Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Zur Shop-Startseite › Geschichte - Sonstiges

Historisches Lernen und neue Medien. Chancen, Grenzen und Perspektiven

Titel: Historisches Lernen und neue Medien. Chancen, Grenzen und Perspektiven

Hausarbeit , 2014 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Stielow (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die digitale Revolution hat unsere Gesellschaft tiefgehend verändert. Dies manifestiert sich auch - oder vor allem - in der Wissensaneignung. Geschichte wird nicht mehr ausschließlich in Sachbüchern, Klassenzimmern oder Museen vermittelt, sondern zunehmend im virtuellen Raum, im Internet. Begleitet wird diese Entwicklung von Zukunftspessimisten und -optimisten. „Kognitive Krise“ und „Digitale Demenz“ sind nur zwei Stichworte der Internetkritiker, die befürchten, dass die Internetuser aufhören würden, selbständig zu denken, wenn sie sich ins Datennetz einloggen und von den Informationen überflutet werden. Ihnen fällt es schwer, zu glauben, dass der Nutzer zwischen relevanten und irrelevanten Auskünften unterscheiden könne.

Auf der anderen Seite gibt es die Internetenthusiasten, die der Auffassung sind, dass sich mit dem world wide web ein alter Traum der Menschheit erfüllt habe: der Traum des universell verfügbaren Wissens auf Knopfdruck. Sie vergleichen die Internetverzeichnisse mit den Enzyklopädien des 18. Jahrhunderts mit dem Unterschied, dass das Internet tatsächlich das gesamte Wissen der Menschheit abbilde.

Am sinnvollsten ist es wohl, eine unpolemische Perspektive einzunehmen, will man den Wert des Internets für die Wissensgenerierung beurteilen. Eine komplette Ablehnung der neuen Technologien scheint ebenso wenig zweckmäßig wie der bedingungslose Glaube an sie. Fest steht jedenfalls, dass Historisches Lernen ohne Nutzung digitaler Medien nicht mehr vorstellbar ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtsvermittlung im Spannungsfeld zwischen Internet und Printprodukten

3. Google, Wikipedia, Facebook: Suchen, Finden und „Liken“ historischer Inhalte im Netz

4. Internetseiten mit historischen Inhalten

5. Von der analogen zur virtuellen Ausstellung: Museen und ihr Internetauftritt

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Chancen, Grenzen und Perspektiven historischen Lernens im Internet, indem sie die Auswirkungen digitaler Medien auf die Geschichtsvermittlung sowie die Qualität und Eignung verschiedener Online-Angebote analysiert.

  • Spannungsfeld zwischen Internet und traditionellen Printmedien
  • Rolle von Suchmaschinen und Social Media für historische Inhalte
  • Qualität historischer Informationen auf privaten Websites
  • Digitalisierung von Museen und virtuelle Ausstellungskonzepte
  • Notwendigkeit einer kritischen Quellenkompetenz im digitalen Zeitalter

Auszug aus dem Buch

3. Google, Wikipedia, Facebook: Suchen, Finden und „Liken“ historischer Inhalte im Netz

Doch wie kommt man als User überhaupt zu historischen Inhalten im schier endlosen WWW? Dem Nutzer steht zwar ein Zugang zu zahlreichen Informationen zur Verfügung, doch da das Internet grundsätzlich unstrukturiert ist, lässt sich eine klare Suchlogik schwer definieren. Die Suchvorgänge sind geprägt durch Zufälligkeit und individuelle Suchstrategien, die ein gewisses Vorwissen erfordern, um zum Erfolg zu kommen; ein Nachteil für historische Laien. Der erste Schritt bei der Internetrecherche läuft für gewöhnlich über die Suchmaschinen. Doch an dieser Stelle beginnt bereits das Problem. Die Eingabemaske der Suchmaschine – wobei es kaum eine Rolle spielt, für welche man sich entscheidet – kann verglichen werden mit einem „weißen Loch“, das den „Nutzern […] Zugang zum universellen Wissen [verspricht] und sich dabei wie ein Orakel verhält, das auf jede Frage eine Antwort zu geben vermag, die aber beim Fragenden oft mehr Verunsicherung als Gewissheit hervorruft.“

