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Aggressionen und Gewalt an Schulen. Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Lehrer

Titel: Aggressionen und Gewalt an Schulen. Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Lehrer

Wissenschaftlicher Aufsatz , 1999 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Privatdozent Dr. Sven Schneider (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach derart schweren Gewaltakten wie den Morden in Meißen, Bad Reichenhall und Erfurt oder der Geiselnahme von Waiblingen sind selbst ernannte Experten nicht weit, die den Medien und der Öffentlichkeit „Ursachenforschung“ und „Patentrezepte“ präsentieren. Dies führte in der Vergangenheit einerseits zu einem unrealistischen Zerrbild der tatsächlichen Prävalenz von Gewalt- und Aggressionsformen an deutschen Schulen. Zum anderen behinderte es eine seriöse Ursachenforschung.

Zwar ist die Schule ein Lebensbereich, in dem Kinder und Jugendliche einen Großteil ihrer Sozialisationszeit verbringen. Merkmale der Institution Schule, wie Klassengröße, Erwartungsstrukturen (z.B. Versagensängste oder Leistungsdruck), Beziehungsmuster (z.B. Schüler-Schüler oder Lehrer-Schüler-Interaktionen), Unterrichtsqualität und Lernangebote bilden Rahmenbedingungen, die Aggressivität fördern oder mindern können. Dennoch bleibt festzuhalten, „dass die Anzahl der Risikofaktoren für die Entstehung von Gewalt in der Schule hoch ist, dass sie auf sehr verschiedenen Ebenen liegen und sowohl in außerschulischen Bereichen als auch in schulischen Strukturen wie Leistungsbewertung, Schulorganisation, Klima und personalen Beziehungen zu finden sind.“

Das Ziel des vorliegenden Beitrages ist, die derzeitige Gewaltdiskussion durch aktuelle empirische Daten zu bereichern. Dazu werden jüngst erhobene Täter- und Opferprävalenzen für unterschiedliche körperlich und verbale Gewaltformen präsentiert und der Einfluß personeller Opfer- und Tätereigenschaften gegen die Bedeutung der außerschulischen sozioökonomischen Umwelt abzugrenzen versucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Skizzierung des Forschungsstandes

3 Was kann ein Lehrer tun, um schulische Gewalt zu verhindern?

3.1 Bedingungsgefüge aggressiven Verhaltens und Maßnahmenkatalog

3.2 Explizite Regeln setzen

3.3 Monitoring

3.4 Konsistente Sanktionierung

3.5 Transparente und gerechte Chancenstruktur

3.6 Mehrjährige Nutzung von Klassenräumen und Ernstnehmen von Sitzordnungen

3.7 Vermeidung von Über- und Unterforderung

3.8 Aggression thematisieren

3.9 Verbesserung der Lehrerausbildung und Unterstützung durch Hilfsinstitutionen

3.10 Rekonstruktion sozialer Netzwerke

3.11 Beschädigungen in Schulgebäude sofort beheben

3.12 Weitere Maßnahmen

4 Schlußbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Entstehungsbedingungen aggressiven Verhaltens im schulischen Kontext systematisch zu beleuchten und auf Basis soziologischer sowie psychologischer Erkenntnisse praktikable, im Schulalltag einfach umsetzbare Strategien zur Prävention, Intervention und Kontrolle von Gewalt an Schulen aufzuzeigen.

  • Analyse der Entstehungsbedingungen und Ursachen schulischer Gewalt
  • Zusammenfassung des aktuellen soziologischen und psychologischen Forschungsstandes
  • Entwicklung eines praxisorientierten Maßnahmenkatalogs für Lehrkräfte
  • Darstellung von Ansätzen zur Gewaltprävention und -intervention auf Klassen- und Schulebene
  • Bedeutung der Lehrer-Schüler-Interaktion bei der Gewaltreduktion

