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China in Korea. Legitimität kollektiver Sicherheitsmaßnahmen gegen die chinesische Intervention im Koreakrieg und wirtschaftliche Konsequenzen

Titel: China in Korea. Legitimität kollektiver Sicherheitsmaßnahmen gegen die chinesische Intervention im Koreakrieg und wirtschaftliche Konsequenzen

Hausarbeit , 2013 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Felix Fleischer (Autor:in)

Asienkunde, Asienwissenschaften

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die kollektiven Maßnahmen der Vereinten Nationen gegen die Volksrepublik China aufgrund ihrer Intervention im Koreakrieg gerechtfertigt waren. Weiterhin wird analysiert, welche Folgen dies für die wirtschaftliche Entwicklung der VR hatte.

Um die Fragestellung multidimensional beleuchten zu können, wird zum besseren Verständnis die Situation in Korea nach dem 2. Weltkrieg bis zum Anfang des Koreakrieges erläutert, sowie ein kurzer Überblick zum Kriegsverlauf gegeben. Anschließend soll definiert werden, welche Ziele die Vereinten Nationen haben und inwieweit kollektive Sicherheitsmaßnahmen ein geeignetes Instrument zur Zielerreichung darstellen.

Nachfolgend soll geklärt werden, ob Nordkorea der Aggressor im Koreakrieg war, welche Ziele die chinesische Regierung mit ihrer Intervention hatte und ob es demzufolge auch gerechtfertigt war, die VR China zu verurteilen und zu sanktionieren. Danach werden die Einzelheiten des Embargos und die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Konsequenzen für China beschrieben. Abschließend wird ein Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. UN-Ziele, Legitimität, kollektive Maßnahmen

3. Verurteilung Nordkoreas zum Aggressor

4. Verurteilung Chinas zum Aggressor

A. Interessen der VR China

B. Chinesische Intervention

C. Verurteilung der VR China

D. Chinesische Sicht

5. Embargo gegen China

6. Wirtschaftliche Beeinträchtigung

7. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die völkerrechtliche Rechtfertigung der kollektiven Maßnahmen der Vereinten Nationen gegen die Volksrepublik China infolge ihrer Intervention im Koreakrieg sowie die resultierenden wirtschaftlichen Folgen für das Land.

  • Analyse der Legitimität von kollektiven Sicherheitsmaßnahmen der UN.
  • Untersuchung der Motive der chinesischen Intervention im Koreakrieg.
  • Bewertung der Verurteilung Chinas zum Aggressor durch die Vereinten Nationen.
  • Erörterung der Auswirkungen und der Effektivität des verhängten UN-Embargos.
  • Kritische Reflexion über die Rolle der UN als Friedensorganisation in Konfliktsituationen.

Auszug aus dem Buch

A. Interessen der VR China

Der Eintritt in den Koreakrieg spaltete die chinesische Regierung auch innerhalb ihrer eigenen Reihen. Während Zhou Enlai, Lin Biao und Chen Yun zu bedenken gaben, dass sich die VR noch nicht von dem folgenschweren Bürgerkrieg erholt habe und man sich nicht mit einem so starkem Gegner wie die USA einlassen sollte, argumentierte Mao - vom Verfolgungswahn geritten - dass die UN-Truppen an der Grenze nicht halt machen würden.21 Er war der Ansicht, dass man den Feind noch auf der koreanischen Halbinsel zurückschlagen solle. Maos Ängste waren zum Teil gerechtfertigt, wenn man bedenkt, dass die 7. Staffel der US Marine Taiwan abschirmte und die Marines die Viêt Minh in Indochina unterstützten. Zudem vermutete die chinesische Regierung, dass die freiwillige Aufgabe Nordkoreas die nationalchinesische Regierung auf Taiwan stärken würde. 22

Mao langte einerseits nach der Anerkennung von seinem kommunistischen Bruder Stalin. Er wollte der Staatengemeinschaft demonstrieren, dass die von ihm neu gegründete VR ebenfalls eine Großmachtstellung einnimmt.23 Andererseits hatte er auch weltliche Interessen. Er wollte die Entwicklung der VR China von einem Agrarstaat zu einem Industriestaat vorantreiben, nicht zuletzt deshalb, um der weltweiten Führungsrolle gerecht zu werden. Außerdem wollte er seine neu gegründete Volksrepublik mit einer modern bewaffneten Armee ausstatten. Dies konnte er durch die Vereinbarung mit Stalin und Kim erreichen. So sicherte er Kim Rückendeckung zu, im Gegenzug erhielt er von Stalin Waffen und Munition. Die Intervention Chinas war u.a. ein Vorwand, um an sowjetische Waffen und Munition zu gelangen, die es in diesem Umfang niemals durch Handelsabkommen mit den westlichen Mächten gegeben hätte. Aus diesem Grund verlängerte Mao den Krieg künstlich. Dies erklärt die mangelnde Verhandlungsbereitschaft Chinas, die im nächsten Abschnitt beschrieben wird.24

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Arbeit analysiert die Rechtmäßigkeit der kollektiven UN-Maßnahmen gegen die VR China im Koreakrieg und bewertet deren wirtschaftliche Konsequenzen.

