Hausarbeiten logo
Shop
Shop
Tutorials
De En
Shop
Tutorials
  • How to find your topic
  • How to research effectively
  • How to structure an academic paper
  • How to cite correctly
  • How to format in Word
Trends
FAQ
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 20th century

Carl Schmitt, die Wahrheit und das Politische

Zu den erkenntnistheoretischen Vorannahmen in Carl Schmitts ›Der Begriff des Politischen‹ (1932)

Title: Carl Schmitt, die Wahrheit und das Politische

Scientific Essay , 2015 , 17 Pages

Autor:in: Dr. Jan Leichsenring (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

›Der Begriff des Politischen‹ ist das Schlüsselwerk Carl Schmitts, und der vorliegende Text soll helfen, einen klaren Blick auf dieses Buch zu erlangen. Oftmals wird zu wenig beachtet, unter welchen Bedingungen Schmitt die Aussagen, die er trifft, sinnvollerweise treffen kann. Auf grundlegendster Ebene sind diese Bedingungen Schmitts Vorstellungen von Erkenntnis und Wahrheit. Zuvörderst sind deshalb seine erkenntnistheoretischen Grundlagen zu diskutieren und auf zentrale Punkte seiner Argumentation zu beziehen. Meine These lautet, dass Schmitt relativistisch denkt. Die Zusammenhänge dieses Relativismus mit seinem Modell des Politischen werden an mehreren Beispielen erklärt. Im Zuge dessen wird u.a. ein Deutungsangebot für Schmitts Begriff der seinsmäßigen oder existentiellen Negierung unterbreitet, mit der er den Begriff der Feindschaft näher bestimmt, und Leo Strauss’ Schmitt-Rezeption thematisiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Beispiel 1 – Der Ausgangspunkt des Politischen

Beispiel 2

Was bedeutet »existentielle« oder »seinsmäßige Negierung«?

Relativismus und Menschenbild

Moralische Normen als kulturrelative Normen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erkenntnistheoretischen Vorannahmen in Carl Schmitts Schlüsselwerk „Der Begriff des Politischen“ (1932) und prüft die These, dass Schmitts Modell auf einer relativistischen Grundhaltung basiert, die Auswirkungen auf sein Verständnis von Feindschaft und moralischen Normen hat.

  • Analyse von Schmitts erkenntnistheoretischen Voraussetzungen und dem Begriff der „seinsmäßigen Negierung“.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Schmitts Relativismus und seinem Modell des Politischen.
  • Diskussion der methodischen Ausgangspunkte sowie der Rolle von Intuition bei Schmitt.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Interpretation von Menschenbild und Feindschaft im Kontext von Relativismus.

Auszug aus dem Buch

Beispiel 1 – Der Ausgangspunkt des Politischen

Schmitt fragt, wodurch sich das Politische auszeichnet, wie sich ein Begriff des Politischen bestimmen lässt. Er parallelisiert dazu das Politische mit mehreren »relativ selbständigen Sachgebieten menschlichen Denkens und Handelns«(mit Praxisformen also) und gibt jeweils eine Grundunterscheidung an, die ein jeweiliges Sachgebiet bestimme.In der Wirtschaft sei diese Grundunterscheidung diejenige zwischen »Nützlich und Schädlich« bzw. »Rentabel und Nicht‐Rentabel«, in der Moral »Gut und Böse«, in der Ästhetik»Schön und Häßlich«. Die Grundunterscheidungfür das Politische findet Schmitt in der Unterscheidung von »Freund und Feind«. Er bestimmt also seinen Begriff des Politischen so, dass diejenigen Entscheidungen, Institutionen, Akteure usw. ›politisch‹genannt werden sollen, die in einer engen Beziehung zur Bestimmung von Freunden und Feinden stehen(wobei mit Feindschaft nicht der persönliche Nachbarschaftsstreit, sondern der potentiell gewaltsame Konflikt zwischen Kollektiven – prototypischerweise Staaten – gemeint ist.)

Bleiben wir um des besseren Verständnisses willen noch einen Moment bei dieser Begriffsbestimmung. Schmitts Vorentscheidung, nach einem einzelnen Spezifikum des Politischen zu fragen, lässt es bereits wahrscheinlich werden, dass er einen sehr schmalen Begriff des Politischen erhält. Nach diesem ist etwa eine Regierung politisch, wenn sie in der Lage ist, einem anderen Land den Krieg zu erklären und den Krieg zu führen. Eine Armee ist schon nicht mehr politisch, jedenfalls sofern sie nicht selbst über Krieg und Frieden entscheidet. Daneben lässt Schmitt noch die Rede vom Politischen in einem »sekundäre[n]«Sinne gelten, z.B. im Begriff »parteipolitisch« (30). Dabei muss es nicht um gewaltsame Auseinandersetzungen gehen, aber um Konflikte, zu deren Akteuren eine Partei gehört. Primär politisch bleiben für ihn aber gewaltsame Konflikte, in denen sich Kollektive von anderen Kollektiven abgrenzen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die These aufgestellt, dass Schmitt erkenntnistheoretisch relativistisch denkt und die Bedingungen seines Modells des Politischen diskutiert werden müssen.

