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Zur Shop-Startseite › Pflegewissenschaft - Demenz

Krankheitsbild Demenz. Definition, Formen und Stadien

Titel: Krankheitsbild Demenz. Definition, Formen und Stadien

Akademische Arbeit , 2004 , 40 Seiten

Autor:in: Nicole Neubert (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Demenz

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht es um das Krankheitsbild Demenz. Die Formen der Demenz werden aufgezeigt, die Stadien der Demenz und ihre Auswirkungen werden erläutert, die Epidemiologie der Demenz wird dargestellt und auf die Anforderungen an die die Pflege und Betreuung dementiell erkrankter Menschen wird eingegangen.

Demenz, aus dem lateinischen de (=weg) und mens (=Geist) zusammengesetzt, heißt wörtlich übersetzt soviel wie „der Geist (oder die geistigen Fähigkeiten) ist (bzw. sind) weg“.
Betrachtet man die Definition von Demenz in einem geschichtlichen Rückblick, so lässt sich feststellen, dass sie im Laufe der Zeit, beeinflusst durch den medizinischen Fortschritt in Ätiologie und Differentialdiagnostik, umfangreicher und präziser beschrieben wird.
Wurde 1937 Demenz lediglich als Blödsinn bzw. höheren Grad von Geistesschwäche definiert, so beschrieben 1964 Zetkin et al. Demenz als eine im späteren Leben erworbene, bleibende Geistesschwäche, bei der ursächlich ein organischer Hirnprozess zunächst die Vorbedingungen der Intelligenz, dann das Gedächtnis, die Merkfähigkeit, oft auch die Sprache sowie die Urteilsfähigkeit zerstört. Dabei kommt es zum Abbau der gesamten psychischen Persönlichkeit, wie Gefühlsabstumpfung, Willensschwächung und Triebenthemmung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Demenz: Allgemeine Definition

2 Formen der Demenz

2.1 Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT)

2.2 Vaskuläre Demenz (Multi-Infarkt-Demenz)

2.3 Weitere Demenzformen

3 Stadien der Demenz und ihre Auswirkungen

4 Epidemiologie der Demenz

4.1 Epidemiologische Aspekte

4.2 Demographische Aspekte und Entwicklung des Pflegebedarfs

5 Anforderungen an die Pflege und Betreuung dementiell erkrankter Menschen

5.1 Pflegeleitbild

5.2 Pflegemodell/ -theorie

5.3 Pflegeorganisationsform Bezugspflege

5.4 Angehörige

5.5 Besondere personelle Anforderungen an die Betreuung Dementer

5.6 Interventionsmethoden

5.6.1 Biographiearbeit und biographische Grundhaltung

5.6.2 Milieugestaltung

5.6.3 Integrative Validation

5.6.4 Basale Stimulation

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild Demenz und analysiert dabei die verschiedenen Erscheinungsformen, deren Stadien und Auswirkungen auf die Betroffenen. Ein zentrales Ziel ist es, auf Basis epidemiologischer und demographischer Daten die spezifischen Anforderungen an die professionelle Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz darzustellen und entsprechende Interventionsmethoden aufzuzeigen.

  • Definition und medizinische Grundlagen der Demenz
  • Epidemiologische Verbreitung und demographische Entwicklung
  • Psychologische und soziale Auswirkungen auf Betroffene und Angehörige
  • Anforderungen an eine bedürfnisorientierte Pflege und Betreuung
  • Methoden der Intervention wie Validation und Basale Stimulation

Auszug aus dem Buch

5.6.1 Biographiearbeit und biographische Grundhaltung

Neben einem ganzheitlichen Pflegeansatz, der die körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnisse abdeckt, ist die Biographiearbeit bei der Pflege und Betreuung dementiell erkrankter Bewohner von entscheidender Bedeutung. Der biographische Ansatz beruht auf den Ausführungen von Hartmut Emme von der Ahe, der folgende Definition geprägt hat: „Biographiearbeit ist nicht in erster Linie eine Technik, eine Wissenssammlung über das Lebens des alten verwirrten Menschen. Sie ist in erster Linie eine Haltung der Offenheit gegenüber dem Leben und der Geschichte des dementiell Veränderten. Durch das Interesse an seinem Leben erfährt er eine Wertschätzung.“

Biographiekenntnisse sind sehr hilfreich beim Verstehen des Verhaltens und Erlebens der Verwirrten, die sich oft nur eingeschränkt und für die Pflegenden unverständlich äußern können. Denn erst vor dem Hintergrund ihrer Lebensgeschichte und ihrer aktuellen Lebenssituation ist ihr Handeln sinnvoll. Wenn die Pflegekräfte den situationsbedingten und den lebensgeschichtlichen Anteil des Verhaltens und Erlebens dementiell erkrankter Menschen kennen und unterscheiden können, so Hartmut Emme von der Ahe, sind sie in der Lage diese Biographiekenntnisse als Basis für konkrete Hilfestellungen zu verwenden. Er führt weiter aus, dass eine personenorientierte Bedeutung ohne ausreichende Biographiekenntnisse nicht möglich ist. Demente können im Gegensatz zu voll orientierten Menschen ihre Gewohnheiten und ihr Selbstbild nicht aufrechterhalten, weil sich sozusagen ihr Bewusstsein zunehmend verdunkelt. Sie können lediglich ihren Widerstand gegenüber dem, was sie nicht wollen zum Ausdruck bringen bzw. ihr Umfeld spüren lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Demenz: Allgemeine Definition: Dieses Kapitel erläutert die etymologische Herkunft des Begriffs sowie die historische Entwicklung der medizinischen Definitionen, insbesondere unter Berücksichtigung der WHO-Kriterien.

2 Formen der Demenz: Es erfolgt eine Unterscheidung zwischen reversiblen und irreversiblen Formen sowie eine detaillierte Betrachtung der Alzheimer-Demenz, der vaskulären Demenz und weiterer spezifischer Krankheitsformen.

3 Stadien der Demenz und ihre Auswirkungen: Die Darstellung beschreibt den typischen Drei-Stadien-Verlauf einer Demenz und beleuchtet die damit einhergehenden psychologischen sowie sozialen Folgen für die Erkrankten.

4 Epidemiologie der Demenz: Dieser Teil analysiert die Verbreitung der Krankheit, die demographische Entwicklung der Hochaltrigkeit und die Auswirkungen auf den zukünftigen Pflegebedarf in Deutschland.

5 Anforderungen an die Pflege und Betreuung dementiell erkrankter Menschen: Dieses Hauptkapitel befasst sich mit der notwendigen Ausrichtung der Pflege auf die Bedürfnisse der Betroffenen, dem Pflegeleitbild, Organisationsformen wie der Bezugspflege, der Einbeziehung von Angehörigen sowie spezifischen Interventionsmethoden.

Schlüsselwörter

Demenz, Alzheimer, vaskuläre Demenz, Epidemiologie, Demographie, Pflegebedarf, Pflegeleitbild, Bezugspflege, Biographiearbeit, Milieugestaltung, Integrative Validation, Basale Stimulation, Lebensqualität, Personenzentrierung, Betreuung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über das Krankheitsbild Demenz, beginnend bei den Definitionen und medizinischen Formen bis hin zu den komplexen Anforderungen an die professionelle pflegerische Betreuung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die medizinische Einordnung der Demenz, die epidemiologische Datenlage, die demographischen Herausforderungen für das Gesundheitssystem und die methodischen Ansätze zur psychosozialen Betreuung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Lebenswelt dementiell erkrankter Menschen zu schaffen und aufzuzeigen, wie pflegerische Konzepte individuell und bedürfnisorientiert gestaltet werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse medizinischer und gerontopsychiatrischer Standards sowie auf die Auswertung epidemiologischer Studien und statistischer Daten zur Bevölkerungsentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der gerontopsychiatrischen Pflege, inklusive der theoretischen Grundlagen (Pflegemodelle), der Bedeutung des Pflegeleitbildes und der praktischen Anwendung von Methoden wie Validation oder Basaler Stimulation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Demenz, Pflegemodelle, Bedürfnisorientierung, Biographiearbeit, Validation und Basale Stimulation charakterisiert.

Warum ist die Biographiearbeit für Demente so essenziell?

Da Betroffene ihr aktuelles Selbstbild oft nicht aufrechterhalten können, hilft die Beschäftigung mit ihrer Lebensgeschichte, ihre Bedürfnisse zu verstehen und ihnen Wertschätzung und Identität zu vermitteln.

Welche Rolle spielt die Umweltgestaltung bei der Betreuung?

Eine prothetische Umgebung ist notwendig, um Sicherheit und Orientierung zu geben, da Demenzkranke Schwierigkeiten haben, externe Reize und physiologische Bedürfnisse wie Hunger oder Durst korrekt einzuordnen.

Wie unterscheidet sich die Bezugspflege von anderen Formen?

Im Gegensatz zur Funktionspflege übernimmt eine feste Bezugsperson die Verantwortung für einen definierten Bewohnerkreis, was für Demente durch die Kontinuität der Beziehung essenziell ist.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Krankheitsbild Demenz. Definition, Formen und Stadien
Autor
Nicole Neubert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
40
Katalognummer
V298243
ISBN (eBook)
9783656943662
ISBN (Buch)
9783656943747
Sprache
Deutsch
Schlagworte
krankheitsbild demenz definition formen stadien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Neubert (Autor:in), 2004, Krankheitsbild Demenz. Definition, Formen und Stadien, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/298243
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