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Der Übergang vom Man zum Selbst in Martin Heideggers „Sein und Zeit“

Title: Der Übergang vom Man zum Selbst in Martin Heideggers „Sein und Zeit“

Seminar Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 1

Autor:in: Karl Gietler (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll versucht werden, verkürzt und auf die wesentlichsten Punkte beschränkt eines der zentralen Themen in „Sein und Zeit“ darzustellen: der Übergang von der „uneigentlichen“ Seinsweise des menschlichen Daseins in seine „eigentliche“; vom „Man“ zum „Selbst“.

„Sein und Zeit“ – ein großer Titel, der suggeriert, dass es ums Ganze geht. Nicht umsonst wird „Sein und Zeit“ als Martin Heideggers Hauptwerk betrachtet. Heidegger selbst bezeichnete sein Werk einmal als „Verunglückung“, denn trotz seines beträchtlichen Umfangs und seiner Komplexität ist es Fragment geblieben. Nichtsdestotrotz traf dieses Buch bei seinem Erscheinen den Nerv der Zeit und wurde zu einem der bedeutendsten philosophischen Werke des zwanzigsten Jahrhunderts.

Heidegger geht es darum, mit der traditionellen Metaphysik abzurechnen, die das Sein nur als stete Anwesenheit denkt und dabei das faktische, historische Werden außer Acht lässt. Für Heidegger gehört die Zeitlichkeit zum Sein – dies ist das Vergessene und Ungedachte der Metaphysik. Was bedeutet Sein, fragt Heidegger und zitiert Plato: „Denn offenbar seid ihr doch schon lange mit dem vertraut, was ihr eigentlich meint, wenn ihr den Ausdruck ‚seiend‘ gebraucht, wir jedoch glaubten es einst zwar zu verstehen, jetzt aber sind wir in Verlegenheit gekommen.“ Diese Verlegenheit gilt heute mehr denn je, so, Heidegger, denn nicht nur haben wir vergessen, was das Sein ist, wir haben auch dieses Vergessen vergessen. So muss die Frage nach dem Sinn von Sein erneut gestellt werden, bzw. muss zuallererst das Verständnis für den Sinn dieser Frage wieder geweckt werden.

Schon im Prolog von „Sein und Zeit“ macht Heidegger klar, worauf die Untersuchung abzielt: Die Zeit soll den Horizont eines Seinsverständnisses bilden, der Sinn von Sein ist die Zeit. Dies klarzumachen benötigt Heidegger nicht nur vierhundert Seiten kompliziertesten Textes, sondern auch den Rest seines Lebens.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Vom Man zum Selbst – Das Uneigentliche wird Eigentlich

§ 25 Der Ansatz der existenzialen Frage nach dem Wer des Daseins

§ 26 Das Mitsein der Anderen und das alltägliche Mitsein.

§ 27 Das alltägliche Selbstsein und das Man

§38 Das Verfallen und die Geworfenheit.

§39 Die Frage nach der ursprünglichen Ganzheit des Strukturganzen des

§40 Die Grundbefindlichkeit der Angst als eine ausgezeichnete Erschlossenheit des Daseins

§41 Das Sein des Daseins als Sorge

§45 Das Ergebnis der vorbereitenden Fundamentalanalyse des Daseins und die Aufgabe einer ursprünglichen existenzialen Interpretation dieses Seienden

§47 Die Erfahrbarkeit des Todes der Anderen und die Erfassungsmöglichkeit eines ganzen Daseins

§53 Existenzialer Entwurf eines eigentlichen Seins zum Tode

Zu Heideggers „Sein und Zeit“

Masse und Individuum

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht zentral den Übergang des menschlichen Daseins von einer „uneigentlichen“ Seinsweise im „Man“ hin zu einer „eigentlichen“ Existenz, wie sie Martin Heidegger in seinem Hauptwerk „Sein und Zeit“ entwirft.

