Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Imagebildung von Unternehmen im Rahmen von sozialen Medien, und der daraus entstehenden Notwendigkeit eines imagefördernden Verhaltens.
Im Rahmen von Globalisierung, Technisierung und steigender Bedeutung der neuen Medien und des Internethandels unterliegen Märkte und die damit verbunden die Marketingaktivitäten von Unternehmen starken Veränderungen. Das Internet bietet den Kunden die Möglichkeit der uneingeschränkten Vergleichbarkeit. Zugleich sind viele Märkte so gut wie gesättigt und von einem hohen Konkurrenzdruck vieler Unternehmen mit einem ähnlichen Produktangebot geprägt.
Dies stellt Unternehmen vor die Herausforderung, ihr Marketing auf die veränderten Bedingungen anzupassen und über das reine Produktangebot hinaus weitere Werte zu schaffen, um Kunden zu gewinnen. Hierfür bieten das Internet und gerade soziale Medien die Möglichkeit eines auf Kundenbindung ausgerichteten Marketings, welches mit Hilfe eines erfolgreichen Corporate Reputation Managements das Image eines Unternehmens nachhaltig beeinflussen kann. Die daraus entstehende Online-Reputation kann Kunden als Orientierungshilfe bei Kaufentscheidungen dienen und zum Produktkauf anregen.
Diese Untersuchung erklärt zunächst den Begriff Social Media und das Verständnis von Image im Rahmen der Corporate Reputation (Kapitel 2). Die darauf folgenden Kapitel geben Aufschluss darüber, wie soziale Medien zur Imageförderung im Rahmen des Corporate Reputation Management genutzt werden können und welche Risiken für Unternehmen aus der Dynamik von sozialen Medien entstehen können ( Kapitel 3/4). Dabei werden die Inhalte der Kapital beispielhaft anhand der Calidris 28 AG erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsabgrenzung
2.1 Social Media
2.2 Image und Corporate Reputation
2.3 Vorstellung der Calidris 28 Ag
3 Soziale Medien als Teil des Corporate Reputation Management
3.1 Zusammenhang von Image und sozialen Medien
3.2 Grundprinzipien zum Verhalten in sozialen Medien
3.3 Nutzung sozialer Medien am Beispiel der 28 Black auf Facebook
4 Risiken für Unternehmen in sozialen Netzwerken
4.1 Flamewar
4.2 Krisenkommunikation
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Unternehmen soziale Medien gezielt zur Imagebildung und im Rahmen des Corporate Reputation Managements einsetzen können. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Fokus, welche Rolle ein authentisches, transparentes Verhalten in digitalen Netzwerken spielt, um Kunden zu binden und gleichzeitig die Risiken einer schnellen Informationsverbreitung, wie etwa durch Shitstorms, professionell zu managen.
- Möglichkeiten und Strategien der Imagebildung in sozialen Medien.
- Die Bedeutung von Transparenz, Authentizität und Kommunikation auf Augenhöhe.
- Analyse des Corporate Reputation Managements anhand des Praxisbeispiels "28 Black".
- Umgang mit Risiken wie Flamewars und Herausforderungen der Krisenkommunikation.
Auszug aus dem Buch
3.2 Grundprinzipien zum Verhalten in sozialen Medien
Da die Verbesserung des Images eines der höchsten Ziele von Unternehmen im Rahmen IhrerA ktivitäten in sozialen Medien ist, gilt es diese näher zu betrachten und die 5 wichtigsten Grundprinzipien zu beachten um erfolgreich Einfluss auf die Online Reputation nehmen zu können. 21Diese sind wie folgt:
1. Ehrlichkeit /Authentizität
2. Offenheit/ Transparenz
3. Kommunikation auf Augenhöhe
4. Relevanz
5. Kontinuität und Nachhaltigkeit
Ehrlichkeit und Authentizität meint insbesondere eine ehrliche Art der Kommunikation die nicht darauf ausgerichtet ist durch Eigenlob oder positive Bewertungen ein besseres Bild von sich zu präsentieren. Die Wahrheit zu verstecken ist bei sozialer Kommunikation ein fataler Fehler der unter Umständen von Nutzern erkannt und dem Unternehmensimage nachhaltig schaden kann.22
Ähnlich gestaltet es sich bei der Notwendigkeit von Transparenz und Offenheit im Rahmen der sozialen Kommunikation. Unternehmen sollten mit Kritik umgehen können und unerwünschte Kommentare nicht entfernen, sondern authentisch und vor allem auf Augenhöhe behandeln. Andernfalls ist das Risiko hoch an Akzeptanz und Glaubwürdigkeit zu verlieren. 23
Um Einfluss auf das eigene Image nehmen zu können, ist es notwendig mit den Nutzern und besonders seiner Zielgruppe in Kontakt zu treten und diesen kontinuierlich und nachhaltig zu pflegen. Im Rahmen der Kommunikation besteht dann die Möglichkeit langfristig ein bestimmtes Bild von sich zu vermitteln oder die Meinungsbildung in eine wünschenswerte Richtung zu lenken. Sind die erstellten Inhalte in der sozialen Netzwerkpräsenz für den Nutzerkreis nicht interessant oder nicht auf sie abgestimmt, kommt keine Kommunikation zustande und folglich ist der Prozess der Imagebildung sich selbst überlassen.24
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den durch Globalisierung und Technisierung geprägten Wandel im Marketing und führt die Relevanz des Corporate Reputation Managements sowie die Rolle sozialer Medien ein.
