Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › German Studies - Modern German Literature

Gruppe 47. Wie antisemitisch war der literarische Zusammenschluss?

Title: Gruppe 47. Wie antisemitisch war der literarische Zusammenschluss?

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Bäcker (Author)

German Studies - Modern German Literature

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Gruppe 47 bestimmte den deutschen Literaturbetrieb für die 20 Jahre ihres aktiven Bestehens über die Grenzen Deutschlands hinaus und brachte zahlreiche namhafte Künstler hervor.

Aus den Reihen der Tagungen, welche vom Gruppeninitiator Hans Werner Richter organisiert wurden, stammen sehr viele bedeutende und erfolgreiche Autoren der Nachkriegszeit und der Gegenwartsliteratur. Die Gruppe stand für Demokratie, Sozialismus und Freiheit. Mit der Gruppe 47 begann ein neues literarisches Zeitalter, losgelöst von der Diktatur, deren Folgen und den Schrecken des Krieges. Sie wuchs von einer privaten Runde im Freundeskreis von Hans Werner Richter zu einer enorm bedeutenden literarischen Instanz der jungen Bundesrepublik heran. Die Kritik der Gruppe 47 war damals maßgebend für den Erfolg eines Autors und ebnete die Karriere vieler junger Autoren.

Sie wird als eine unverbindliche regelmäßige Zusammenkunft unter privater Anleitung von ihrem Initiator Hans Werner Richter gesehen. Neben der vorhandenen positiven Rezension sind aber auch andere Stimmen gegeben, die der Gruppierung Antisemitismus nachsagen, was mit - unter den Vorfällen um Paul Ceylan, Walter Kesten und anderen Autoren jüdischer Herkunft - zusammen hängt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entstehungsgeschichte der Gruppe 47

2.1 Die Organisation und Ausrichtung der Gruppe 47

2.2 Der Aufstieg der Gruppe 47 – von der Schreibwerkstatt zum Kulturereignis

2.3 Die zunehmende Politisierung der Tagungsgruppe und die Folgen

3 Der soziale Sinn Hans Werner Richters

3.1 Die Gruppe 47 im Spannungsverhältnis mit den emigrierten Autoren

3.2 Lyrik in Niendorf – Paul Celan liest die Todesfuge

3.3 Der Frankfurter Auschwitz-Prozess – ein zentrales Ereignis der Aufarbeitung

3.4 Bedeutende Teilnehmer der Gruppe 47 im Kontext der Antisemitismus-Debatte

4 Eine rückwirkende Betrachtung der Gruppe 47

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht literatursoziologisch die Entstehung und Entwicklung der Gruppe 47 und analysiert vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Nachkriegssituation die Fragestellung, weshalb die Gruppe 47 mit Antisemitismus in Verbindung gebracht wird.

  • Literatursoziologische Untersuchung der Gruppe 47
  • Analyse der Rolle von Hans Werner Richter als Initiator und Diskursleiter
  • Auseinandersetzung mit der Tabuisierung des Holocausts in der Gruppe
  • Fallstudien zur Ausgrenzung jüdischer Emigranten
  • Reflektion über das Spannungsverhältnis zwischen literarischem Anspruch und politischer Verantwortung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Gruppe 47 im Spannungsverhältnis mit den emigrierten Autoren

