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Online-Konflikt-Resolution. Überlegung für eine Dispute Resolution bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet

Title: Online-Konflikt-Resolution. Überlegung für eine Dispute Resolution bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet

Seminar Paper , 2015 , 21 Pages

Autor:in: Hannah Sophie Lüdecke (Author), Jan-Niklas Till (Author)

Law - Media, Multimedia Law, Copyright

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Ob Max Mosley, Bettina Wulff oder Caroline von Monaco. Sie sind nur eine beispielhafte Aufzählung für Personen, die sich mit einer Persönlichkeitsrechtsverletzung konfrontiert sahen. Der „Tatort“ solcher Verletzungen liegt zunehmend in der digitalen Welt. Manch einer sieht dies als rechtsfreien Raum an, doch offensichtlich ist, dass auch hier Regeln gelten müssen.
Erst kürzlich sprach die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel davon, dass im Internet ähnliche Maßstäbe gelten müssten wie im realen Leben und die eigene Freiheit dort ende, wo die Freiheit des anderen verletzt sei. Somit stellt sich die Frage nach Regelungen, der Haftung für Verletzungen, aber vor allem nach Lösungsansätzen, um derartige Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet zu vermeiden und resultierende Konflikte zu schlichten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Das aktuelle Regelungsregime

I. Haftung eines Suchmaschinenbetreibers

1. Täterschaft und Teilnahme

2. Störerhaftung

3. Prüfungspflichten

C. Lösungsansätze

I. Außergerichtliche Einigungen

1. ADR-Richtlinie und ODR-Verordnung

2. Grundsätze des Verfahrens

3. Funktionsweise

4. CyberLaw und Cybercourts

II. Notice and take-down-Verfahren

1. Die Umsetzung in den USA

2. Das Verfahren in der EU und Kritik

III. Content ID YouTube

1. Funktionsweise

2. Probleme bei der Anwendbarkeit auf Google Search

IV. Soft Law

1. Definition

2. Mögliche Konzeptionisten

3. Bindungselement

4. Mögliches Konzept im Fall Google

D. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen durch Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet und bewertet verschiedene Lösungsansätze für eine außergerichtliche Streitbeilegung (Dispute Resolution). Dabei wird analysiert, inwieweit bestehende Haftungsregeln und Konzepte wie Soft Law oder technische Filtermechanismen dazu beitragen können, effektive und faire Konfliktlösungen außerhalb staatlicher Gerichte zu etablieren.

  • Aktuelles Haftungsregime für Suchmaschinenbetreiber
  • Methoden der außergerichtlichen Streitbeilegung (ADR/ODR)
  • Analyse technischer Abhilfeverfahren (Notice and Take-Down, Content ID)
  • Potenziale von Soft Law für eine effektive Online-Konfliktlösung
  • Entwurf eines Konzepts zur Streitbeilegung am Beispiel von Google

Auszug aus dem Buch

1. Täterschaft und Teilnahme

Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist verfassungsrechtlich abgesichert durch Art. 5 GG, der nicht nur das Thema der Äußerung an sich, sondern auch dessen Form schützt. Eine Beschränkung dieser Grundrechte kann auch nicht aus Art. 10 II EGMR abgeleitet werden. Allgemein kann man sagen, dass im Konfliktfall die Interessen abgewogen werden müssen. Die Grenze der Meinungsfreiheit bildet zumindest die Intimsphäre des Betroffenen sowie die Schmähkritik und Tatsachenbehauptungen, die zum Zeitpunkt der Äußerung bereits erwiesen unwahr sind. Die Formen von Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet sind vielfältig. Beispielsweise durch die Veröffentlichung von Daten, Infektion des Computers mit einem Internetvirus oder die Verletzung am eigenen Bild nach §§ 22 ff. KUG. Provider, die einen Suchdienst anbieten, sind nicht selbst Urheber dieser Rechtsverletzungen, sondern stellen die automatisch generierten Inhalte den Nutzern lediglich zur Verfügung. Es liegt kein eigenes Begehen vor, womit eine täterschaftliche Haftung nicht in Betracht kommt. Grundsätzlich sind Suchmaschinenbetreiber nach § 10 TMG haftungsprivilegiert. Demnach sind sie nicht für fremde Informationen verantwortlich, sofern sie keine Kenntnis der darin beinhalteten rechtswidrigen Inhalte haben und sie unverzüglich tätig werden, wenn sie Kenntnis dergleichen erlangen.

