Aus, bei, mit, nach, auf, über u.a werden Präpositionen (Verhältniswörter) genannt. Dazu sagt Rudi Conrad: “synsemantische Wortart, morphologisch unveränderlich, syntaktisch fähig, Wörter zu einander in ein bestimmtes Verhältnis zu setzen; semantisch ist dieses Verhältnis als lokal, temporal, modal u.a. festgelegt.“ (Rudi 1984:207)
Conrad bestimmt die Präpositionen durch ihre Verhältnisse, die räumlich, zeitlich oder modal sein können.
Die Präpositionen treten nie für sich alleine auf, sondern sehr oft in Verbindung mit einer Nominalphrase. Präpositionen charakterisieren sich auch dadurch, dass sie immer mit einem Kasus der Nominalphrase durch Rektion verbunden sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Klassifikation der Präpositionen im Deutschen und Arabischen
2.1. Präposition im Deutschen
2.2. Transkription
2.3. Präpositionen im Arabischen
2.3.1 Eigentliche Präpositionen
2.3.2 Uneigentliche Präpositionen
3. Die deutschen Präpositionen und ihre arabischen Entsprechungen
4. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv den Gebrauch von Präpositionen im Deutschen und Arabischen, um strukturelle Unterschiede in der Rektion sowie daraus resultierende Fehlerquellen für deutschlernende arabischsprachige Studierende zu identifizieren und zu analysieren.
- Klassifikation von Präpositionen in beiden Sprachen
- Strukturelle Gegenüberstellung der Rektionsverhältnisse
- Analyse typischer Interferenzfehler bei der Anwendung deutscher Präpositionen
- Einfluss der Muttersprache auf die Valenzstruktur von Verben
Auszug aus dem Buch
3. Die deutschen Präpositionen und ihre arabischen Entsprechungen
Eine große Zahl der arabischen und deutschen Präpositionen stimmt in Bezug auf die Rektion der Verben überein, z.B.:
dt.: In diesem Augenblick regnet es heftig.
arab.: fi: hadihi l-laH ẓati tumTiRu s-sama:'u bi-quwwatin.
(في هذه اللحظة تمطر السماء بقوة)
dt.: Seit gestern habe ich ihn nicht mehr gesehen.
arab.: munDu l-ba:riHati lam ara:hu.
(منذ البارح لم أراه)
dt.: Ich war in meinem Zimmer.
arab.: kuntu fi: ġurfati:
(آنت في غرفتي)
dt.: Unser Haus liegt vor dem berühmten Kino.
arab.: ju:ǧadu bajtuna: ama:ma s-sinima: l-mašhu:Ra.
(يوجد يتنا أمام السينما المشهورة)
dt.: Hinter dem Haus gibt es einen Garten.
arab.: xalfa l-bajti tu:ǧadu Hadiqatun.
(خلف البيت توجد حديقة)
Doch es gibt einige Verben, die ihrer Rektion nach andere Präpositionen regieren können.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Definiert Präpositionen als synsemantische Wortart und führt in die grammatikalische Funktion im Deutschen sowie im Arabischen ein.
2. Klassifikation der Präpositionen im Deutschen und Arabischen: Systematisiert deutsche Präpositionen nach Kasus-Rektion und kategorisiert arabische Präpositionen in eigentliche und uneigentliche Formen.
3. Die deutschen Präpositionen und ihre arabischen Entsprechungen: Analysiert Übereinstimmungen und Abweichungen in der Valenzstruktur von Verben zwischen beiden Sprachen und zeigt Ursachen für Interferenzfehler auf.
4. Schluss: Fasst die Schwierigkeiten zusammen, die insbesondere durch das Fehlen des Hilfsverbs "haben" im Arabischen entstehen, und betont die Notwendigkeit des auswendigen Lernens der präpositionalen Verwendung.
Schlüsselwörter
Präpositionen, Kontrastive Linguistik, Rektion, Valenzstruktur, Deutsch, Arabisch, Interferenz, Sprachvergleich, Grammatik, Fremdsprachenerwerb, Kasus, Nominalphrase, Syntax, Fehleranalyse, Morphologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem kontrastiven Vergleich von Präpositionen im Deutschen und Arabischen sowie deren unterschiedlicher Verwendung im Satzbau.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Rektion von Präpositionen, die Klassifizierung in eigentliche und uneigentliche Präpositionen und die Analyse von Interferenzfehlern bei arabischsprachigen Lernenden.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die systematischen Unterschiede in der Verwendung und Rektion von Präpositionen aufzudecken, um die häufig auftretenden Fehler bei arabischen Studierenden des Deutschen zu erklären.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine kontrastive Analyse angewendet, bei der die grammatikalischen Strukturen beider Sprachen direkt gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben der Klassifikation der Präpositionen konkrete Beispiele für Fehler bei der Verb-Präpositions-Verbindung analysiert, die durch den Einfluss der Muttersprache entstehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kontrastive Linguistik, Valenzstruktur, Interferenz, Rektion und Sprachvergleich beschreiben.
Wie unterscheiden sich deutsche und arabische Präpositionen hinsichtlich der Kasus-Rektion?
Während deutsche Präpositionen unterschiedliche Kasus (Dativ, Akkusativ, Genitiv) fordern können, regieren arabische Präpositionen im Wesentlichen ausnahmslos den Genitiv.
Warum fällt es arabischsprachigen Lernenden oft schwer, "haben" korrekt zu verwenden?
Das Arabische besitzt kein direktes Äquivalent zum Hilfsverb "haben". Stattdessen wird oft eine Konstruktion verwendet, die wörtlich "bei mir" bedeutet, was zu Interferenzfehlern im Deutschen führt.
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- P. H Hamid Baalla (Author), 2015, Die Präpositionen im Deutschen und ihre Entsprechungen im Arabischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/292641