Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Westfassade der Kathedralen Notre Dame de Paris und Notre Dame de Laon. Zwischen dem 8. und dem 13. Jahrhundert galt die Kirche als das Himmlische Jerusalem der Erde, wonach das Bemühen bestand den Bau harmonisch, wohlproportioniert, rational zu gestalten. Geometrie als Gestaltungselement galt dabei als die Vollkommenheit Gottes.
Ob diese Ansprüche auch an die hier thematisierten Bauten gestellt wurden und wenn, in welcher Form dieses geschah, wird die Arbeit ermitteln. Dabei wird es wichtig sein ihre Architektur zu analysieren und den jeweiligen historischen, politischen und religiösen Kontext nicht zu vergessen. Klar ist, dass es immer unbegreiflich viele Faktoren gibt, die Gebäude wie diese während der vielen Jahre ihres Daseins beeinflusst und verändert haben.
Doch würde es die Arbeit sprengen diese alle zu behandeln. Gegen Ende soll nicht vergessen werden den Einfluss der Bauwerke auf ihre architektonische Außenwelt zu beleuchten, um somit eine Vorstellung von ihrem kunsthistorischen Wert zu bekommen. Es ist festzustellen, dass es dabei nicht so sehr von Nutzen ist die beiden Fassaden untereinander zu vergleichen. Doch ergänzen es sich durch die Behandlung beider Objekte so, dass diese und ihre Bedeutung sich für den Betrachter besser erschließen lassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2 Im Visier.
2.1 Einführung in den zeitgeschichtlichen Kontext
2.2 Zwei Architekturbeschreibungen
2.2.1 Paris
2.2.2 Laon
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die architektonische Gestaltung und kunsthistorische Bedeutung der Westfassaden der Kathedralen von Notre Dame de Paris und Notre Dame de Laon zu untersuchen und in ihrem jeweiligen historisch-religiösen Kontext einzuordnen.
- Analyse der Doppelturmfassaden unter Berücksichtigung ihrer Entstehungsgeschichte.
- Untersuchung des zeitgeschichtlichen Kontexts der Kathedralbauprojekte in Paris und Laon.
- Detaillierte architektonische Beschreibung der Portal- und Fensterzonen beider Bauwerke.
- Vergleichende Betrachtung der statischen und ästhetischen Konzepte der Fassadengestaltung.
- Einordnung des Einflusses der Kathedralbauten auf die gotische Architekturgeschichte.
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Paris
Die ganze Portalzone drückt sich durch ihre Fülle und Feinheit an Bauplastiken aus. Das Besondere ist außerdem, dass ihre Fünfschiffigkeit hinter einer dreigegliederten Stirnwand Platz findet. Jedes der Portale ist durch links und rechts in die Wände eingestellte Figuren mehrfach gestuft. Die Portale unterliegen jeweils bestimmten Themen, nach denen sie auch benannt sind.
Das Thema des Mittelportals ist das Evangelium des St. Matthäus mit der Szenerie des Jüngsten Gerichts, weshalb es auch das Portal des Jüngsten Gerichts oder Weltgerichtsportal genannt wird. Es wurde von den 1220er- bis in die 1230er-Jahre erbaut. Das Portal ist nur geringfügig größer als die anderen beiden Portale, was für die damalige Zeit sehr untypisch war. Zu oberst im Tympanon, dem Giebelfeld über dem Portal, und auf dem doppelten Türsturz ist die genannte Handlung dargestellt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Arbeit führt in die Thematik der Westfassaden der Kathedralen von Paris und Laon ein und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2 Im Visier.: Das Kapitel widmet sich dem historischen und religiösen Hintergrund der Kathedralbauten sowie einer detaillierten architektonischen Analyse der Fassaden von Paris und Laon.
2.1 Einführung in den zeitgeschichtlichen Kontext: Hier werden die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Zeit analysiert, die den Bau der Kathedralen und die Machtrepräsentation der Kirche beeinflussten.
2.2 Zwei Architekturbeschreibungen: Dieser Abschnitt bietet eine eingehende formale und ikonographische Beschreibung der architektonischen Elemente beider Fassaden.
2.2.1 Paris: Dieses Kapitel beschreibt spezifisch die architektonische Struktur, die Portalgestaltung und die Königsgalerie der Kathedrale von Notre Dame in Paris.
2.2.2 Laon: Hier liegt der Fokus auf der besonderen Fassadengestaltung der Kathedrale von Laon, insbesondere auf den Vorhallen und der charakteristischen Rose.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung der beiden Westfassaden als bedeutende Beispiele der gotischen Architekturgeschichte.
Schlüsselwörter
Gotik, Westfassade, Notre Dame de Paris, Notre Dame de Laon, Architektur, Kathedrale, Portalplastik, Weltgerichtsportal, Marienkrönung, Rosenfenster, Baugeschichte, Frühgotik, Königsgalerie, Strebepfeiler, Kirchenbau.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer kunsthistorischen Analyse und einem Vergleich der Westfassaden der bedeutenden gotischen Kathedralen Notre Dame de Paris und Notre Dame de Laon.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die frühgotische Architektur, die Baugeschichte der Kathedralen, die ikonographische Gestaltung der Portale sowie der Einfluss politischer und religiöser Rahmenbedingungen auf den Kirchenbau.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die spezifischen architektonischen Lösungen der beiden Fassaden zu analysieren und deren Bedeutung im Kontext der hochmittelalterlichen gotischen Baukunst in Frankreich aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Analysemethode, die formale Baubeschreibungen mit einer Untersuchung des historisch-politischen Kontextes verbindet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse des zeitgeschichtlichen Kontextes sowie detaillierte Architekturbeschreibungen der beiden Kathedralen, inklusive ihrer Portale, Fensterzonen und Türme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gotik, Westfassade, Kathedrale, Architektur, Baugeschichte und Ikonographie.
Welche Rolle spielt die Königsgalerie bei Notre Dame de Paris?
Die Königsgalerie ist ein markantes architektonisches Element, das die Portalzone von der Fensterzone trennt und den Stammbaum Christi symbolisiert.
Was ist die Besonderheit der Fassade von Laon im Vergleich zu Paris?
Während Paris durch eine harmonische, eher schlichte Kastenform besticht, zeichnet sich Laon durch eine plastischere Fassade mit tiefen Vorhallen und einer dynamischen architektonischen Formensprache aus.
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- Hilke Räuschel (Author), 2011, Die Westfassaden der Notre Dame in Paris und in Laon. Eine vergleichende Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/308197