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Rechtsauffassung bei Thukydides. Dargestellt anhand des Konfliktes zwischen Athen und Korinth um Kerkyra

Title: Rechtsauffassung bei Thukydides. Dargestellt anhand des Konfliktes zwischen Athen und Korinth um Kerkyra

Term Paper , 2015 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ulrich Meier (Author)

World History - Antiquity

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Summary Excerpt Details

Als sich zwei Jahre vor Ausbruch des Peloponnesischen Krieges Athen und Korinth im Streitfall um Kerkyra vor der athenischen Volksversammlung gegenüberstehen, scheint der Krieg bereits drohend im Hintergrund zu lauern. Die Lage spitzt sich zu. Vielleicht ist es vor allem der geschickten Außenpolitik Athens geschuldet, dass im Hochsommer 433 nicht bereits die Supermächte und ihre Bündnispartner die offenen Kriegshandlungen eröffnen. Als es dann 431 tatsächlich zum Ausbruch kommt erwähnt Thukydides die Ereignisse um Kerkyra in seinem Bericht von den diplomatischen Verhandlungen und der Peloponnesischen Bundesversammlung mit keinem Wort. Die Unternehmungen scheinen bereits abgeschlossen, zu viel anderes ist in der Zwischenzeit passiert. Dennoch lässt sich aus den Ereignissen der Vorkriegszeit um Kerkyra einiges ablesen, das Rückschlüsse darauf erlaubt, welche Rolle Rechtsfragen und der Umgang mit ihnen bei der Entwicklung der politischen Lage gespielt haben. Wie war die Rechtslage? Wer befindet sich im Recht und wie beeinflusst dies die Argumentation und die Entscheidungen der Beteiligten? Was sagt das über damaliges Völkerrecht und seine Grenzen aus?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsstand

1.2 Quellenlage

2. Überblick über die Ereignisse

3. Die Reden der Kerkyrer und der Korinther vor der athenischen Volksversammlung

3.1 Rede der Kerkyrer

3.2 Rede der Korinther

4. Rechtslage

4.1 Rechtsansprüche der Konfliktparteien

4.2 Rechtsebenen und Rechtsaspekte

4.3 Reaktion Athens

4.4 Rechtsauffassung bei Korinthern und Kerkyrern

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rechtsauffassungen bei Thukydides, indem sie den historischen Konflikt zwischen Athen, Korinth und Kerkyra im Vorfeld des Peloponnesischen Krieges analysiert. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie rechtliche Argumente, völkerrechtliche Normen und machtpolitische Interessen in den diplomatischen Reden vor der athenischen Volksversammlung miteinander interagieren und zur Entscheidungsfindung beitrugen.

  • Die Analyse der thukydideischen Reden als historische Quelle für politisches Denken.
  • Die Untersuchung der Spannungsfelder zwischen traditionellem Gewohnheitsrecht und machtpolitischer Realität.
  • Die Rolle der Bündnisverträge (Spondai) im Kontext antiker Konfliktlösungen.
  • Der Übergang von einer traditionalistisch-sittlichen zu einer rational-formaljuristischen Rechtsauffassung.

Auszug aus dem Buch

4.4 Rechtsauffassung bei Korinthern und Kerkyrern

Doch machtpolitisch motivierte Interpretation des Rechts lässt sich nicht nur am Verhalten der Athener beobachten. Auch Kerkyra und Korinth geht es um die Wahrung ihrer Interessen. Beide Parteien bemühen sich in erster Linie um die Anerkennung ihrer Rechtsposition. Kerkyra musste den Nachweis von der Gerechtigkeit seiner Sache erbringen. Da Kerkyra ja Kolonie von Korinth war, mussten Athen Argumente geliefert werden, warum der Krieg in den sie mit hineingezogen werden kein ungerechter ist. Kerkyra hält Athen dabei stets deutlich den praktische Nutzen durch die mühelose Gewinnung einer großen und reichen Macht vor Augen. Man bietet sich Athen leichtfertigerweise „ohne Gefahren und Kosten“ an. Die Rechtslage gestaltet sich aus Kerkyras Sicht so, dass nicht Kerkyra sondern Korinth die Kolonialordnung verletzt, da es sich dem angebotenen Schiedsgericht nicht gestellt hatte. Zweitens stellt aus ihrer Sicht der Abschluss des Bündnisses mit einer „ungebundenen“ Stadt keinen Vertragsbruch dar. Vielmehr habe man sogar das Recht auf seiner Seite, denn eine Absage Athens wäre, da sie die korinthischen Rüstungen in allen Teilen Griechenlands, auch bei den athenischen Verbündeten, gewähren ließe, eine Ungerechtigkeit. Kerkyra fühlt sich also im Recht gegenüber Korinth und im Falle eines Bundesabschluss wäre auch Athen im Recht was den Friedensvertrag betrifft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Ausgangslage des Konflikts im Vorfeld des Peloponnesischen Krieges und erläutert Forschungsstand sowie Quellenbasis.

2. Überblick über die Ereignisse: Dieses Kapitel liefert eine chronologische Übersicht der historischen Ereignisse um Epidamnos, die zur Zuspitzung des Konflikts führten.

3. Die Reden der Kerkyrer und der Korinther vor der athenischen Volksversammlung: Hier wird die Authentizität und Bedeutung der bei Thukydides überlieferten Reden im Kontext der athenischen Entscheidungsfindung diskutiert.

4. Rechtslage: In diesem Hauptteil werden die unterschiedlichen Rechtsauffassungen, Ebenen und Interessenkonflikte der beteiligten Parteien detailliert analysiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse hinsichtlich des Spannungsverhältnisses zwischen Rechtsstaat, Machtpolitik und antiker Staatsethik zusammen.

Schlüsselwörter

Thukydides, Peloponnesischer Krieg, Kerkyra, Korinth, Athen, Völkerrecht, Spondai, Rechtsauffassung, Machtpolitik, Realpolitik, Schiedsgericht, Bündnispolitik, Epidamnos, griechische Antike, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rechtsauffassungen bei Thukydides anhand des spezifischen Fallbeispiels des Konflikts zwischen Athen, Korinth und Kerkyra vor Ausbruch des Peloponnesischen Krieges.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Analyse antiker diplomatischer Reden, das Verständnis von Völkerrecht und Gewohnheitsrecht in der Antike sowie das Zusammenspiel von moralischen Werten und machtpolitischen Interessen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Es wird untersucht, wie die verschiedenen Konfliktparteien rechtliche Argumente nutzten, um ihre Interessen zu legitimieren, und wie diese Rechtsauslegung im Kontext von Machtstreben zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische Analyse der Schriften des Thukydides unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Fachliteratur zum griechischen Völkerrecht und zur antiken Geschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Reden, die Klärung der rechtlichen Ebenen (wie Bündnisverträge und traditionelles Kolonialrecht) sowie die Reaktion Athens auf die Hilfegesuche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Thukydides, Völkerrecht, Machtpolitik, Bündnisverträge (Spondai), Athen, Korinth, Kerkyra und die antike Rechtsauffassung.

Warum spielt die Mutterstadt-Kolonie-Beziehung eine so wichtige Rolle für das Recht?

Diese Beziehung war durch traditionelle Gründungsstatuten und ein religiös geprägtes Pietätsverhältnis definiert, was bei Konflikten wie in Epidamnos als rechtliche Argumentationsgrundlage diente.

Wie veränderte sich laut der Arbeit die Rechtsauffassung?

Es lässt sich ein Übergang von einer traditionalistisch-sittlichen Rechtsauffassung hin zu einer rational-formaljuristischen Realpolitik feststellen, bei der die staatliche Notwendigkeit das Recht definiert.

Welche Bedeutung hat das Schiedsgericht in diesem Konflikt?

Das Angebot eines Schiedsgerichts durch Kerkyra diente als diplomatisches Instrument, um rechtliche Gerechtigkeit zu demonstrieren, wurde jedoch von Korinth abgelehnt, was die Komplexität der Rechtslage weiter steigerte.

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Details

Title
Rechtsauffassung bei Thukydides. Dargestellt anhand des Konfliktes zwischen Athen und Korinth um Kerkyra
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Klassische Altertumskunde)
Course
Proseminar zur Alten Geschichte: Der Peloponnesische Krieg
Grade
1,3
Author
Ulrich Meier (Author)
Publication Year
2015
Pages
13
Catalog Number
V299470
ISBN (eBook)
9783656960171
ISBN (Book)
9783656960188
Language
German
Tags
Peloponnesischer Krieg Thukydides Kerkyra Korinth Athen Symmachie Epimachie Redepaare Kolonisation Völkerrecht Antike Friedensvertrag
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ulrich Meier (Author), 2015, Rechtsauffassung bei Thukydides. Dargestellt anhand des Konfliktes zwischen Athen und Korinth um Kerkyra, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/299470
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