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Die Anwendbarkeit Lessings Hamburgischer Dramaturgie auf die Konzeption der Charaktere in "Emilia Galotti"

Title: Die Anwendbarkeit Lessings Hamburgischer Dramaturgie auf die Konzeption der Charaktere in "Emilia Galotti"

Term Paper , 2015 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Valerie Till (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendbarkeit der Hamburgischen Dramaturgie von Lessing auf sein wenige Jahre später verfasstes Drama "Emilia Galotti".
Zunächst werden die Aussagen der Hamburgischen Dramaturgie bezüglich der Charaktere einer Tragödie und ihrer Wirkung auf den Zuschauer vorgestellt. Anschließend wird die Umsetzung dieser Maßstäbe anhand des Dramas "Emilia Galotti" geprüft. Hierfür werden ausgewählte Figuren analysiert.
Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet und Sekundärliteratur hinsichtlich der Rezeption des Stücks hinzugezogen. Es soll versucht werden, zu klären, inwieweit sich die von Lessing hergeleiteten Grundsätze in den Charakteren des Dramas "Emilia Galotti" wiederfinden lassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Hamburgische Dramaturgie

3. Emilia Galotti

3.1 Emilia Galotti

3.2 Odoardo Galotti

3.3 Hettore Gonzaga, Prinz von Gustalla

3.4 Marinelli

4. Auswertung

4.1 Wirkungsgeschichte

4.2 Die Anwendbarkeit der Hamburgischen Dramaturgie

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische Anwendbarkeit der „Hamburgischen Dramaturgie“ von Gotthold Ephraim Lessing auf sein später verfasstes Drama „Emilia Galotti“. Ziel ist es zu klären, inwieweit Lessings postuliertes Modell der Charakterkonzeption und die intendierte Zuschauerwirkung (Mitleid und Furcht) in der praktischen Umsetzung des Trauerspiels nachweisbar sind.

  • Analyse der lessingschen Dramentheorie bezüglich Charakterzeichnung und Katharsis.
  • Untersuchung der Figuren Emilia Galotti, Odoardo Galotti, Prinz Hettore Gonzaga und Marinelli.
  • Überprüfung der Wirksamkeit des Konzepts von Mitleid und Furcht im Hinblick auf das Publikum.
  • Diskussion der Diskrepanz zwischen theoretischem Anspruch und dramatischer Ausführung.
  • Einordnung des Stückes in seinen zeitgenössischen und rezeptionsgeschichtlichen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.1 Emilia Galotti

Die Figur der Emilia Galotti wird von Lessing zu Beginn des Dramas als tugendhafte, ängstliche junge Frau charakterisiert. Nachdem sie in der Kirche durch den Prinzen bedrängt wurde, stürzt sie „in einer ängstlichen Verwirrung herein“ und erzählt fassungslos vom Geständnis des Prinzen als sei dies ein Verbrechen gewesen. Da Emilia scheinbar sehr religiös erzogen wurde, ist ihr der Gang in die Kirche heilig und darf durch Nichts und Niemanden gestört werden. Diese Darstellung der Emilia steht im Widerspruch zur Hamburgischen Dramaturgie, in der Lessing den völlig tugendhaften Charakter ablehnte. Den Zuschauer würde diese anfängliche Figurenzeichnung nicht dazu bringen, sich mit Emilia zu identifizieren, da sie nur diese eine, sittliche Seite von sich zeigt, die dem Zuschauer nicht unbedingt gleicht.

Gegenüber ihrem Verlobten, dem Grafen Appiani, verhält sich Emilia jedoch nicht ängstlich, sondern freut sich über dessen Erscheinen und auf die bevorstehende Hochzeit. Es besteht eindeutig eine Verbundenheit zwischen den beiden, ob es sich dennoch um eine arrangierte Ehe handelt, die auf Freundschaft basiert, oder die beiden ineinander verliebt sind, ist eine Frage der Interpretation. Die folgende Szene spricht beispielsweise für eine tiefe Vertrautheit, da Emilia dem Grafen gegenüber immer ehrlich sein möchte:

„Emilia. Der Graf muss das wissen. Ihm muss ich es sagen. [...] Ich dächte doch, ich behielte lieber vor ihm nichts auf dem Herzen. Claudia. Schwachheit! Verliebte Schwachheit! [...]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob sich Lessings dramentheoretische Grundsätze in seinem Drama „Emilia Galotti“ wiederfinden lassen.