2. UN-Ziele, Legitimität, kollektive Maßnahmen: Das Kapitel erläutert den Anspruch der UN auf Friedenssicherung und die Bedeutung kollektiver Sicherheitsmaßnahmen als Instrument zur Konfliktlösung.

3. Verurteilung Nordkoreas zum Aggressor: Es wird dargelegt, dass der nordkoreanische Angriff auf Südkorea völkerrechtswidrig war und die UN dementsprechend rechtmäßig handelte.

4. Verurteilung Chinas zum Aggressor: Die Untersuchung der chinesischen Motive zeigt, dass die Intervention aus strategischen und innenpolitischen Gründen erfolgte, was die Verurteilung als Aggressor rechtfertigte.

5. Embargo gegen China: Dieses Kapitel behandelt die Sanktionen gegen die VR China, deren Legalisierung durch die UN und die Wirksamkeit der verhängten Exportverbote.

6. Wirtschaftliche Beeinträchtigung: Hier wird analysiert, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen des Embargos auf China vergleichsweise gering waren, da Handelsbeziehungen innerhalb der sozialistischen Staatengemeinschaft kompensierend wirkten.

7. Fazit: Der Autor schlussfolgert, dass die UN-Maßnahmen zwar legitim waren, aber der wirtschaftliche Druck kontraproduktiv wirkte und das kollektive Sicherheitssystem keine Garantie für dauerhaften Frieden darstellt.

Schlüsselwörter

Koreakrieg, Vereinte Nationen, UN-Sicherheitsrat, Volksrepublik China, Nordkorea, Aggressor, Kollektive Sicherheitsmaßnahmen, Völkerrecht, Embargo, Wirtschaftssanktionen, Mao Zedong, Intervention, Friedenssicherung, Legitimität, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob die kollektiven Maßnahmen der Vereinten Nationen gegen die Volksrepublik China im Zuge des Koreakrieges völkerrechtlich und politisch gerechtfertigt waren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die Rolle der UN als Sicherheitsorganisation, die Bewertung von Aggressionshandlungen im Völkerrecht, die strategischen Motive der chinesischen Intervention sowie die Auswirkungen von Wirtschaftssanktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu klären, ob die Verurteilung Chinas als Aggressor legitim war und welche Folgen dies für die wirtschaftliche Entwicklung der VR China hatte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische und völkerrechtliche Analyse, die auf der Auswertung von UN-Dokumenten und einschlägiger Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die UN-Legitimität, die Rolle Nordkoreas und Chinas als Aggressoren, die Entscheidungsprozesse innerhalb der UN sowie die ökonomischen Konsequenzen des verhängten Embargos.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Koreakrieg, Kollektive Sicherheit, Völkerrecht, Aggressor, VR China, UN-Sanktionen und Wirtschaftsembargo.

Warum stuft der Autor die UN-Entscheidung zum Vorrücken über den 38. Breitengrad als "ungeschickt" ein?

Der Autor argumentiert, dass dieser militärisch legitime Schritt weltpolitisch unklug war, da er dem Konflikt unnötige Eskalationsgefahr verlieh und der kommunistischen Seite Argumente zur Rechtfertigung ihrer eigenen Handlungen lieferte.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit des Embargos gegen China?

Er stuft das Embargo als weitgehend ineffektiv ein, da die betroffenen strategischen Güter ohnehin kaum exportiert wurden und China durch die enge Anbindung an den sowjetischen Block wirtschaftliche Ausfälle kompensieren konnte.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
China in Korea. Legitimität kollektiver Sicherheitsmaßnahmen gegen die chinesische Intervention im Koreakrieg und wirtschaftliche Konsequenzen
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung Konstanz
Note
1,0
Autor
Felix Fleischer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
19
Katalognummer
V311403
ISBN (eBook)
9783668100503
ISBN (Buch)
9783668100510
Sprache
Deutsch
Schlagworte
china korea legitimität sicherheitsmaßnahmen intervention koreakrieg konsequenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Fleischer (Autor:in), 2013, China in Korea. Legitimität kollektiver Sicherheitsmaßnahmen gegen die chinesische Intervention im Koreakrieg und wirtschaftliche Konsequenzen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311403
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Leseprobe aus  19  Seiten
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