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Der intersubjektive Ansatz in der Psychoanalyse. Grundlagen sowie Konvergenzen und Divergenzen zur Selbstpsychologie Heinz Kohuts

Title: Der intersubjektive Ansatz in der Psychoanalyse. Grundlagen sowie Konvergenzen und Divergenzen zur Selbstpsychologie Heinz Kohuts

Academic Paper , 2004 , 21 Pages

Autor:in: Dr. phil. Knuth Müller (Author)

Psychology - Consulting and Therapy

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Der intersubjektive Ansatz ist mittlerweile kein neuer mehr. Die ersten Wurzeln legte ROBERT D. STOLOROW (schon damals gemeinsam mit GEORGE E. ATWOOD) in den frühen 70er Jahren. Deutlich von der Selbstpsychologie HEINZ KOHUTs geprägt, begann sich um STOLOROW eine Autorengruppe zu etablieren, die in ihrer Rezeption des KOHUTschen Werkes dennoch für einige deutliche Veränderungen plädieren. Jene Veränderungen fanden schließlich 1984 (ATWOOD, G. & STOLOROW, R. D.) in dem Begriff der intersubjektiven Perspektive oder der Theorie der Intersubjektivität ihre Heimat. Einen streckenweise durchaus provokativen Stil verfolgend (wie oben angestelltes Zitat anschaulich zeigt), hat sich bis zum heutigen Tage eine Vielfalt von Publikationen in den selbstpsychologischen Diskurs eingeführt: von philosophischer Verortung ihres intersubjektiven Verständnisses angefangen, bis hin zu dezidiert behandlungstechnischen Schriften – und damit nicht selten eine deutliche Kritik für ihr postmodernes, kontextualistisches Verständnis der Selbstpsychologie erntend. Zunächst jedoch einige grundlegende Anmerkungen zur Person STOLOROWs und anschließend der theoretischen Verortung der Theorie der Intersubjektivität.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Person und theoretischen Hintergrund von ROBERT D. STOLOROW

3 Grundlagen der Theorie der Intersubjektivität in der Psychoanalyse

3.1 Das intersubjektive Feld und seine theoretische Verortung

3.2 Entwicklungspsychologische Aspekte aus Sicht der intersubjektiven Perspektive

3.3 Psychopathologie im Licht der Intersubjektivität

4 Konvergenzen und Divergenzen zur Selbstpsychologie HEINZ KOHUTs

4.1 Konvergenzen

4.2 Divergenzen

4.2.1 Der Begriff des Selbst

4.2.2 Die Bi-Polarität des Selbst

4.2.3 Fragmentierung: isolierte Triebmanifestation als Desintegrationsprodukt?

4.2.4 Selbstobjekte vs. „echte“ Objekte

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den intersubjektiven Ansatz in der Psychoanalyse, insbesondere durch die Arbeiten von Robert D. Stolorow, und setzt diesen in Bezug zur Selbstpsychologie von Heinz Kohut. Das primäre Ziel besteht darin, sowohl die theoretischen Grundlagen der Intersubjektivitätstheorie darzulegen als auch die spezifischen Konvergenzen und Divergenzen zwischen den beiden Ansätzen kritisch zu beleuchten.

  • Grundlagen der Intersubjektivitätstheorie
  • Struktur und Bedeutung des intersubjektiven Feldes
  • Entwicklungspsychologische und psychopathologische Aspekte
  • Kritische Analyse der Selbstpsychologie Heinz Kohuts
  • Unterscheidung von Selbst-als-Struktur und Selbst-als-Person

Auszug aus dem Buch

Die Bi-Polarität des Selbst

Der Vorwurf, den die intersubjektive Perspektive dem Konstrukt der Bi-Polarität des Selbst macht, ist, dass durch ein solches Konzept wieder ein mechanistisches Denken auflebt, was durch das KOHUTsche Setzen des Primats der empathisch-introspektiven Untersuchungsmethode als nicht zugänglich verworfen wurde. Motivationale Spannungsbögen zwischen den beiden Polen der Talente und Fähigkeiten auf der einen und den Zielen und Idealen auf der anderen Seite, sind ebenso wenig auf empathisch introspektiver Ebene zugänglich, wie die „Libidohydraulik“ (ebd., S. 36) der Triebtheorie.

Ein weiteres Problem entsteht dadurch, dass durch solch ein mechanistisches Modell unveränderliche Merkmale in Subjekte hineininterpretiert werden, was zu dem Schluss verführen kann, dass diese Subjekte zu erstarrten Wesen werden, ohne Möglichkeit auf therapeutischer Beeinflussung.

Auch die Begrenztheit der Bi-Polarität wird von STOLOROW et al. kritisiert, da sie der Überzeugung sind, dass dadurch der Bereich möglichen Selbstobjekt-Erlebens, welches die Entwicklung der Selbstorganisation eines Subjekts formt, unnötig eingeschränkt wird: „Wir haben den Verdacht, dass eine große Zahl von Selbstobjekt-Funktionen und entsprechenden strukturellen Konfigurationen des Selbst von Analytikern noch zu entdecken sind, die sich bei ihren empathisch-introspektiven Bemühungen von verschiedenen Blickwinkeln leiten lassen“ (ebd., S. 36).

