Die vorliegende Ausarbeitung zur mündlichen Examensprüfung zum Thema "Experten- bzw. Laienschaft in (telefonischen) Beratungsgesprächen" mit Angabe der Literaturliste umfasst folgende Schwerpunkte in Stichpunkten:
Wissenstransfer, Transferwissenschaft,
Charakteristika telefonischer Beratungsgespräche,
Rollenzuschreibung,
Kompetenz eines Beraters bzw. Experten,
Aspekte der Gesprächsanalyse (Sprecher vs. Hörer; Sprecherwechsel; Funktionen der Partikeln/ Abtönungspartikeln; Funktion verbalen/ nonverbalen Verhaltens).
Inhaltsverzeichnis
Wissenstransfer, Transferwissenschaft
Charakteristika telefonischer Beratungsgespräche
Die Muster BERATUNG und AUSKUNFT
Rollenzuschreibung
Feststellen von Kompetenz
Wann ist Beratungsgespräch erfolgreich?
Kompetenz eines Beraters bzw. Experten
Aspekte der Gesprächsanalyse (Sprecher vs. Hörer; Sprecherwechsel; Funktionen der Partikeln/ Abtönungspartikeln; Funktion verbalen/ nonverbalen Verhaltens)
Formen des Sprecherwechsels
Sprecherrolle und Aktivitäten
Hörerrolle und Aktivitäten
Funktion der Partikeln u.Abtönungspartikeln
Funktion nonverbalen Verhaltens
Hintergrundinfos zu KOMMUNIKATIVE GATTUNGEN (KG)
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die strukturellen und kommunikativen Merkmale von Beratungsgesprächen, insbesondere in ihrer telefonischen Form, und analysiert die dynamische Rollenverteilung zwischen Experten und Laien in dieser spezifischen Kommunikationsgattung.
- Wissenstransfer in einer Informationsgesellschaft
- Struktur und Ablauf telefonischer Beratungsgespräche
- Interaktive Rollenzuschreibung und Kompetenzfeststellung
- Methoden der Gesprächsanalyse und Interaktionssteuerung
Auszug aus dem Buch
Charakteristika telefonischer Beratungsgespräche
Beratungsgespräch: stellt eine spezifische kommunikative Gattung dar. Der Begriff „Kommunikative Gattung“ bezieht sich auf die Formen und Funktionen gesprochener Sprache. Unter dem Begriff sind bestimmte kommunikative Handlungsmuster zu verstehen, die sich durch spezifische strukturelle Merkmale von dem allg. Alltagsdiskurs unterscheiden. Komm. Gattungen haben einen jeweils eigenen Ablauf, der gesell. geprägt wird, d.h. sie lassen sich als historisch u. kulturell spezif. Sedimentierungen gesell. Problemlösungen verstehen. Sie sind rein mdl. Realisierungsformen, die an die jeweilige Situation gebunden sind. Handlungsabläufe der entsprechenden komm. Gattung sind verfestigt, d.h. dass sich die Handelnden an relativ verbindliche sprachl. Gestaltungsverfahren u. Kommunikationsmuster anlehnen -> dadurch sind die Sprecher kognitiv entlastet u. müssen nicht mehr in jeder Hinsicht spontan handeln. Das Wissen über komm. Gattungen ist eine Form des sprachl.-pragmatischen Wissens, mit dem bestimmte Erwartungshaltungen u. Rollenverteilungen verbunden sind.
Beratungsgespräch: stellt ein spezifisches interaktives Mittel zur Lösung von Sachproblemen dar. Anlass für ein Beratungsgespräch ist ein Defizit an Wissen o. Fertigkeiten auf Seiten des Ratsuchenden. Mit seinem Problem wendet er sich an einen Ratgebenden, der, nach Meinung des Ratsuchenden, in der Lage ist, das Problem zu lösen. Ziel: durch Interaktion soll der Ausgangszustand des Ratsuchenden (fehlendes Wissen) in einen Zielzustand am Ende des Gesprächs gebracht werden, durch den der Ratsuchende sein Problem lösen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
Wissenstransfer, Transferwissenschaft: Analysiert die Notwendigkeit von Wissen und Expertenberatung in der modernen Informationsgesellschaft.
Charakteristika telefonischer Beratungsgespräche: Definiert Beratungsgespräche als kommunikative Gattung und erläutert deren Ablauf sowie die Unterscheidung zwischen Beratung und Auskunft.
Rollenzuschreibung: Beschreibt, wie die Teilnehmer im Gesprächsverlauf die Rollen von Experte und Laie interaktiv aushandeln.
Feststellen von Kompetenz: Untersucht die notwendigen Mechanismen zur Überprüfung der Expertenrolle und die Rolle von Vertrauen im Beratungskontext.
Wann ist Beratungsgespräch erfolgreich?: Benennt die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Problemlösung im Beratungsgespräch.
Kompetenz eines Beraters bzw. Experten: Erörtert die Anforderungen an die Beraterkompetenz jenseits von reinem Fachwissen.
Aspekte der Gesprächsanalyse (Sprecher vs. Hörer; Sprecherwechsel; Funktionen der Partikeln/ Abtönungspartikeln; Funktion verbalen/ nonverbalen Verhaltens): Bietet einen linguistischen Überblick über die Struktur von Sprecherwechseln, Rückmeldeverhalten und die Verwendung von Partikeln.
Hintergrundinfos zu KOMMUNIKATIVE GATTUNGEN (KG): Bietet einen theoretischen Rahmen zur soziologischen Einordnung kommunikativer Gattungen.
Schlüsselwörter
Beratungsgespräch, Wissenstransfer, Kommunikative Gattung, Experte, Laie, Rollenzuschreibung, Kompetenzfeststellung, Gesprächsanalyse, Sprecherwechsel, Interaktion, Rückmeldeverhalten, Partikeln, Problemexploration, Telefonberatung, Fachwissen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Beratungsgespräch als spezifische kommunikative Gattung, wobei der Fokus auf den interaktiven Prozessen des Wissenstransfers zwischen Experten und Laien liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Charakteristika telefonischer Beratung, die Rollenverteilung zwischen den Gesprächspartnern, Methoden der Kompetenzprüfung und die sprachliche Organisation von Dialogen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die strukturellen und sprachlichen Bedingungen zu verstehen, die ein Beratungsgespräch erfolgreich machen, insbesondere unter den Bedingungen räumlicher Distanz.
Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?
Es werden methodische Ansätze der Gesprächsanalyse und der soziologischen Konversationsanalyse verwendet, um die Struktur von Sprecherwechseln und Handlungsmustern zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Aufgabenstruktur des Beratungsgesprächs, die Unterscheidung zwischen Beratung und Auskunft sowie die sprachlichen Mittel der Interaktionssteuerung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Wissenstransfer, Kommunikative Gattung, Rollenzuschreibung, Expertenkompetenz und Gesprächsanalyse.
Warum ist das Vertrauen für den Beratungsprozess so wichtig?
Da eine tiefgehende Kompetenzprüfung für Laien oft zu komplex ist, fungiert Vertrauen als funktionales Äquivalent, um den Beratungsprozess effizient zu gestalten.
Welche Besonderheiten ergeben sich beim telefonischen Beraten?
Durch den Wegfall visueller Informationen gewinnen auditive Elemente wie Prosodie, Sprechgeschwindigkeit und verbale Rückmeldesignale eine entscheidende Bedeutung für die Interaktion.
- Quote paper
- Milena Gutsch (Author), 2012, Experten- bzw. Laienschaft in telefonischen Beratungsgesprächen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/303598