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Konfligierende Herrschaftsansprüche. Über die Darstellung von Herrschaftslegitimation in Heinrichs von Veldekes Eneasroman

Title: Konfligierende Herrschaftsansprüche. Über die Darstellung von Herrschaftslegitimation in Heinrichs von Veldekes Eneasroman

Term Paper , 2013 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jannike Riesch (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies

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Summary Excerpt Details

Das Verständnis von Herrschaft und allem voran deren Legitimation hat sich im Laufe der Jahrhunderte immer weiter gewandelt. Die vorliegende Arbeit beinhaltet eine Betrachtung des Eneasromans anhand dieser Aspekte. Wenngleich aufgrund des begrenzten Umfangs keinesfalls alle Details erfasst werden können, so besteht doch der Anspruch, einen ergiebigen Einblick in die Darstellung von Herrschaftslegitimation zu bieten.

Infolgedessen gliedert sich die Arbeit wie folgt: In den ersten beiden Kapiteln werden legitimatorische Konzepte dargestellt, mit denen im weite-ren Verlauf gearbeitet werden soll. Das bedeutet eine Gegenüberstellung der divergierenden Legitimationsinstanzen in Kapitel 2 und eine Betrachtung der verschiedenen Legitimationsebenen in Kapitel 3, das heißt, der (erzähltheoretischen) Mittel, durch die versucht wird, Legitimität zu erzeugen oder zu entkräften. Im Anschluss daran werden ausführlich die verschiedenen Argumentations- beziehungsweise Legitimationsstrategien anhand der vier Hauptvertreter – Eneas und Latinus auf der einen, die Königin und Turnus auf der anderen Seite – und anhand für die Herrschaftsfrage maßgeblicher Szenen (die Episode der Flucht aus Troja, die Ankunft in Italien, der Zweikampf, etc.) beleuchtet. Im Zuge dessen wird auch der Abbau der ‚unterliegenden‘ Positionen thematisiert, worauf eine zusammen-fassende Betrachtung der Ergebnisse folgt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Legitimationsinstanzen

2.1 Transzendente Legitimationsinstanz

2.2 Weltliche Legitimationsinstanz

3 Legitimationsebenen

3.1 Argumentativ

3.2 Durch Inszenierung

4 Legitimationsstrategien

4.1 Eneas und die Flucht aus Troja

4.2 Die Ankunft in Italien und Latinus‘ Götterhörigkeit

4.3 Der Zorn der Königin

4.4 Turnus und das Recht der Ehre

4.5 Der Zweikampf und der endgültige Abbau gegnerischer Positionen

5 Zusammenfassende Betrachtung

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung und Legitimation von Herrschaft in Heinrichs von Veldeke Eneasroman. Dabei wird analysiert, wie der Text durch die Gegenüberstellung transzendenter Götterbotschaften und weltlich-feudaler Rechtsansprüche einen Diskurs über die Rechtmäßigkeit von Herrschaftsansprüchen führt und gegnerische Positionen durch erzählerische Mittel abbaut.

  • Wandel von Herrschafts- und Legitimationsmodellen im Mittelalter
  • Konflikt zwischen transzendentem Götterwillen und weltlichem Feudalrecht
  • Narrative Strategien und Inszenierung zur Charakterisierung von Helden und Antagonisten
  • Analyse zentraler Schlüsselszenen wie der Flucht aus Troja und dem Zweikampf
  • Einfluss der erzählerischen Bewertung auf die Legitimität der Protagonisten

Auszug aus dem Buch

4.1 Eneas und die Flucht aus Troja

Anschließend an einen komprimierten Überblick des Geschehens in Troja widmet sich die Erzählung eingangs der ausführlichen Vorstellung des Eneas. Diese Inszenierung dient dazu, schon vor Beginn der eigentlichen Handlung die Autorität und Integrität deutlich zu machen, die die Heldenfigur innehat. Wolfgang Brandt gliedert hierbei sehr treffend die Klimax auf, durch die Eneas beschrieben wird: Im ersten, ‚irdischen‘ Teil der Charakterisierung geht es um Eneas‘ soziale Stellung – er ist trojanischer Einwohner („in der borch […] / dâ wonete […]“, V. 33ff) und darüber hinaus „ein rîche man“ (V. 35), ein wohlhabender, mächtiger Mann, „der hêre Ênêas“ (V. 37). Ein Herr, kein einfacher Bürger, sondern ein Adliger, sogar ein „herzoge“ (V. 38), was ihn in seiner Stellung noch deutlicher hervorhebt.

