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Trauma und Feindbild. Führen traumatische Erlebnisse zu vermehrten Feindbildern?

Title: Trauma und Feindbild. Führen traumatische Erlebnisse zu vermehrten Feindbildern?

Seminar Paper , 2015 , 12 Pages , Grade: 1

Autor:in: Fritjof Mellin (Author)

Psychology - Social Psychology

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Arno Gruen schreibt zu dem psychologischen Mechanismus von Feindbildern in „Der Fremde in uns“. Er beschreibt, wie der Mensch dazu neigt, die Dinge, welche er an sich selbst nicht ausstehen kann, auf eine beliebige Gruppe, die sich gerade als Feindbild eignet, zu projizieren und dann dort zu hassen, zu diskriminieren und unter Umständen sogar aktiv zu bekämpfen, um sich selbst von der eigenen Schuld zu erleichtern und das Gewissen zu beruhigen. Somit zeugt ein gepflegtes Feindbild also von mangelnder Selbstreflexion und der Unfähigkeit, die eigenen Fehler eingestehen zu können.

Traumatische Erfahrungen sorgen nun wiederum dafür, Introspektion und Selbstreflexion erheblich zu erschweren. Dies kommt durch die Verdrängung des traumatischen Erlebnisses und dem Hang dazu, sich selbst als schuldig dafür zu sehen, was einem widerfahren ist. In Folge dessen wird die eigene Mitschuld mit bestimmten Charakteristika verknüpft, welche dissoziativ abgelehnt werden und nun aber einen Ausdruck suchen. Dieser Ausdruck äußert sich nun häufig in einer Projektion dieser Eigenschaften und einem resultierenden Abstoßen des als Projektionsfläche dienenden.Dies ist der schnelle und einfachere Weg um zu einer psychischen Entlastung oder Erleichterung des Gewissens zu kommen. Die Scheu vor Introspektion führt dann somit zu Feindbildern.

Diese Arbeit soll nun einen Zusammenhang von traumatischen Erlebnissen und Feindbildern näher darlegen. Dabei ist allerdings zu beachten, dass zu diesem Thema hier nur ein Einblick gegeben werden kann und keine vollständige Analyse. Zu weiterer Arbeit mit diesen Themen soll angeregt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinitionen

2.1 Traumatisches Erlebnis

2.2 Feindbild

2.3 Vorurteil

3 Funktion von Feindbildern

4 Abwehr und Verdrängung vom Trauma durch Feindbilder

5 Vom Trauma zum Feindbild

6 „Opfer-Täter“-Umkehr

7 Gesellschaftliche und historische Beispiele

8 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den psychologischen Zusammenhang zwischen traumatischen Erfahrungen und der Entstehung von Feindbildern bzw. Vorurteilen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern die Verdrängung von traumatischen Inhalten und eine mangelnde Selbstreflexion dazu führen, dass Individuen negative Emotionen auf fremde Gruppen projizieren, um sich selbst zu entlasten.

  • Psychologische Mechanismen der Projektion bei unbewältigten Traumata
  • Die Funktion von Feindbildern für die Identitätsstabilität
  • Die „Opfer-Täter“-Umkehr als Abwehrmechanismus
  • Historische und gesellschaftliche Manifestationen von Feindbildern
  • Die Rolle der Erziehung in Bezug auf Selbstreflexion und Gewaltprävention

Auszug aus dem Buch

3 Funktion von Feindbildern

Feindbilder entstehen aus einigen verschiedenen Gründen. Vor allem aber entstehen sie auf Grund ihrer psychologischen Funktionen.

Auf der individuellen Ebene sorgt ein Feindbild für ein positiveres Selbstbild, eine Verminderung von psychischem Aufwand und gibt eine Erklärung sowie eine Rechtfertigung für die in einem selbst entstehenden Ängste und Gewalt.

Ein Feindbild involviert ein sich zu einer bestimmten Gruppe zugehörig fühlen. Man selbst kann sich nun durch das Feindbild und die Abwertung einer anderen Gruppe mit der „guten“ oder „besseren“ Gruppe identifizieren und sich von der „schlechten“ oder „bösen“ Gruppe abgrenzen. Dadurch erlebt man eine Aufwertung des Selbstbildes. Es kommt also zu einem positiveren und idealisierten Selbstbild.

