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Deutschland 1966: Ernstfall Dritter Weltkrieg - Wie man sich vor der Bombe schützen wollte - Über das Decken, Ducken und den größten Atombunker der Welt

Titel: Deutschland 1966: Ernstfall Dritter Weltkrieg - Wie man sich vor der Bombe schützen wollte - Über das Decken, Ducken und den größten Atombunker der Welt

Wissenschaftlicher Aufsatz , 2001 , 22 Seiten

Autor:in: Joachim Kohnen (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1.Einleitung
„Bei einer überraschenden Atomdetonation kann nur blitzschnelles Handeln den Helfer, der sich außerhalb einer Deckung befindet, vor schwerem Schaden bewahren. Beim Aufzucken des Lichtblitzes sofort, möglichst in abgewandter Richtung, hinwerfen. Ist keine Deckung in unmittelbarer Nähe, die höchstens mit einem Schritt erreicht werden kann, wirft sich der Helfer hin, wo er gerade steht. Dabei den Kopf einziehen, das Gesicht dicht an die Erde, die bloßen Hände an den Körper pressen.“ (1)

„Duck and cover“ - „Ducken und (den Kopf) schützen“ - , so wird diese Methode genannt, die in den fünfziger Jahren gegenüber Schülern in den USA propagiert wurde. Sie sollten auf diese Weise einen Atomangriff überleben. In der vorläufigen Dienstvorschrift Dv 501 des Luftschutzhilfsdienstes (LSHD) der Bundesrepublik Deutschland, herausgegeben vom Bundesamt für zivilen Bevölkerungsschutz im Jahre 1966, wird Luftschutzhelfern dasselbe empfohlen: „den Kopf einziehen“ (siehe das Zitat oben).
Es ist ein schmales graues Taschenbuch von 106 Seiten. Auf der ersten Seite zwei amtliche Stempel: oben rechts „inventarisiert unter No 62 Recklinghausen-Stadt LS-Sanitätsbereitschaft“ sowie unten links „Der Oberstadtdirektor als örtlicher Luftschutzleiter“ und „Recklinghausen“. So wurde der Kalte Krieg verwaltet.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Dienstvorschrift 501 – Zivilschutz bei einem Atomangriff

2.1. Die Wirkung der Bombe

2.2. Wenn die Sirenen heulen – Verhalten beim Angriff

2.3. Hilfsmaßnahmen nach einer Atomdetonation

3. Übungen und Tests für den Atomkrieg

4. Top Secret: Der Rosengarten – Größter Atombunker der Welt

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Umgang der Bundesrepublik Deutschland mit der ständigen Bedrohung durch einen möglichen Atomkrieg während der Zeit des Kalten Krieges. Dabei steht die kritische Analyse der Dienstvorschrift Dv 501 im Zentrum, ergänzt durch die Betrachtung historischer Experimente und die Dokumentation des unterirdischen Regierungsbunkers "Rosengarten" im Ahrtal.

  • Historische Aufarbeitung des Zivilschutzes in der Bundesrepublik Deutschland
  • Analyse offizieller Handlungsanweisungen für den atomaren Ernstfall (Dv 501)
  • Dokumentation von psychologischen Auswirkungen und Verhaltensvorgaben
  • Untersuchung internationaler und nationaler Atomtests sowie Bunkerbau-Strategien
  • Aufarbeitung der Geheimhaltung und Nutzung des Regierungsbunkers "Rosengarten"

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Wirkung der Bombe

Ab Seite 9 der Dv 501 werden dann in einem ersten Kapitel die Wirkungen von Atomsprengkörpern und radioaktiven Kampfstoffen beschrieben. Im Grunde widerlegt diese Beschreibung alle dann folgenden Ausführungen über die Schutzmaßnahmen. Angesichts der ungeheuren Zerstörungskräfte müsste klar sein, dass kein Schutz mehr möglich ist. So heißt es gleich auf Seite 9: „Gegenüber konventionellen Waffen sind die Wirkungen der thermischen Strahlung und des Drucks um das tausend- bis millionenfache stärker.“ Und später nach waffentechnischen Erläuterungen: „Aus dem Detonationszentrum entwickelt sich in Sekundenbruchteilen eine Kugel heißer, leuchtender Gase mit einer Temperatur von mehreren Millionen Grad Celsius ... Der Feuerball sendet eine thermische Strahlung aus, die sich aus Licht- und Wärmestrahlung zusammensetzt und sich gradlinig mit Lichtgeschwindigkeit (300 000 km/sec) nach allen Richtungen ausbreitet.“ (Seite 15f.).

Es wird darauf hingewiesen, dass undurchsichtige feste Gegenstände in der Lage seien, die kurzzeitig wirkende thermische Strahlung abzuschirmen. Allerdings können die Gegenstände auch durch die Hitze entflammt werden, je nach ihrer Beschaffenheit (Seite 16) (6). Selbst wenn ein Gegenstand als „Schirm“ verwendet werden könnte, so schützt er vielleicht vor der Hitzewelle, nicht aber vor der radioaktiven Strahlung (Gammastrahlung und Neutronenstrahlung), wie auf Seite 21 ausdrücklich erklärt wird. Betonwände von etwa 50cm Dicke reduzieren die Gammastrahlung auf ein Zehntel (Seite 21). Eine Tabelle gibt an, in welchem Umkreis Menschen von Strahlenkrankheit in welchem Ausmaß betroffen sein würden (Seite 24).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung der Dienstvorschrift Dv 501 als Zeugnis des Kalten Krieges und definiert das Ziel der Arbeit, Vorbereitungen zum Schutz im Falle eines Atomkrieges zu untersuchen.

