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Angst als existentielle Grenzsituation

Title: Angst als existentielle Grenzsituation

Term Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frank Gleich (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century

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Summary Excerpt Details

In meinem ersten Semester als Philosophiestudent an der Universität Tübingen durfte ich ein Seminar mit dem Thema „Existenzphilosophie im 20. Jahrhundert“ besuchen. Durfte, weil mich von Anfang an die Authentizität der Themen überzeugte, ja, sie schienen mich alle persönlich zu betreffen und beschäftigten sich nicht, wie es der Philosophie doch recht häufig vorgeworfen wird, mit Scheinproblemen. Dies liegt zum einen daran, wie das Seminar geführt wurde, aber vielleicht auch zu einem kleinen Teil daran, wie ich mit den Themen umgehen konnte. Schon bald beschäftigte man sich mit den existentiellen Grenzsituationen, wie sie von Karl Jaspers als Bewusstwerdung des Seins und in Erscheinung treten der Transzendenz beschrieben werden. Die Art und Weise, so klar und doch fundamental, wie Jaspers diesen Vorgang beschreibt, weckte in mir die Neugier auf dieses Thema. Sodass für mich schon bald feststand, dass ich über dieses Thema eine Hausarbeit verfassen wollte.
Eine der wohl eklatantesten Erfahrungen überhaupt, die einem jungen Menschen widerfahren können, sind Situationen der Angst, Situationen, in denen man sich unfähig sieht zu handeln oder überhaupt noch wahrzunehmen. Aus diesen Gründen versuchte ich diese beiden Ideen zu verbinden, um existentielle Aussagen über den Menschen zu treffen. Aufgrund der Komplexität des Themas mussten einige Gedanken gezügelt und sich oft selbst ermahnt werden, da sie sonst die Geduld der Lesenden überstrapazieren würden. Und häufig steckt in einem kurzen Satz schon genug Offenkundiges, was für die Selbstreflexion auszureichen vermag.
Mit dieser Einleitung soll keine Rechtfertigung erfolgen, denn, wenn es einer Rechtfertigung bedurfte, dann der, die durch die Schrift selbst entsteht. Es soll aber ein Stück weit Interesse an dieser Thematik geweckt werden, und zudem scheint sich eine persönliche Würze doch immer schmackhaft auf eine theoretische Arbeit auszuwirken. Natürlich ist diese Vorrede, wenn sie auch noch so pathetisch daherkommt, mit einem leichten Augenzwinkern zu genießen. Aber genug gewechselt sind der Worte, lasst uns endlich Taten sehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Kapitel: Eine kurze Einleitung

II. Kapitel: Eine kurze Phänomenologie der Angst

2.1 Beziehung zum Nichtsein

2.2 Psychophysik der Angst

III. Kapitel: Angst als existentielle Grenzsituation

3.1 Die Grenzsituationen nach Jaspers

3.2 Angst als prophezeite Freiheit

IV. Kapitel: Misslingen der Angst

4.1 Die Masse als identitätsstiftendes Organ

4.2 Das Misslingen im Allgemeinen

V. Kapitel: Ein erweckendes Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der Angst aus phänomenologischer und existenzphilosophischer Perspektive, um ihre fundamentale Bedeutung für das menschliche Selbstverständnis und die Konstitution der Freiheit aufzuzeigen. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie der bewusste Umgang mit der Angst vor dem Tode als existentielle Grenzsituation zur Transformation des Individuums und zur wahren Selbstwerdung beitragen kann.

  • Phänomenologische Analyse des Angstbegriffs
  • Angst als existentielle Grenzsituation nach Karl Jaspers
  • Die Verbindung von Angst, Tod und menschlicher Freiheit
  • Das Misslingen der Angst durch gesellschaftliche Vermassung
  • Möglichkeiten der Transformation durch bewusste Selbstwerdung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Grenzsituationen nach Jaspers

Jeder Mensch sieht sich in seinem Leben irgendwann in Situationen versetzt, in denen er intensiver als sonst empfindet. In solchen Situationen wird man sich seines Selbst in besonderem Maße bewusst.Was dieser profane Satz auszusagen vermag, soll an dieser Stelle gezeigt werden: Solche Situationen werden von Karl Jaspers als „Grenzsituationen“ bezeichnet, welche, so Jaspers, neben dem Staunen und dem Zweifel die ursprünglichste Form philosophischer Überlegungen darstellen. Anders als alltägliche Situationen, die vom Menschen ritualisiert werden, aber sich doch im Laufe der Zeit ändern, sind diese Grenzsituationen nicht veränderbar oder von der geistigen Situation des Erlebenden abhängig.

