In dieser Arbeit geht es um die Analyse der Sportartikelindustrie. Der Begriff der Sportartikelindustrie wird definiert, das Untersuchungssample wird abgegrenzt und es wird genauer auf den Sportartikelmarkt eingegangen.
Die Abgrenzung des Sports aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist seit jeher mit gewissen Ungenauigkeiten verbunden, wobei der Grund dafür in der Verflochtenheit des Sports mit dem Alltagsleben liegt. Die Verwendung von Sportausrüstung oder sportliches Geschehen sind mittlerweile fixer Bestandteil unseres Alltagslebens und diese Tatsache macht die Trennung von Sport und Nichtsport zum Teil recht schwierig. Ein wesentlicher Teil der Sportartikel erhält seine besondere Bedeutung erst durch die Zugrundelegung des Sportbegriffs sowie durch verschiedene Zusatzartikel und wäre, für sich betrachtet, eigentlich nicht oder nur sehr eingeschränkt verwendbar.
Bei der Verteilung der sportbezogenen Umsätze haben die Sportartikel mit Abstand den größten Anteil. Dabei gibt es jedoch eine Vielzahl von verschiedenen Definitionen und Abgrenzungen zum Begriff des Sportartikels. Laut Frühwirth fallen unter den Begriff der Sportausrüstung (=Sportartikel) gemäß der von ihm angewandten Systematik Turngeräte, Sportgeräte, Sportbekleidung, Sportschuhe und Zubehör. Für die Untersuchung der Sportartikelindustrie grenzt er jedoch den Begriff des Sportartikels auf die Bereiche einfache Sportgeräte (Ski, Tennisrackets, Windsurfbretter), Skischuhe und Zubehör ein. Sportartikel können entsprechend ihrer Funktion als Produktarten definiert werden, welche einen Beitrag zur Erfüllung der Wesensmerkmale des Sportbegriffs liefern und zur Sportausübung dienen. Sportartikel bilden in diesem Sinne den Produktmarkt einer gesamten Branche, der Sportartikelindustrie. In anderen Publikationen wird der Begriff des Sportartikels als Ausrüstung für Fischen, Golf, Gymnastik, Gewichtheben, Bowling, Billard, Skifahren, Tauchen, Surfen, Skaten, Tennis, Racquetball, Fußball und Hockey definiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Begriffsdefinition der Sportartikelindustrie
2 Abgrenzung des Untersuchungssamples
3 Analyse der Unternehmen
3.1 Mitarbeiterentwicklung
3.2 Umsatzentwicklung
3.3 Kapitalstruktur
3.4 Beteiligungen
3.5 Produktgruppen
4 Sportartikelmarkt
4.1 Allgemeine Rahmenbedingungen
4.2 Marktumsatz
4.3 Branchentrends
4.4 Branchenstrukturanalyse
4.4.1 Bedrohung von Markteintritten
4.4.2 Angebotsmacht der Zulieferer
4.4.3 Nachfragemacht der Kunden
4.4.4 Bedrohung durch Substitution
4.4.5 Wettbewerbsintensität der Unternehmen
4.4.6 Zusammenfassende Übersicht der Branchenstruktur
4.5 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Sportartikelindustrie umfassend zu analysieren, indem sie den Industriebegriff definiert, das relevante Untersuchungssample methodisch abgrenzt und die Marktdynamiken sowie unternehmerische Erfolgsfaktoren untersucht.
