Folgende Arbeit beginnt mit einer kurzen Einleitung, welche die Ausgangslage für das Aufkommen des Begriffes und Konzeptes "Smart City" kurz erläutert und die für diese Arbeit relevanten Forschungsfragen und die angewendete Methode beschreibt. Anschließend werden verschiedene Begriffsdefinitionen von "Smart City" genauer analysiert und versucht, zu anderen nachhaltigen Konzepten abzugrenzen. Weiters folgt eine aktuelle Darstellung, wie Städte aber auch verschiedene Rankings weltweit mit dem Konzept "Smart City" umgehen. Daraufhin werden diverse inhaltliche Mängel kritisch betrachtet und hinterfragt, wie "smart" eine "Smart City" wirklich ist. Abschließend werden im Fazit die Aufgabe und die Verantwortung der Raumplanung in Bezug zu diesem Konzept näher erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausganglage
1.2. Forschungsfragen und Methode
2. Begriffsdefinition
3. Abgrenzung zu anderen nachhaltigen Konzepten
4. Umgang mit dem Konzept
4.1 "Smart City" und seine Verwendung
4.2 Ansätze und Rankings
4.3 Grenzen und Probleme des Begriffs
5. Inhaltliche Mängel
6. Fazit: Relevanz für die Raumplanung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das "Smart City"-Konzept kritisch zu hinterfragen, dessen Definitionen zu analysieren, es von anderen nachhaltigen Stadtkonzepten abzugrenzen und die Rolle der Raumplanung im Kontext dieses technologisch geprägten Ansatzes zu beleuchten.
- Kritische Auseinandersetzung mit dem "Smart City"-Begriff und dessen Verwendung.
- Vergleich des "Smart City"-Konzepts mit anderen Ansätzen der nachhaltigen Stadtentwicklung.
- Analyse der globalen "Smart City"-Rankings und deren methodische Herausforderungen.
- Untersuchung inhaltlicher Mängel wie sozialer Segregation und technologischem Lock-in.
- Diskussion der Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten der Raumplanung.
Auszug aus dem Buch
4.3 Grenzen und Probleme des Begriffs
Wie bereits in Kapitel 2 erläutert, gibt es keine einheitliche Definition des Begriffs "Smart City". Aufgrund der uneindeutigen Definition kann der Begriff vielfältigen verwendet werden. Das macht es schwierig festzustellen, welche Inhalte unter dieser Bezeichnung zu verstehen sind und welche nicht Teil des Konzeptes sind. Smart Cities können nicht eindeutig an generellen Kritiken auf eine tatsächlich "smarte" Policy überprüft werden. Es besteht daher für jede beliebige Stadt die Möglichkeit, "Smart City" als Erweiterung des Städtenamens zu verwenden (vgl. WSTW 2011: 11). An keiner Aufsichtsstelle muss man sich dafür nicht rechtfertigen.
Dementsprechend wird "Smart", ähnlich beliebig wie der Begriff „Nachhaltigkeit" beinahe als "Hype" verwendet. Viele Städte gebrauchen diesen Begriff für die unterschiedlichsten Projekte und Aktivitäten, welche zum Teil auch nur in entferntester Weise mit intelligenten Technologien oder nachhaltigen Konzepten zu tun haben (vgl. Hollands 2008: 305; vgl. WSTW 2011: 46).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Entstehungsgeschichte der Arbeit ein, definiert die Ausgangslage für das "Smart City"-Konzept und formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie die methodische Herangehensweise.
2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden unterschiedliche Definitionen des "Smart City"-Begriffs untersucht, wobei die Vielfalt der Begriffsbestimmungen und die unterschiedlichen Schwerpunkte verschiedener Akteure verdeutlicht werden.
3. Abgrenzung zu anderen nachhaltigen Konzepten: Dieses Kapitel vergleicht das "Smart City"-Konzept mit anderen Ansätzen wie "Sustainable Cities", "Green Cities" oder "Ecocities", um Gemeinsamkeiten sowie die Alleinstellungsmerkmale von "Smart Cities" herauszuarbeiten.
4. Umgang mit dem Konzept: Hier wird analysiert, wie Städte das Konzept in der Praxis anwenden, und es erfolgt eine kritische Darstellung verschiedener globaler "Smart City"-Rankings sowie der Probleme bei der Begriffsverwendung.
5. Inhaltliche Mängel: Dieses Kapitel befasst sich mit kritischen Aspekten des Konzepts, darunter das Fehlen übergeordneter Gesamtkonzepte, soziale Segregation, technologische Lock-in-Effekte und die Problematik von Umweltverschmutzung durch IKT.
6. Fazit: Relevanz für die Raumplanung: Das Fazit reflektiert die Rolle der Raumplanung, unterstreicht die Notwendigkeit, Gemeinwohlinteressen gegenüber privaten Wirtschaftsinteressen zu wahren, und fasst die zentralen Kritikpunkte sowie Handlungserfordernisse zusammen.
Schlüsselwörter
Smart City, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit, IKT, Raumplanung, Stadtmarketing, soziale Segregation, technologische Infrastruktur, Urbanisierung, Rankings, Standortwettbewerb, Klimawandel, Lock-in-Effekt, geplante Obsoleszenz, Gemeinwohl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit bietet eine kritische Analyse des "Smart City"-Konzepts und untersucht, wie dieses in der modernen Stadtentwicklung angewendet wird, welche Chancen und Risiken es birgt und wie die Raumplanung darauf reagieren sollte.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Dokument?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Begriffs, den Vergleich mit anderen nachhaltigen Konzepten, die Analyse internationaler Rankings sowie die Untersuchung inhaltlicher Mängel wie Segregation und technologische Abhängigkeiten.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das primäre Ziel ist es, den "Smart City"-Begriff zu hinterfragen, die teils undurchsichtige Verwendung als Marketinginstrument aufzudecken und zu prüfen, inwieweit das Konzept tatsächlich zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beiträgt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Autorinnen nutzten eine ausführliche Literaturrecherche in Fachzeitschriften, wissenschaftlichen Berichten und Medienbeiträgen sowie eine Analyse von studentischen Abschlusspräsentationen der Technischen Universität Wien.
Welche inhaltlichen Mängel werden im Hauptteil diskutiert?
Der Hauptteil beleuchtet unter anderem das Fehlen integrativer Gesamtkonzepte, die Gefahr sozialer Segregation durch IKT-Investitionen, den Lock-in-Effekt bei technologischer Abhängigkeit sowie die Müllproblematik durch kurzlebige Elektronik.
Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Smart City, Raumplanung, soziale Segregation, technologische Infrastruktur, Standortwettbewerb und nachhaltige Stadtentwicklung charakterisiert.
Was bedeutet der "Lock-in-Effekt" im Kontext einer Smart City?
Dies beschreibt die zwanghafte Bindung einer Stadt an einen spezifischen Technologieanbieter, da Wechselkosten (z.B. für neue Software oder Infrastruktur) zu hoch wären, was den Spielraum für zukünftige Entwicklungen einschränken kann.
Welche Rolle spielt die Raumplanung in Bezug auf Smart Cities?
Die Raumplanung soll als Richtungsgeberin fungieren, um durch Richtlinien und Koordination sicherzustellen, dass nicht kurzfristige private Wirtschaftsinteressen, sondern das langfristige Gemeinwohl und die soziale Integration im Fokus der Stadtentwicklung stehen.
- Quote paper
- DI Manuela Stögerer (Author), Jaroslaw Müller (Author), Katharina Jutz (Author), 2013, Smart City. Kritische Analyse des Konzepts, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/302971