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Struktur und Grammatik der Gebärdensprache

Title: Struktur und Grammatik der Gebärdensprache

Term Paper , 2015 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hilal Akin (Author)

Speech Science / Linguistics

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Summary Excerpt Details

Eines der Grundbedürfnisse der Menschen ist die Kommunikation. Zum Stillen dieses Bedürfnisses entwickeln Menschen unterschiedliche Systeme, mit deren Hilfe sie sich untereinander verständigen können. Die Sprache gilt allgemein als ein zentrales Element der Kommunikation. Hörende nehmen die Sprache hauptsächlich über das Gehör wahr und Gehörlose über das Auge.
Für Gehörlose ist die visuelle Sprache, die Gebärdensprache, zentrales Medium zur Verständigung. Mit dieser können sie ihre Identität entfalten. Vor den sechziger Jahren war Gebärdensprache unerforschtes Gebiet und wurde als „Ansammlung globaler Gesten“ degradiert. In den vorangegangenen Jahrhunderten wurde sie vor allem unter philosophischen und pädagogischen Aspekten betrachtet. Der amerikanische Sprachwissenschaftler William C. Stokoe war der erste, der sich der Gebärdenkommunikation der Gehörlosen linguistisch gewidmet hat und er veröffentlichte 1965 die erste moderne linguistische Studie über Gebärdensprache.
Selbst unter den Gehörlosen war das Bild etabliert, dass Gebärdensprache nicht mit Lautsprache zu vergleichen sei und sie sich nicht zur abstrakten Kommunikation, die eine höhere Bildung verlangt, eigne. Nach Stokoe beschäftigten sich Ursula Bellugia und ihr Ehemann Edward Klima besonders mit der komplexen Struktur von Gebärdensprache. Als der Anfang in den USA gemacht war, folgten in den folgenden Jahren auch internationale Studien zu Gebärdensprache. Seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nimmt das Interesse zu. In Deutschland begann die Erforschung der Deutschen Gebärdensprache (DGS) in den achtziger Jahren. Daher ist die Gebärdensprachlinguistik ein noch junges und ausbaufähiges Forschungsgebiet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Gebärdensprache

3) Struktur und Grammatik der Gebärdensprache

3.1) Phonologie

3.1.1) Manuelle Komponente

3.1.2) Nonmanuelle Komponente

3.1.3) Orale Komponente

3.2) Morphologie

3.2.1) Inkorporation

3.2.2) Parallelisierung manueller und nonmanueller Informationen

3.2.3) Nomen, Adjektive, Verben

3.3) Syntax

3.4) Ikonizität

4) Vergleich von Lautsprache und Gebärdensprache

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende linguistische Fragestellung, ob die Gebärdensprache als eigenständiges Sprachsystem betrachtet werden kann oder ob sie in einer Abhängigkeit zur Lautsprache steht. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der spezifischen Struktur- und Grammatikmerkmale der Deutschen Gebärdensprache.

  • Phonologische, morphologische und syntaktische Ebenen der Gebärdensprache
  • Die Rolle der Mimik und nonmanueller Parameter in der Grammatik
  • Vergleich der Modalitäten von Laut- und Gebärdensprache
  • Die Bedeutung von Ikonizität innerhalb des Sprachsystems
  • Anerkennung der Gebärdensprache als vollwertige Sprache

Auszug aus dem Buch

3.1.1) Manuelle Komponente

Während den Anfängen der systematischen Gebärdensprachforschung wurden zuerst die Handzeichen untersucht. William C. Stokoe fand erstmals heraus, dass „jede Einzelgebärde aus simultan produzierten Einzelparametern“ besteht. Die wichtigsten Parameter sind Handform (HF), Handstellung (HS), Ausführungsstelle (AS) und Bewegung (B).

Als Handform wird sowohl die Position als auch die Stellung der Finger bezeichnet. Dabei wird die Berührung der einzelnen Finger und ihre Position zum Handballen beobachtet. Die Handform gilt als signifikantestes Merkmal der Gebärdensprache. Es gibt Gebärden mit unterschiedlichen Bedeutungen, die sich nur durch die Handform unterscheiden, wie bei dem Minimalpaar FRAGEN und SAGEN (vgl. Abb. 2).

In Abbildung 2 wird links die Beispielgebärde SAGEN veranschaulicht. Da ist die Handform eine Faust mit ausgestrecktem Zeigefinger und rechts in der Abbildung, bei der Gebärde FRAGEN, hat die Hand die sogenannte „F-Form“, entnommen vom Fingeralphabet (vgl. Abb. 1). Während Handstellung, Ausführungsstelle und Bewegung identisch sind unterscheiden sich beide Wörter nur in ihrer Form der Hand.

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Einführung in das Thema Kommunikation und die Entwicklung der Gebärdensprachlinguistik als Forschungsgebiet.

2) Gebärdensprache: Definition der Gebärdensprache als natürliche, visuell wahrnehmbare Sprache und Abgrenzung von alltäglichen Gesten sowie künstlichen Hilfsmitteln.

3) Struktur und Grammatik der Gebärdensprache: Detaillierte Untersuchung der sprachwissenschaftlichen Ebenen wie Phonologie, Morphologie, Syntax und Ikonizität.

4) Vergleich von Lautsprache und Gebärdensprache: Gegenüberstellung der beiden Modalitäten hinsichtlich ihrer sequentiellen versus simultanen Signalverarbeitung.

5) Fazit: Resümierende Betrachtung, die die Gebärdensprache als eigenständige, linguistisch strukturierte Sprache bestätigt.

Schlüsselwörter

Gebärdensprache, Deutsche Gebärdensprache, Linguistik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Ikonizität, Manuelle Komponente, Nonmanuelle Komponente, Gebärdenraum, Sprachwissenschaft, Kommunikation, Minimalpaare, Inkorporation, Gebärdensprachforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die linguistische Selbstständigkeit der Gebärdensprache unter besonderer Berücksichtigung ihrer grammatikalischen Struktur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Phonologie, Morphologie und Syntax der Gebärdensprache sowie dem Vergleich zum Lautsprache-System.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob die Gebärdensprache als eigenständige, regelgeleitete Sprache anerkannt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse bestehender linguistischer Fachliteratur und Forschungsergebnisse zur Gebärdensprachlinguistik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der phonologischen, morphologischen und syntaktischen Ebenen sowie eine Analyse der Ikonizität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DGS, Gebärdenraum, Phoneme, Inkorporation, Mimik, Modalitätsunterschiede und Sprachstatus.

Warum ist die Phonologie in der Gebärdensprache umstritten?

Da der Begriff "Phonologie" etymologisch vom griechischen Wort für "Laut" stammt, wurde lange diskutiert, ob dieser Terminus auf eine visuelle Sprache ohne akustische Laute anwendbar ist.

Welche Rolle spielt die Ikonizität in der Kommunikation?

Ikonizität ermöglicht, dass die Form einer Gebärde eine Beziehung zum begrifflichen Inhalt aufweist, stellt jedoch nur einen Teilbereich dar, da viele Gebärden arbiträr sind.

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Details

Title
Struktur und Grammatik der Gebärdensprache
College
RWTH Aachen University  (Linguistik)
Course
"Sprache als Medium"
Grade
2,0
Author
Hilal Akin (Author)
Publication Year
2015
Pages
27
Catalog Number
V302776
ISBN (eBook)
9783668010024
ISBN (Book)
9783668010031
Language
German
Tags
Gebärdensprache Sprachwissenschaft Phonologie Phonetik Morphologie Sprache
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hilal Akin (Author), 2015, Struktur und Grammatik der Gebärdensprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/302776
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