Diese Arbeit wird zunächst Subventionen im Allgemeinen untersuchen und anschließend die öffentliche Subventionspolitik in Europa beleuchten. Um der Arbeit einen Rahmen zu setzen, wird der Fokus auf der Subventionspolitik, die sich simultan mit dem Prozess der Europäischen Einigung herausgebildet hat, liegen. Hier werden neben der Notwendigkeit dieser Subventionspolitik, auch deren Erfolge und Misserfolge beispielhaft untersucht.
Die Subventionspolitik der EU ist ein ausgezeichnetes Beispiel um Stärken der Union, aber auch Schwächen aufzuzeigen. Obwohl die EU prinzipiell eine restriktive Haltung gegenüber Beihilfen hat, muss es zahlreiche Gründe für das Bestehen von gewaltigen Subventionsmaßnahmen geben. Um dies zu thematisieren muss man die Wirkung von Subventionen näher untersuchen. Diese Untersuchung ist äußerst zwiespältige und reicht von dem Ricardianischen theoretischen Ansatz in seinem „Principles of Political Economy and Taxation“ (1817) bis hin zu heutigen, äußerst marknahen Aussagen.
So lässt sich z.B. eine Aussage von Hans Knürr, deutscher Topmanager und Vorstandsvorsitzender der Knürr AG, der da sagt: „Es hat sich schon der Spruch verbreitet, dass die einen die Subventionen hätten und die anderen die Märkte.“ anführen. Das Ziel dieser Arbeit soll eine fundierte Beurteilung der Entwicklung der öffentlichen Subventionspolitik in Europa sein.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Subvention
2.1. Definitionsansatz für Subventionen
2.2. Effekte von Subventionen
3. Subventionspolitik in Europa
3.1. Notwendigkeit einer gemeinsamen Subventionspolitik
3.2 Fakten der Entwicklung der Subventionspolitik
4. Beurteilung der Entwicklung der Subventionspolitik
4.1 ihre Autorität zu beweisen, oder ihre Machtlosigkeit.
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Entwicklung der öffentlichen Subventionspolitik in der Europäischen Union unter Berücksichtigung ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen sowie der Herausforderungen bei deren Regulierung und Kontrolle.
- Theoretische Grundlagen von Subventionen und deren Markteffekte
- Die ökonomische Notwendigkeit einer supranationalen Subventionskontrolle
- Historischer Verlauf und aktuelle Trends der Beihilfenpolitik in der EU
- Herausforderungen bei der Durchsetzung von Wettbewerbsregeln gegenüber Mitgliedsstaaten
Auszug aus dem Buch
2.2. Effekte von Subventionen
Grundsätzlich verfälschen Subventionen den Wettbewerb, verschaffen den Begünstigten einen unverdienten Kostenvorteil und stärken so die Position derer gegenüber anderen Wettbewerbern. Dennoch sind Subventionen eine der stärksten wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die einem Staat zur Verfügung stehen. Auf Grund der schnellen und flexiblen Anwendung werden Beihilfen oftmals zur Erreichung von Zielen verwendet. Bei dieser Zielerreichung durch Subventionen gibt es zwei Hauptbedenken: die Verzerrung des Handels und der Wirtschaft und die Subventionen als unfaire Handelspraktiken (Gumpolt 1995: 2). Nach der klassischen Freihandelstheorie lassen sich die Effekte von Beihilfen beispielhaft an einer Subventionierung der Produzenten darstellen (Abb. 1). Durch die Beihilfen verringert sich der Preis (P2 -> P1). Dies wirkt sich wiederum auf die Ressourcenallokation aus, da nun mehr von diesem Produkt hergestellt werden kann (Q2 -> Q1). Die Angebotskurve verschiebt sich und bildet ein neues Gleichgewicht mit der Nachfragekurve (P1/Q1). Dies hat allerdings Auswirkungen. Neben Wohlfahrtsverlusten (hier: das Dreieck P3/Q1; P2/Q2; P1/Q1) könnten nun auch wirtschaftlich arbeitende Unternehmen, durch den subventionierten Konkurrenten, einen Verlust erleiden, der bis hin zum erzwungenen Marktaustritt führen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel legt den Grundgedanken der EU-Subventionspolitik dar und definiert das Ziel der Arbeit, die öffentliche Subventionspolitik in Europa zu beurteilen.
2. Subvention: Hier werden theoretische Grundlagen zu Definitionen sowie die ökonomischen Wirkmechanismen und Verzerrungseffekte von Subventionen erörtert.
3. Subventionspolitik in Europa: Dieses Kapitel thematisiert die Notwendigkeit einer supranationalen Steuerung sowie die historische Entwicklung und Dynamik der EU-Beihilfenpolitik.
4. Beurteilung der Entwicklung der Subventionspolitik: Der abschließende Hauptteil bewertet die bisherigen Erfolge und Misserfolge der Kommission bei der Durchsetzung restriktiver Beihilfenregeln.
Schlüsselwörter
Subventionspolitik, Europäische Union, Beihilfen, Wettbewerbsverzerrung, Europäische Kommission, Handelshemmnisse, Marktversagen, Ressourcenallokation, Wirtschaftsrecht, Subventionskontrolle, Wettbewerbsfähigkeit, Regionalpolitik, Wohlfahrtsverlust.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und der regulatorischen Überwachung der öffentlichen Subventionspolitik innerhalb der Europäischen Union.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die ökonomische Definition von Subventionen, ihre wettbewerbsverzerrende Wirkung und die Bemühungen der EU, diese Beihilfen supranational zu steuern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine fundierte Beurteilung der Entwicklung der öffentlichen Subventionspolitik in Europa, insbesondere hinsichtlich ihrer Effektivität und Durchsetzungskraft.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse wirtschaftswissenschaftlicher Ansätze zur Subventionswirkung sowie auf die Auswertung von Rechtsgrundlagen und historischen Entwicklungsdaten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Wirkungen von Subventionen, die Notwendigkeit ihrer Kontrolle, den historischen Verlauf der EU-Politik und die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung durch die Kommission.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Subventionspolitik, Wettbewerbsverzerrung, EU-Beihilfenrecht, Marktversagen und Wettbewerbsfähigkeit.
Was bedeutet das "Gefangenendilemma" in diesem Kontext?
Es beschreibt die Situation, in der es für einzelne Staaten individuell rational erscheint zu subventionieren, was jedoch für das Gesamtsystem zu einem ineffizienten "Subventionswettlauf" führt.
Warum gibt es trotz der EU-weiten Verbote weiterhin zahlreiche Subventionen?
Subventionen werden oft als politisches Instrument zum Ausgleich regionaler Disparitäten, zur Förderung von Forschung und Entwicklung oder zur Korrektur von Marktversagen eingesetzt.
Welche Rolle spielt die Europäische Kommission?
Die Kommission fungiert als Kontrollinstanz, die die Beihilfenpolitik der Mitgliedsstaaten supranational überwacht und versucht, diese an den Grundsätzen des freien Gemeinsamen Marktes auszurichten.
Warum ist eine restriktive Subventionspolitik in der Praxis schwierig?
Die Durchsetzung wird durch Versuche der Mitgliedsstaaten, die Regeln zu umgehen, sowie durch neue Herausforderungen wie Finanzkrisen oder politische Sonderinteressen erschwert.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2008, Wie hat sich die öffentliche Subventionspolitik in Europa entwickelt?, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/304082