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"Corporate Downsizing" aus der Sicht der deontologischen Theorie nach Rawls und Kant

Welche moralische Bedeutung hat der Einzelne in der Unternehmensentscheidung?

Title: "Corporate Downsizing" aus der Sicht der deontologischen Theorie nach Rawls und Kant

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics

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Summary Excerpt Details

„Aus betriebswirtschaftlicher Sicht steht das Potential und nicht die Person des betroffenen Arbeitnehmers im Vordergrund“.

Dieses Zitat scheint die radikal wirtschaftliche Seite des Corporate Downsizings – des umfangreichen Stellenabbaus zur Profitsteigerung – gut zusammenzufassen.
Doch wie sieht die moralische Sicht auf diese Problematik aus?
Und vor allem: Wie können die wirtschaftliche und die moralische Sicht, wenn sie sich als unterschiedlich herausstellen sollten, im Sinne der Unternehmensethik vereinbart werden?

Um diesen Fragen zu klären, wird in der Arbeit ein genereller Überblick über wichtige ethische und unternehmensethische Ansätze gegeben, die dann auf die Praxis des Corporate Downsizings angewendet werden. Die Arbeit schließt mit einem konkreten Praxisbeispiel aus dem Unternehmen VW.

Der aktuelle Stand der Diskussion hat verschiedene Argumente für und wider das "Downsizing" gefunden. Die wichtigsten Ansätze, die sich herauskristallisieren, lassen sich dem Utilitarismus, dem libertären Gedanken und der Deontologie nach Rawls und Kant zuordnen.

Es werden zunächst alle Ansätze kurz beschrieben, der Fokus dieser Arbeit liegt jedoch aus zwei Gründen auf der deontologischen Theorie.

Zum einen ist der Ansatz in der vorhandenen Literatur noch relativ wenig beschrieben. Zum anderen ist er meiner Meinung nach gerade in diesem Sachverhalt von großer Bedeutung: Es handelt sich hier um ein Dilemma, bei dem in besonderem Maße zum Nutzen einiger ein großer persönlicher Schaden für wenige Individuen entsteht, die ihre größte Berücksichtigung in der deontologischen Ethik finden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Corporate Downsizing

3. Stand der Diskussion

3.1) Utilitarismus

3.1.1) Theorie

3.1.2) Anwendung

3.2) Libertärer Gedanke

3.2.1) Theorie

3.2.2) Anwendung

4. Deontologie

4.1) Gerechtigkeit nach John Rawls

4.1.1) Theorie

4.1.2) Anwendung 1: Intuition der Fairness

4.1.3) Anwendung 2: Zwei Prinzipien der Gerechtigkeit

4.2) Die Würde des Menschen nach Kant

4.2.1) Theorie

4.2.2) Anwendung 1: Universalisierungstest

4.2.3) Anwendung 2: Zweckformel

4.2.4) Case study: Volkswagen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Vertretbarkeit von Corporate Downsizing, um die moralische Bedeutung des Einzelnen innerhalb unternehmerischer Entscheidungsprozesse zu beleuchten.

  • Ethische Beurteilung von Stellenabbau aus Sicht des Utilitarismus
  • Libertäre Perspektive auf Eigentumsrechte und Downsizing
  • Anwendung der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls
  • Ethische Analyse mittels Kants Kategorischem Imperativ und Zweckformel
  • Praxisbeispiele zur alternativen Gestaltung von Personalmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

4.2.3) Anwendung 2: Zweckformel

Es wird die Zweckformel der Form „Handle so, daß du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden andern, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.“ verwendet.

Einen Menschen als Zweck zu betrachten, bedeutet laut Kant, ihm einen Wert an sich, unabhängig seiner Nützlichkeit als Mittel, beizumessen, und diesen Wert zu achten. Um die Formel auf das Downsizing anzuwenden, kann an dieser Stelle noch einmal auf das Eingangszitat verwiesen werden: „Aus betriebswirtschaftlicher Sicht steht das Potential und nicht die Person des betroffenen Arbeitnehmers im Vordergrund“ (Marr, S.7).

Dieser Satz ist die genaue Entsprechung dessen, was die Zweckformel vermeiden möchte. Umformuliert könnte man sagen: Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist der Mensch zunächst Mittel und erst an späterer Stelle Zweck. Diese harte Einschätzung scheint im Fall des Downsizings teilweise Anwendung zu finden. Der Arbeitnehmer wird als Mittel zur Unternehmensgewinnsteigerung in die Bilanz aufgenommen und von dort als unnötiges Mittel wieder entfernt. Er hat in diesem hart rechnerischen Umfeld, das die Unternehmensführung teilweise prägt, einen Zahlenwert ebenso wie andere, nicht rationale Ressourcen.