  • Die ontologische Struktur des Daseins (In-der-Welt-sein, Mitsein).
  • Die Analyse des „Man“ als alltägliche Seinsweise und die Bedeutung des Verfallens.
  • Die Rolle der Angst als Grundbefindlichkeit zur Erschließung des eigentlichen Seinkönnens.
  • Der existenziale Entwurf eines „Seins zum Tode“ als Weg zur Ganzheit und Eigentlichkeit.

Auszug aus dem Buch

§ 26 Das Mitsein der Anderen und das alltägliche Mitsein.

Da jeder Seinsmodus des Daseins durch das In-der-Welt-sein bestimmt ist, muss auch die Beantwortung der Wer-Frage von dieser Seinsart ausgehen. Heidegger gibt Beispiele an, dass bei allen Beschreibungen der Umwelt die Anderen immer mitbegegnen: das Werkstück für, das Feld von, das Buch gekauft bei: „Die Dinge begegnen aus einer Welt her, in der sie für die Anderen zuhanden sind.“7, die aber auch gleichzeitig die meine ist. Die Welt des Daseins der Anderen gibt ein Seiendes frei, das weder vorhanden noch zuhanden ist, sondern es ist wie das freigebende Dasein selbst auch und mit da.

Wer sind nun die Anderen, fragt Heidegger weiter, sie sind nicht alle übrigen außer mir, sondern diejenigen, von denen man sich selbst nicht unterscheidet. So wie das eigene Dasein sich zunächst nur findet in dem was es betreibt, braucht, erwartet; so begegnen die anderen nicht im Unterscheiden von Subjekten, sondern sie begegnen aus der Welt her, in der das besorgende Dasein sich wesenhaft aufhält. „Die Welt ist immer schon die, die ich mit Anderen teile. Die Welt des Daseins ist Mitwelt, das In-Sein ist Mitsein mit Anderen“8, deren innerweltliches Ansichsein ist Mitdasein. Auch die Anderen treffen wir in ihrem In-der-Welt-sein.

Aber auch das Alleinsein des Daseins, so Heidegger, ist Mitsein in der Welt; denn „fehlen kann der Andere nur in einem und für ein Mitsein. Das Alleinsein ist ein defizienter Modus des Mitseins.“9 Die Möglichkeit des Alleinseins ist nur der Beweis des Mitseins. Fehlen und Fremdheit sind verschiedene Modi des Mitdaseins.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die Bedeutung von „Sein und Zeit“ als Hauptwerk Heideggers skizziert, das versucht, die traditionelle Metaphysik durch die Frage nach dem Sinn von Sein (als Zeit) zu überwinden.

Vom Man zum Selbst – Das Uneigentliche wird Eigentlich: Dieser Abschnitt leitet in die Analyse über, wie das alltägliche Dasein im „Man“ aufgeht und die Strukturen des Mitseins und der Fürsorge entwickelt.

§ 25 Der Ansatz der existenzialen Frage nach dem Wer des Daseins: Heidegger bestimmt hier das Dasein als „je meines“ und warnt davor, das Subjekt vorschnell als isoliertes Ich zu betrachten.

§ 26 Das Mitsein der Anderen und das alltägliche Mitsein.: Es wird erläutert, dass das Dasein wesenhaft „Mitsein“ ist und die Anderen bereits in der Umweltbegegnung mitbegegnen.

§ 27 Das alltägliche Selbstsein und das Man: Hier werden die Merkmale des „Man“ – Abständigkeit, Durchschnittlichkeit und Einebnung – als konstitutiv für die Öffentlichkeit dargestellt.

§38 Das Verfallen und die Geworfenheit.: Das Verfallen wird als eine Grundart der Alltäglichkeit beschrieben, bei der sich das Dasein an die Welt des „Man“ verliert.

§39 Die Frage nach der ursprünglichen Ganzheit des Strukturganzen des: Heidegger zielt darauf ab, das Dasein in seiner „Ganzheit“ als Sorge zu fassen und identifiziert hierfür die Angst als Erschließungsmöglichkeit.

§40 Die Grundbefindlichkeit der Angst als eine ausgezeichnete Erschlossenheit des Daseins: Im Gegensatz zur Furcht offenbart die Angst das Nichts der Welt und wirft das Dasein auf sein eigenstes Seinkönnen zurück.