„Wir möchten hier betonen, dass ein erweitertes Konzept der Selbstobjekt-Funktion mit einer vielgestaltigeren und ideographischen Vorstellung von der Selbststruktur einhergeht. Kontinuierliche Anwendung der empathisch-introspektiven Methode führt uns weg von der Annahme einer Bi- oder Tripolarität hin zu einer Würdigung der Vielschichtigkeit des Selbst, das sich aus einer Vielzahl von Selbstobjekt-Erlebnissen auf verschiedenen Ebenen seelischer Organisationen herleitet“ (ebd., S. 37).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die Entstehung des intersubjektiven Ansatzes durch Stolorow und Atwood und führt in deren kritische Auseinandersetzung mit der klassischen Selbstpsychologie ein.

2 Zur Person und theoretischen Hintergrund von ROBERT D. STOLOROW: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über Stolorows akademischen Werdegang und die wissenschaftliche Forschungstradition, die sein Verständnis von Subjektivität geprägt hat.

3 Grundlagen der Theorie der Intersubjektivität in der Psychoanalyse: Es werden die theoretischen Fundamente des intersubjektiven Feldes, seine entwicklungspsychologische Bedeutung und die daraus resultierende Sicht auf Psychopathologie erläutert.

4 Konvergenzen und Divergenzen zur Selbstpsychologie HEINZ KOHUTs: Das Hauptkapitel arbeitet Gemeinsamkeiten sowie kritische Differenzpunkte zwischen der Intersubjektivitätstheorie und Kohuts Selbstpsychologie, etwa hinsichtlich des Selbstbegriffs oder der Bi-Polarität, heraus.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese, in der die Intersubjektivitätstheorie als radikale Weiterentwicklung der Selbstpsychologie gewürdigt wird, die spezifische triebtheoretische Relikte bei Kohut kritisch hinterfragt.

Schlüsselwörter

Intersubjektivität, Psychoanalyse, Selbstpsychologie, Heinz Kohut, Robert D. Stolorow, intersubjektives Feld, Empathie, Introspektion, Selbstobjekt, Bi-Polarität, Entwicklungstrauma, Unbewusstes, Beziehung, Psychopathologie, Struktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der Intersubjektivität in der Psychoanalyse, entwickelt von Robert D. Stolorow und seinen Mitarbeitern, und stellt diese in den Kontext der Selbstpsychologie von Heinz Kohut.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören das intersubjektive Feld, die Rolle von Empathie und Introspektion, die Kritik an klassischen triebtheoretischen Konzepten sowie die Neudefinition von Begriffen wie Selbstobjekt und Selbst.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Grundlagen des intersubjektiven Ansatzes darzustellen und zu zeigen, wie dieser die Selbstpsychologie ergänzt, aber auch an bestimmten Konzepten Kohuts methodische und theoretische Kritik übt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, um bestehende psychoanalytische Konzepte (Stolorow et al. vs. Kohut) im Lichte der intersubjektiven Perspektive zu vergleichen und zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Grundlagen der Intersubjektivitätstheorie sowie die konkreten Konvergenzen und Divergenzen zu Kohuts Selbstpsychologie, inklusive detaillierter Unterpunkte wie der Bi-Polarität, analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Intersubjektivität, Psychoanalyse, Selbstpsychologie, Stolorow, Kohut und das intersubjektive Feld charakterisieren.

Warum kritisieren Stolorow et al. das Konzept der Bi-Polarität des Selbst?

Sie kritisieren, dass die Bi-Polarität ein mechanistisches Denken fördert, das nicht mit der empathisch-introspektiven Methode vereinbar ist und die Vielschichtigkeit des menschlichen Erlebens zu stark einschränkt.

Wie unterscheiden Stolorow et al. zwischen "Selbst" und "Person"?

Sie schlagen vor, den Begriff "Selbst" nur für die Beschreibung von Erlebnisorganisationen zu verwenden, während die "Person" als handelndes, ontologisches Subjekt von dieser strukturellen Ebene zu trennen sei.

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Details

Title
Der intersubjektive Ansatz in der Psychoanalyse. Grundlagen sowie Konvergenzen und Divergenzen zur Selbstpsychologie Heinz Kohuts
Author
Dr. phil. Knuth Müller (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V296013
ISBN (eBook)
9783656937029
ISBN (Book)
9783656937050
Language
German
Tags
ansatz psychoanalyse grundlagen konvergenzen divergenzen selbstpsychologie heinz kohuts
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. phil. Knuth Müller (Author), 2004, Der intersubjektive Ansatz in der Psychoanalyse. Grundlagen sowie Konvergenzen und Divergenzen zur Selbstpsychologie Heinz Kohuts, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/296013
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