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Grundwissen zu hellenistischen Erben

Kulturgeschichtliche Entwicklung Europa

Title: Grundwissen zu hellenistischen Erben

Lecture Notes , 2012 , 124 Pages

Autor:in: M.A. Arnaud Duminil (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

In einer Welt voller Wirren lohnt es sich, sich dem Studium unserer Wurzeln zu widmen. Wer sind wir? Die Frage nach der Identität des Einzelnen ist aber nicht von der Problematik der europäischen Identitätsstiftung zu trennen. Da politisch auf Begriffe wie "Erben" und "Identität" eingegriffen wird, muss der einzelne Bürger individuell seine kulturgeschichtliche Erbanlage kundschaften und unterscheiden, was Geschichte sein kann und was bloße politisch motivierte Manipulation der Geschichte ist. Die vorliegende Arbeit besteht aus der überarbeiteten Mitschrift meiner altgeschichtlichen Forschungen und will sich wissenschaftlich sicher. Sie bietet dem Leser, sich chronologisch und thematisch mit unseren "christlich-platonischen" geistigen Wurzeln auseinanderzusetzen, indem ein Überblick über damalige Mittelmeerweltpolitik ermöglicht, die großen Namen der Antike genauer in die kulturelle Entwicklung unserer Gesellschaft einzuordnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

0. Periodisierung

Ethnonomen

Toponomen

I/ Vorgeschichte – Bronzezeit

2800-1450 Minoische Palastkultur

1450-1200 Mykenische Palastkultur auf dem Festland

1200-750 Geometrische Zeit

Ideologisierung des Gemeinschaftslebens

Gründungsmythos Roms

II/ 750-479 Archaik – die alte Zeit

Die Homerische Gesellschaft

Die Theogonie des Hesiodes

Posthomerische Gesellschaft

Krise der Poleis

1. Reaktion: apoikie

2. Reaktion: Tyrannis

3. Reaktion: Reformen

490-479a die Perserkriege

Politik statt Religion? der Weg zur Hegemonie Athenai

600-450a: Vorsokratismus, die Sophisten

Die Tragiker von Athenai

Die Komiker von Athenai

Protagoras 480-410 und Gorgias 485-380

450-350a: Die Athener Anti-Sophisten (die Logiker)

Sokrates

350a-500p: Hellenismus

die Skepsis

die Stoa

Epikur

Das Christentum

A/ 753-510a die Königszeit

1. Periode: Königszeit

III/ 479-336a Die Klassik

Kulturgeschichtlicher Exkurs: Blütezeit der Erziehung in Griechenland

357-355a Bundesgenossenkrieg

359-336a Herrschaft Philipp II. in Makedonien

IV/ 336-30a Hellenismus

4.1./ 336-323a Alexander der Große

Panhellenistische Bewegung

334-325a Feldzug der Makedonier

Verschmelzungspolitik

Reichspaltung

4.2./ Diadochenkriege und Einrichtung der hellenistischen Staatenwelt

peer interaction state

Rom.B/ 510-287a die Frühe Republik, Rom kommt auf

Innere Politik: Befestigung der Demokratie

450-287a Ständekampf

Auswärtiges: Weg zur Hegemonie über Italien

390-387a Galliersturm des Brennos

272-121a socii-System

Einflusserweiterung der latinischen Kultur

Römisch-römische Geschichtsschreibung

4.3./ Epigonenkriege und Abschwächung der hellenistischen Großmächte nach 281a

279a die Große Expedition der Kelten

Hellenisierung der Völker

Dann Serien von Aufständen, Kriegen und Verraten

4.4./ zusammengefasste Lage am Vorabend der symploke, um 200a

Hellenismus

Rom.C/ 287-129a Hohe und mittlere Republik

Ab 200a: Vollendung des symplokè, römische Vorherrschaft im östlichen Mittelmeer

168a ius Italicum

Rom.D/ 133-27a Späte Republik: Kampf zwischen Optimaten (Vorfechtern der Aristokratie) und Popularen (Volksanhängern)

