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Laienheiligkeit in den italienischen Städten im Mittelalter

Title: Laienheiligkeit in den italienischen Städten im Mittelalter

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 30 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sabrina Cornelii (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Seit dem 11.Jahrhundert kam es in den norditalienischen Großstädten zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen, die schließlich Grundlage für die Ausbildung der Städte zur Kommune waren.
Doch auch auf geistiger Ebene entwickelte sich im Laufe des 12. Jahrhunderts ein neues Phänomen in den Ländern des Mittelmeers, vor allem in den städtischen Gebieten Nord- und Zentralitaliens: heilige Personen von nicht adeligem Ursprung, Bürgerliche und Künstler. Diese lokalen Heiligen nahmen sich Christus auf dem Gebiet der Armut und der Sorge um den Nächsten zum Vorbild.

Ziel meiner Arbeit wird es sein, den Schwerpunkt auf die Heiligen aus den Reihen der Handwerker und Kaufleute in den italienischen Städten zu legen und der Frage nachzugehen, warum dieser neuartigen Kategorie von Heiligen vor allem in Italien der Durchbruch gelang. Des Weiteren werde ich diese städtischen Heiligen kurz vorstellen und werde versuchen zu zeigen, welche Grundkomponenten diese Laienheiligkeit ausmachten. Schlussendlich werde ich mich noch der Frage widmen, warum das Aufkommen dieser Heiligen nur von kurzer Dauer war und was hierfür die Gründe waren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zum geistigen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbruch in der Gesellschaft

2.1 Geistige Situation: Das Erwachen der Laien und die Angst vor dem Tod in Sünde

2.2 Politische, soziale und wirtschaftliche Umbrüche in der Gesellschaft

3. Die Laienheiligkeit im kommunalen Italien

3.1 Beispiele von Laienheiligen

3.1.1 Homobonus von Cremona (†1197)

3.1.2. Raimondo „Palmerio“ von Piacenza (†1200)

3.1.3 Ranieri von Pisa (†1160)

3.1.4 Weitere erwähnenswerte Laienheilige

3.2 Ein Vergleich: Die Heiligkeit und soziale Herkunft in Italien gegenüber der in den westlichen Nicht-Mittelmeerländern

3.3 Die Grundkomponenten der Laienheiligkeit

3.3.1 Die Askese

3.3.2 Die Wallfahrt

3.3.3 Die Barmherzigkeit

4. Gründe für das Zurückgehen der städtischen Laienheiligen

4.1 Die Kanonisation von Laienpersonen

4.2 Die kirchliche Haltung gegenüber den Laienheiligen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Entstehen und den raschen Niedergang einer neuen Kategorie von Laienheiligen in den italienischen Städten des 12. Jahrhunderts, wobei insbesondere die sozioökonomischen Bedingungen des Bürgertums und das Wirken von Laien als Akteure christlicher Nächstenliebe im Fokus stehen.

  • Entstehung der Laienheiligkeit im Kontext der kommunalen Entwicklung Italiens.
  • Analyse der Viten ausgewählter Laienheiliger als Spiegelbild neuer Frömmigkeitsformen.
  • Vergleich der Heiligenbilder in Italien gegenüber Nicht-Mittelmeerländern.
  • Untersuchung der Grundkomponenten: Askese, Wallfahrt und Barmherzigkeit.
  • Ursachen für den Rückgang der Laienheiligen durch kirchliche Kanonisationsregulierungen und den Aufstieg der Mönchsorden.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Homobonus von Cremona (†1197)

Homobonus war der einzige Heilige von nicht adeligem Ursprung der auf Betreiben von Sicardus, dem Biographen von Homobonus und Bischof von Cremona, 1199 von Papst Innozenz III. offiziell heiliggesprochen wurde. Die Heiligsprechung von Homobonus wurde in der Bulle Quia pietas von Papst Innozenz III. festgehalten und war von besonderer Brisanz, es galt nämlich bis dahin die Vorstellung, dass diese Personengruppen nicht jenen Grad an Vollkommenheit zu erreichen mögen, der für eine Heiligsprechung erforderlich sei, weil die Ausübung ihrer auf Maximierung des Profits ausgerichteten Berufe dies von selbst verbiete.