Beispiel 1 – Der Ausgangspunkt des Politischen: Schmitts Methode der Parallelisierung des Politischen mit anderen Sachgebieten und die daraus resultierende Fixierung auf die Freund-Feind-Unterscheidung werden kritisch analysiert.

Beispiel 2: Anhand des extremen Konfliktfalls wird Schmitts Ablehnung einer neutralen Objektivität und die Bindung von Erkenntnis an partikulare Kollektive thematisiert.

Was bedeutet »existentielle« oder »seinsmäßige Negierung«?: Das Kapitel hinterfragt Schmitts vage Verwendung dieser Begriffe und sucht nach Erklärungsansätzen in der zeitgenössischen Philosophie.

Relativismus und Menschenbild: Es wird untersucht, wie Schmitt die Offenheit des Menschen als Grund für dessen „Herrschaftsbedürftigkeit“ deutet und dabei wertende anthropologische Komponenten ausklammert.

Moralische Normen als kulturrelative Normen: Die Schlussfolgerung, dass bei Schmitt Ideale privat bleiben und politisches Handeln machttheoretisch statt ethisch begründet ist, wird hier vertieft.

Schlüsselwörter

Carl Schmitt, Der Begriff des Politischen, erkenntnistheoretischer Relativismus, Freund-Feind-Unterscheidung, seinsmäßige Negierung, politische Theorie, Existentialismus, politische Einheit, Machttheorie, Menschenbild, normative Normen, Leo Strauss, Kulturrelativismus, politische Philosophie, Erkenntnisfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die erkenntnistheoretischen Vorannahmen, die dem Werk „Der Begriff des Politischen“ von Carl Schmitt zugrunde liegen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind Schmitts erkenntnistheoretischer Relativismus, das Menschenbild, die Bedeutung der Freund-Feind-Unterscheidung und die Frage nach der Begründbarkeit moralischer Normen im politischen Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen erkenntnistheoretischen Bedingungen Schmitt sein Modell des Politischen formuliert und warum er dabei bewusst auf universelle Begründungen verzichtet.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es wird eine hermeneutische Herangehensweise gewählt, um die Position Schmitts als in sich stimmiges Modell zu verstehen und implizite Voraussetzungen für seine Thesen freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil analysiert Schmitts methodische Ausgangspunkte, seine spezifische Auslegung von Existenz und Feindschaft sowie seine Auseinandersetzung mit philosophischen Ansätzen, etwa denen von Plessner oder Kant.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Werk „Der Begriff des Politischen“ sind Relativismus, Machttheorie, Kollektivität und das Fehlen einer universalen Ethik maßgebliche Aspekte.

Warum lehnt Schmitt laut der Analyse eine „Politik der kleinen Schritte“ ab?

Schmitt sieht in der Weltpolitik ein Entweder-oder, bei dem universale Institutionen wie der Völkerbund entweder effektiv Kriege verhindern oder ihre Existenzberechtigung verlieren, weshalb er Zwischenlösungen ablehnt.

Wie verhält sich der Relativismus zu Schmitts Begriff der Feindschaft?

Da es laut Schmitt keine allgemeingültigen moralischen Maßstäbe gibt, ist jede Feindsetzung eine Entscheidung eines Kollektivs nach eigenen Maßstäben, die von außen weder kritisiert noch als objektiv falsch bewertet werden kann.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Carl Schmitt, die Wahrheit und das Politische
Subtitle
Zu den erkenntnistheoretischen Vorannahmen in Carl Schmitts ›Der Begriff des Politischen‹ (1932)
Author
Dr. Jan Leichsenring (Author)
Publication Year
2015
Pages
17
Catalog Number
V295472
ISBN (eBook)
9783656934196
ISBN (Book)
9783656934202
Language
German
Tags
wahrheit vorannahmen carl schmitt der begriff des politischen lektürehilfe einführung zusammenfassung Politik politische Philosophie Konservatismus Relativismus Klassiker Erkenntnistheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Jan Leichsenring (Author), 2015, Carl Schmitt, die Wahrheit und das Politische, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/295472
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Hausarbeiten logo
  • Facebook
  • Instagram
  • TikTok
  • Shop
  • Tutorials
  • FAQ
  • Payment & Shipping
  • About us
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint