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Weiterbildungsteilnahme und -motive von Lehrerinnen und Lehrern an öffentlichen Schulen

Eine quantitative Erhebung im Raum Dresden

Title: Weiterbildungsteilnahme und -motive von Lehrerinnen und Lehrern an öffentlichen Schulen

Bachelor Thesis , 2014 , 84 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anne Steinigen (Author)

Pedagogy - Adult Education

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Summary Excerpt Details

Die Vorstellungen über den Beruf des Lehrers gehen meist sehr weit auseinander. Am weitesten verbreitet gilt die Meinung, dass Lehrer für einen verhältnismäßig guten Lohn im Vergleich zu anderen Berufsgruppen, weniger arbeiten müssen. Zudem haben Lehrer Ferien. Lehrer selbst unterstützen diese Meinung selten. Lehrer sein, gilt mittlerweile als einer der anstrengendsten Berufe, speziell wegen der psychischen Belastungen.
Prof. Dr. Uwe Schaarschmidt, der Projektleiter der Potsdamer Lehrerstudie, analysierte Belastungsindikatoren, die vor allem für die psychische Gesundheit relevant sind. Schaarschmidt unterscheidet in vier persönliche Muster, welche das arbeitsbezogene Verhalten und Erleben beschreiben sollen. Muster G (Gesundheit), Muster S (Schonung), Muster A (Selbstüberforderung) und Muster B (Resignation). Die Erstgenannten stellen keine große Gefahr für die Lehrer und deren Gesundheit dar. Ein Risiko hingegen stellen das Muster A (Selbstüberforderung) und das Muster B (Resignation) für Lehrer dar. Das Muster B ist besonders bedenklich, da es nicht selten den Beginn einer Burnout-Erkrankung darstellt. Um diese Gesundheitsbeeinträchtigung zu vermeiden, stellt sich die Frage: „Wie können günstige Voraussetzungen vor dem Berufsbeginn geschaffen werden, um die Lehrer psychisch besser auf ihren Beruf vorzubereiten und um ihnen den Lehreralltag zu erleichtern?
Bisher zeigte sich, dass sich das Berufsbild und die Berufsanforderungen des Lehrers stetig über die Jahre wandeln. Der normale Berufsalltag eines Lehrers ist geprägt durch „schwierige Schüler, Unterrichtsstörungen, Zeitstress, nörgelnde Eltern, keine Würdigung ihrer Anstrengungen [von Seiten der Schüler und Eltern, A.S.] für guten Unterricht [als auch eine, A.S.] schleichende Resignation“. Der Lehrer nimmt eine zunehmende Belastung wahr. Laut einer empirischen Studie nennen Lehrer an dritter Stelle mit 43,8% methodisch-pädagogische Probleme als einen der größten Belastungsfaktoren. Wie kann den Lehrern bei diesem Problem geholfen werden? Einige Autoren beschäftigen sich intensiv mit dieser Frage und dabei wurde von ihnen auch das Thema Weiterbildung aufgegriffen.
Das Schulgesetz Sachsens verpflichtet, in §40 Abs. 2 Satz 2, Lehrer sich regelmäßig fortzubilden. Dabei geht es vor allem um fachliche, pädagogische, diagnostische und entwicklungs-psychologische Inhalte. Informationen zu Weiterbildungen werden gegenwärtig zu großen Teilen über das Internet angeboten. [...]

Excerpt


Inhaltsangabe

Ausgangslage

1 Theoretische Vorüberlegungen

1.1 Erwachsenenbildung/ Weiterbildung und das Lebenslange Lernen

1.2 Motive/ Motivation einer (Nicht)Teilnahme

1.3 Aktuelle Daten zur Weiterbildungspartizipation

1.4 Maslows Bedürfnishierarchie, Humankapitaltheorie und Habitus

1.5 Modelle zur Erklärung und Prognose von Weiterbildungsverhalten

1.5.1 Teilnehmermotivationstypologie und EPS A – Cyril Houle

1.5.2 Das „Congruence Model“ – Roger Boshier

1.5.3 Das „Model of Recruitment and Barries“ – Kjell Rubenson

1.5.4 Partizipationsforschung & Verbraucherverhalten – Jyri Manninen

1.6 Einflussfaktoren die Motive für eine (Nicht-)Teilnahme beeinflussen

2 Methode und Forschungsdesign

2.1 Forschungsmethode

2.2 Ablauf der Untersuchung

2.2.1 Entwicklung des Fragebogens

2.2.1.1 Einleitung

2.2.1.2 Teilnahme und Teilnahmedauer

2.2.1.3 Inhalte der besuchten Weiterbildungen

2.2.1.4 Nutzen und subjektive Meinung der Teilnehmenden

2.2.1.5 Kosten

2.2.1.6 Motive

2.2.1.7 Informationen

2.2.1.8 Alter

2.2.2 Durchführung der Befragung

3 Die Ergebnisse und deren Analyse

3.1 Ergebnisse

3.1.1 Alter

3.1.2 Weiterbildungsteilnahme

3.1.3 Inhalte

3.1.4 Nutzen

3.1.5 Eigene Meinung

3.1.6 Kosten

3.1.7 Motive

3.1.8 Information

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Weiterbildungsverhalten und die zugrunde liegenden Motive von Lehrkräften an öffentlichen Schulen im Raum Dresden, um zu klären, inwieweit diese ihrer gesetzlichen Fortbildungspflicht nachkommen.