Auszug aus dem Buch

Definition und Skizzierung des Forschungsstandes

Hurrelmann definiert schulische Gewalt als „das Spektrum von vorsätzlichen Angriffen und Übergriffen auf die körperliche, psychische und soziale Unversehrtheit, also Tätigkeiten und Handlungen, die physische und psychische Schmerzen oder Verletzungen bei Schülern und Lehrern innerhalb und außerhalb des Unterrichtsbetriebes zur Folge haben können. Gewalt an Schulen umfaßt auch Aktivitäten, die auf Beschädigung von Gegenständen im schulischen Raum gerichtet sind“ (Hurrelmann 1991, 103). Angesichts des hier vorliegenden Explanandums erscheint diese umfassende Gewaltdefinition als adäquat, da sie auch Beleidigungen, Intrigen und soziale Isolation impliziert. Trotzdem soll das in der Literatur kontrovers diskutierte Problem einer eindeutigen Abgrenzung samt der zahlreichen Klassifikationsansätze bspw. in offene und versteckte, feindselige, instrumentelle und affektive oder psychische und physische Gewalt nicht unerwähnt bleiben (Heckhausen 1980, 350, Miethling 1996, 19). Angesichts dieser Definitionsvielfalt und Begriffsunschärfe werden im folgenden - analog zu anderen Autoren - die Termini ‘Gewalt’ und ‘Aggression’ synonym verwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht anhand eines Fallbeispiels die Dringlichkeit des Themas schulische Gewalt und skizziert die Zielsetzung des Beitrags.

2 Definition und Skizzierung des Forschungsstandes: Dieses Kapitel liefert eine Begriffsbestimmung von Gewalt an Schulen und fasst den empirischen Forschungsstand hinsichtlich der Entwicklungstendenzen aggressiven Verhaltens bei Jugendlichen zusammen.

3 Was kann ein Lehrer tun, um schulische Gewalt zu verhindern?: Der Hauptteil bietet einen umfangreichen Katalog an praktischen Interventions- und Präventionsmaßnahmen, von der Etablierung klarer Regeln bis hin zur Verbesserung der Lehrerausbildung.

4 Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die aufgezeigten Maßnahmen als sinnvolles Bündel zu verstehen sind und betont die gesellschaftliche Mitverantwortung bei der Entstehung und Bekämpfung schulischer Gewalt.

Schlüsselwörter

Schulische Gewalt, Aggression, Gewaltprävention, Interventionsmaßnahmen, Lehrer-Schüler-Interaktion, Frustrations-Aggressions-Hypothese, Klassenführung, Sozialisation, Pädagogische Maßnahmen, Schulsozialarbeit, Konfliktmanagement, Soziale Netzwerke, Schulklima, Gewaltforschung, Verhaltensregeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Aggressionen und Gewalt an Schulen und untersucht, wie Lehrkräfte durch gezielte Präventions- und Interventionsmaßnahmen zur Eindämmung dieser Phänomene beitragen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Gewaltbegriffen, die Analyse der Ursachen von Aggressivität im schulischen Umfeld sowie die Darstellung konkreter Handlungsoptionen für das pädagogische Personal.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand mit der schulischen Praxis zu verknüpfen, um wirksame und im Alltag umsetzbare Strategien gegen Gewalt an Schulen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Aufarbeitung und Zusammenfassung soziologischer und psychologischer Erkenntnisse sowie die Auswertung relevanter Fachliteratur und empirischer Längsschnittstudien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil präsentiert einen konkreten Maßnahmenkatalog, der Themen wie das Setzen expliziter Regeln, Monitoring, konsistente Sanktionierung, die Gestaltung von Chancenstrukturen und die Verbesserung der Lehrerausbildung umfasst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schulische Gewalt, Aggression, Gewaltprävention, Interventionsmaßnahmen, Lehrer-Schüler-Interaktion und Verhaltensregeln charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Über- und Unterforderung für Lehrkräfte wichtig?

Die Arbeit identifiziert sowohl Über- als auch Unterforderung als chronische Frustrationsquellen, die statistisch hochsignifikant mit Aggression und Vandalismus korrelieren; ihre Vermeidung ist daher ein zentraler Baustein der Gewaltprävention.

Welche Rolle spielt das "Monitoring" bei der Gewaltprävention?

Monitoring bedeutet hier nicht Überwachung, sondern das ernsthafte Interesse der Lehrkraft am sozialen Umfeld der Schüler, um durch den Aufbau von Vertrauen vorschnelle Stigmatisierungen zu vermeiden und präventiv einwirken zu können.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Aggressionen und Gewalt an Schulen. Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Lehrer
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Erziehungswissenschaften und in einer Zeitschrift)
Veranstaltung
Entstehungsbedingungen von Gewalt
Note
1,3
Autor
Privatdozent Dr. Sven Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
15
Katalognummer
V305
ISBN (eBook)
9783638102223
ISBN (Buch)
9783638781145
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aggressionen Gewalt Schulen Präventions- Interventionsmaßnahmen Lehrer Entstehungsbedingungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Privatdozent Dr. Sven Schneider (Autor:in), 1999, Aggressionen und Gewalt an Schulen. Präventions- und Interventionsmaßnahmen für Lehrer, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/305
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Leseprobe aus  15  Seiten
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