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Die Indianer als Jäger und Sammler. Nur ein Stereotyp?

Title: Die Indianer als Jäger und Sammler. Nur ein Stereotyp?

Term Paper , 2012 , 26 Pages

Autor:in: Christina Drechsel (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird untersucht, inwiefern die Indianer der präkolumbianischen Zeit mehr als nur Jäger und Sammler darstellten, die in Harmonie lebten und nicht in das Ökosystem eingriffen. Hierbei werden Eingriffe in die Landschaft sowie Zeugnisse der indianischen Kultur betrachtet, die teils bis heute in Form von künstlich angelegter Wildnis oder Bewässerungssysteme erhalten blieben. Den Anfang bilden die unterschiedlichen Nutzpflanzen, allem voran der Mais, sowie eine beispielhafte Auswahl verschiedener Nuss-bäume. Um den dahinter steckenden Aufwand und die Mühe, die Indianer in den Anbau ihrer Pflanzen und Bäume investierten, nachzuvollziehen, folgen darauf verschiedene Methoden betreffend der Rodung und der Sicherstellung von genügend Wasserzufuhr. Letztere erfolgte mittels einer Vielzahl von unterschiedlichen Techniken, von denen jeweils welche für trockene und auch feuchte Gebiete Nordamerikas vorgestellt werden. Der Stereotyp der reinen Büffeljagd der Indianer wird anhand der behüteten Büffelherden widerlegt, eine These, die sich im Gegensatz zu der weit verbreiteten Meinung an das Buch „1491- New revelations of the Americas before Columbus“ von Charles Mann (2005) anlehnt. Hier wird der Indianer als Eingreifender in das Ökosystem verstanden, der einer Explosion der Büffelherden kontrolliert entgegenwirkte. Den Einstieg dazu bietet die Darstellung der Indianer in der Literatur und in den Medien, anschließend wird versucht die These der Jäger und Sammler anhand der Beispiele des Indianers als Gestalter von Ökosystemen und Landwirt zu entkräften.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Jäger und Sammler – nur ein Stereotyp?

2. Indianer als Jäger und Sammler in der Literatur und in den populären Medien

3. Indianer als Landwirte und Gestalter von Ökosystemen

3.1. Maisanbau und Einführung der Pilgrims in die landwirtschaftliche Nutzung

3.2. Three Sisters

3.3. Sonnenblume und Sumpfgras

3.4. Slash-and-burn

3.5. Die behüteten Büffelherden

3.6. Die essbaren Wälder

3.7. Bewässerung der Felder und Ableitung von Wasser

4. Diskussion

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den weit verbreiteten Stereotyp der Indianer als reine Jäger und Sammler, die in harmonischer Unberührtheit lebten. Ziel der Untersuchung ist es, nachzuweisen, dass die Ureinwohner Nordamerikas aktiv als Landwirte agierten und ihre Umwelt durch komplexe Eingriffe bewusst gestalteten.

  • Wissenschaftliche Analyse indianischer Landwirtschaftsmethoden
  • Konstruktion und Pflege von Ökosystemen in präkolumbianischer Zeit
  • Einfluss indianischer Techniken auf die landwirtschaftliche Entwicklung (z.B. Maisanbau)
  • Widerlegung des Mythos der passiven Naturaneignung anhand historischer Beispiele
  • Nachhaltige Landnutzung und Wassermanagement

Auszug aus dem Buch

3.1. Maisanbau und Einführung der Pilgrims in die landwirtschaftliche Nutzung

Nachdem der Mais um 3500 vor Christus seinen Weg von Mexiko nach Nordamerika fand, kultivierten die Indianer die Getreidesorte auf Mischfeldern oder kleinen Hügeln. Aufgrund der Fähigkeit von Bohnen, Nitrogen in seinen Wurzeln zu fixieren, wurde Mais häufig zusammen mit Bohnengemüse angepflanzt (siehe Abb.2). Denn Mais, im Gegensatz zu Bohnen, entzieht dem Erdboden Nitrogen. Der nordamerikanische „Maize“ (aus dem Spanischen Mahiz), auch bekannt als „Indian corn“ oder „Indian wheat“, war die ideale Quelle für Kohlenhydrate, konnte auf einfache Art und Weise angepflanzt und nach nur 120 Tagen mit großen Ertrag geerntet werden.

Für den Anbau von Mais wandten die Eingeborenen unterschiedliche Methoden an: zum einen pflanzten sie den Maize auf kleinen Hügeln an, die denen in Hopfengärten gleichen. Unter den Hügeln vergruben sie die Kadaver von Fischen, die der Düngung des Erdbodens dienten. Jeweils vier Maissamen wurden auf einem Hügel, umringt von zwei Samen der Stangenbohne, angepflanzt. Um die Hügel herum wuchsen später unterschiedliche Kürbisarten. Zusätzlich schützten die Indianer ihren Maize vor starker Sonne oder Regen und entfernten das Unkraut. Eine weitere Methode der Anpflanzung bestand darin, den Mais auf Mischfeldern anzupflanzen, die umgeben von adernartigen Dämmen umgeben waren. Das Wasser sollte so bei einer Flut kontrolliert abfließen und dennoch den Boden und die Pflanzen mit genug Wasser versorgen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Jäger und Sammler – nur ein Stereotyp?: Einführung in das Thema und Aufzeigen der gängigen, oberflächlichen Wahrnehmung der Indianer als Jäger und Sammler, die durch Medien und Literatur geprägt ist.