Richter initiierte die Gruppentreffen und war deren Leiter für den Zeitraum ihres Bestehens. Seine übergeordnete Position wurde von den Teilnehmern der Tagungen nicht hinterfragt oder kritisiert, sondern uneingeschränkt akzeptiert (vgl. Cofalla 1997: 39). Dadurch waren Richters Gestaltungen nur wenige Grenzen gesetzt. Er wurde zwar durch ihm sozial nahestehende Personen beraten, dennoch lag die finale Entscheidung schlussendlich bei Richter. Des Weiteren legte Richter großen Wert auf Diskretion. Die von ihm als intern eingestuften Sachverhalte zu veröffentlichen, wertete Richter als Illoyalität (vgl. ebd 41). Ihm war die Geschlossenheit und Integrität der Gruppe 47 sehr wichtig. In einem Brief äußerte sich Richter dazu wie folgt: „Dazu kam noch etwas, der polemisch zerrissenen Linken stand der ‚Corpsgeist‘ der Rechten gegenüber, er mußte [sic!] ganz natürlicherweise dabei siegen“ (Richter zitiert nach: Briegleb 2002: 93). Richter erlebte die Niederlage der Linken mit und wollte aus deren Fehlern und dem Nationalsozialismus Lehren ziehen. Richters Dominanz in der Tagungsgestaltung wird verdeutlicht durch den von ihm angestrebten Ausschluss der Ehefrauen, wodurch er die Gruppe 47 auf ihre ursprünglichen Ziele zurückführen wollte (vgl. Cofalla 1997: 43). Das Selbstbild der Gruppe 47 war demnach oppositionell gegen Adenauer und antifaschistisch (vgl. Briegleb 2002: 29). Gleichwohl verstand sich die Gruppe als eine Alternative zum Nationalsozialismus und zur sogenannten Umerziehungspolitik (vgl. Richter 1981: 35).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Gruppe 47 für den deutschen Literaturbetrieb nach 1945 ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Verbindung zwischen der Gruppe und Antisemitismus-Vorwürfen.

2 Die Entstehungsgeschichte der Gruppe 47: Dieses Kapitel beleuchtet den Lebensweg von Hans Werner Richter und die Gründung der Gruppe als literarische Werkstatt unter dem Vorzeichen eines kulturellen Neuanfangs.

3 Der soziale Sinn Hans Werner Richters: Hier wird die zentrale Rolle und die Machtposition Richters als Diskursleiter untersucht, sowie die problematische Haltung der Gruppe gegenüber emigrierten Autoren und dem Holocaust thematisiert.

4 Eine rückwirkende Betrachtung der Gruppe 47: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass ein Verdrängungsmechanismus und ein leicht ausgeprägter sekundärer Antisemitismus die Arbeit der Gruppe prägten.

Schlüsselwörter

Gruppe 47, Hans Werner Richter, Nachkriegsliteratur, Holocaust, Antisemitismus, Verdrängung, Paul Celan, Herrmann Kesten, Literatursoziologie, Kahlschlagstil, Emigration, Literaturbetrieb, Aufarbeitung, Tabuisierung, Martin Walser.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht literatursoziologisch die Gruppe 47, ihr Selbstverständnis und ihre tatsächliche Rolle im literarischen und gesellschaftlichen Leben der jungen Bundesrepublik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themenfelder umfassen die Entstehungsgeschichte der Gruppe 47, die Rolle ihres Leiters Hans Werner Richter, die Ausgrenzung jüdischer Emigranten und die Tabuisierung des Holocausts.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Frage zu klären, weshalb die Gruppe 47 mit Antisemitismus in Verbindung gebracht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literatursoziologische Untersuchung durchgeführt, die Produktion, Distribution und Rezeption von Literatur in den Kontext der Zeit setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die interne Struktur der Gruppe, die Einladungs- und Kritikpraxis unter Richter sowie konkrete Fälle wie Paul Celan und die Rezeption von Holocaust-Themen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gruppe 47, Holocaust, Antisemitismus, Verdrängung, Hans Werner Richter und Nachkriegsliteratur.

Warum wird Paul Celan in der Arbeit so ausführlich besprochen?

Celan dient als Fallbeispiel, an dem die taktlose Behandlung jüdischer Autoren und die Tabuisierung von Holocaust-Themen innerhalb der Gruppe 47 besonders deutlich werden.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Antisemitismus-Debatte?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass innerhalb der Gruppe 47 ein Motiv der Verdrängung existierte, das auf einen leicht ausgeprägten sekundären Antisemitismus schließen lässt.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Gruppe 47. Wie antisemitisch war der literarische Zusammenschluss?
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Literaturwissenschaft)
Course
Neue Helden, ein Seminar mit Dichtern
Grade
1,0
Author
Thomas Bäcker (Author)
Publication Year
2014
Pages
21
Catalog Number
V311626
ISBN (eBook)
9783668106574
ISBN (Book)
9783668106581
Language
German
Tags
Gruppe 47 Antisemitismus Hans Werner Richter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Bäcker (Author), 2014, Gruppe 47. Wie antisemitisch war der literarische Zusammenschluss?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311626
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint