen bezeichnet.
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- Maximilian Bauer (Author), 2014, Dialekte und Varietäten im Scots. Analyse regionaler und sozialer Unterschiede, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311935