Durch das sich anschließen an eine Gruppe und das Übernehmen derer Welt und Wertevorstellungen muss nun keine eigene eventuell abweichende Meinung mehr gesucht werden und die Mühe zur eigenen Identitätsfindung entfällt. Man sollte allerdings beachten, dass es in manchen politischen Situationen sogar gefährlich sein kann sich eine eigene Meinung zu bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie Feindbilder als Projektionsfläche für unterdrückten Selbsthass und traumatische Ängste dienen.

2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini Trauma, Feindbild und Vorurteil wissenschaftlich fundiert voneinander abgegrenzt.

3 Funktion von Feindbildern: Hier werden die psychologischen Entlastungsfunktionen von Feindbildern auf individueller und gesellschaftlicher Ebene analysiert.

4 Abwehr und Verdrängung vom Trauma durch Feindbilder: Dieses Kapitel beleuchtet, wie gesellschaftliche Abwehrmechanismen dazu führen, dass die Konfrontation mit Traumatisierten vermieden wird.

5 Vom Trauma zum Feindbild: Hier wird der Zusammenhang zwischen der traumatischen Wunde und der Unfähigkeit zur Integration dieser Inhalte als Wurzel für spätere Vorurteile dargestellt.

6 „Opfer-Täter“-Umkehr: Dieser Abschnitt beschreibt den Prozess der Schuldzuschreibung, bei dem das Opfer einer Tat oder eines Traumas zum Ziel der Anfeindung gemacht wird, um den Täter zu entlasten.

7 Gesellschaftliche und historische Beispiele: Anhand von Beispielen wie dem Antisemitismus, dem Fall Omofuma und der PEGIDA-Bewegung wird die Theorie praktisch verdeutlicht.

8 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass Feindbilder nur durch verbesserte Selbstreflexion und Erziehung nachhaltig abgebaut werden können.

Schlüsselwörter

Feindbilder, Vorurteile, Trauma, Projektion, Sozialpsychologie, Selbsthass, Opfer-Täter-Umkehr, Antisemitismus, Identitätsfindung, Abwehrmechanismen, Selbstreflexion, Verdrängung, Gewaltprävention, Gruppendynamik, Zivilisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie traumatische Erfahrungen die Entstehung von Feindbildern und Vorurteilen begünstigen, indem psychische Abwehrmechanismen genutzt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Psychologie der Projektion, die Bedeutung von Traumata, die Funktion von Feindbildern in der Gesellschaft und die Problematik der Opfer-Täter-Umkehr.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen traumatischen Erlebnissen und der Empfänglichkeit für Feindbilder darzulegen und die psychologischen Hintergründe für deren Entstehung zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische sozialpsychologische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Anwendung psychologischer Konzepte auf historische und aktuelle Beispiele basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die psychologischen Funktionen von Feindbildern, die Abwehrmechanismen gegenüber traumatisierten Personen und analysiert konkrete historische Beispiele wie den Nationalsozialismus sowie den Fall Marcus Omofuma.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Feindbilder, Traumata, Projektion, Opfer-Täter-Umkehr und Selbstreflexion.

Wie erklärt der Autor die Entstehung der PEGIDA-Bewegung?

Der Autor führt die Entstehung auf eine durch Feindbilder besetzte Bewegung zurück, die trotz fehlender realer Bedrohungsszenarien (geringe Ausländerquote in Dresden) durch Medienpräsenz und Terrorangst genährt wird.

Warum ist das Durchbrechen von Feindbildern laut der Arbeit so schwierig?

Weil Feindbilder eng mit der eigenen Identität verknüpft sind und ihre Aufgabe das Akzeptieren eigener Fehler verhindern soll; eine rationale Argumentation reicht daher oft nicht aus.

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Details

Title
Trauma und Feindbild. Führen traumatische Erlebnisse zu vermehrten Feindbildern?
College
Klagenfurt University
Grade
1
Author
Fritjof Mellin (Author)
Publication Year
2015
Pages
12
Catalog Number
V296348
ISBN (eBook)
9783656942610
ISBN (Book)
9783656942627
Language
German
Tags
Psychologie Trauma Feindbild Feindbilder Traumata traumatische Erfahrung Sozialpsychologie Vorurteil Vorurteile Seminar Seminararbeit PEGIDA Gesellschaft Nazidiktatur Nazi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fritjof Mellin (Author), 2015, Trauma und Feindbild. Führen traumatische Erlebnisse zu vermehrten Feindbildern?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/296348
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