Innere Agrarkrise und Heeresreform

113a-102a Erste Germanenwelle

91-89a Bundesgenossenkrieg

Aufstieg Caius Iulius (Iulius = Sohn von Eneas) zum Cäsar

Honoratiogesellschaft

„Cäsarismus“

30a Vollendung der symplokè

29-27a Legalisierung der Sonderstellung Oktavions

Aufstieg zum Einem: der Hellenismus von 30a bis heute

V/ 27a-96p Frühe Kaiserzeit

Cedant arma togae

27a-14p Octavian Augustus

die Julius Caesar: Schreckenszeit

14p-37 Julius Caesar Tiberius

68 sog. Vierkaiserjahr

Die flavische Dynastie

Literatur

VI/ 96-235 Hohe Kaiserzeit

A/ 96-192 Adoptivkaiser – die Antoninen

Eiszeit?

Doppelsprachigkeit: Griechisch-Latein

Gesellschaft in Hoher Kaiserzeit: Modernismus oder Primitivismus?

B/ 192-235 die Prätorianerkaiser, die Severer

212 constitutio Antoniania

Einführung des Baal/Sonnenkultes

C/ 235-284 Reichskrise und Soldatenkaiser / illyrische Kaiser

270-275 Lucius Domitius Aurelianus der Sonnenherrscher

VII/ 285-596 Dominat, Fall von Westrom und Spätantike

Gesellschaft in der Spätantike

Wirtschaft der Spätantike

Entwicklung des Christentums

Arius

Die augustinische Wende

Der Weg zur germanischen Staatenwelt

284-305

306-337

Konstantinische Dynastie

364-392 pannonische Valentinische Dynastie, Erste Reichsteilung

395 faktische Spaltung des Reiches

VII/ Spätantike

527-565

535-552 Gotenkriege

-> 568-774 Langobardisches Reich

622 Heschdra

Die Christianisierung der Germanen

I/ Die Konvertierung der Germanen

A/ Die Ostgermanen

B/ die Westgermanen

II/ Kirche und Macht im Frankenreich im 8. und 9. Jh.

III/ Die Anfänge des Kirchenstaates

Zielsetzung und thematische Ausrichtung

Die vorliegende Arbeit bietet eine fundierte Übersicht zur Geschichte der Antike, vom Beginn der Schriftlichkeit in Sumer und dem archaischen Griechenland bis hin zum Untergang des Weströmischen Reiches und den Anfängen des Frühmittelalters. Ziel ist es, die komplexen historischen, politischen und kulturellen Entwicklungen sowie die Transformation der hellenistisch-römischen Welt aufzuzeigen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Erbe der Antike und der Rolle des Christentums liegt.

  • Chronologische Aufarbeitung der hellenistischen und römischen Epochen
  • Analyse des Übergangs von antiken Gesellschaftsformen zum Mittelalter
  • Untersuchung philosophischer und religiöser Denkschulen
  • Reflektion der Bedeutung von Schriftlichkeit und Geschichtsschreibung
  • Interdisziplinäre Betrachtung (Politik, Archäologie, Theologie)

Auszug aus dem Buch

Die Homerische Gesellschaft

Antike = Klassik = Philosophie, Krieg und Landwirtschaft

Die Hauptfrage besteht in folgendem: wo kommen wir nackte Menschen her?

- vor 700a

zuerst Monismus: der Leib ist die Seele

dann Orphik (nach dem Dichter und Philosophen Orpheus von Thrakien, anders genannt Zoroaster) und Dualismus: die Seele bewohnt den Leib, mit dem Tode des Leibes wandert die Seele weiter ins Diesseits, es gibt kein Jenseits, da wird das Seelengewicht gemessen und vielleicht kehrt die Seele in einen Leib zurück oder geht ins Paradies, d.h. ein anderes diesseitiges Niveau der erlebten Welt, das ist Orpheus‘ Genesis, die aus Mythen besteht, es handelt sich hier um eine magische Welt, also nur vor-erzählte oder aithiologische Welt: Orpheus und Eurydike in der Hölle; der Mensch, also Leib und Seele, ist kein Geschöpf, sondern ein lebendes Wesen, das eine bestimmte Erscheinungswelt bevölkert, während die Götter andere Lebewesen sind, die ein anderes Niveau der Erscheinung erfahren, denn in der Kosmoslehre des Orpheus ist die Idee des Jenseits nicht vorhanden. Diese Lehre entspricht den Werten der Hellenen: Bodenständigkeit, Machtgefühl, Hybris, Gemeinschaftsgefühl (auch mit den Göttern), und Zyklentheorien durch wiederkehrende und ätiologische Erzählungen.