2 Begriffsabgrenzung: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Begriffe Social Media sowie Image und Corporate Reputation und stellt das Unternehmen Calidris 28 AG als Fallbeispiel vor.
3 Soziale Medien als Teil des Corporate Reputation Management: Hier wird analysiert, wie soziale Medien aktiv zur Imagegestaltung genutzt werden, welche Verhaltensprinzipien dabei gelten und wie das Fallbeispiel 28 Black diese auf Facebook umsetzt.
4 Risiken für Unternehmen in sozialen Netzwerken: Das Kapitel behandelt die Gefahrenpotenziale der schnellen Informationsverbreitung, insbesondere durch Flamewars, und erläutert Strategien für eine professionelle Krisenkommunikation.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Einbindung sozialer Medien zwar hilfreich für die Imagebildung ist, jedoch eine strategische Planung sowie einen sensiblen Umgang mit kritischen Situationen erfordert.
Schlüsselwörter
Social Media, Corporate Reputation Management, Online Reputation, Imagebildung, Unternehmenskommunikation, 28 Black, Krisenkommunikation, Flamewar, Authentizität, Stakeholder, Kundenbindung, Digitale Netzwerke, Markenführung, Transparenz, Nutzerinteraktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert den Einfluss sozialer Medien auf das Image von Unternehmen und wie diese Plattformen im Rahmen des Corporate Reputation Managements genutzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die strategische Imagebildung in sozialen Netzwerken, die Bedeutung authentischer Kommunikation sowie der Umgang mit Risiken wie Shitstorms oder Flamewars.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen soziale Medien zur positiven Beeinflussung ihres Rufs einsetzen können und welche Verhaltensregeln dabei für den Erfolg ausschlaggebend sind.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse und veranschaulicht die Erkenntnisse anhand einer fallbeispielorientierten Untersuchung des Unternehmens Calidris 28 AG.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Begriffsbestimmung, die theoretische Betrachtung von Erfolgsfaktoren bei der Kommunikation in sozialen Medien sowie die Analyse von Risiken und Krisenkommunikation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Corporate Reputation Management, Online-Reputation, Social Media Marketing, Authentizität und Krisenkommunikation definieren.
Warum spielt das Unternehmen Calidris 28 AG eine zentrale Rolle?
Die Calidris 28 AG dient als praktisches Fallbeispiel, um die theoretischen Aspekte der Kommunikation auf Facebook und den Umgang mit Nutzerkritik zu veranschaulichen.
Welchen Einfluss hat ein "Flamewar" auf das Unternehmensimage?
Ein Flamewar führt zu einem Kontrollverlust über den Meinungsbildungsprozess und kann aufgrund der hohen und langfristigen Sichtbarkeit im Internet das Image nachhaltig schädigen.
Wie sollten Unternehmen laut Autorin auf kritische Kommentare reagieren?
Unternehmen sollten Kritik weder löschen noch ignorieren, sondern authentisch, respektvoll und auf Augenhöhe antworten, um Akzeptanz und Glaubwürdigkeit zu wahren.
- Quote paper
- Oxana Lauer (Author), 2015, Social Media als Instrument der Imagebildung von Unternehmen. Die Calidris 28 AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/309781