§41 Das Sein des Daseins als Sorge: Die Gesamtstruktur des Daseins als „Sich-vorweg-schon-sein-in“ wird begrifflich in der „Sorge“ zusammengefasst.

§45 Das Ergebnis der vorbereitenden Fundamentalanalyse des Daseins und die Aufgabe einer ursprünglichen existenzialen Interpretation dieses Seienden: Es wird begründet, warum zur Beantwortung der Seinsfrage die Ganzheit des Daseins durch den Aspekt des Todes in den Blick genommen werden muss.

§47 Die Erfahrbarkeit des Todes der Anderen und die Erfassungsmöglichkeit eines ganzen Daseins: Der Tod wird als „eigenste, unbezügliche, unüberholbare Möglichkeit“ charakterisiert, die trotz der Jemeinigkeit eine Brücke zur Ganzheit bildet.

§53 Existenzialer Entwurf eines eigentlichen Seins zum Tode: Das eigentliche Sein zum Tode wird als ein „Vorlaufen“ verstanden, welches das Dasein aus der Verlorenheit des Man befreit.

Zu Heideggers „Sein und Zeit“: Es wird kritisch reflektiert, wie die komplexe Terminologie und Sprache des Werkes sowie der Bezug zum Nihilismus und zur Lebenssituation des Autors rezipiert wurden.

Masse und Individuum: Dieser Teil setzt Heideggers Konzept der Uneigentlichkeit in den Kontext literarischer und philosophischer Diskussionen über das Individuum in der modernen Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Heidegger, Sein und Zeit, Dasein, Eigentlichkeit, Uneigentlichkeit, Man, Sorge, Mitsein, Verfallen, Geworfenheit, Angst, Tod, Existenz, Seinkönnen, Existenzialien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die zentrale philosophische Untersuchung von Martin Heideggers „Sein und Zeit“, insbesondere den Prozess der Selbstwerdung des Daseins.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die ontologische Struktur des Daseins, das alltägliche Leben im „Man“, das Phänomen der Sorge und die existenzielle Bedeutung des Todes.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, verkürzt und präzise den Übergang von der uneigentlichen Seinsweise, in der das Dasein in der Masse aufgeht, hin zur eigentlichen Existenz darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der existenzialen Analyse und Interpretation der Begriffe und Argumentationsschritte aus Heideggers Hauptwerk.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die Existenzialien wie Mitsein, Verfallen, Angst und Sorge sowie den Entwurf des Seins zum Tode.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Dasein, Eigentlichkeit, Man, Sorge und Existenzialität.

In welchem Zusammenhang steht die Angst laut Heidegger zur Eigentlichkeit?

Die Angst ist laut Heidegger eine ausgezeichnete Grundbefindlichkeit, da sie das Dasein aus seiner Verfallenheit an die Öffentlichkeit des „Man“ herausreißt und es auf seine eigene Freiheit und sein Seinkönnen zurückwirft.

Warum ist der Begriff der „Sorge“ für Heidegger so essenziell?

Die Sorge bildet für Heidegger die ontologische Gesamtstruktur des Daseins, da sie alle Aspekte des „Sich-vorweg-schon-seins-in-der-Welt“ in einem begrifflichen Kern vereint.

Wie wird das „Man“ in der Arbeit definiert?

Das „Man“ wird als eine unpersönliche Seinsweise beschrieben, die durch Durchschnittlichkeit, Einebnung und Abständigkeit gekennzeichnet ist und das Dasein vor der Verantwortung für sich selbst entlastet.

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Details

Title
Der Übergang vom Man zum Selbst in Martin Heideggers „Sein und Zeit“
College
Klagenfurt University  (Institut für Philosophie und Gruppendynamik)
Course
Martin Heideggers Sein und Zeit
Grade
1
Author
Karl Gietler (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V307413
ISBN (eBook)
9783668057869
ISBN (Book)
9783668057876
Language
German
Tags
Martin Heidegger Sein und Zeit Dasein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karl Gietler (Author), 2009, Der Übergang vom Man zum Selbst in Martin Heideggers „Sein und Zeit“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/307413
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