Die norditalienischen Städten, vor allem Cremona, war von einer großen Zahl von Häretikern befallen. Diese sammelten sich vor allem unter den handwerklichen Berufen an, so ging es Papst Innozenz III. bei der Kanonisation vom Handwerker Homobonus darum, den häretischen Bewegungen in der Stadt, mit einem Heiligentypus der sowohl das Armutsideal als auch einen häretischen Gegner verkörpert, entgegenzusetzen. Laut Innozenz III. waren Virtus und die erzeugten Wunder erforderliche Voraussetzungen für die Heiligkeit. Diese Voraussetzungen erfüllte Homobonus. So bestand eine seiner Hauptaufgaben darin, die Häretiker, welche oftmals mit dem Teufel verglichen wurden, anhand seiner erzeugten Wunder an seinem Grabe, zum wahren Glauben zu bekehren. Bereits zu Lebzeiten sorgte Homobonus mit seinem politischen Engagement für Befriedung in seiner Stadt, indem er versuchte interne Konflikte in Cremona zu schlichten, wobei er von seinen Gegnern harte Schläge einstecken musste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufstieg der städtischen Laienheiligkeit im 12. Jahrhundert und definiert das Ziel der Arbeit, die sozialen und geistigen Gründe hinter diesem spezifisch italienischen Phänomen zu untersuchen.

2. Zum geistigen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Umbruch in der Gesellschaft: Dieses Kapitel erläutert die sozioökonomischen Transformationen und die spirituelle Neuorientierung der Laien, die durch das Erstarken der Kommunen und ein neues Verständnis von Armut und Jenseitsvorsorge geprägt waren.

3. Die Laienheiligkeit im kommunalen Italien: Hier werden anhand konkreter Viten wie denen von Homobonus oder Ranieri die gelebten Formen der Heiligkeit und die Rolle der Laien als Akteure christlicher Nächstenliebe und Askese analysiert.

4. Gründe für das Zurückgehen der städtischen Laienheiligen: Das Kapitel beleuchtet, wie eine stärkere kirchliche Regulierung des Kanonisationswesens und der Aufstieg der Mönchsorden zum Niedergang der spezifischen Laienheiligen-Kulte führten.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Laienheiligkeit ein kurzzeitiges, aber notwendiges Modell zur Bewältigung sozialen Elends war, das durch die geänderten kirchlichen Machtstrukturen und die Konkurrenz der Mönchsorden verdrängt wurde.

Schlüsselwörter

Laienheiligkeit, Italienisches Mittelalter, Bürgertum, Kommune, Homobonus von Cremona, Askese, Wallfahrt, Barmherzigkeit, Kanonisation, Papst Innozenz III, Häresiebekämpfung, Sozialgeschichte, Frömmigkeitsgeschichte, Armenfürsorge, Mönchsorden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem plötzlichen Aufkommen sowie dem darauffolgenden Niedergang lokaler Laienheiliger in den norditalienischen Städten des 12. und 13. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind der gesellschaftliche Wandel in den italienischen Kommunen, die Rolle des aufstrebenden Bürgertums, die Bedeutung der christlichen Nächstenliebe und die kirchliche Haltung gegenüber nicht-adeligen Heiligen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum ausgerechnet in Italien diese spezielle Kategorie von Laienheiligen entstand und warum sie trotz ihrer Beliebtheit bei der Bevölkerung als Modell nur von kurzer Dauer war.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt die Analyse hagiographischer Quellen (Viten), historischer Dokumente wie Kanonisationsbullen sowie den Vergleich mit europäischen Modellen zur Untersuchung der sozialen Herkunft von Heiligen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Umbrüche im Mittelalter die Viten von Heiligen wie Homobonus von Cremona und Raimondo von Piacenza sowie die Grundkomponenten der Laienheiligkeit detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Laienheiligkeit, Kommunen, Armenfürsorge, Kanonisation, christliche Nächstenliebe und das Spannungsfeld zwischen Klerus und bürgerlicher Frömmigkeit.

Warum war die Heiligsprechung von Homobonus so ungewöhnlich?

Homobonus war der erste Laie nicht-adeliger Herkunft, dessen Heiligsprechung vom Papst formal anerkannt wurde, was einen Bruch mit der Vorstellung darstellte, dass nur Adelige oder Kleriker den Grad an christlicher Vollkommenheit erreichen könnten.

Welchen Einfluss hatten die Mönchsorden auf das Verschwinden der Laienheiligen?

Die Mönchsorden verbreiteten ab dem 13. Jahrhundert ein Modell der vita contemplativa, das durch ihre überregionale Präsenz und organisatorische Stärke das "einfache" und lokale Modell der Laienheiligen verdrängte.

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Details

Title
Laienheiligkeit in den italienischen Städten im Mittelalter
College
University of Trier
Course
Die italienischen Städte im Mittelalter
Grade
2,0
Author
Sabrina Cornelii (Author)
Publication Year
2009
Pages
30
Catalog Number
V289152
ISBN (eBook)
9783656893820
ISBN (Book)
9783656893837
Language
German
Tags
Mittelalter Italienische Städte im Mittelalter Laienheilige Laienheiligkeit Mittelalterliche Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Cornelii (Author), 2009, Laienheiligkeit in den italienischen Städten im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/289152
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