Das Thema dieser Arbeit ,Sprachwandel im Internet‘ ist ein heute sehr umstrittener Punkt. Tatsächlich kann man sagen, dass sich die Sprache im Internet gewandelt hat. Insbesondere durch die Entstehung des Chats, haben sich neue Formen der Sprache ausgebreitet und reichen soweit, dass sie bereits in der verbalen Kommunikation auftauchen.
Diese Arbeit untersucht verschiedene Arten der Kommunikation über das Internet und kommt zu der Erkenntnis, dass besonders die Kommunikationsform über den Chat zu einem Sprachwandel im Internet geführt hat.
Auf die Frage warum die Sprache im Internet einen Wandel durchgemacht hat kommt diese Arbeit zu dem Entschluss, dass über das Internet keine verbale Kommunikation möglich ist. Gefühle, Laute, Mimik und Gestik können über das Internet nicht wahrgenommen werden. Die Sprache wurde dadurch soweit verändert, dass Körpersprache auch im Internet möglichst authentisch zur Geltung kommt.
Inhaltsverzeichnis
1.Abstract
2.Einleitung
3.Der Begriff Sprachwandel
4.Kommunikationsformen im Internet
5.Chatsprache
5.1. Emoticons
5.2 Inflektive
5.3 Akronyme
5.4 Leetspeak
6. Weitere Abkürzungen
7. Kommunikation über E-Mail und Weblog
8. Sprachwandel in der Zukunft
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den durch das Internet und insbesondere durch Chats hervorgerufenen Sprachwandel. Ziel ist es, die spezifischen sprachlichen Veränderungen wie Abkürzungen, Emoticons und neue Schreibweisen zu analysieren und zu ergründen, warum die digitale Kommunikation zu einer Adaption der Schriftsprache an mündliche Kommunikationsbedürfnisse geführt hat.
- Analyse des Begriffs Sprachwandel im digitalen Kontext
- Untersuchung von Chatsprache durch Merkmale wie Emoticons, Inflektive und Akronyme
- Vergleich der Kommunikationsformen Chat, E-Mail und Weblog
- Einfluss des Faktors Zeit auf die sprachliche Ökonomie im Internet
- Diskussion über die zukünftige Entwicklung und Auswirkungen auf die Standardsprache
Auszug aus dem Buch
5.1. Emoticons
Das Wort Emoticon stammt aus dem Englischen und setzt sich zusammen aus den Begriffen ,Emotion‘ und ,Icon‘, was so viel heißt wie Gefühl und Zeichen. Schon der Begriff sagt aus, dass mit einem Emoticon versucht wird Emotionen mithilfe von Zeichen und Buchstaben darzustellen. Die Sprache im Internet bringt einen klaren Nachteil mit sich: Bei der elektronisch schriftlichen Kommunikation fehlen dem Gesprächspartner sämtliche Zeichen sowohl verbaler als auch nonverbaler Kommunikation. Er sieht weder die Mimik noch die Gestik seines Gesprächspartners. Auch Veränderungen der Stimm lage fehlen ihm. Möchte man über das Internet mit jemandem kommunizieren, ist man folglich auf die sogenannten Emoticons angewiesen. Gefühle können damit leicht und verständlich ausgedrückt werden. Ebenso können Missverständnisse aufgrund fehlender Mimik und Gestik während der Kommunikation umgangen werden. Beispielsweise kann Ironie mit einem zwinkernden Emoticon deutlich gemacht werden. Hinzu kommt, dass durch den Gebrauch von Emoticons deutlich Zeit gespart wird. Beispielsweise könnte der Nutzer seine Gefühle auch in Sätzen ausdrücken, etwa: Ich bin grade sehr glücklich. Um jedoch Zeit zu sparen werden Emoticons ebenfalls gerne benutzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Abstract: Kurze Zusammenfassung der Arbeit mit dem Fokus auf den Sprachwandel durch Chats und die Kompensation fehlender nonverbaler Kommunikation.
2.Einleitung: Definition des Rahmens der Hausarbeit sowie Vorstellung der zentralen Analysemethoden und Kommunikationsformen.
