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Definition, Geschichte und Kriterien des Toleranzbegriffs

Title: Definition, Geschichte und Kriterien des Toleranzbegriffs

Term Paper , 2015 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kerstin Woltkamp (Author)

Theology - Miscellaneous

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Ziel meiner Arbeit ist zu verdeutlichen, warum die Idee der Toleranz eine nützliche war und immer noch ist. Auch möchte ich der vieldiskutierten Paradoxie der Toleranz, welche die Frage aufwirft, wie es moralisch richtig oder sogar geboten sein kann, das Falsche oder moralisch Schlechte zu tolerieren (vgl. Forst 2000: 10), auf den Grund gehen. Weiterhin möchte ich herausfinden, ab wann ein Verhalten als tolerantes Verhalten definiert wird. Beginnt Toleranz schon bei der Duldung oder erst bei der Akzeptanz anderer Haltungen oder gehört es dazu, diese Andersartigkeit auch noch wertzuschätzen?

Inhaltlich gehe ich hierzu zunächst auf den Toleranzbegriff selbst ein, dessen Definition, welche sich als sehr vielfältig herausstellt, und dessen Kriterien, das heißt welche Bedingungen gegeben sein müssen, damit man von Toleranz sprechen kann. Im zweiten Kapitel verfolge ich den Ursprung des Toleranzgedanken, um herauszufinden, wie Toleranz entstanden ist und ab wann genau sie praktiziert wird. Darauf folgend gehe ich auf die Grundprobleme der Toleranz ein, denn Toleranz klingt zunächst leichter, als sie sich in ihrer Ausübung zeigt.

Diese These vertreten fast alle Autoren. Häring (1998) beispielsweise benennt Toleranz schon im Buchtitel als eine „tägliche Herausforderung“. Interessanterweise zeigen sich in der Literatur Unterschiede bezüglich der Konzeptionen, wie Toleranz ausgeübt werden kann. In meiner Arbeit gebe ich nachfolgend die verbreiteten Konzeptionen nach Forst wieder. Ergänzend gehe ich noch auf Lessings bekannten Toleranzgedanken in seinem Werk „Nathan der Weise“ ein, womit er ein literarisches Denkmal gesetzt hat.

Schließlich verdeutliche ich, im Hinblick auf meine eigentliche Fragestellung, die Nützlichkeit der Toleranz, welche man durch die ganze Arbeit als roten Faden zwischen den Zeilen lesen kann. Aber ich erachte es für wichtig, dieser Thematik ein eigenes Kapitel zu geben. Abgeschlossen wird meine Arbeit mit einem kleinen Fazit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Toleranzbegriff

2.1 Definition

2.2 Toleranz und dessen unterschiedlichen Verwendungen

2.3 Toleranzkriterien

3 Geschichte der Toleranz

4 Toleranz und ihre Grundprobleme

5 Konzept der Toleranz nach Forst

6 Lessings Toleranzgedanke - Nathan der Weise

7 Die Nützlichkeit der Toleranz

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die fortdauernde Relevanz und Nützlichkeit der Idee der Toleranz in einer pluralistischen Gesellschaft zu beleuchten. Dabei wird insbesondere die Paradoxie der Toleranz untersucht – die Frage, inwieweit es moralisch geboten oder zulässig ist, das moralisch Schlechte oder als falsch Empfundene zu tolerieren – und der Versuch unternommen, Toleranz als essenzielle, erlernbare Kompetenz für ein friedliches Zusammenleben zu definieren.

  • Grundlagen und Definitionen des Toleranzbegriffs
  • Historische Entwicklung der Toleranzidee
  • Theoretische Konzeptionen von Toleranz (nach Rainer Forst)
  • Die Paradoxie der Toleranz und ihre moralischen Grenzen
  • Toleranz als notwendige Kompetenz für gesellschaftlichen Frieden

Auszug aus dem Buch

4 Toleranz und ihre Grundprobleme

„Toleranz muss schwerfallen. Toleranz die leichtfällt, ist keine. […] Toleranz ohne Auseinandersetzung ist keine Toleranz.“ Diese Zitate von Hastedt (2012: 14f.) haben mich dazu geleitet über die Problematiken der Toleranz und wie schwierig es ist diese auszuüben, ein gesondertes Kapitel in dieser Arbeit zu schreiben.

Insbesondere treten viele Schwierigkeiten in Zusammenhang mit den im Kapitel 2.3 erwähnten Kriterien der Toleranz auf. Es heißt, „nur Abgelehntes kann der Toleranz unterliegen. Sonst wird schnell die zustimmende Anerkennung erreicht, oder es bleibt bei Gleichgültigkeit und Beziehungslosigkeit, die den Ehrentitel der Toleranz schon gar nicht verdienen“ (ebd.: 14). Scanlon (zit. in ebd: 14) beschreibt diese Schnittstelle metaphorisch als Balanceakt zwischen dem (halben) Zulassen und der (fortbestehenden) Ablehnung sowie echter Zustimmung. Balancieren ist anstrengend, denn der Ausgleich von der Ablehnung und der Selbstüberwindung erfordernden Teilakzeptanz ist nicht einfach zu erreichen.

