Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten der Angst als Stilmittel in Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“. Nach einer Hinführung zu den Stilmitteln und der Erzählstruktur soll im Kontext auf Koeppens Werk schließlich auf Schwierigkeiten bei der Bewältigung einer destabilisierten Gegenwart eingegangen werden, wobei die Angst in ihren Facetten ‚Kriegsangst‘, ‚Individuelle Angst‘ und ‚Vereinzelung und soziale Angst‘ im Vordergrund stehen wird.
Die Atmosphäre des Romans ist geprägt von Angst, diese „beherrscht alle Lebensräume.“ Die zeitgeschichtlichen Umstände, „a world where the past is best forgotten, and the future insecure, if not threatening“ , machen individuelle wie kollektive Ängste verständlich, die das substanzielle Lebensgefühl der Romanfiguren beeinflussen: „In allen wirkt Lebensangst, Fremdgefühl und Unsicherheit, sie alle sind unentschieden im Empfinden und im Tun.“ Die Dominanz des Angstgefühls in vielfältigen Formen bestätigt Reich-Ranicki mit seiner Einschätzung, „Tauben im Gras“ sei „vor allem eine Studie über die Angst“ .
Inhaltsverzeichnis
- Stilmittel und Erzählstruktur im Überblick
- Kriegsangst und die Rolle der 'Seher'
- Individuelle Ängste
- Vereinzelung und soziale Angst
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Angst als Stilmittel in Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“. Sie untersucht die verschiedenen Facetten der Angst im Kontext des Romans und beleuchtet, wie Koeppen die Angst als Instrument zur Darstellung der Schwierigkeiten in einer destabilisierten Nachkriegsgesellschaft einsetzt.
- Die verschiedenen Facetten der Angst als Stilmittel
- Die Rolle der Angst in der Darstellung der destabilisierten Gegenwart
- Die Beziehung zwischen Stilmitteln und Erzählstruktur
- Die Auswirkungen der Angst auf die Figuren und ihre Beziehungen
- Die Darstellung von sozialer Isolation und Vereinzelung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel liefert einen Überblick über die Stilmittel und die Erzählstruktur von „Tauben im Gras“. Es wird erläutert, wie Koeppens Werk die Angst als zentrales Thema verwendet, um die Herausforderungen der Nachkriegsgesellschaft zu reflektieren. Die Angst wird in ihren verschiedenen Facetten – Kriegsangst, individuelle Angst und soziale Angst – beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Schlüsselbegriffen Angst, Stilmittel, Erzählstruktur, destabilisierte Gegenwart, Nachkriegsgesellschaft, Wolfgang Koeppen, Tauben im Gras, Kriegsangst, individuelle Angst, soziale Angst, Vereinzelung, Isolation, Modellfiguren, zeittypische Schicksale.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielt die Angst in Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“?
Die Angst ist das zentrale Stilmittel und beherrscht alle Lebensräume des Romans; sie spiegelt das Lebensgefühl einer destabilisierten Nachkriegsgesellschaft wider.
Welche Facetten der Angst werden im Roman unterschieden?
Die Arbeit differenziert zwischen Kriegsangst, individueller Angst sowie Vereinzelung und sozialer Angst.
Warum ist die Zukunft für die Romanfiguren bedrohlich?
Die zeitgeschichtlichen Umstände der Nachkriegszeit sorgen für Unsicherheit und ein Gefühl der Fremdheit, was kollektive Ängste schürt.
Wie beeinflusst die Erzählstruktur die Darstellung der Angst?
Die Arbeit analysiert, wie Koeppen durch eine spezifische Struktur die Zerrissenheit und Ausweglosigkeit der Figuren formal umsetzt.
Was meinte Reich-Ranicki mit seiner Einschätzung zum Roman?
Er bezeichnete „Tauben im Gras“ als eine „Studie über die Angst“, was die Dominanz dieses Gefühls im Werk unterstreicht.
- Quote paper
- Claudia Kollschen (Author), 2004, Die Angst als Stilmittel in Wolfgang Koeppens „Tauben im Gras“ (1951), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/288477