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Umweltprobleme in Entwicklungsländern. Indien und die Wasserverschmutzung

Title: Umweltprobleme in Entwicklungsländern. Indien und die Wasserverschmutzung

Diploma Thesis , 2008 , 102 Pages , Grade: 3

Autor:in: Angelika Jaklin (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies

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Summary Excerpt Details

Von der Nutzung der Umweltressourcen, speziell des Wassers, kann nach den herrschenden moralischen und ethischen Maßstäben niemand ausgeschlossen werden, was bedeutet, dass jedermann Wasser kostenlos konsumieren kann, und wenig Interesse daran besteht Kosten für Verbrauch dieses Gutes zu tragen. Gegenwärtig wird das Gut Wasser in Indien immer noch so behandelt, als wäre es unbegrenzt in unveränderter Qualität verfügbar, was es aber tatsächlich längst nicht mehr ist.
Eine Ökologisch Soziale Marktwirtschaft anzustreben klingt für Indiens gegenwärtige Situation utopisch, allerdings beginnen Veränderungen mit genau eben diesen großen, unrealistisch klingenden Visionen.

Excerpt


1. Einleitung

1.1 Relevanz der Themenstellung

1.2 Methodische Vorgangsweise

1.3 Gang der Untersuchung

1.4 Definitionen und Prämissen

1.4.1 Politische Ökologie

1.4.2 Umweltökonomie

1.4.3 Umweltverschmutzung

2. Grundlagen der Umweltökonomie

2.1 Einführung in die Umweltökonomie

2.2 Das Allokationsproblem in einer Marktwirtschaft

2.2.1 Knappheit und Effizienz

2.2.2 Externe Effekte

2.2.3 Öffentliche Güter

2.3 Internalisierung externer Effekte

2.3.1 Ergänzung des Marktsystems

2.3.2 Die Pigou-Steuer

2.3.3 Emissionszertifikate

2.3.4 Verschmutzungsrechte

2.3.5 Coase-Theorem

2.4 Die Allokation öffentlicher Güter

2.4.1 Lindahl-Gleichgewicht

2.4.2 Kostenteilungsgleichgewicht

2.4.3 Kernäquivalenz

3. Indiens Umweltsituation

3.1 Die wirtschaftliche Entwicklung Indiens im Überblick

3.2 Rechtliche und institutionelle Grundlagen der indischen Umweltpolitik

3.3 Umweltprobleme Indiens

3.3.1 Luftverschmutzung

3.3.2 Bodenverschmutzung

3.3.3 Abfallentsorgung

3.3.4 Lebensmittelverschmutzung

3.3.5 Wasserverschmutzung

3.3.6 Energiewirtschaft

3.3.7 Klimawandel: Desertifikation, Sandsturm, Sturmfluten

4. Umweltbereich Wasser

4.1 Wasserschutzgesetzgebung

4.2 Trinkwasser

4.3 Sanitärwasser

4.4 Grundwasser

4.4.1 Talcher

4.4.2 Mahad

4.4.3 Muthia

4.4.4 Ranipet

4.5 Wasser für die Landwirtschaft

4.5.1 Karnataka

4.5.2 Tamil Nadu

4.5.3 Andhra Pradesh

4.5.4 Orissa

4.6 Verschmutzung der Flüsse

4.6.1 Amlakhadi

4.6.2 Brahmani

4.6.3 Damanganga und Kolak

4.6.4 Ganges

4.7 Verschmutzung der Seen

4.7.1 Hussainsagar

4.7.2 Rihand-Stausee

4.7.3 Narmada-Stausee Projekt

4.8 Subventionen der Weltbank

4.9 Staatliche Maßnahmen

4.10 Potential im Bereich Wasser

5. Fazit

5.1 Bereits ergriffene Maßnahmen

5.2 Maßnahmen, die noch ergriffen werden sollten

5.3 Zukunftsaussichten

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Untersuchung der aktuellen Umweltsituation in Indien unter besonderer Berücksichtigung der Wasserverschmutzung sowie die Evaluierung umweltpolitischer und umweltökonomischer Instrumente zur Bewältigung dieser Probleme.

  • Grundlegende Instrumente der Umweltpolitik
  • Aktueller Zustand der Wasserressourcen in Indien
  • Effizienz der indischen Umweltschutzgesetzgebung
  • Fallstudien zu verschmutzten Industrieregionen
  • Rolle internationaler Organisationen und staatlicher Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Knappheit und Effizienz

Nur wenn die Grundlagen und das Fundament der wirtschaftlichen Methode bekannt sind, kann das darauf errichtete Theoriegebäude verstanden werden. Der Kern des ökonomischen Denkens besteht in der Überzeugung, dass wirtschaftliche Probleme ihrer Struktur nach Knappheitsprobleme sind. Ziel des Wirtschaftens ist es also knappe Güter und Ressourcen so einzusetzen, dass sie den größtmöglichen Nutzen stiften. Die Begrenztheit der Mittel ist unabänderlich, und die Antwort der Ökonomen darauf lautet „Effizienz“. Dieser Begriff lässt sich mit Hilfe des ökonomischen Prinzips näher charakterisieren, welches verlangt, dass ein gegebenes Ziel mit dem geringst möglichen Mitteleinsatz zu erreichen ist, und gegebene Mittel so einzusetzen sind, dass das angestrebte Ziel im größtmöglichen Umfang realisiert wird. Oder auch anders formuliert: Effizienz ist das Beste, was in einer Knappheitssituation erreicht werden kann, und darum kommt dem Effizienzbegriff eine zentrale Bedeutung in der ökonomischen Wirtschaft zu.

