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Ethnisierende Differenzierung im Kindergartenalltag. Eine Untersuchung des Liedes "Wir fliegen um die ganze Welt"

Title: Ethnisierende Differenzierung im Kindergartenalltag. Eine Untersuchung des Liedes "Wir fliegen um die ganze Welt"

Term Paper , 2015 , 23 Pages

Autor:in: Hala Fattah Ahmad (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education

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Der zu behandelnde Text "Wir fliegen um die ganze Welt" ist ein Kinderlied aus dem Album "Turnen macht Spaß" von Volker Rosin, welches im Jahr 2003 erschienen ist. In der Produktinformation ist folgender Kommentar an die Gesellschaft gerichtet: Aber bei "Turnen macht Spaß" geht es nicht um Leistungsstreben, sondern, der Titel sagt es bereits, um Spaß, Ausgelassenheit und die Freude an der Bewegung. Ob im heimischen Kinderzimmer, beim Mutter-Kind-Turnen oder für sportliche Aktivitäten im Kindergarten - "Turnen macht Spaß" sorgt für den passenden Rhythmus.

Es geht also darum, dass Kinder während des Praktizierens von Sportübungen von dem Lied begleitet werden und dabei Freude und Ausgelassenheit empfinden sollen. Das ist die eine Betrachtungsweise, ein Kommentar im Internet regt zur einer weiteren Betrachtungsweise an: Diese Lieder sind pädagogisch sehr wertvoll und durchaus im Kindergarten brauchbar.
Dieser Kommentar lässt sich aus migrationspädagogischer Sichtweise erörtern.

In diesem Kontext sind die Cultural Studies in Betracht zu ziehen, aus denen heraus sich eine kritische Pädagogik entwickelt hat, welche sich für eine Demokratisierung der Lebensverhältnisse, insbesondere im Bildungswesen, und für eine gemeinschaftliche Gestaltung des öffentlichen Lebens einsetzt.
Dahingehend werden beispielsweise der Öffentlichkeit bekannte populäre Texte einer dekonstruktiven Analyse unterzogen. Dadurch sollen produktive Auseinandersetzungen im Unterricht angeregt werden und zu einer Erhöhung der Handlungsfähigkeit führen. Ziel ist es also, Ideologien, Botschaften und Werte in medialen Texten aufzudecken, um so der Manipulation ausweichen zu können sowie selbst erschaffene Identitäten und Widerstandsformen entwickeln zu können.
Cultural Studies beabsichtigen mit ihren Kompetenzen und dem Wissen, über das sie verfügen, dass Subjekte, die Umstände, in denen sie leben, besser nachvollziehen und ihnen bewusst wird, wie sie diese selbst mit erschaffen und umformen können.
In meiner Arbeit möchte ich herausfinden, auf welchen Ebenen Ethnizität produziert wird, dabei beschränke ich mich in der Analyse auf innerschulische Ursachen.
Anhand der von Diehm und Panagiotopoulou aufgeführten Sequenzen zum genannten Kinderlied in ihrem Werk Bildungsbedingungen in Migrationsgesellschaften möchte ich aus dem Blickwinkel der Ethnomethodologie und Performativität die Erzeugung von Ethnizität analysieren und interpretieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

2.1 Ethnomethodologische Perspektive

2.2 Performative Perspektive

2.3 Ethnisierende Differenzierung

3 Die Situation im Kindergarten

4 Analyse des Kinderliedes Wir fliegen um die ganze Welt (von Volker Rosin 2009)

4.1 Was wird den Kindern von den Erzieherinnen und dem Praktikanten aus ethnomethodologischer und performativer Sichtweise vermittelt, und wie wird dabei ethnisierende Differenzierung geschaffen?

5 Reflexion der Sequenzen unter Bezugnahme auf Rainer Winters Artikel cultural studies und Paul Mecherils Werk Migrationspädagogik

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Kinderlied "Wir fliegen um die ganze Welt" von Volker Rosin hinsichtlich der Produktion ethnisierender Differenzierungen im Kindergartenalltag. Mithilfe ethnomethodologischer und performativer Ansätze wird analysiert, wie durch pädagogisches Handeln, Sprache und körperliche Inszenierungen stereotype Bilder über verschiedene Nationen konstruiert und Hierarchien zwischen dem "Eigenen" und dem "Anderen" erzeugt werden.

  • Ethnomethodologische und performative Analyse der Interaktionen im Kindergarten
  • Konstruktion von Ethnizität und "Andersheit" durch Sprache und Gestik
  • Hierarchisierung von Nationen durch stereotype Repräsentationen
  • Rolle des pädagogischen Handelns in der Produktion sozialer Wirklichkeit
  • Reflexion der Ergebnisse im Kontext migrationspädagogischer Theorien

Auszug aus dem Buch

Sequenz 3

Als nächstes ertönt im Liedtext Wir fliegen jetzt nach Japan, nach Japan. Wir fliegen jetzt nach Japan, nach Japan.59 Die Kinder bewegen sich erneut mit ausgebreiteten Armen durch den Kreis, hinzu kommt, dass Angelika die Kinder auffordert: Alle nett lächeln!. 60 Diese Aufforderung impliziert, dass den Kindern vermittelt wird, alle in Japan lebenden Menschen lächelten stets nett. Dem japanischen Volk wird in diesem Moment eine Lebensgewohnheit etikettiert, wodurch zugleich ethnische Differenz produziert wird.

