Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Rückkehr des päpstlichen Kreuzzugsgedankens? Julius II. und der Kirchenstaat

Title: Rückkehr des päpstlichen Kreuzzugsgedankens? Julius II. und der Kirchenstaat

Essay , 2013 , 8 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nejla Demirkaya (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Als Julius II. im Jahr 1503 den Heiligen Stuhl bestieg, war die Epoche der großen Kreuzzüge in den Orient bereits seit Jahrhunderten vorüber. Wie allgemeingültig und zeitunabhängig die diesen militärischen Unternehmen zugrundeliegenden Ideen und Motive jedoch sind, zeigt sich nicht zuletzt an Julius‘ eigenen imperialen Bestrebungen, wie dieses Essay zeigt.

Der „Kriegerpapst“ gilt als Erneuerer des Kirchenstaates, unabhängig davon, dass seine politischen Ziele letztlich zu einem großen Teil unverwirklicht blieben. Neben seinen unbestreitbaren Verdiensten als Mäzen der Künste und als Kirchenreformer ist sein Name untrennbar mit der Rückgewinnung päpstlichen Territoriums und der Wiederherstellung des Kirchenstaates verbunden, ein Anliegen, dass ihm nach eigener Aussage besonders am Herzen lag.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Rückkehr des päpstlichen Kreuzzugsgedankens? Julius II. und der Kirchenstaat

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Ambivalenz zwischen den machtpolitischen Zielen Papst Julius‘ II. hinsichtlich der Festigung des Kirchenstaates und seinem wiederholt geäußerten Wunsch nach einem Kreuzzug gegen die Türken. Dabei wird analysiert, inwieweit seine militärischen Unternehmungen in Italien als notwendiger Auftakt zu einem solchen Glaubenskrieg oder lediglich als profane territoriale Machtpolitik zu verstehen sind.

  • Die Rolle Julius‘ II. als „Kriegerpapst“ und Erneuerer des Kirchenstaates
  • Vergleich der päpstlichen Außenpolitik mit mittelalterlichen Kreuzzugspäpsten
  • Die Bedeutung der Einigung Italiens für die päpstliche Unabhängigkeit
  • Interdependenz von weltlichen Machtinteressen und religiösen Missionsgedanken
  • Historische Bewertung der Politik von Julius II. zwischen Idealismus und Pragmatismus

Auszug aus dem Buch

Rückkehr des päpstlichen Kreuzzugsgedankens? Julius II. und der Kirchenstaat

„Julius II. aber gewährte in Perugia, wo alle Glocken läuteten, einen Ablass, verkündete, nichts sehnlicher zu wünschen als Frieden, natürlich um Konstantinopel, das Heilige Land befreien zu können – und kommandierte seine Streiter gegen das von den Bentivogli beherrschte Bologna.“ - KARLHEINZ DESCHNER 2004, S. 347.

Als Julius II. im Jahr 1503 den Heiligen Stuhl bestieg, war die Epoche der großen Kreuzzüge in den Orient bereits seit Jahrhunderten vorüber. Wie allgemeingültig und zeitunabhängig die diesen militärischen Unternehmen zugrundeliegenden Ideen und Motive jedoch sind, zeigt sich nicht zuletzt an Julius‘ eigenen imperialen Bestrebungen. Der „Kriegerpapst“ gilt als Erneuerer des Kirchenstaates, unabhängig davon, dass seine politischen Ziele letztlich zu einem großen Teil unverwirklicht blieben.

Neben seinen unbestreitbaren Verdiensten als Mäzen der Künste und als Kirchenreformer ist sein Name untrennbar mit der Rückgewinnung päpstlichen Territoriums und der Wiederherstellung des Kirchenstaates verbunden, ein Anliegen, dass ihm nach eigener Aussage besonders am Herzen lag (Verspohl 2004, S. 76). Der von Beginn seines Pontifikats an geplante Kreuzzug gegen die Türken wurde wohl auch nur deshalb vernachlässigt, weil Julius all seine Ressourcen in die Angelegenheiten Italiens steckte. Sein Vorhaben kann jedoch nicht angezweifelt werden, da er mehrfach verlauten ließ, die Ungläubigen aus Istanbul und Jerusalem vertreiben zu wollen; am 17. Juni 1509 erklärte der Kardinal Gonzaga gar, dass Julius persönlich an einer solchen Expedition teilzunehmen gedenke und hoffe, binnen eines Jahres die Messe in Istanbul zu zelebrieren (Setton 1984, S. 141).