Es kann zwar, wie im vorangegangen Abschnitt gezeigt wurde, versucht werden, ihnen zu entkommen, durch bestimmte Ablenkungsmechanismen etwa, oder es kann versucht werden, mit ihnen umzugehen, sie als das zu akzeptieren, was sie sind: Die Bewusstwerdung des eigenen Seins. Karl Jaspers schreibt dazu in seiner „Einführung in die Philosophie“: „Auf Grenzsituationen aber reagieren wir entweder durch Verschleierung, oder wenn wir sie wirklich erfassen, durch Verzweiflung und durch Wiederherstellung: Wir werden wir selbst in einer Verwandlung unseres Seinsbewußtseins.“ Wie oben gezeigt wurde, gibt es Möglichkeiten der Verschleierung, mit dieser Situation umzugehen, also ein sich darüber Hinwegtäuschen, und die der Verzweiflung und der Wiederherstellung. Nur durch die Verzweiflung, also durch das Akzeptieren dieser Situation und der anschließenden Wiederherstellung, kann ich sie erfassen, so Jaspers.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Kapitel: Eine kurze Einleitung: Die Einleitung motiviert die Auseinandersetzung mit der Existenzphilosophie und führt in die persönliche Faszination des Autors für existentielle Grenzsituationen bei Karl Jaspers ein.

II. Kapitel: Eine kurze Phänomenologie der Angst: Dieses Kapitel nähert sich dem Angstbegriff phänomenologisch und psychophysisch, wobei die Beziehung zum Nichtsein und das Konstituieren des Egos im Mittelpunkt stehen.

III. Kapitel: Angst als existentielle Grenzsituation: Hier wird die Angst als eine den Menschen konfrontierendes Grenzphänomen beleuchtet, das den Weg zur Freiheit und zur Bewusstwerdung des eigenen Seins ebnet.

IV. Kapitel: Misslingen der Angst: Das Kapitel analysiert, wie die gesellschaftliche Vermassung und staatliche Kontrolle die Angst als existentiellen Wegweiser unterdrücken und missbrauchen können.

V. Kapitel: Ein erweckendes Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und plädiert für die bewusste Annahme der Angst als Bedingung zur Freiheit und zur Gestaltung eines authentischen Seins.

Schlüsselwörter

Angst, Existenzphilosophie, Karl Jaspers, Grenzsituation, Nichtsein, Tod, Freiheit, Selbstwerdung, Phänomenologie, Vermassung, Identität, Sein zum Tode, Authenzität, Seinbewusstsein, Existentialien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische Untersuchung der Angst und deren zentrale Rolle für die menschliche Existenz und Freiheit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Kernpunkten zählen die Existenzphilosophie, das Konzept der Grenzsituationen, das Verhältnis von Angst und Freiheit sowie die Problematik der gesellschaftlichen Vermassung.

Welches primäre Ziel verfolgt der Text?

Ziel ist es, die Angst nicht als bloßes negatives Gefühl zu deuten, sondern ihr Potential als Motor für Selbstreflexion und authentische Seinsentfaltung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die phänomenologische Analyse, um Erscheinungsformen der Angst zu deuten und durch Induktion Schlussfolgerungen für das menschliche Handeln zu ziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine phänomenologische Annäherung, die philosophische Einordnung der Grenzsituationen nach Jaspers und eine kritische Auseinandersetzung mit dem Misslingen der Angst in Massengesellschaften.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Angst, Existenzphilosophie, Grenzsituation, Freiheit, Sein zum Tode und Selbstwerdung sind die prägenden Begriffe.

In welchem Zusammenhang steht die Angst laut dem Autor mit dem Tod?

Angst fungiert als Bewusstsein für das eigene Ende, was wiederum den Menschen dazu drängt, seine Möglichkeiten zu ergreifen und ein authentisches Sein zu wählen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen echter Angst und gesellschaftlicher Vermassung?

Während die echte Angst den Einzelnen zur Selbstreflexion zwingt, dient die Masse der Verschleierung des Seins und ersetzt die individuelle Existenz durch ein anonymes Gefühl.

Warum wird das Panopticon als Beispiel herangezogen?

Das Beispiel illustriert, wie durch ständige Beobachtung das Individuum als Objekt behandelt wird, was die natürliche Erfahrungswelt stört und eine echte Auseinandersetzung mit dem Sein behindert.

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Details

Title
Angst als existentielle Grenzsituation
College
University of Tubingen
Course
Existenzphilosophie des 20. Jahrhunderts
Grade
1,3
Author
Frank Gleich (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V293434
ISBN (eBook)
9783656908814
ISBN (Book)
9783656908821
Language
German
Tags
Jaspers Existentialismus Sartre Heidegger Angst Grenzsituation De Beauvoir
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Gleich (Author), 2014, Angst als existentielle Grenzsituation, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/293434
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