Die Betriebswirtschaftslehre muss sich natürlich auf rechnerische Systeme, auch in Bezug auf Humanressourcen, stützen, um funktionieren zu können. Dies widerspricht auch Kants Grundsätzen nicht, denn die Zweckformel verbietet nicht, den Menschen als Mittel zu gebrauchen. Das moralische Problem liegt darin, den Menschen nur als Mittel zu gebrauchen. Er muss, um der Zweckformel zu genügen, immer auch als Zweck gesehen werden. Es wäre also unmoralisch, den Arbeiter, der der Profitsteigerung des Unternehmens dient, im gleichen Sinne als Mittel zu behandeln wie eine Maschine. Er muss zusätzlich noch als Zweck an sich, unabhängig seiner Funktion für das Unternehmen, gesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die moralische Problematik des Stellenabbaus ein und begründet den Fokus auf die deontologische Theorie nach Rawls und Kant.

2. Definition Corporate Downsizing: Dieses Kapitel definiert Corporate Downsizing als das Entlassen von Arbeitnehmern zur Profitsteigerung und grenzt dies von mangelnder individueller Arbeitsleistung ab.

3. Stand der Diskussion: Hier werden der Utilitarismus und der libertäre Gedanke als ethische Bewertungsgrundlagen erläutert und kritisch auf das Downsizing angewendet.

4. Deontologie: Das Hauptkapitel analysiert das Downsizing tiefgehend mithilfe der Gerechtigkeitstheorie von Rawls sowie Kants Kategorischem Imperativ und diskutiert ein Praxisbeispiel.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Downsizing ethisch kritisch zu betrachten ist und nach Möglichkeiten zur Wahrung der Arbeitnehmerwürde gesucht werden sollte.

Schlüsselwörter

Corporate Downsizing, Unternehmensethik, Utilitarismus, Libertarismus, Deontologie, John Rawls, Immanuel Kant, Kategorischer Imperativ, Zweckformel, Gerechtigkeit, Profitmaximierung, Arbeitnehmerrechte, Würde des Menschen, Managemententscheidungen, Stellenabbau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die moralische Dimension von Corporate Downsizing, also den massenhaften Stellenabbau zur Profitsteigerung, und fragt nach der ethischen Bedeutung des Einzelnen in diesem Prozess.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Praxis mit der Moralphilosophie, insbesondere durch die Auseinandersetzung mit utilitaristischen, libertären und deontologischen Ansätzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, einen moralischen Rahmen für die ethische Beurteilung von Downsizing-Maßnahmen zu schaffen und Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen ökonomische Notwendigkeiten mit der Achtung der menschlichen Würde vereinbaren können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse und Anwendung ethischer Konzepte von Rawls und Kant sowie auf die Untersuchung von Praxisbeispielen wie Volkswagen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der vertieften Analyse mittels deontologischer Theorien, der Untersuchung von Fairness-Prinzipien und der Anwendung von Kants Zweckformel auf reale Unternehmensentscheidungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Corporate Downsizing, Deontologie, Gerechtigkeit, Zweckformel und Unternehmensethik geprägt.

Wie bewertet die Arbeit den libertären Ansatz zum Stellenabbau?

Der libertäre Ansatz betrachtet Downsizing tendenziell als unproblematisch, da hierbei primär Eigentumsrechte der Shareholder und die unternehmerische Freiheit im Fokus stehen.

Welche Erkenntnis bietet die Fallstudie zu Volkswagen?

Die Fallstudie zeigt, dass Downsizing nicht alternativlos ist; durch flexible Arbeitszeitmodelle und Mitarbeiterbeteiligung konnte das Unternehmen Entlassungen deutlich reduzieren und die Würde der Beschäftigten wahren.

Warum wird Kants Zweckformel als so bedeutend für das Thema erachtet?

Die Zweckformel fordert, den Menschen niemals bloß als Mittel, sondern immer auch als Zweck an sich zu behandeln, was einen direkten moralischen Kontrapunkt zur rein betriebswirtschaftlichen Betrachtung von Mitarbeitern als reine Kostenfaktoren darstellt.

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Details

Title
"Corporate Downsizing" aus der Sicht der deontologischen Theorie nach Rawls und Kant
Subtitle
Welche moralische Bedeutung hat der Einzelne in der Unternehmensentscheidung?
College
University of Mannheim  (Philosophische Fakultät)
Course
Sweatshops, Downsizing und Co: Fragen der Unternehmensethik
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
24
Catalog Number
V300225
ISBN (eBook)
9783656967323
ISBN (Book)
9783656967330
Language
German
Tags
Philosophie Unternehmensethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, "Corporate Downsizing" aus der Sicht der deontologischen Theorie nach Rawls und Kant, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/300225
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