Ein weiteres Schlagwort zum Thema ist das sogenannte „Google-Syndrom“, das die diskursive Gleichsetzung von Information und Wissen beschreibt, also jedwede Genealogie von Wissen ausklammert. Das Google-Syndrom bezieht sich aber nicht nur auf den gesellschaftlichen Umgang mit Wissen, sondern auch auf die individuelle Erfahrungsebene. Mit Hilfe von Google lässt sich zu jedem Thema irgendetwas finden, was dem User durchaus das Gefühl von Allwissenheit vermitteln kann. Gleichzeitig bleibt immer der Verdacht, nicht alles zum Thema gefunden zu haben, was man hätte finden können, da die angezeigten Ergebnisse immer nur einen endlichen Ausschnitt aus dem unendlichen Wissensschatz des Internets aufzeigen. Ein weiteres Problem bei Google und anderen Suchmaschinen liegt in der Reihenfolge der angezeigten Ergebnisse. Studien haben ergeben, dass sich die Aufmerksamkeit der User auf die ersten drei Treffer konzentriert. Was danach im Ranking erscheint, wird deutlich seltener angeklickt, auf die zweite Seite der Trefferliste schaut kaum noch ein Nutzer. Mit dieser Ökonomie der Aufmerksamkeit entscheiden die Programmierer der Suchmaschinen letztendlich darüber, was wir an Content im Netz finden und was nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Geschichtsvermittlung durch die digitale Revolution und definiert vier Modi des historischen Lernens im Internet.

2. Geschichtsvermittlung im Spannungsfeld zwischen Internet und Printprodukten: Dieses Kapitel analysiert die technologischen und methodischen Unterschiede zwischen Online-Historiografie und dem traditionellen gedruckten Buch.

3. Google, Wikipedia, Facebook: Suchen, Finden und „Liken“ historischer Inhalte im Netz: Hier wird der kritische Umgang mit Suchmaschinen, der Online-Enzyklopädie Wikipedia und der flüchtigen Interaktionskultur in sozialen Netzwerken untersucht.

4. Internetseiten mit historischen Inhalten: Der Autor betrachtet die Vielfalt privat betriebener Websites und die damit verbundenen Risiken wie mangelnde wissenschaftliche Standards und revisionistische Tendenzen.

5. Von der analogen zur virtuellen Ausstellung: Museen und ihr Internetauftritt: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Museumskonzepte im Netz und hinterfragt, inwiefern digitale Auftritte den Bildungsauftrag erfüllen.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer gesteigerten Quellenkritik beim Nutzer sowie die Chancen der Digitalisierung für die Geschichtsdidaktik.

Schlüsselwörter

Historisches Lernen, Digitale Medien, Geschichtsvermittlung, Internet, Online-Enzyklopädie, Quellenkritik, Virtuelle Museen, Suchmaschinen, Webauftritte, Geschichtsdidaktik, Multiperspektivität, Wissensgenerierung, Digitale Revolution, Soziale Medien, Online-Historiografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie das Internet als Medium zur Vermittlung historischer Inhalte genutzt wird und welche Vor- sowie Nachteile sich daraus für historisches Lernen ergeben.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentrale Themen sind die Online-Historiografie, die Qualität privater Websites, die Rolle von Suchmaschinen, soziale Medien als Lernorte und die virtuelle Transformation von Museen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Chancen und Grenzen des Internets für die Geschichtswissenschaft aufzuzeigen und einen kritischen Blick auf die unreflektierte Nutzung digitaler Wissensquellen zu werfen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor führt eine Analyse verschiedener Online-Angebote durch (darunter Wikipedia und diverse Museums-Websites) und stützt sich dabei auf geschichtsdidaktische Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Online-Historiografie im Vergleich zu Print, die Recherchemechanismen in Suchmaschinen und sozialen Medien sowie die Analyse von Internetpräsenzen verschiedener Museen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich besonders durch Begriffe wie Geschichtsdidaktik, Quellenkritik, Multiperspektivität und virtuelle Ausstellungen charakterisieren.

Wie bewertet der Autor Wikipedia für historische Recherchen?

Der Autor sieht Wikipedia als einen Einstieg, der korrekte Fakten bieten kann, warnt aber gleichzeitig vor der autorlosen Textinformation und dem Fehlen einer übergeordneten, geprüften Erzählung.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Museen im Internet?

Museen nutzen ihr Potenzial im Netz oft noch zu wenig und konzentrieren sich teils primär darauf, den User in das reale Museum zu führen, statt das Internet als eigenständigen, multiperspektivischen Lernort auszubauen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Historisches Lernen und neue Medien. Chancen, Grenzen und Perspektiven
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meineke-Institut)
Note
1,7
Autor
Christian Stielow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V305296
ISBN (eBook)
9783668033665
ISBN (Buch)
9783668033672
Sprache
Deutsch
Schlagworte
historisches lernen medien chancen grenzen perspektiven
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Stielow (Autor:in), 2014, Historisches Lernen und neue Medien. Chancen, Grenzen und Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/305296
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  27  Seiten
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Zahlung & Versand
  • Über uns
  • Contact
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum