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Die Lage der Prostituierten im späten Mittelalter. Geduldet, gewollt oder geächtet?

Title: Die Lage der Prostituierten im späten Mittelalter. Geduldet, gewollt oder geächtet?

Term Paper (Advanced seminar) , 2014 , 22 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

In der folgenden Arbeit soll die Lage der Prostituierten in der Gesellschaft des späten Mittelalters näher betrachtet werden. Es soll geklärt werden, wie man ihre Position in der mittelalterlichen Ordnung beschreiben kann und ob es sich hierbei um ein Gewerbe handelt, welches zum alltäglichen Leben dazugehörte oder ob es eine Sonderform darstellte, welche nur selten anzutreffen war? Um diese Fragen zu klären soll vor allem das Vorkommen der Prostituierten und der Bordelle im zeitlichen Kontext des späten Mittelalters untersucht wurden.

Lokal lässt sich diese Arbeit auf den heutigen Raum Deutschlands, Österreichs und der Schweiz eingrenzen.

Zunächst soll aber erst einmal geklärt werden, was überhaupt eine Prostituierte im Mittelalter ausmachte und wie sie definiert wurde. Hatte man das gleiche Verständnis wie heute oder aber gab es Abweichungen, welche sich deutlich von den heutigen Vorstellungen differenzieren lassen. Nach der generellen Beschreibung einer Prostituierten werden die verschiedenen Formen aufgezeigt. Gab es überhaupt mehrere Arten oder war nur eine bestimmte Form der Prostituierten üblich. Wenn es unterschiedliche Formen gab, wie wurden sie definiert oder gab es Besonderheiten bei ihrer Unterscheidung?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Prostitution im Mittelalter

3. Verschiedene Formen der Prostitution

4. Das Frauenhaus

5. Die Kunden

6. Die Kirche und die Prostituierten

7. Prostitution in der Gesellschaft

8. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die sozio-ökonomische und rechtliche Stellung von Prostituierten in der Gesellschaft des späten Mittelalters im deutschsprachigen Raum. Dabei wird analysiert, inwieweit Prostitution als geduldetes, aber gleichzeitig stigmatisiertes Gewerbe Teil der städtischen Ordnung war und welche Funktion die Etablierung von Frauenhäusern für die gesellschaftliche Stabilität und die Sexualmoral innehatte.

  • Definition und Formen der mittelalterlichen Prostitution
  • Die Rolle und Organisation der städtischen Frauenhäuser
  • Einschränkungen und Zugangsbeschränkungen für Kunden
  • Das ambivalente Verhältnis der Kirche zur Prostitution
  • Gesellschaftlicher Status und Ausgrenzung der Prostituierten

Auszug aus dem Buch

4. Das Frauenhaus

Das Frauenhaus wird in der Fachliteratur oftmals mit dem Bordelle synonym verwendet, jedoch ist hierbei zu erwähnen, dass es sich bei den mittelalterlichen Frauenhäusern nicht immer um Bordelle handelt, denn auch hier gibt es Unterschiede, welche bei der Verwendung dieser Beschreibungen zu beachten sind.

Bordelle beschreiben den allgemeinen Arbeitsplatz einer Prostituierten, bei den Frauenhäusern hingegen handelt es sich um städtische und genehmigte Einrichtungen, in denen die Prostituierten ihren Tätigkeiten nachgehen können. Frauenhäuser konnten durch die Stadt oder den Landesherren gemietet und dann an einen Geschäftsführer untervermietet werden. Dieser Geschäftsführer wird als Frauenwirt bezeichnet und verpflichtet sich dazu, steuerliche Abgaben wiederum an die Stadt zu leisten. Im Gegensatz zu anderen Bordellen, wurden die Frauenhäuser und deren Besitzer meist nicht belangt, sofern sie stets pünktlich ihre Steuern zahlten. Die anderen Betreiber waren in den Städten eher unerwünscht und wurden aus diesem Grund oftmals zu hohen Geldstrafen verpflichtet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Prostituierten im späten Mittelalter und Darlegung der Forschungsfragen sowie der regionalen Eingrenzung.

2. Prostitution im Mittelalter: Definition der Prostituierten sowie Untersuchung der rechtlichen Besonderheiten und der Kleiderordnungen.

3. Verschiedene Formen der Prostitution: Vorstellung verschiedener Typen, wie der Badehaus-Prostitution, fahrenden Prostituierten und der freien städtischen Prostitution.

4. Das Frauenhaus: Analyse der Organisation, Gründung und behördlichen Regulierung der städtischen Frauenhäuser.

5. Die Kunden: Erörterung der Klientel und der restriktiven Zugangsvorschriften für bestimmte Gruppen wie Geistliche oder verheiratete Männer.

6. Die Kirche und die Prostituierten: Betrachtung der widersprüchlichen Haltung der Kirche, die Prostitution als "kleineres Übel" zur Vermeidung von Gewalt und Homosexualität duldete.

7. Prostitution in der Gesellschaft: Untersuchung der gesellschaftlichen Wahrnehmung, Diskriminierung und räumlichen Segregation von Prostituierten in mittelalterlichen Städten.

8. Resümee: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der sozialen Duldung und der Unverzichtbarkeit der Prostitution im mittelalterlichen Gleichgewicht.

Schlüsselwörter

Prostitution, Spätmittelalter, Frauenhaus, Bordell, Gesellschaft, Kirche, Sexualmoral, Dirne, Frauenwirt, Sozialgeschichte, Ausgrenzung, städtische Ordnung, Kriminalität, Recht, Kleiderordnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialen Lage, der rechtlichen Einordnung und der Wahrnehmung von Prostituierten in der spätmittelalterlichen Gesellschaft des deutschsprachigen Raums.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Prostitution, die Funktion der städtischen Frauenhäuser, die Rolle der Kirche bei der Duldung des Gewerbes und die gesellschaftliche Ausgrenzung der betroffenen Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die Prostituierten als Teil der mittelalterlichen Ordnung anerkannt, geduldet oder systematisch geächtet wurden und welche Gründe zu einer Institutionalisierung des Gewerbes führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Quellen und rechtlichen Verordnungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Prostitutionsformen, die Rolle der Frauenwirte, die Analyse der Kundenklientel, die kirchenrechtliche Duldungsdebatte sowie die gesellschaftliche Stigmatisierung und räumliche Trennung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Prostitution, Frauenhaus, Spätmittelalter, Kirche, Sozialgeschichte und Stigmatisierung.

Warum wurden Frauenhäuser von den Städten aktiv gefördert?

Die Räte der Städte sahen in den Frauenhäusern ein notwendiges Mittel, um das soziale Gleichgewicht zu wahren, Kriminalität zu senken und die "ehrbaren" Frauen vor sexuellen Übergriffen zu schützen.

Welche Rolle spielte der Frauenwirt?

Der Frauenwirt verwaltete die Einrichtung, sorgte für die Unterbringung der Dirnen, garantierte die Einhaltung der städtischen Richtlinien und führte die geforderten Steuern an die Stadt ab.

Wurden Prostituierte von der Kirche jemals akzeptiert?

Eine Akzeptanz im moralischen Sinne fand nicht statt; die Kirche betrachtete Prostitution als ein sündiges, aber unvermeidbares "kleineres Übel", um schlimmere Verfehlungen wie Homosexualität zu verhindern.

Warum war das Leben der "freien" Prostituierten gefährlicher als in einem Frauenhaus?

Freie Prostituierte unterlagen keinem städtischen Schutz, wurden häufiger aus der Stadt verwiesen und litten unter der direkten Konkurrenz zu den offiziellen Frauenhäusern, was sie sozial besonders verwundbar machte.

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Details

Title
Die Lage der Prostituierten im späten Mittelalter. Geduldet, gewollt oder geächtet?
College
University of Frankfurt (Main)  (Historisches Seminar)
Course
Hauptseminar
Grade
2,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
22
Catalog Number
V293345
ISBN (eBook)
9783656908111
ISBN (Book)
9783656908128
Language
German
Tags
lage prostituierten mittelalter geduldet
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Die Lage der Prostituierten im späten Mittelalter. Geduldet, gewollt oder geächtet?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/293345
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