2. Indianer als Jäger und Sammler in der Literatur und in den populären Medien: Analyse der Darstellung von Indianern in populärkulturellen Werken und Survival-Literatur, die den Jäger-und-Sammler-Mythos verstärken.

3. Indianer als Landwirte und Gestalter von Ökosystemen: Umfassende Untersuchung aktiver landwirtschaftlicher Eingriffe und gestaltender Methoden der Ureinwohner Nordamerikas in der präkolumbianischen Zeit.

3.1. Maisanbau und Einführung der Pilgrims in die landwirtschaftliche Nutzung: Darstellung der Anbaumethoden von Mais und der essenziellen Rolle, die dieses Wissen für das Überleben der ersten europäischen Siedler spielte.

3.2. Three Sisters: Erklärung des symbiotischen Anbaus von Mais, Bohnen und Kürbis, der auf einem irokesischen Mythos basiert.

3.3. Sonnenblume und Sumpfgras: Untersuchung der historischen Bedeutung von Sonnenblumen und Sumpfgras als frühe, kultivierte Nutzpflanzen.

3.4. Slash-and-burn: Analyse der Brandrodung als Forstmanagement-Technik zur Landschaftsgestaltung und Wildtierregulierung.

3.5. Die behüteten Büffelherden: Widerlegung der Vorstellung, Indianer hätten Büffel nur zur Ausrottung gejagt; stattdessen wurde eine Kontrolle der Herden zur Lebensraumsicherung praktiziert.

3.6. Die essbaren Wälder: Beschreibung der kultivierten Baumpflege, insbesondere von Pekanuss- und Pawpaw-Bäumen, zur nachhaltigen Nahrungssicherung.

3.7. Bewässerung der Felder und Ableitung von Wasser: Vorstellung verschiedener Techniken wie Kanalsysteme, Flutwasserlandwirtschaft und Krugbewässerung in trockenen Gebieten.

4. Diskussion: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und der Diskrepanz zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftlicher Wahrnehmung.

5. Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die Rolle der Indianer als versierte Landwirte und Gestalter ihres Lebensraumes, die auch moderne forstwirtschaftliche Prinzipien vorwegnahmen.

Schlüsselwörter

Indianer, Jäger und Sammler, Landwirtschaft, Ökosystemgestaltung, Maisanbau, Three Sisters, Brandrodung, Büffelherden, Bewässerungstechnik, Nachhaltigkeit, Nordamerika, präkolumbianische Zeit, Kulturgeschichte, Umwelteingriff, Anbautechniken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich kritisch mit der verbreiteten Annahme auseinander, dass die nordamerikanischen Indianer vor der Ankunft der Europäer lediglich als Jäger und Sammler ohne Einfluss auf ihr Ökosystem lebten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die indianische Agrikultur, Methoden des Wassermanagements, die bewusste Gestaltung von Waldflächen sowie die selektive Kontrolle von Tierbeständen wie dem Bison.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Entkräftung des Stereotyps vom "wilden" Jäger durch den Nachweis komplexer, landwirtschaftlicher Techniken und nachhaltiger Landnutzungsstrategien.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine erweiterte Literaturrecherche durchgeführt, die Enzyklopädien, historische Berichte von Augenzeugen sowie anthropologische und geographische Forschungsergebnisse kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Anbaumethoden (Mais, Bohnen, Kürbis), Techniken der Landschaftspflege (Brandrodung), Baumkultivierung (Pekanüsse) und Bewässerungssysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Landwirtschaft", "Ökosystemgestaltung", "Nachhaltigkeit" und die spezifischen Anbaumethoden wie "Three Sisters" oder "Slash-and-burn" definiert.

Inwiefern hat die indianische Anbaumethode den europäischen Siedlern geholfen?

Die Indianer gaben ihr Wissen über den Maisanbau und die Düngung an die Siedler weiter, was deren Überleben im harten Klima Neuenglands erst ermöglichte.

Welche Funktion hatten die "behüteten Büffelherden"?

Die Indianer steuerten durch kontrollierte Jagd und gezielte Lebensraumschaffung die Wanderungen der Bisons, um ihre Getreidefelder zu schützen und die Bestände nachhaltig zu regulieren.

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Details

Title
Die Indianer als Jäger und Sammler. Nur ein Stereotyp?
College
University of Passau
Author
Christina Drechsel (Author)
Publication Year
2012
Pages
26
Catalog Number
V306347
ISBN (eBook)
9783668048669
ISBN (Book)
9783668048676
Language
German
Tags
Indianer Jäger und Sammler Stereotypes Indianerbild
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Drechsel (Author), 2012, Die Indianer als Jäger und Sammler. Nur ein Stereotyp?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/306347
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