Zusammenfassung der Kapitel

I/ Vorgeschichte – Bronzezeit: Beschreibt die Entstehung der minoischen und mykenischen Kultur als erste organisierte Palastgesellschaften und deren Ende.

II/ 750-479 Archaik – die alte Zeit: Behandelt die Etablierung des griechischen Epos und die Herausbildung der frühen Poleis als Reaktion auf soziale Krisen.

III/ 479-336a Die Klassik: Analysiert das Zeitalter der athenischen Hegemonie, den Peloponnesischen Krieg und den Aufstieg Makedoniens.

IV/ 336-30a Hellenismus: Untersucht die Zeit Alexanders des Großen, die Ausbreitung griechischer Kultur sowie die Diadochenkriege und die Eingliederung in das Römische Reich.

V/ 27a-96p Frühe Kaiserzeit: Fokussiert auf den Übergang zur Monarchie unter Augustus und die Etablierung des Prinzipats.

VI/ 96-235 Hohe Kaiserzeit: Beschreibt die Zeit der Adoptivkaiser, das Höchstmaß der Ausdehnung des Imperiums und die darauffolgenden Krisenerscheinungen.

VII/ 285-596 Dominat, Fall von Westrom und Spätantike: Analysiert die Staatsreformen unter Diokletian, die Christianisierung und den allmählichen Zerfall des Weströmischen Reiches zugunsten germanischer Staaten.

Schlüsselwörter

Antike, Hellenismus, Römisches Reich, Polis, Demokratie, Christentum, Völkerwanderung, Archäologie, Philosophie, Dominat, Scholastik, Kaisertum, Geschichte, Kultur, Zivilisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Werk grundsätzlich?

Es handelt sich um eine strukturierte Mitschrift zur Geschichte der griechischen und römischen Antike sowie der anschließenden Transformation in das Mittelalter, ergänzt durch kirchengeschichtliche Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf politische Ordnungsmodelle, gesellschaftliche Strukturen, philosophische Strömungen, religiöse Entwicklungen und die militärische Geschichte von der Bronzezeit bis ins Frühmittelalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die systematische Erfassung des historischen Wandels und des Weiterlebens antiker Strukturen in der europäischen Geschichte und Theologie.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-chronologische Aufarbeitung vorgenommen, die durch begriffliche Definitionen (Ethnonomen, Toponomen) und fachliche Exkurse ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Epochen, angefangen bei der Bronzezeit, über die griechische Klassik und den Hellenismus bis hin zur Spätantike, dem Aufstieg des Christentums und der Völkerwanderung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind u.a. Hellenismus, Demokratie, Kaiserzeit, Völkerwanderung, Scholastik und der Übergang von der Antike zum Frühmittelalter.

Wie wird das Verhältnis von Christentum und Antike bewertet?

Das Christentum wird als Synthese verschiedener Philosophien dargestellt, die das antike Erbe transformiert und in eine neue, durch die Kirche geprägte Ordnung überführt haben.

Warum ist die "Verschmelzung" (symploke) für den Autor von Bedeutung?

Der Begriff markiert den kulturgeschichtlichen Prozess der Einigung des griechischen und römischen Welthintergrundes, der nach Ansicht des Autors zur Ausbildung des Abendlandes geführt hat.

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Details

Title
Grundwissen zu hellenistischen Erben
Subtitle
Kulturgeschichtliche Entwicklung Europa
College
University of Augsburg
Author
M.A. Arnaud Duminil (Author)
Publication Year
2012
Pages
124
Catalog Number
V308815
ISBN (eBook)
9783668072763
ISBN (Book)
9783668094017
Language
German
Tags
grundwissen erben kulturgeschichtliche entwicklung europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Arnaud Duminil (Author), 2012, Grundwissen zu hellenistischen Erben, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/308815
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