- Definition und Abgrenzung der Sportartikelindustrie
- Analyse der Unternehmensentwicklung (Mitarbeiter, Umsatz, Kapitalstruktur)
- Untersuchung des globalen Sportartikelmarktes und dessen Rahmenbedingungen
- Branchenstrukturanalyse mittels des Five-Forces-Modells nach Porter
- Identifikation von Branchentrends wie Sportlifestyle-Produkten und Direktvertrieb
Auszug aus dem Buch
4.4.1 Bedrohung von Markteintritten
Die Bedrohung von Markeintritten in der Sportartikelindustrie wird vom Autor generell als gering eingestuft. Als Hauptgrund dafür ist vor allem die Notwendigkeit einer bekannten Marke für ein erfolgreiches Bestehen am Sportartikelmarkt anzuführen. Selbst im Zeitalter des Internets kann eine starke Marke meist nur über einen längeren Zeitraum und durch hohe Investitionen aufgebaut werden. Zusätzlich sind viele Sportartikel mittlerweile Hightech Geräte (z.B. Windsurfbretter, Skier, Golfschläger) bei denen oft eine jahrelange Entwicklungsarbeit dahinter steckt, welche viele Unternehmen vor einem Markteintritt abschrecken dürfte. Ein leicht erhöhtes Risiko für Markteintritte besteht wohl durch die etablierten Bekleidungshersteller, welche über sehr weit verbreitete Marken mit einem hohen Bekanntheitsgrad verfügen und zunehmend den Trend zu Sportlifestyle-Produkten aufgreifen. Da jedoch die Sportartikelproduzenten aufgrund der intensiven Forschungs- und Entwicklungsarbeit den reinen Bekleidungsherstellern in Sachen Material und Funktionalität in der Regel überlegen sind, scheint die Gefahr von verstärkten Markteintritten der etablierten Modeunternehmen wohl nur bedingt gegeben zu sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Begriffsdefinition der Sportartikelindustrie: Dieses Kapitel erläutert die Schwierigkeiten bei der Abgrenzung von Sport- und Nichtsportaktivitäten und definiert den Begriff der Sportartikelindustrie für die vorliegende Arbeit.
2 Abgrenzung des Untersuchungssamples: Es werden vier spezifische Kriterien (u.a. Produktionstätigkeit, Börsennotierung) festgelegt, um die 32 für die Untersuchung relevanten Unternehmen auszuwählen.
3 Analyse der Unternehmen: Die betriebswirtschaftliche Betrachtung fokussiert sich auf die Entwicklung von Mitarbeiterzahlen, Umsätzen, Kapitalstrukturen sowie Produktgruppen und Beteiligungsstrategien.
4 Sportartikelmarkt: Dieses Kapitel untersucht die makroökonomischen Rahmenbedingungen, Marktumsätze, Branchentrends und analysiert die Wettbewerbskräfte sowie Zukunftsaussichten der Branche.
Schlüsselwörter
Sportartikelindustrie, Sportlifestyle, Marktanalyse, Unternehmensanalyse, Five-Forces-Modell, Differenzierungsstrategie, Markenimage, Produktgruppen, Akquisitionen, Globaler Markt, Branchenstrukturanalyse, Pro-Kopf-Umsatz, Wettbewerbsintensität, Direktvertrieb, Forschung und Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die internationale Sportartikelindustrie unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt die Begriffsdefinition, die Analyse von Unternehmensdaten (wie Umsatz und Mitarbeiter), Marktentwicklungen sowie die Wettbewerbsstruktur.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein besseres Verständnis der Branche durch die Analyse eines repräsentativen Untersuchungssamples und die Anwendung strategischer Managementmodelle zu erlangen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben einer literaturbasierten Untersuchung wird das "Five-Forces-Modell" nach Michael E. Porter zur Branchenstrukturanalyse angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine unternehmensbezogene Analyse und eine umfassende Betrachtung des globalen Sportartikelmarktes.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Sportartikelindustrie, Marktanalyse, Strategie, Sportlifestyle und Wettbewerbsintensität.
Wie unterscheidet sich die Lifestyle-Strategie von der Performance-Ausrichtung?
Lifestyle-Produkte zielen verstärkt auf modische Trends und höhere Margen ab, während Performance-Produkte primär durch technologische Innovationen und funktionale Überlegenheit differenziert werden.
Welche Bedeutung haben Akquisitionen für die Branche?
Akquisitionen dienen den Unternehmen zur Erweiterung ihres Produktportfolios, zur Erschließung neuer Regionen und zur Stärkung ihrer Marktposition.
- Arbeit zitieren
- Dr. Klaus Seiringer (Autor:in), 2005, Analyse der Sportartikelindustrie. Begriffsdefinition, Unternehmensanalyse und der Sportartikelmarkt, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/296279