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Gefühle zeigen. Ursachen kulturell unterschiedlicher emotionaler Reaktionen

Die Fijianerin, die anfing zu weinen, als sie vom Zusammenleben in Deutschland hörte

Title: Gefühle zeigen. Ursachen kulturell unterschiedlicher emotionaler Reaktionen

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Lisa Marie Schmidt (Author)

Psychology - Social Psychology

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Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit hat zum Ziel, eine emotionale Situation zu analysieren, in der kulturelle Unterschiede eine Rolle spielen, sowie Ursachen dieser emotionalen Reaktion herauszuarbeiten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den drei Fragen „Bedeutet das Weinen für alle Kulturen das Gleiche?,“ „Kann man Emotionen erlernen?“ und „Was ist der entscheidende kulturelle Unterschied in der Erziehung von Emotionen?“.

Im Mai 2014 verließ ich für ein paar Wochen unsere bequeme und mir zur Genüge bekannte Gesellschaft und reiste ans andere Ende der Welt. Nach 35 Stunden in der
Luft oder in diversen Abflughallen unserer Erde betrat ich zum ersten Mal das Festland Fijis. Weitere fünf Stunden Bootsfahrt entfernt liegt Nanuya Lailai, eine der Fiji-Inseln
mit rund 60 Einwohnern auf 3 km², mitten in der Südsee. Das Leben ist sehr einfach, ohne fließend Wasser und Strom. Doch der wohl auffallendste Unterschied zu unserer
westlichen Kultur ist die beeindruckende Gemeinschaft der Menschen. Beim gemeinsamen Lagerfeuer tauschten wir uns aus. Die Fijianer waren sehr neugierig auf meine
Erzählungen aus der westlichen Welt. Doch als ich erzählte, dass ich meine Nachbarn im Mehrfamilienhaus in München nicht kenne, fing eine Frau plötzlich an zu weinen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Vorgehensweise

2. Emotion

2.1. Emotionen zeigen

2.1.1. Ekmans universale Emotion

2.1.2. Weitere Forschung

2.2. Emotionen erlernen

2.3. Kulturelle Unterschiede in der Erziehung

2.3.1. Kollektivistische vs. Individualistische Kulturen

2.3.2 Emotionale Entwicklung im Kulturvergleich

2.4. Zusammenhang

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für kulturell unterschiedliche emotionale Reaktionen, ausgehend von einer persönlichen Beobachtung auf den Fidschi-Inseln. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, warum das Ausdrucksverhalten von Emotionen kulturell variiert und wie soziale Umfelder sowie Erziehungsprozesse die emotionale Entwicklung prägen.

  • Analyse der Universalität von Emotionen (Ekmans Forschung)
  • Untersuchung der Erlernbarkeit emotionaler Reaktionen (Konditionierung)
  • Kontrastierung kollektivistischer und individualistischer Kulturmodelle
  • Einfluss der frühkindlichen Erziehung auf das Emotionskonzept
  • Zusammenführung der Erkenntnisse zur Erklärung soziokultureller Differenzen

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Ekmans universale Emotion

Der US-amerikanische Anthropologe und Psychologe, Paul Ekman erkannte früh, dass viele Informationen nonverbal durch Gestik und Mimik geäußert werden. Er beschäftigte sich intensiv mit der Frage, ob eine universale Mimik existiert. Zur weiteren Erforschung seiner Beobachtung reiste Ekman gemeinsam mit Wallace V. Friesen 1971 nach Neuguinea und beobachtete unter dem Titel „Constants across cultures in the face and emotion" das Volk der Fore, die in einem abgeschiedenen Bergdorf lebten.