2. Die Dienstvorschrift 501 – Zivilschutz bei einem Atomangriff: Dieses Kapitel analysiert die offiziellen Anleitungen des Luftschutzhilfsdienstes und stellt die physikalischen Wirkungen einer Atombombe den oft unrealistischen Schutzmaßnahmen gegenüber.

2.1. Die Wirkung der Bombe: Hier werden die verheerenden Auswirkungen von thermischer und radioaktiver Strahlung detailliert beschrieben und im Kontext der Schutzvorgaben der Dv 501 kritisch hinterfragt.

2.2. Wenn die Sirenen heulen – Verhalten beim Angriff: Das Kapitel beschreibt den zeitlichen Ablauf eines gedachten Atomangriffs basierend auf realen Alarmplänen und den psychologischen Druck auf Helfer und Zivilbevölkerung.

2.3. Hilfsmaßnahmen nach einer Atomdetonation: Hier werden die vorgesehenen Aufgaben wie Strahlenspüren, Entstrahlung und Erste Hilfe bei Betroffenen als theoretische Idealvorstellungen im Kontrast zur chaotischen Realität bewertet.

3. Übungen und Tests für den Atomkrieg: Das Kapitel behandelt verschiedene historische Versuche und Kriegsspiele, von Atombombentests im Pazifik bis hin zu Isolationsstudien und Bunkerversuchen in Deutschland.

4. Top Secret: Der Rosengarten – Größter Atombunker der Welt: Eine Dokumentation über die Entstehung, Geheimhaltung und Funktion des unterirdischen Regierungsbunkers im Ahrtal als Rückzugsort für die deutsche Regierungsspitze.

5. Schlussbemerkung: Der Autor zieht ein Fazit über die Sinnlosigkeit der getroffenen Maßnahmen und stellt fest, dass die historischen Dokumente mehr über die psychologische Verfassung des Kalten Krieges aussagen als über tatsächliche Schutzmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, Atomkrieg, Zivilschutz, Dienstvorschrift 501, Luftschutzhilfsdienst, Regierungsbunker, Rosengarten, Atombombe, Strahlenschutz, Strahlenkrankheit, Bunkerbau, Deutschland 1966, ABC-Schutz, militärische Krisenplanung, atomare Abschreckung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die offiziellen Maßnahmen der Bundesrepublik Deutschland zur Vorbereitung auf einen nuklearen Krieg während des Kalten Krieges, insbesondere basierend auf der Dienstvorschrift Dv 501.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Zivilschutz, die psychologischen Belastungen des Personals, die Planung von Schutzmaßnahmen und die Dokumentation geheimer Bunkeranlagen wie der Dienststelle Marienthal.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Kontrast zwischen den theoretischen, oft idealisierten Handlungsanweisungen des Staates und der physikalischen sowie organisatorischen Realität eines Atomkrieges kritisch aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse historischer Primärquellen, insbesondere der Dienstvorschrift Dv 501, sowie auf ergänzende Dokumentationen zu Bunkerexperimenten und Zeitzeugenberichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die technischen und psychologischen Vorgaben für Helfer bei einem Atomangriff, die historischen Hintergründe der globalen atomaren Aufrüstung und die spezifische Architektur des Regierungsbunkers "Rosengarten".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Kalter Krieg", "Zivilschutz", "Dienstvorschrift 501", "Regierungsbunker" und "atomare Abschreckung".

Was unterscheidet das Bunkerprojekt "Rosengarten" von anderen Schutzbauten?

Der "Rosengarten" war der geheimste und größte unterirdische Regierungsbunker der Bundesrepublik, konzipiert, um die Funktionsfähigkeit der verfassungsmäßigen Organe im Kriegsfall aufrechtzuerhalten.

Warum bewertet der Autor die Maßnahmen der Dv 501 als problematisch?

Der Autor argumentiert, dass die Maßnahmen auf idealisierten Annahmen basierten, die in der chaotischen Realität eines Atomkriegs mit hunderten Treffern in der Praxis völlig wirkungslos gewesen wären.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutschland 1966: Ernstfall Dritter Weltkrieg - Wie man sich vor der Bombe schützen wollte - Über das Decken, Ducken und den größten Atombunker der Welt
Veranstaltung
Freie wissenschaftliche Arbeit.
Autor
Joachim Kohnen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
22
Katalognummer
V3100
ISBN (eBook)
9783638118712
ISBN (Buch)
9783656058465
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutschland Ernstfall Dritter Weltkrieg Bombe Decken Ducken Atombunker Welt Freie Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joachim Kohnen (Autor:in), 2001, Deutschland 1966: Ernstfall Dritter Weltkrieg - Wie man sich vor der Bombe schützen wollte - Über das Decken, Ducken und den größten Atombunker der Welt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/3100
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Leseprobe aus  22  Seiten
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