Weiterhin ist Toleranz, wie bereits erwähnt, aufs Engste verknüpft mit der Wahrheit. Die Wahrheit sollten Menschen nie vollkommen und ausschließlich für eine Position beanspruchen. Toleranz bringt ein hohes Maß an Respekt vor dem Andersdenken mit sich. Der bekannte Theologe von Balthasar schrieb hierzu: „So kostbar ein einzelner Mensch ist, so kostbar ist auch seine Wahrheit.“ Ein anderer Theologe namens Schockenhoff verknüpft Wahrheit und Toleranz wie folgt: „Die Verpflichtungskraft der Wahrheit und das Toleranzgebot gegenüber der Wahrheitssuche der anderen bedingen einander, denn Geltungsansprüche können, sofern sie ein Überzeugtwerden durch die Wahrheit intendieren, nicht anders als im intersubjektiven Ringen um diese eingelöst werden“ (vgl. Hoeren 2003: 257).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Toleranz ein, verortet den Begriff als gesellschaftliches Schlagwort und stellt die Forschungsfrage nach der Nützlichkeit und den Paradoxien der Toleranz.

2 Der Toleranzbegriff: Dieses Kapitel definiert den komplexen Begriff der Toleranz, analysiert seine unterschiedlichen Verwendungen und legt die notwendigen Kriterien fest, damit ein Verhalten als tolerant bezeichnet werden kann.

3 Geschichte der Toleranz: Hier wird der historische Ursprung der Toleranzidee von der Bibel bis hin zur Moderne nachgezeichnet und die Entwicklung zum positiven kulturellen Leitbild aufgezeigt.

4 Toleranz und ihre Grundprobleme: Dieser Abschnitt erörtert die schwierige Ausübung von Toleranz, den notwendigen Balanceakt zwischen Ablehnung und Anerkennung sowie die enge Verknüpfung mit der Wahrheitsfrage.

5 Konzept der Toleranz nach Forst: Es werden vier spezifische Toleranzkonzeptionen nach Rainer Forst vorgestellt: Erlaubnis-, Koexistenz-, Respekt- und Wertschätzungs-Konzeption.

6 Lessings Toleranzgedanke - Nathan der Weise: Dieses Kapitel analysiert Lessings Ringparabel als literarisches Denkmal für den friedlichen Wettstreit unter den Religionen und die damit verbundene notwendige Demut bei der Wahrheitssuche.

7 Die Nützlichkeit der Toleranz: Hier wird die zentrale Fragestellung der Arbeit beantwortet: Toleranz wird als eine auf Menschenwürde basierende, überlebensnotwendige Kompetenz und tägliche Herausforderung begründet.

8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass Toleranz eine nützliche, erlernbare Fähigkeit zur Deeskalation und zum friedlichen Zusammenleben ist.

Schlüsselwörter

Toleranz, Toleranzbegriff, Paradoxie der Toleranz, Religionsfrieden, Wahrheitsanspruch, Akzeptanzkomponente, Ablehnungskomponente, Gesellschaftskultur, Menschenwürde, Soziale Arbeit, Ethik, Diskurs, Konflikt, Respekt, Meinungsfreiheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung, den Grenzen und der praktischen Notwendigkeit von Toleranz als ethische Haltung in einer pluralistischen Gesellschaft.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die Definition von Toleranz, ihre historische Genese, ihre theoretische Einordnung nach Rainer Forst sowie die ethische Begründung ihres Nutzens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin möchte verdeutlichen, warum die Idee der Toleranz nützlich ist und wie die Paradoxie zu verstehen ist, das als falsch oder moralisch schlecht Empfundene dennoch zu tolerieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die auf Basis philosophischer und theologischer Fachliteratur verschiedene Konzepte vergleicht und analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der Toleranzbegriff definiert, historische Meilensteine erläutert, die Schwierigkeiten bei der praktischen Ausübung diskutiert und verschiedene Konzepte, etwa von Rainer Forst, sowie Lessings literarischer Ansatz vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff Toleranz sind dies Begriffe wie Paradoxie, Wahrheitssuche, Menschenwürde, ethische Haltung und der Konflikt als Kontext von Toleranz.

Was meint die Autorin mit dem „Balanceakt“ der Toleranz?

Damit ist die schwierige Gratwanderung gemeint, zwischen einer persönlichen inhaltlichen Ablehnung einer fremden Haltung und der gleichzeitigen Akzeptanz oder Duldung dieser Haltung aus moralischen Gründen zu balancieren.

Warum ist die „Ringparabel“ von Lessing für die Arbeit relevant?

Sie dient als exemplarisches, literarisches Bild, das zeigt, wie verschiedene Weltreligionen trotz unterschiedlicher Wahrheitsansprüche respektvoll miteinander im friedlichen Wettstreit leben können.

Ist Toleranz für jeden erlernbar?

Ja, die Autorin vertritt auf Basis der zitierten Literatur die Auffassung, dass die Fähigkeit zur Toleranz zwar genetische Voraussetzungen haben kann, aber eine erlernbare und durch soziale Einflüsse entwickelbare Kompetenz darstellt.

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Details

Title
Definition, Geschichte und Kriterien des Toleranzbegriffs
College
University of Applied Sciences North Rhine-Westphalia Köln
Course
Theologie
Grade
1,3
Author
Kerstin Woltkamp (Author)
Publication Year
2015
Pages
20
Catalog Number
V308702
ISBN (eBook)
9783668073579
ISBN (Book)
9783668073586
Language
German
Tags
Theologie Toleranz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Woltkamp (Author), 2015, Definition, Geschichte und Kriterien des Toleranzbegriffs, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/308702
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