Der Fokus dieser Arbeit soll auf die psychologische Willensfähigkeit und deren Ausprägung, nämlich auf die Motivation und Volition, im Zusammenhang mit dem Ausdauersport gerichtet werden. Des Weiteren soll ihre Wichtigkeit für den Erfolg eines Athleten im Ausdauersport herausgearbeitet und Möglichkeiten zu deren Steigerung aufgezeigt werden.
Zunächst wird dafür der Begriff des Ausdauersports definiert. Im Anschluss wird in Anlehnung an Herbert Steffny, erfolgreicher deutscher Langstreckenläufer und professioneller Lauftrainer, kurz dargestellt, wie eine optimale Trainingsgestaltung auszusehen hat. Nachfolgend werden die wesentlichen Bereiche der Motivationspsychologie erläutert und thematisch auf die für die Arbeit wesentlichen Faktoren eingegrenzt. Das Zusammenwirken von Motivation und Volition wird analysiert. Außerdem werden verschiedene Möglichkeiten zur Steigerung der mentalen Stärke im Zusammenhang mit dem Ausdauersport diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen und Definitionen
2.1 Einführung in die Grundzüge des Ausdauersports
2.1.1 Ausdauersport
2.1.2 Optimale Trainingsgestaltung im Ausdauersport
2.1.3 Zusammenfassendes Zwischenergebnis
2.2 Motivationspsychologische Begriffe
2.2.1 Motive im Ausdauersport
2.2.2 Motivation im Ausdauersport
2.2.3 Volition im Ausdauersport
2.2.4 Zusammenfassendes Zwischenergebnis
3. Zusammenwirken von Motivation und Volition
3.1 Handlungsprozess
3.2 Handlungskontrolle
3.3 Zusammenfassendes Zwischenergebnis
4. Möglichkeiten zur Steigerung der mentalen Stärke
4.1 Zielsetzung und Zielanalyse
4.2 Visualisierung
4.3 Das Flow-Erlebnis
4.4 Zusammenfassendes Zwischenergebnis
5. Ergebnis und Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der mentalen Stärke als fundamentale Voraussetzung für langfristigen Erfolg im Ausdauersport. Im Fokus steht dabei die Analyse des Zusammenspiels von Motivation und Volition als psychologische Steuerungsmechanismen für sportliche Leistungsfähigkeit.
- Grundlagen und Definitionen des Ausdauersports
- Motivationspsychologische Konzepte im Sport
- Das Zusammenwirken von Motivation und Volition
- Strategien zur Steigerung der mentalen Stärke (Zielsetzung, Visualisierung, Flow)
- Bedeutung psychologischer Trainingsfaktoren für den Wettkampferfolg
Auszug aus dem Buch
2.2.1 Motive im Ausdauersport
Motive sind ausschlaggebend für die Umsetzung des gesamten sportlichen Handelns. Das Motiv bringt den Sporttreibenden in Bewegung und verhilft ihm dazu seine sportlichen Ziele zu konkretisieren (vgl. Gabler, Nitsch, & Singer, 2000, S. 197f.). Der Weg zur Motivfindung und die damit einhergehende Definition eines Ziels wird Motivierung genannt, wobei die Realisierung des Motivs in Form einer konkret ausgeführten Tätigkeit die Motivation darstellt (vgl. Gabler, Nitsch, & Singer, 2000, S. 206). Ausgehend von dieser Definition wird deutlich, dass die Gundlage für sportlichen Erfolg die unerlässliche Auseinandersetzung des Sportlers mit den eigenen Motiven darstellt. Aus diesem festgelegten Motiv resultiert die Motivation, langfristiges Training aufrechtzuerhalten. Dabei nimmt die Selbstmotivation einen nicht ganz unerheblichen Teil des gesamten sportlichen Erfolgspotenzials ein (vgl. Stoll & Ziemainz, 1999, S. 20).