Thematisiert werden in der Ökonomie ebenfalls Verteilungsfragen, wobei allerdings bei Umweltproblemen man sich nahezu ausschließlich mit Ineffizienzen auseinandersetzt. Dies deshalb, weil, würden knappe Umweltressourcen gegenwärtig effizient genutzt werden, bliebe zur Lösung des Entwicklungs- und Bevölkerungsproblems nur noch die Möglichkeit der radikalen Umverteilung, welche in der Konsequenz einen weltweiten Verteilungskonflikt nach sich ziehen könnte. Allerdings muss bei ökonomischer Betrachtung der Umweltproblematik festgestellt werden, dass das zentrale Problem im Umgang mit natürlichen Ressourcen tatsächlich in der Ineffizienz ihrer Nutzung liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläuterung der Themenrelevanz, Definition der Forschungsfragen und Vorstellung des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2. Grundlagen der Umweltökonomie: Theoretische Auseinandersetzung mit Allokationsproblemen, externen Effekten sowie Instrumenten zu deren Internalisierung.

3. Indiens Umweltsituation: Überblick über die wirtschaftliche Lage Indiens und Darstellung spezifischer Umweltprobleme wie Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung.

4. Umweltbereich Wasser: Detaillierte Analyse der Wassersituation in Indien, inklusive rechtlicher Rahmenbedingungen und spezifischer Fallbeispiele zur Verschmutzung von Flüssen und Seen.

5. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse, Bewertung bereits ergriffener Maßnahmen und Ausblick auf zukünftige Lösungsansätze.

Schlüsselwörter

Indien, Umweltmanagement, Wasserverschmutzung, Umweltökonomie, Externe Effekte, Nachhaltigkeit, Umweltschutzgesetzgebung, Ressourcenmanagement, Abfallentsorgung, Industrieverschmutzung, Klimawandel, Weltbank, Entwicklungsland, Allokationsproblem, Trinkwasserqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Umweltproblematik in Entwicklungsländern, wobei Indien als konkretes Beispiel dient, mit einem Fokus auf die kritische Situation der Wasserressourcen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Umweltökonomie, die Wirksamkeit staatlicher Umweltschutzgesetze in Indien sowie konkrete Fälle von Umweltverschmutzung in indischen Industrieregionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie effizient die indische Umweltschutzgesetzgebung ist und welche umweltpolitischen Instrumente zur Verbesserung der Wasserqualität in Indien beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche nationaler und internationaler Quellen sowie der Analyse praktischer Beispiele und Fallstudien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Betrachtung der Umweltökonomie und eine detaillierte Bestandsaufnahme der ökologischen Situation in Indien, insbesondere im Bereich Wasser.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Umweltmanagement, Wasserverschmutzung, externe Effekte, Indiens Wirtschaftswachstum und ökologische Nachhaltigkeit charakterisiert.

Wie bewertet die Autorin die Wirksamkeit der indischen Umweltgesetze?

Die Autorin weist darauf hin, dass viele Gesetze zwar existieren, deren Durchsetzung jedoch oft an Korruption, mangelnden Kontrollen und der Priorisierung kurzfristiger wirtschaftlicher Interessen scheitert.

Welche Rolle spielen internationale Organisationen?

Organisationen wie die Weltbank oder das Blacksmith Institute spielen eine wichtige Rolle bei der Finanzierung und Umsetzung von Sanierungsprojekten, da nationale staatliche Maßnahmen oft ineffektiv bleiben.

Gibt es positive Lösungsansätze für die Wasserproblematik?

Ja, als erfolgreich werden Ansätze genannt, bei denen lokale Stakeholder, NGOs und Genossenschaften in Sanierungsprojekte eingebunden werden, anstatt sich rein auf staatliche Verbote zu verlassen.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Zukunft Indiens?

Die Autorin plädiert für den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und den Einsatz von Schlüsseltechnologien, um langfristig eine gesunde Umwelt bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum zu sichern.

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Details

Title
Umweltprobleme in Entwicklungsländern. Indien und die Wasserverschmutzung
College
Fachhochschule des bfi Wien GmbH
Course
Umweltmanagement - Wirtschaftsgeographie
Grade
3
Author
Angelika Jaklin (Author)
Publication Year
2008
Pages
102
Catalog Number
V289175
ISBN (eBook)
9783656894780
ISBN (Book)
9783656894797
Language
German
Tags
Umwelt Indien Ressource Wasser Qualität Verschmutzung Situation Luft Boden Abfallentsorgung Lebensmittel Energie Wirtschaft Energiewirtschaft Fluß Flüsse Grundwasser Trinkwasser See Seen Sanitärwasser Wasserschutz Gesetzgebung Klimawandel Weltbank Desertifikation Sandsturm Sturmfluten Maßnahmen Zukunft Zukunftsaussichten Ganges Narmanda Stausee Talcher Mahad Muthia Ranipet Tamil Nadu Karnataka Andhra Pradesh Orissa Amlakhadi Brahmani Damanganga Kolak Hussainagar Rihand Stausee Subvention Subventionen staatlich Potential
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angelika Jaklin (Author), 2008, Umweltprobleme in Entwicklungsländern. Indien und die Wasserverschmutzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/289175
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