Zusammenfassung der Kapitel

Rückkehr des päpstlichen Kreuzzugsgedankens? Julius II. und der Kirchenstaat: Diese Arbeit beleuchtet das Wirken Julius‘ II. und hinterfragt, ob sein politisches Handeln tatsächlich auf einen religiös motivierten Kreuzzug abzielte oder ob dieser lediglich als Instrument für eine machtpolitische Konsolidierung des Kirchenstaates diente.

Schlüsselwörter

Julius II., Kirchenstaat, Kreuzzugsgedanke, Renaissance, Kriegerpapst, Papsttum, Italienpolitik, Machtpolitik, Expansion, Heiliger Stuhl, Christentum, Diplomatie, Militärgeschichte, Romagna, Innozenz III.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der ambivalenten Rolle von Papst Julius II. und untersucht das Spannungsfeld zwischen seinen erklärten Absichten, einen Kreuzzug gegen die Türken zu führen, und seiner tatsächlichen, auf territoriale Expansion in Italien konzentrierten Politik.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Machtpolitik des Papsttums in der Renaissance, die Bedeutung der Unabhängigkeit des Kirchenstaates sowie die instrumentelle Nutzung des Kreuzzugsbegriffs im frühen 16. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die von Julius II. geführten Kriege als Auftakt zu einer religiösen Mission verstanden werden müssen oder ob die religiöse Rhetorik lediglich profanen machtpolitischen Ambitionen diente.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten historiographischen Analyse, indem sie zeitgenössische Quellen, kirchenrechtliche Traditionen und moderne historische Urteile miteinander vergleicht und kritisch gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil analysiert die militärischen Kampagnen Julius‘ II., den Vergleich seines Pontifikats mit dem von Innozenz III. sowie die notwendige territoriale Absicherung des Kirchenstaates als Voraussetzung für eine spätere geistliche Mission.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Julius II., Kirchenstaat, Kreuzzugsgedanke, Kriegerpapst, Renaissance-Papsttum, Machtpolitik und die Einigung Italiens.

Wie bewertet die Autorin das Verhältnis zwischen Julius II. und der französischen Krone?

Die Autorin weist darauf hin, dass Julius II. eine tiefe Abneigung gegen die Franzosen hegte, was er teilweise mit dem Motiv der „Barbaren“ begründete, um seine eigenen politischen Interessen im Kontext der Verteidigung Italiens zu legitimieren.

Welche Rolle spielte die Romagna für das strategische Kalkül des Papstes?

Die Rückgewinnung der Romagna hatte für Julius II. absolute Priorität, da er die Konsolidierung der Macht im Kirchenstaat als notwendige Basis betrachtete, bevor er eine größere militärische Unternehmung im Orient angehen konnte.

Warum ist der Vergleich zwischen Julius II. und Innozenz III. für das Verständnis der Arbeit wichtig?

Der Vergleich verdeutlicht die Tradition des „Kriegerpapsttums“, bei dem sowohl militärische Stärke als auch die Verbreitung des Glaubens als Mittel zur Erweiterung des päpstlichen Machtgebiets Hand in Hand gingen.

Zu welchem Schluss kommt die Untersuchung über den „Kreuzzugsgedanken“ unter Julius II.?

Die Autorin schlussfolgert, dass der Kreuzzugsgedanke zwar das politische Denken beeinflusste, die Umsetzung jedoch stark von pragmatischen machtpolitischen Notwendigkeiten geprägt war, was in der Gesamtschau zu einer widersprüchlichen Charakterisierung führt.

Excerpt out of 8 pages  - scroll top

Details

Title
Rückkehr des päpstlichen Kreuzzugsgedankens? Julius II. und der Kirchenstaat
College
University of Göttingen  (Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte)
Course
Kirche und Krieg im Mittelalter
Grade
1,7
Author
Nejla Demirkaya (Author)
Publication Year
2013
Pages
8
Catalog Number
V307639
ISBN (eBook)
9783668058965
ISBN (Book)
9783668058972
Language
German
Tags
kreuzzug julius II. papst kirchenstaat 16. jahrhundert orient kriegerpapst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nejla Demirkaya (Author), 2013, Rückkehr des päpstlichen Kreuzzugsgedankens? Julius II. und der Kirchenstaat, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/307639
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  8  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint