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Alltägliches Geographie-Machen. Werlens Theorie der alltäglichen Regionalisierung angewandt auf das Label „Original Thüringer Qualität“

Eine Fallstudie

Title: Alltägliches Geographie-Machen. Werlens Theorie der alltäglichen Regionalisierung angewandt auf das Label „Original Thüringer Qualität“

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Benjamin Kahle (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography

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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit soll anhand des Fallbeispiels des vom Thüringer Agrarmarketings eingeführten Herkunftslabels „Original Thüringer Qualität“ untersucht werden, ob sich Benno Werlens Theorie vom alltäglichen Geographie-Machen der Menschen auch auf den Bereich der Lebensmittelindustrie projizieren und anwenden lässt.

Als Grundlage dient dazu der Aufsatz von Thilo Felgenhauer aus dem Jahr 2007, der im dritten Band von Benno Werlens „Sozialgeographie Alltäglicher Regionalisierung“ erschienen ist. Dazu sollen zunächst die zur Beantwortung der Fragestellung benötigten Bestandteile der Theorie erläutert werden. Dabei wird der Fokus auf die drei Formen der Regionalisierung gelegt, die als Werkzeuge zur Untersuchung des Fallbeispiels und Klärung der Leitfrage zum Einsatz kommen. Nach dem Abarbeiten des Fallbeispiels mit den Werkzeugen der Theorie wird am Ende das Ergebnis in einem Fazit zusammengefasst und die Antwort auf die Leitfrage in einer Schlussthese festgehalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialgeographie Alltäglicher Regionalisierung

3. Typen von Regionalisierung

3.1. Produktiv-konsumtive Regionalisierung

3.2. Normativ-politische Regionalisierung

3.3. Informativ-signifikative Regionalisierung

4. Fallbeispiel: „Original Thüringer Qualität“

4.1. Produktiv-konsumtive Regionalisierung

4.2. Normativ-politische Regionalisierung

4.3. Informativ-signifikative Regionalisierung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Benno Werlens Theorie der „Sozialgeographie alltäglicher Regionalisierung“ auf den Bereich der Lebensmittelindustrie. Ziel ist es, anhand des Fallbeispiels des Herkunftslabels „Original Thüringer Qualität“ aufzuzeigen, wie räumliche Zuordnungen durch alltägliches menschliches Handeln und Konsumentscheidungen konstruiert und durch politische Rahmenbedingungen beeinflusst werden.

  • Grundlagen der sozialgeographischen Theorie der Regionalisierung nach Werlen
  • Differenzierung in produktiv-konsumtive, normativ-politische und informativ-signifikative Regionalisierung
  • Analyse des Einflusses von Herkunftslabels auf das Kaufverhalten
  • Untersuchung von Deutungsmustern bei Konsumenten (Heimatkonstruktion, Solidarität, ökologische Werte)
  • Verknüpfung von ökonomischem Handeln, staatlicher Regulierung und subjektiver symbolischer Bedeutung

Auszug aus dem Buch

4.3. Informativ-signifikative Regionalisierung

Im dritten Teil untersucht Felgenhauer das Label „Original Thüringer Qualität“ anhand der Wirkung, die dieses Zeichen auf den Konsumenten hat und wie diese mit den darin enthaltenden Informationen umgehen. Die Ergebnisse werden dann in verschiedene Deutungsmuster übertragen, die das Konsumverhalten beschreiben (FELGENHAUER 2007, S. 57-61). Als erstes wird das Deutungsmuster des Konsums der Solidarität beschrieben. Einige Konsumenten kaufen Produkte mit Herkunftsangabe, da sie damit die Bedingungen auf dem lokalen Arbeitsmarkt verbessern oder halten wollen. Es wird davon ausgegangen, dass durch den Kauf eines Thüringer Produktes, der Arbeitsplatz in Thüringen gehalten wird und nicht durch die Globalisierung dieser aus der Region an einen anderen Ort geht. Drei weitere Deutungsmuster sind der Konsum als Reproduktion von Tradition, Konsum aufgrund ökologischer Wertevorstellung oder Konsum als Element der individuellen Heimatkonstruktion.

Einige Kunden möchte am Markt eine gewisse Kontinuität kaufen und entscheiden sich gegen das schnelle Austauschen von Produkten. In der ökologischen Konsumweise spiegelt sich auch eine Regionalisierung des Lebensstils wieder. Man ist bereit etwas mehr Geld auszugeben, um etwas für die Umwelt zu tun und beispielsweise die Haltebedingungen von Legehennen zu verbessern. Bei einer individuellen Heimatkonstruktion wird eine Kaufendecheidung anhand von positiven Erinnerungen aus der Vergangenheit getroffen (z. B. Kindheitserinnerungen). So trifft ein Konsument, der in seiner Vergangenheit in Thüringen aufgewachsen ist und im Supermarkt die Wahl zwischen einer Hessischen Bratwurst und einer Thüringer Rostbratwurst hat aufgrund seiner positiven Erinnerungen aus der Kindheit die Entscheidung für die Thüringer Bratwurst und regionalisiert damit für sich und seine Kaufentscheidung den Raum Thüringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die sozialgeographische Problemstellung ein und erläutert die Zielsetzung, Werlens Theorie am Fallbeispiel des Labels „Original Thüringer Qualität“ zu prüfen.

2. Sozialgeographie Alltäglicher Regionalisierung: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund von Benno Werlen und den notwendigen Paradigmenwechsel weg vom Containerraum hin zu einer handlungsorientierten Humangeographie.

3. Typen von Regionalisierung: Hier werden die drei Kernkonzepte – produktiv-konsumtive, normativ-politische und informativ-signifikative Regionalisierung – als Analysewerkzeuge theoretisch definiert.

4. Fallbeispiel: „Original Thüringer Qualität“: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und wendet die drei zuvor eingeführten Regionalisierungstypen systematisch auf das konkrete Herkunftslabel an.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert kritisch, inwieweit die Theorie die reale Marktgestaltung und das Konsumentenhandeln im untersuchten Bereich erklären kann.

Schlüsselwörter

Sozialgeographie, Alltägliche Regionalisierung, Benno Werlen, Geographie-Machen, Original Thüringer Qualität, Konsumverhalten, Standortentscheidungen, Regionales Marketing, Deutungsmuster, Lebensmittelindustrie, Raumkonstruktion, Entankerung, Handlungswissenschaft, Herkunftslabel, Marktchancen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der sozialgeographischen Theorie von Benno Werlen auf konkrete Alltagsphänomene im Bereich der Lebensmittelwirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Konstruktion von Regionen durch menschliches Handeln, die Bedeutung von Herkunftslabels für den Konsum und der Einfluss politischer Regulierungen auf die räumliche Wahrnehmung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu prüfen, ob sich die theoretischen Konzepte der „alltäglichen Regionalisierung“ dazu eignen, das Konsumverhalten und die Vermarktung regionaler Produkte wissenschaftlich zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt als methodische Basis eine theoretische Aufarbeitung und wendet diese deduktiv auf das Fallbeispiel an, wobei sie auf empirische Daten aus Interviews zurückgreift.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird das Label „Original Thüringer Qualität“ unter den drei Perspektiven der produktiv-konsumtiven, normativ-politischen und informativ-signifikativen Regionalisierung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialgeographie, Regionalisierung, Geographie-Machen, Deutungsmuster und Standortentscheidungen.

Wie beeinflussen staatliche Vorgaben das Konsumentenhandeln?

Politische Regulierungen schränken durch Kriterien für Herkunftslabels die Optionen der Produzenten ein, was wiederum das Angebot auf dem Markt formt und Konsumenten in ihrer Entscheidung für oder gegen ein Produkt beeinflusst.

Was bedeutet das „Deutungsmuster des Konsums der Solidarität“?

Es beschreibt das Verhalten von Konsumenten, die Produkte kaufen, um durch ihre Kaufentscheidung lokale Arbeitsplätze in einer Region zu unterstützen und der Globalisierung entgegenzuwirken.

Warum ist das Beispiel „Original Thüringer Qualität“ für Werlens Theorie relevant?

Es dient als praktisches Beispiel, um zu zeigen, wie Raum nicht durch physische Gegebenheiten, sondern durch soziale Zuschreibungen, Erinnerungen und wirtschaftspolitische Maßnahmen „gemacht“ wird.

Welche Rolle spielt die „Heimatkonstruktion“ für den Kauf von Lebensmitteln?

Konsumenten nutzen Produkte oft als Anker für persönliche Erinnerungen, wobei die Herkunft des Produkts eine emotionale Aufladung erfährt, die die Kaufentscheidung stärker beeinflussen kann als objektive Qualitätsmerkmale.

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Details

Title
Alltägliches Geographie-Machen. Werlens Theorie der alltäglichen Regionalisierung angewandt auf das Label „Original Thüringer Qualität“
Subtitle
Eine Fallstudie
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,0
Author
Benjamin Kahle (Author)
Publication Year
2014
Pages
11
Catalog Number
V307513
ISBN (eBook)
9783668057623
ISBN (Book)
9783668057630
Language
German
Tags
Geographie machen Sozialgeographie Regionalisierung alltägliche Regionalisierung Benno Werlen lebensmittelindustrie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Kahle (Author), 2014, Alltägliches Geographie-Machen. Werlens Theorie der alltäglichen Regionalisierung angewandt auf das Label „Original Thüringer Qualität“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/307513
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