Das Motiv stellt somit die fortlaufende Bereitschaft und den individuellen Handlungswillen dar, sich sportlichen Herausforderungen stellen zu wollen und begründet das Streben nach einem konkret bestimmten Zielzustand. Zu unterscheiden sind in diesem Zusammenhang die impliziten von den expliziten Motiven (vgl. dazu im Folgenden Heckhausen & Heckhausen, 2010, S. 238f.). Die impliziten Motive entwicklen sich am Anfang des Entwicklungsprozesses eines Menschen, nämlich in der Kindheit. Dabei handelt es sich um intuitive und nicht direkt greifbare Veranlagungen. Diese Entwicklung wird besonders durch affektive Prozesse, noch bevor das Kind sich verbal verständigen kann, geprägt. Explizite Motive sind demgegenüber Teil des Selbstbilds. Sie finden Ausdruck in der eigenen Wertvorstellung, den eigenen Bedürfnissen, den Wünschen sowie den selbst gesetzten Zielen. Das heißt, dass die impliziten Motive das Handeln unbewusst steuern und die expliziten Motive dem Sporttreibenden Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, um daraus bestimmte Zielvorstellungen zu formulieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der mentalen Stärke als leistungsbestimmenden Faktor im Ausdauersport ein und definiert das Forschungsinteresse an Motivation und Volition.
2. Grundlagen und Definitionen: In diesem Kapitel werden die sportfachlichen Grundlagen des Ausdauersports sowie die psychologischen Kernbegriffe Motivation, Motiv und Volition theoretisch fundiert.
3. Zusammenwirken von Motivation und Volition: Dieser Abschnitt beschreibt den ganzheitlichen Handlungsprozess, in dem Motivation zur Zielbildung und Volition zur Umsetzung der Handlungsintentionen führen.
4. Möglichkeiten zur Steigerung der mentalen Stärke: Hier werden konkrete Methoden wie Zielsetzung, Visualisierung und das Erreichen von Flow-Zuständen vorgestellt, um die mentale Leistungsfähigkeit systematisch zu trainieren.
5. Ergebnis und Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass psychologisches Training eine entscheidende Rolle für den sportlichen Erfolg spielt und zukünftig stärker in die Trainingsplanung integriert werden sollte.
Schlüsselwörter
Ausdauersport, Mentale Stärke, Motivation, Volition, Handlungsprozess, Zielsetzung, Visualisierung, Flow-Erlebnis, Leistungsmotiv, Trainingssteuerung, Selbstmotivation, Willensfähigkeit, Sportpsychologie, Leistungsfähigkeit, Marathon
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die psychologischen Aspekte der Leistungsfähigkeit im Ausdauersport, insbesondere die Rolle der mentalen Stärke als ergänzender Faktor zum physischen Training.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Motivationspsychologie, das Zusammenspiel von Motivation und Willensstärke (Volition) sowie Techniken zur mentalen Leistungssteigerung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Bedeutung der mentalen Stärke für den langfristigen Erfolg von Athleten aufzuzeigen und praxisnahe psychologische Ansätze zu präsentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Ausarbeitung, die auf einer Literaturanalyse aktueller sportpsychologischer Forschungsergebnisse basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Grundlagen, die Erklärung der Handlungssteuerung durch Motivation und Volition sowie die Vorstellung konkreter mentaler Trainingsmethoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Mentale Stärke, Motivation, Volition, Ausdauersport und sportpsychologische Trainingsmethoden charakterisieren.
Was unterscheidet intrinsische von extrinsischer Motivation im Kontext des Laufsports?
Intrinsische Motivation speist sich aus der Freude an der Tätigkeit selbst, während extrinsische Motivation durch äußere Reize wie Anerkennung oder Gewichtsabnahme gesteuert wird.
Welche Rolle spielt die Handlungskontrolle bei Misserfolgen?
Die Handlungskontrolle hilft Athleten dabei, Misserfolge zu analysieren, daraus zu lernen und die Strategie für zukünftige Ziele anzupassen, statt den Prozess abzubrechen.
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- Anonym (Author), 2015, Mentale Stärke als Voraussetzung für langfristigen Erfolg im Ausdauersport, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/306697