3.Der Begriff Sprachwandel: Theoretische Abgrenzung des Begriffs Sprachwandel mit Fokus auf bewusste syntaktische und semantische Anpassungen durch Internetnutzer.
4.Kommunikationsformen im Internet: Einordnung der verschiedenen Formate wie E-Mail, Chat und Weblogs hinsichtlich ihrer Synchronizität.
5.Chatsprache: Vertiefende Analyse der für Chats typischen sprachlichen Merkmale und deren Funktion als Ersatz für verbale Kommunikation.
5.1. Emoticons: Darstellung der Rolle von Emoticons als visuelle Hilfsmittel zur Übermittlung von Emotionen.
5.2 Inflektive: Erläuterung der Nutzung von Inflektiven zur Beschreibung von Geräuschen, Handlungen und emotionalen Zuständen.
5.3 Akronyme: Untersuchung der zeitsparenden Verwendung von Anfangsbuchstaben bei Sätzen und feststehenden Begriffen.
5.4 Leetspeak: Analyse der Ersetzung von Buchstaben durch Ziffern und dessen Funktion zur optischen Verschönerung oder Exklusion.
6. Weitere Abkürzungen: Zusammenfassende Betrachtung weiterer orthografischer Vereinfachungen wie Pluralbildung und bewusste Rechtschreibfehler.
7. Kommunikation über E-Mail und Weblog: Vergleich der asynchronen Kommunikationsformen mit der Chatsprache unter Berücksichtigung von Korrekturmöglichkeiten.
8. Sprachwandel in der Zukunft: Diskussion über die langfristigen Auswirkungen der Internetsprache auf die allgemeine verbale Kommunikation.
Schlüsselwörter
Sprachwandel, Internet, Chatsprache, Emoticons, Inflektive, Akronyme, Leetspeak, Kommunikation, Computervermittelte Kommunikation, Schriftsprache, Mündlichkeit, Synchronität, Asynchronität, Orthografie, Syntax
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Sprache durch die Nutzung des Internets verändert hat, insbesondere im Hinblick auf die digitalen Kommunikationsformen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit deckt die Bereiche Chatsprache, E-Mail-Kommunikation, Weblogs sowie die spezifischen linguistischen Phänomene der Internetnutzer wie Akronyme und Leetspeak ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Internet als technisches Medium die Sprache beeinflusst und warum Nutzer ihre Schreibweise an die Bedürfnisse der schnellen, digitalen Interaktion anpassen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit basiert auf einer linguistischen Analyse von Kommunikationsbeispielen aus dem Internet, ergänzt durch theoretische Grundlagen zur Definition von Sprachwandel.
Was wird im Hauptteil der Publikation behandelt?
Im Hauptteil werden detailliert die verschiedenen Erscheinungsformen der Internetsprache, von Emoticons über Inflektive bis hin zu Abkürzungen, analysiert und ihre Funktionen erklärt.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt am besten beschreiben?
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Sprachwandel, Chatsprache, computervermittelte Kommunikation und digitale Orthografie charakterisieren.
Warum spielt Zeit eine so wichtige Rolle in der Chatsprache?
Zeit ist ein entscheidender Faktor, da Chats meist synchron verlaufen und der Wunsch nach einer schnellen Reaktion dazu führt, dass grammatikalische Korrektheit zugunsten von Abkürzungen vernachlässigt wird.
Wie kompensieren Nutzer das Fehlen nonverbaler Signale im Internet?
Durch den Einsatz von Emoticons und Inflektiven versuchen Nutzer, Mimik, Gestik und emotionale Nuancen, die in der schriftlichen Kommunikation fehlen, authentisch zu ersetzen.
Inwiefern beeinflusst die Internetsprache bereits unseren Alltag?
Der Autor argumentiert, dass Begriffe und Abkürzungen aus der Internetkommunikation zunehmend in die alltägliche, mündliche Sprache einsickern.
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- B.A. Erika Wießner (Author), 2011, Sprachwandel im Internet. Neografie im Spanischen Chat, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/298309