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Go to shop › Romance Studies - Italian and Sardinian Studies

La zia di America: Amerika-Bilder bei Leonardo Sciascia

Title: La zia di America: Amerika-Bilder bei Leonardo Sciascia

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Marcus Fiebig (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies

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Summary Excerpt Details

Sciascia ist in die Literaturgeschichte eingegangen als der Brückenbauer zwischen den Sizilianer, die in die Vereinigten Staaten auswanderten, blieben und wieder heimkehrten. In dieser Arbeit soll es nur um die Kurzgeschichte “la zia di America” gehen.
Was bewog Sciascia die Amerika-Bilder in seiner Geschichte “la zia di America” so zu zeichnen, wie er es tat? Wie lassen sich alle Spektren der Amerikawahrnehmung des gesamten Bandes “gli zii di Sicilia” beschreiben und welches Gesamtbild lassen sie entstehen (Kapitel 3)? Welche Personen haben welche Funktionen (Kapitel 2)? Welche übergeordneten Sequenzen bestehen in der Geschichte? Wie “baut” die Struktur des Textes am Gesamt-Amerika-Bild mit (Kapitel 4)? Leider oder erfreulicherweise scheint es noch keine ausführliche Rezeption des circa 48-Seiten starken racconto zu geben. Somit betreten wir mit dieser Arbeit durchaus Neuland.
Sciascias Geschichte ist das literarische Spiegelbild des historisch vielleicht größten Einschnitts in der Geschichte Siziliens und Süd-Italiens. Die Arbeit versucht deshalb ebenfalls nachzuweisen, inwieweit sich Querverweise in der Kurzgeschichte auf die Zeitgeschichte finden lassen. (Kapitel 5)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. Amerika-Bilder

2.1. La zia di America

2.2. Toni

2.3. lo storo grande e il piroscafo

3. Konstellation der Amerika-Bilder in den Personaggi

4. Narrative Textkonstitution im Hinblick auf die Amerika-Bilder

5. Politische Paralellen- USA-Italien 1943-53

6. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion von Amerika-Bildern in Leonardo Sciascias Geschichte „La zia di America“ und analysiert deren Verflechtung mit der politischen Realität Siziliens sowie den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs. Ziel ist es, die Vielschichtigkeit der Emigrantenerzählungen und die Rolle der „sicilitudine“ im Kontext der US-amerikanischen Einflussnahme zwischen 1943 und 1953 literaturwissenschaftlich zu erschließen.

  • Analyse der zentralen Charaktere („personaggi“) und ihrer Funktion als Amerika-Projektionen.
  • Untersuchung der narrativen Struktur und zeitlichen Expansion innerhalb der Geschichte.
  • Vergleich der literarischen Amerika-Darstellung mit historischen Gegebenheiten, insbesondere der CIA-Briefkampagne 1948.
  • Deutung der Wechselbeziehung zwischen sizilianischer Identität und der Wahrnehmung der „Neuen Welt“.

Auszug aus dem Buch

2.1. La zia di America

Der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist die Figur “la zia di America”. Nicht umsonst ist ihre Herkunft nun amerikanisch wie sich an ihrer Charakterisierung zeigen wird. Sie ist vor allem Karikatur und Zerrbild eines Amerika-Bildes, dass durch die Überdehnung von Emigranten-Klischees im großen Maße eben der Wahrheit über die Literatur hinaus nahe kommt. Keineswegs unauffällig kommt the Tante schon daher als sie dem Dampfer aus Übersee entsteigt:

“Mia zia era grassa, aveva un vestito a fiori grandi, gli occhiali d`oro”

Laut polternd, überheblich kommt sie daher, schlägt die Unterkunft bei den Verwandten aus, nur das beste Hotel von Palermo “Le Palme” ist gerade recht. Nach den Emotionen des ersten Wiedersehens geraten die sizilianischen Verwandten bereits in Irritationen, die sich noch vervielfachen sollen. Die Tante ist schließlich im italienischen Einwanderer-Viertel schlechthin Brooklyn zu Reichtum gekommen und besitzt ein Geschäft (“lo storo grande”) worauf wir noch genauer eingehen werden. Ihr amerikanischer Ehemann (“la faccia liscia, capelli bianchi”) wird zum stummen Begleiter des Sizilienausflugs. Ihre Sprache ist das sonderbare Kauderwelsch der Einwanderer von Brooklyn: “boifrendo” ist der boyfriend und “Aiscule” ist die Highschool.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, welche Aspekte der Amerikawahrnehmung in Sciascias Werk zentral sind und wie diese mit der politischen Realität Siziliens korrespondieren.