Als Täter haftet man nur für eigene Inhalte oder solche, die man sich zu eigen gemacht hat, d.h. sich mit ihnen identifiziert. Außerdem kann eine Haftung in Betracht kommen, wenn mögliche und zumutbare Prüfungspflichten verletzt wurden, oder die Rechtsverletzung nach Kenntniserlangung nicht unverzüglich beseitigt wird. Eine Mittäterschaft ist nur anzunehmen, wenn eine gemeinschaftliche Begehung vorliegt. Auch hier müsste der Provider zumindest Kenntnis von und den Willen zur Rechtsverletzung haben. Suchmaschinen haben die Absicht Informationen für die Öffentlichkeit bereitzustellen, nicht aber rechtsverletzende Inhalte. In Betracht kommt daher meistens, wenn überhaupt, eine Haftung als mittelbarer Verletzer.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Persönlichkeitsrechtsverletzungen im digitalen Raum ein und stellt die Relevanz der Suche nach außergerichtlichen Lösungsansätzen heraus.

B. Das aktuelle Regelungsregime: Dieses Kapitel analysiert die bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen der Haftung von Suchmaschinenbetreibern, einschließlich der Täterschaft, Störerhaftung und der Prüfungspflichten.

C. Lösungsansätze: Hier werden verschiedene Strategien zur Konfliktbewältigung diskutiert, von der außergerichtlichen Streitbeilegung über Notice-and-Take-Down-Verfahren bis hin zur technischen Content-ID und der Anwendung von Soft Law.

D. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass angesichts der Überforderung nationaler Rechtssysteme schnelle, kostengünstige und durch einen Kodex gestützte Online-Verfahren zur Streitbeilegung essenziell sind.

Schlüsselwörter

Persönlichkeitsrechtsverletzung, Online-Konfliktlösung, Suchmaschinenhaftung, Störerhaftung, Notice and Take-Down, ADR-Richtlinie, ODR-Verordnung, Soft Law, Streitbeilegung, Internetrecht, Mediation, Content ID, Rechtsdurchsetzung, Providerhaftung, Digitales Recht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Problematik von Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet und den Möglichkeiten, Konflikte effizient und außergerichtlich zu lösen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themen sind die Haftung von Suchmaschinenbetreibern, die EU-Regulierungen zur Online-Streitbeilegung sowie technische und regulatorische Abhilfeverfahren wie Notice-and-Take-Down.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Lösungsansätze für eine schnelle Dispute Resolution zu identifizieren, die den Besonderheiten des Internets gerecht werden und gleichzeitig die Rechtssicherheit für alle Beteiligten erhöhen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit stützt sich auf eine juristische Analyse der geltenden Gesetze, Richtlinien und Rechtsprechung, ergänzt durch die Untersuchung von Konzepten der außergerichtlichen Streitbeilegung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das aktuelle Haftungsregime, diskutiert verschiedene Streitbeilegungsmechanismen (ADR/ODR, NTD, Content ID) und entwickelt ein Modell, wie Soft Law zur freiwilligen Selbstbindung von Unternehmen beitragen kann.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Online-Konfliktlösung, Störerhaftung, Soft Law, Persönlichkeitsrecht und Streitbeilegung.

Warum ist die Anwendung der YouTube Content-ID auf Google Search problematisch?

Die Übertragung ist aufgrund des deutlich größeren Datenvolumens, der Komplexität von Suchergebnissen und der Schwierigkeit, eine automatisierte Abwägung zwischen zulässiger Meinungsäußerung und Rechtsverletzung vorzunehmen, mit erheblichen Hürden verbunden.

Welchen Vorteil bietet das Konzept der Selbstbindung durch Soft Law?

Soft Law ermöglicht Unternehmen, flexibler auf Konflikte zu reagieren und mehr Einfluss auf die Streitschlichtung zu nehmen, während gleichzeitig eine mittelbare rechtliche Bindung erzeugt wird, die für Rechtssicherheit sorgt.

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Details

Title
Online-Konflikt-Resolution. Überlegung für eine Dispute Resolution bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet
College
University of Bayreuth  (Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften)
Course
Seminar Google Challenge
Authors
Hannah Sophie Lüdecke (Author), Jan-Niklas Till (Author)
Publication Year
2015
Pages
21
Catalog Number
V302596
ISBN (eBook)
9783668009530
ISBN (Book)
9783668009547
Language
German
Tags
Google Persönlichkeitsrechte Online Konfliktlösung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannah Sophie Lüdecke (Author), Jan-Niklas Till (Author), 2015, Online-Konflikt-Resolution. Überlegung für eine Dispute Resolution bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/302596
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