2. Die Hamburgische Dramaturgie: Dieses Kapitel erläutert Lessings Verständnis von Mitleid, Furcht und der Katharsis sowie seine Forderungen an die Charakterdarstellung.

3. Emilia Galotti: Eine detaillierte Analyse der zentralen Figuren Emilia, Odoardo, dem Prinzen und Marinelli im Hinblick auf deren Charakterkonzeption.

3.1 Emilia Galotti: Die Untersuchung beleuchtet die Entwicklung der Protagonistin von einer tugendhaften, passiven Figur zu einer handlungsfähigen Heldin.

3.2 Odoardo Galotti: Es wird die Veränderung des Vaters von einem fürsorglichen, passiven Mann zu einem aktiven Verteidiger der Familienehre analysiert.

3.3 Hettore Gonzaga, Prinz von Gustalla: Die Analyse zeigt den Prinzen als leidenschaftlichen, sprunghaften Herrscher mit Schwächen, der jedoch nicht als reiner Bösewicht agiert.

3.4 Marinelli: Das Kapitel beschreibt den Kammerherrn als Intriganten, der die Schwächen des Prinzen ausnutzt, um das Geschehen zu manipulieren.

4. Auswertung: Die Ergebnisse der Figurenanalysen werden mit der Rezeptionsgeschichte des Werkes und wissenschaftlicher Sekundärliteratur verknüpft.

4.1 Wirkungsgeschichte: Dieser Abschnitt thematisiert die Rezeption des Dramas und die Diskrepanz zwischen Lessings Wirkungsabsicht und dem zeitgenössischen Publikumsverständnis.

4.2 Die Anwendbarkeit der Hamburgischen Dramaturgie: Die Diskussion klärt, ob Lessings theoretische Schrift als verbindliches Regelwerk für sein Drama betrachtet werden kann.

5. Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass sich trotz historischer Zweifel wesentliche Grundzüge der Charaktertheorie in „Emilia Galotti“ nachweisen lassen.

Schlüsselwörter

Gotthold Ephraim Lessing, Hamburgische Dramaturgie, Emilia Galotti, Charakterkonzeption, Mitleid, Furcht, Katharsis, Trauerspiel, Aufklärung, Figurenzeichnung, Wirkungsabsicht, Theaterwissenschaft, Dramentheorie, Literaturanalyse, Rezeptionsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der dramentheoretischen Schrift „Hamburgische Dramaturgie“ und Lessings praktischer Anwendung in seinem Trauerspiel „Emilia Galotti“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Mitleid und Furcht, die Anforderungen an natürliche Charakterzeichnungen sowie die Analyse der zentralen Figuren des Stücks.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, inwieweit die theoretischen Grundsätze Lessings in der Charakterkonzeption und der beabsichtigten Zuschauerwirkung in „Emilia Galotti“ tatsächlich wiederzufinden sind.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext mit der theoretischen Schrift vergleicht und unter Einbeziehung von Sekundärliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Figurenkonstellation (Emilia, Odoardo, Prinz, Marinelli) und prüft, ob deren Darstellung Lessings Anforderungen an ein wirkungsvolles Trauerspiel erfüllt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Lessing, Hamburgische Dramaturgie, Emilia Galotti, Mitleid, Furcht, Charakterkonzeption und Katharsis.

Inwiefern beeinflusst die "Passivität" des Prinzen die Handlung?

Die Passivität des Prinzen führt dazu, dass er die Kontrolle an Marinelli abgibt, wodurch erst die bösartige Intrige ermöglicht wird, die das tragische Ende einleitet.

Warum wird Emilias anfängliche Passivität als problematisch für die Theorie angesehen?

Laut der Dramentheorie soll sich der Zuschauer mit den Charakteren identifizieren; Emilias anfängliche Naivität und passive Haltung erschweren jedoch eine solche Identifikation im Sinne Lessings.

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Details

Title
Die Anwendbarkeit Lessings Hamburgischer Dramaturgie auf die Konzeption der Charaktere in "Emilia Galotti"
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
1,3
Author
Valerie Till (Author)
Publication Year
2015
Pages
16
Catalog Number
V302176
ISBN (eBook)
9783668008700
ISBN (Book)
9783668008717
Language
German
Tags
anwendbarkeit lessings hamburgischer dramaturgie konzeption charaktere emilia galotti
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Valerie Till (Author), 2015, Die Anwendbarkeit Lessings Hamburgischer Dramaturgie auf die Konzeption der Charaktere in "Emilia Galotti", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/302176
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