Eine weitere Steigerung erfährt seine Person durch die Verwandtschaft mit König Priamus („des kuneges tohter was sîn wîb“, V. 39). Überboten werden die Attribute Macht, hoher Stand und Verwandtschaft mit dem Königshaus lediglich durch den zweiten, ‚überirdischen‘ Teil seiner Vorstellung, in welchem die Klimax gipfelt: seiner Abstammung von den Göttern (vgl. V. 41ff). Mit dieser Einführung des Eneas geht also die Einführung der Götter und somit der transzendenten Legitimationsinstanz einher. Nachdem der Held den Götterspruch vernimmt berät er sich mit seinem Gefolge, flieht auf Befehl der Götter aus Troja (siehe Kapitel 2.1) und begibt sich auf den Weg in das Herkunftsland des trojanischen Stammesvaters Dardanus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema Herrschaftslegitimation im Mittelalter und Darlegung der Forschungsfrage anhand des Eneasromans.

2 Legitimationsinstanzen: Gegenüberstellung der göttlichen, transzendenten Instanz und des menschlichen, weltlich-profanen Rechts.

3 Legitimationsebenen: Erläuterung der erzählerischen Mittel wie wertende Kommentare und Inszenierung, die zur Stärkung oder Schwächung der Figurenlegitimität eingesetzt werden.

4 Legitimationsstrategien: Ausführliche Analyse der vier Hauptfiguren und zentraler Handlungsepisoden im Kontext von Herrschaftsansprüchen.

5 Zusammenfassende Betrachtung: Synthese der Ergebnisse über die Dominanz der transzendenten Legitimation und das Scheitern oppositioneller Positionen.

6 Literaturverzeichnis: Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

Eneasroman, Herrschaftslegitimation, Heinrich von Veldeke, Feudalrecht, Götterwille, Transzendenz, Antike Tradition, Mittelalter, Epik, Inszenierung, Eneas, Turnus, Latinus, Heldenkonzeption, Machtanspruch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Konzepte und Strategien zur Legitimation von Herrschaft im Eneasroman von Heinrich von Veldeke, wobei der Fokus auf dem Konflikt zwischen göttlichem Auftrag und weltlichem Feudalrecht liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Legitimationsinstanzen (transzendent vs. weltlich), die narrative Inszenierung von Figuren und der gezielte Abbau gegnerischer Positionen durch erzählerische Mittel.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Roman durch die erzählerische Gestaltung die Rechtmäßigkeit des Herrschaftsanspruchs von Eneas gegenüber seinem Antagonisten Turnus untermauert.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext unter Einbeziehung von erzähltheoretischen Konzepten und historischer Kontexte untersucht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Legitimationsmodelle und die detaillierte Analyse spezifischer Strategien anhand der vier Hauptfiguren sowie zentraler Schlüsselszenen wie der Flucht aus Troja und dem finalen Zweikampf.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Eneasroman, Herrschaftslegitimation, Transzendenz, Feudalrecht und Heldenkonzeption definieren.

Warum wird die Königin im Roman durch den Erzähler negativ inszeniert?

Die negative Inszenierung dient dazu, ihre Argumente – obwohl sie feudallogisch korrekt sind – als unbedeutend darzustellen und sie als Gegenpol zum göttlich legitimierten Eneas zu diskreditieren.

Welche Rolle spielt der Ring des Pallas für das Ende des Turnus?

Der Raub des Ringes vom gefallenen Pallas stellt eine moralische Missetat dar, die das Urteil über Turnus verschärft und Eneas' endgültigen Sieg über ihn ethisch und narrativ rechtfertigt.

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Details

Title
Konfligierende Herrschaftsansprüche. Über die Darstellung von Herrschaftslegitimation in Heinrichs von Veldekes Eneasroman
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"
Grade
1,0
Author
Jannike Riesch (Author)
Publication Year
2013
Pages
19
Catalog Number
V311133
ISBN (eBook)
9783668097995
ISBN (Book)
9783668098008
Language
German
Tags
konfligierende herrschaftsansprüche über darstellung herrschaftslegitimation heinrichs veldekes eneasroman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jannike Riesch (Author), 2013, Konfligierende Herrschaftsansprüche. Über die Darstellung von Herrschaftslegitimation in Heinrichs von Veldekes Eneasroman, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/311133
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