Im Weiteren ertönen einige Gongschläge, daraufhin sagt Angelika Will sil allel Japanel, will sil allel Japanel, will sil allel Japanel, will sil allel Japanel.61 Zunächst einmal wird erkennbar, dass die Erzieherin hier nicht, wie in der vorherigen Sequenz, die Landessprache Japanisch produziert. Es handelt sich um die Sprache Deutsch, die einen Wortlaut des Japanischen enthält, indem in deutschen Wörtern Konsonanten mit l oder ll ausgetauscht werden und so eine Vermischung beider Sprachen stattfindet. Dennoch überwiegt die deutsche Sprache anteilmäßig am Sprachmix, da die Sprache Deutsch als Basis verwendet und der Sprachmix durch den Austausch von Konsonanten erzeugt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt das Kinderlied vor und führt in die migrationspädagogische Fragestellung ein, wie durch mediale Texte und pädagogisches Handeln Ethnizität produziert wird.

2 Definition: Dieses Kapitel definiert die zentralen theoretischen Begriffe, insbesondere die ethnomethodologische und performative Perspektive sowie den Begriff der ethnisierenden Differenzierung.

3 Die Situation im Kindergarten: Hier wird der Rahmen der Untersuchung beschrieben, inklusive der beteiligten Personen und der räumlichen Gestaltung der Tanzaktivität.

4 Analyse des Kinderliedes Wir fliegen um die ganze Welt (von Volker Rosin 2009): Der Hauptteil analysiert fünf Sequenzen des Liedes und zeigt detailliert auf, wie durch Sprache und Tanz stereotype Identitäten für verschiedene Länder konstruiert werden.

5 Reflexion der Sequenzen unter Bezugnahme auf Rainer Winters Artikel cultural studies und Paul Mecherils Werk Migrationspädagogik: Dieses Kapitel kontextualisiert die Analyseergebnisse mit migrationspädagogischen Theorien und beleuchtet die Rolle des Schulsystems bei der Produktion von "Andersheit".

6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass pädagogisches Handeln unbeabsichtigt Ethnizität produzieren kann, und plädiert für eine stärkere Professionalisierung durch entsprechende Fortbildungen.

Schlüsselwörter

Ethnomethodologie, Performativität, ethnisierende Differenzierung, Migrationspädagogik, Cultural Studies, soziale Wirklichkeit, Andersheit, Stereotype, Kindergarten, pädagogisches Handeln, Macht, Diskriminierung, Identitätskonstruktion, Interaktion, Hierarchisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie in einem Kindergartenalltag anhand eines scheinbar harmlosen Kinderliedes durch pädagogisches Handeln ethnisierende Differenzierungen und stereotype Identitätszuschreibungen erzeugt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Analyse von Migrationsprozessen im Bildungswesen, die Konstruktion von sozialer Identität, rassistische Diskriminierungsmuster im Unterricht und die performative Erzeugung von Wirklichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die innerschulischen Ursachen für die Produktion von Ethnizität aufzudecken und zu zeigen, wie durch pädagogische Interaktionen "das Andere" konstruiert und hierarchisiert wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Analyse stützt sich auf die Ethnomethodologie zur Untersuchung alltäglicher Sinnstiftung sowie auf die performative Perspektive, um zu analysieren, wie Sprache und körperliche Inszenierungen soziale Realität aktiv hervorbringen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret thematisiert?

Im Hauptteil werden fünf Liedsequenzen analysiert, die sich auf Amerika, Russland, Japan, Österreich und Deutschland beziehen, um die spezifischen Mechanismen der ethnisierenden Differenzierung in jeder Sequenz freizulegen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die theoretische Basis?

Wichtige Begriffe sind die Ethnomethodologie nach Garfinkel, die Performativität nach Austin, sowie theoretische Ansätze von Paul Mecheril zur Migrationspädagogik und Rainer Winter zu den Cultural Studies.

Wie wird in der Arbeit das Thema der Sprachnachahmung im Beispiel Japan analysiert?

Die Arbeit kritisiert die bewusste sprachliche Verfremdung (Austausch von Konsonanten zu "l" oder "ll") und die dazugehörige mimische Darstellung als rassistische Diskriminierung, die Japan als Nation abwertet.

Welche besondere Rolle nimmt Deutschland in der Analyse ein?

Im Vergleich zu den anderen Ländern wird Deutschland in der Untersuchung als neutraler Ort ohne stereotype Tänze oder sprachliche Abwertungen dargestellt, was zur Konstruktion einer unhinterfragten Dominanz und Normalität beiträgt.

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Details

Title
Ethnisierende Differenzierung im Kindergartenalltag. Eine Untersuchung des Liedes "Wir fliegen um die ganze Welt"
Author
Hala Fattah Ahmad (Author)
Publication Year
2015
Pages
23
Catalog Number
V302724
ISBN (eBook)
9783668008489
ISBN (Book)
9783668008496
Language
German
Tags
ethnisierende differenzierung kindergartenalltag eine untersuchung liedes welt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hala Fattah Ahmad (Author), 2015, Ethnisierende Differenzierung im Kindergartenalltag. Eine Untersuchung des Liedes "Wir fliegen um die ganze Welt", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/302724
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