  • Analyse der Teilnahme an staatlichen und schulinternen Weiterbildungen
  • Untersuchung motivierender Faktoren für die Teilnahme oder Nicht-Teilnahme
  • Erfassung von Kostenübernahme und wahrgenommenem Nutzen der Fortbildungen
  • Vergleich der Ergebnisse mit der aktuellen empirischen Partizipationsforschung
  • Beurteilung der Rolle von Alter und Informationsquellen bei der Fortbildungsentscheidung

Auszug aus dem Buch

1.1 Erwachsenenbildung/ Weiterbildung und das Lebenslange Lernen

Zu Beginn ist festzustellen, dass die Begriffe Erwachsenbildung und Weiterbildung, auch wenn diese oft synonym benutzt werden, voneinander abzugrenzen sind.24 Rein geschichtlich betrachtet, geht der Begriff der Erwachsenenbildung weiter zurück, als der Begriff der Weiterbildung. Erwachsenenbildung wird nach Pöggeler als „die in organisiert-institutionellen Formen unternommenen Bemühungen um Aktivierung menschlicher Mündigkeit, Freiheit und Verantwortung mittels einer vom Erwachsenen selbst initiierten und verantworteten Bildung“25 verstanden. Der Begriff der Erwachsenenbildung steht, vor und nach der realistischen Wende, für „Institutionen und Bildungsangebote für Erwachsene [und, A.S] auch für eine grundlegende Werthaltung und gesellschaftliche Norm, die die politische und kulturelle Bildung sowie Persönlichkeitsbildung in den Mittelpunkt stellt“26.

In den 1970er Jahren etablierte sich der „eher bildungspolitisch geprägte Terminus der Weiterbildung“27. Dieser wird als „Fortsetzung und Wiederaufnahme organisierten Lernens nach Abschluß [sic] einer unterschiedlich ausgedehnten ersten Bildungsphase“28 beschrieben.

Die KMK29 erweiterte die Definition des Deutschen Bildungsrates: „Unter Weiterbildung werden die intentionalen Bildungsaktivitäten zusammengefasst, die nach Abschluss einer ersten, unterschiedlich ausgedehnten Bildungsphase mit anschließender Erwerbstätigkeit oder auch Familientätigkeit aufgenommen werden“30. Betrachtet man die Weiterbildung in der Gesamtheit des deutschen Bildungswesens, ist diese dem quartären Bildungsbereich zuzuordnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theoretische Vorüberlegungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe der Erwachsenenbildung und Weiterbildung, erläutert Motivationstheorien und stellt Modelle zur Partizipationsforschung vor.

2 Methode und Forschungsdesign: Das Kapitel erläutert die quantitative Forschungsmethode, die Entwicklung des verwendeten Fragebogens und den Ablauf der Untersuchung an den ausgewählten Dresdner Schulen.

3 Die Ergebnisse und deren Analyse: Hier erfolgt die Auswertung der erhobenen Daten hinsichtlich Altersstrukturen, Teilnahmegraden, Inhalten, Nutzen und Kosten der absolvierten Fortbildungen.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, gleicht sie mit der gesetzlichen Fortbildungspflicht ab und diskutiert die methodischen Grenzen der Untersuchung.

Schlüsselwörter

Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Lehrerfortbildung, Partizipation, Motivation, Maslow, Humankapitaltheorie, Habitus, Schulkultur, Lehreralltag, quantitative Erhebung, Dresden, Lebenslanges Lernen, Fortbildungspflicht, empirische Sozialforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Weiterbildungsverhalten und die individuellen Motive von Lehrkräften an öffentlichen Schulen im Raum Dresden.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Erklärungsmodellen für Weiterbildungsteilnahme, den gesetzlichen Rahmenbedingungen in Sachsen sowie der Analyse von Daten zu Inhalten, Kosten und dem wahrgenommenen Nutzen von Fortbildungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, inwieweit Lehrer staatlicher Schulen die im Schulgesetz des Freistaates Sachsen festgelegte Fortbildungspflicht erfüllen und welche Gründe für ihre Teilnahme oder Nicht-Teilnahme ausschlaggebend sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Autorin führte eine quantitative empirische Erhebung mittels eines standardisierten Fragebogens an Gymnasien, Oberschulen und Grundschulen im Raum Dresden durch.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Vorüberlegungen, die methodische Herleitung des Forschungsdesigns und die ausführliche Darstellung sowie Analyse der gewonnenen Studienergebnisse.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Lehrerfortbildung, Partizipationsforschung und quantitative Sozialforschung.

Wie stehen Lehrer in Dresden zur Fortbildungspflicht?

Die Mehrheit der Befragten erachtet Fortbildungen als notwendig, wobei häufig der Wunsch nach einem effektiveren und zeitsparenderen Angebot geäußert wurde.

Welchen Einfluss hat das Alter auf die Weiterbildungsteilnahme?

Die Studie deutet auf eine höhere Teilnahmequote bei älteren Lehrkräften hin, während die Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen unterrepräsentiert ist.

Spielt die Informationstechnik eine Rolle bei der Suche nach Fortbildungen?

Ja, Webseiten wie lehrerbildung.sachsen.de werden von einem Großteil der Lehrer genutzt, wobei auch der kollegiale Austausch innerhalb der Schulen eine zentrale Informationsquelle bleibt.

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Details

Title
Weiterbildungsteilnahme und -motive von Lehrerinnen und Lehrern an öffentlichen Schulen
Subtitle
Eine quantitative Erhebung im Raum Dresden
College
Technical University of Chemnitz  (Pädagogik)
Grade
1,7
Author
Anne Steinigen (Author)
Publication Year
2014
Pages
84
Catalog Number
V293630
ISBN (eBook)
9783656911814
ISBN (Book)
9783656911821
Language
German
Tags
weiterbildungsteilnahme lehrerinnen lehrern schulen eine erhebung raum dresden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Steinigen (Author), 2014, Weiterbildungsteilnahme und -motive von Lehrerinnen und Lehrern an öffentlichen Schulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/293630
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