2. Amerika-Bilder: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Charaktere wie die Tante aus Amerika oder Toni als Projektionsflächen für unterschiedliche Facetten des Amerika-Bildes.

2.1. La zia di America: Die Figur der Tante wird als Karikatur und Symbol der durch Reichtum und kulturelle Entfremdung geprägten Emigrantengeneration charakterisiert.

2.2. Toni: Toni wird als Repräsentant des amerikanischen Durchschnittssoldaten untersucht, der zwischen Befreier-Rolle und eigenem kleinbürgerlichen Traum oszilliert.

2.3. lo storo grande e il piroscafo: Dieser Abschnitt beleuchtet den Einfluss des Krieges auf das Amerika-Bild und wie der „Ausnahmezustand“ die Wahrnehmung der sizilianischen Lebenswelt prägte.

3. Konstellation der Amerika-Bilder in den Personaggi: Es wird untersucht, wie die verschiedenen Figuren als Kaleidoskop sizilianisch-amerikanischer Wechselbeziehungen fungieren.

4. Narrative Textkonstitution im Hinblick auf die Amerika-Bilder: Die Analyse konzentriert sich hier auf die zeitliche Struktur der Erzählung und die Funktion der verschiedenen Expansionsphasen.

5. Politische Paralellen- USA-Italien 1943-53: Dieses Kapitel stellt historische Bezüge her, insbesondere die Rolle der CIA und der US-Politik während der italienischen Wahlen 1948.

6. ZUSAMMENFASSUNG: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengeführt, wobei die Vielschichtigkeit der Identitätskonflikte und die Beständigkeit der „sicilitudine“ hervorgehoben werden.

Schlüsselwörter

Leonardo Sciascia, La zia di America, Sizilien, Amerika-Bilder, Emigration, Nachkriegsitalien, Identität, Sicilitudine, Kalter Krieg, CIA, politische Einflüsse, Narrative Struktur, Amerikanisierung, Migration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie der italienische Autor Leonardo Sciascia in seiner Erzählung „La zia di America“ Bilder von Amerika entwirft und welche Funktionen diese für die sizilianische Gesellschaft in der unmittelbaren Nachkriegszeit einnehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung deckt die Bereiche literarische Identitätskonstruktion, die Auswirkungen der Emigration auf die Heimatregion, die Rezeption des „amerikanischen Traums“ sowie die reale politische Einflussnahme der USA in Italien nach 1943 ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, nachzuweisen, wie literarische Figuren als Spiegelbilder historischer Zäsuren dienen und inwiefern Sciascia die politische Realität – etwa die CIA-Briefkampagnen zur Verhinderung eines kommunistischen Wahlsiegs – narrativ verarbeitet hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die ergänzend historische Kontexte heranzieht, um die „Querverweise“ der Kurzgeschichte zur politischen Realität Siziliens zu verifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Figurencharakterisierung (Tante, Toni), eine Analyse der narrativen Textstruktur hinsichtlich zeitlicher Expansion sowie einen umfangreichen historischen Abriss der politisch-strategischen Einmischung der USA in Italien zwischen 1943 und 1953.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sciascia, Amerika-Bilder, Sicilitudine, Nachkriegsitalien, Migration und politische Einflüsse.

Wie spielt die „sicilitudine“ eine Rolle in der Erzählung?

Die „sicilitudine“ fungiert als eine Art stabiler kultureller Ankerpunkt, der trotz des oberflächlichen Einflusses der amerikanischen Kultur und der physischen Ankunft der US-Armee auf der Insel als fortbestehendes Identitätsmerkmal gedeutet wird.

Warum wird die „Tante aus Amerika“ als Karikatur bezeichnet?

Ihre Charakterisierung übersteigert Klischees von Reichtum und Entfremdung, wobei sie als Symbol einer „übergesiedelten Mafia“ und der distanzierten, kulturell veränderten Auswanderergeneration dient, die zu ihren sizilianischen Wurzeln den Kontakt verliert.

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Details

Title
La zia di America: Amerika-Bilder bei Leonardo Sciascia
College
University of Leipzig
Grade
2,7
Author
Marcus Fiebig (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V29832
ISBN (eBook)
9783638312547
ISBN (Book)
9783638760829
Language
German
Tags
America Amerika-Bilder Leonardo Sciascia
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marcus Fiebig (Author), 2003, La zia di America: Amerika-Bilder bei Leonardo Sciascia, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/29832
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