Ziel der Feldstudie war es herauszufinden, ob universale Gesichtsausdrücke der Emotionen existieren. Um zu beweisen, dass primitive Kulturen, die nur minimalen Kontakt zur westlichen Welt haben, mit Gesichtsbewegungen die gleichen emotionalen Konzepte assoziieren wie westliche Kulturen, wurden den Fore Bilder von emotionalen Gesichtsausdrücken westlicher Menschen gezeigt. Diesen sollten die Fore einen Emotionsbegriff zuordnen. Diese Feldstudie scheiterte zunächst an der Sprachbarriere, da die Fore den westlichen Emotionsbegriff, beziehungsweise dessen Übersetzung, nicht zuordnen konnten. In einem zweiten Experiment wurden den Fore Geschichten erzählt. Anschließend sollten sie aus drei Gesichtsausdrücken einen auswählen, dass am besten zu der Erzählung passt. Die Ergebnisse beweisen die Hypothese, dass die Assoziation zwischen bestimmten Geschichtszügen und diskreten Emotionen universal, also unabhängig vom sozialen Umfeld ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Ausgangssituation eines Kulturaustausches auf den Fidschi-Inseln und definiert die Forschungsfragen zur Analysierbarkeit von Emotionen sowie deren kultureller Erziehung.

2. Emotion: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Mimik, die Konditionierbarkeit von Emotionen anhand klassischer Experimente und die soziokulturellen Unterschiede zwischen kollektivistischen und individualistischen Systemen.

3. Fazit: Das Fazit führt die Analysen zusammen und erklärt die beobachtete emotionale Reaktion der Fijianerin durch die hohe Bedeutung der sozialen Harmonie und Gemeinschaft in kollektivistischen Kulturen.

Schlüsselwörter

Sozialpsychologie, Emotionen, Kulturvergleich, Mimik, Paul Ekman, Konditionierung, kleiner Albert, kollektivistische Kulturen, individualistische Kulturen, Erziehung, soziale Identität, emotionale Entwicklung, Gruppenharmonie, Fidschi, Emotionspsychologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die soziokulturellen Ursachen für unterschiedliche emotionale Reaktionen und untersucht, warum Menschen in verschiedenen Kulturen Gefühle unterschiedlich zum Ausdruck bringen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Erforschung der universalen Mimik, der Erlernbarkeit von emotionalen Reaktionen durch Konditionierung und dem Einfluss kultureller Erziehungsmuster.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, eine spezifische Beobachtung auf den Fidschi-Inseln – das Weinen einer Frau bei der Erwähnung des isolierten Lebensstils in Deutschland – wissenschaftlich zu begründen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf die Analyse sozialpsychologischer Modelle und klassischer Experimente, wie die Studien von Paul Ekman und John B. Watson.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche "Emotionen zeigen", "Emotionen erlernen" sowie "Kulturelle Unterschiede in der Erziehung" und verknüpft diese in einem modellhaften Zusammenhang.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem kollektivistische vs. individualistische Kulturen, die globale Mimik und die funktionale Rolle des sozialen Umfelds für die Emotionsregulation.

Wie beeinflusst die Kultur das Erlernen von Emotionen laut der Autorin?

Die Kultur bestimmt durch die frühkindliche Erziehung, ob ein Individuum eher selbstbezogene oder personenbezogene Emotionen entwickelt und welchen Stellenwert die Harmonie innerhalb der Gruppe einnimmt.

Warum weinte die Fijianerin aus der Einleitung bei der Erzählung über München?

Die Tränen resultieren aus dem Verständnis der Fijianerin, dass der Verlust der sozialen Gemeinschaft, wie sie in individualistischen westlichen Kulturen vorkommt, mit dem Verlust der eigenen Existenzgrundlage gleichzusetzen ist.

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Details

Title
Gefühle zeigen. Ursachen kulturell unterschiedlicher emotionaler Reaktionen
Subtitle
Die Fijianerin, die anfing zu weinen, als sie vom Zusammenleben in Deutschland hörte
College
University of applied sciences, Munich
Course
Sozialpsychologie
Grade
1,7
Author
Lisa Marie Schmidt (Author)
Publication Year
2015
Pages
13
Catalog Number
V306321
ISBN (eBook)
9783668043459
ISBN (Book)
9783668043466
Language
German
Tags
Kulturelle Unterschiede Sozialpsychologie Gefühle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Marie Schmidt (Author), 2015, Gefühle zeigen. Ursachen kulturell unterschiedlicher emotionaler Reaktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/306321
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