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Maria Magdalena und ihr Sohn Johannes Markus im Johannesevangelium

Title: Maria Magdalena und ihr Sohn Johannes Markus im Johannesevangelium

Textbook , 2015 , 138 Pages , Grade: ---

Autor:in: Klaus Mailahn (Author)

Theology - Biblical Theology

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Summary Excerpt Details

In dieser exegetischen Arbeit geht es in erster Linie um die Rollen von Maria Magdalena und ihres Sohnes Johannes Markus im Johannesevangelium. Um dabei den Part dieser Frau richtig verstehen zu können, erfolgt zunächst die Beweisführung, dass Johannes Markus ihr Sohn war und das Johannesevangelium wohl unter ihrer Anleitung verfasste. Daher muss auch die Konzeption des Weiblichen, wie sie uns in aller Regel in den meisten Übersetzungen des Neuen Testaments entgegentritt, neugefasst werden: Die vor allem durch falsche Übersetzungen zum männlichen Heiligen Geist umgewandelte Ruachmutter nimmt wieder den ihr gebührenden Platz als weibliche Gottheit ein, ebenso die ganz aus dem Evangelium gestrichene und durch den Logos ersetzte Frau Weisheit, Sophia. In der Neuübersetzung bestimmter Passagen klingt ihre wahre Bedeutung als Göttliche Mutter an, und man versteht besser, warum die Gnostiker, welche vor allem das Johannesevangelium für ihre Zwecke verwendeten, Maria Magdalena als deren Inkarnation ansahen. Ein weiterer, mindestens genauso wichtiger Punkt ist es, die Konzeption des Evangeliums von Maria Magdalena und Jesus Christus als Göttliches Paar zu erkennen. Dies wie auch der Frau Jesu Vergangenheit als Priesterin der Taubengöttin Ashima in Samaria wird vor allem anhand theologischer und etymologischer Gesichtspunkte herausgearbeitet. Dabei kommen Erkenntnisse ans Tageslicht, die so manchen interessierten Leser in Erstaunen versetzen dürften.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Unkorrekte Übersetzungen – eine Frage der Perspektive

Das Johannesevangelium – Einordnung, Datierung und Verfasserschaft

Maria Magdalena, Johannes Markus und die Entstehung des Johannesevangeliums

Maria Magdalena war die Mutter von Johannes Markus

Zum Namen Johannes Markus

Relevante Bibelstellen

Ein ikonographischer Aspekt: Mutter und Sohn in der Buchmalerei des Book of Kells

Verdrängung und Bekämpfung von Mutter und Sohn

Die Situation nach der Passion und Auferstehung Jesu

Die Verbindung des Johannesevangeliums mit der Gnosis

Die Entwicklung der johanneischen Gemeinde

Warum der Beiname Magdalena nicht im Johannesevangelium zu finden ist – und warum ihr ihre Heimatstadt Magdala später zugeordnet wurde

Zum Beinamen Magdalena

Zur Stadt Magdala

Übersetzung und Kommentar wichtiger Passagen

Zum Prolog

Übersetzung

Kommentar

Der Austausch von Sophia gegen Logos

Die Sophia der Gnosis

Sophia bei den Ophiten

Der Sophia-Mythos der Pistis Sophia

Sophia und Maria Magdalena

Die Folgen der Verdrängung Sophias

Zu Jesu Taufe im Jordan

Übersetzung

Kommentar

Die Ruachmutter im AT

Von der Ruachmutter des ATs zum Heiligen Geist im NT

Die Ruachmutter in der Gnosis

Ruach in der Ikonographie

Ruach in der christlichen Tradition

Ruach und Maria Magdalena

a) Bei Hippolyt

b) Bei Origenes

c) Bei Augustinus

Die Ruachmutter und Maria Magdalena bei der Taufe Jesu

Zum Kapitel „Das erste Zeichen: Die Hochzeit“

Jesus und die Samariterin am Brunnen

Übersetzung

Kommentar

Die Begegnung der Samariterin am Brunnen mit Jesus – ein Liebesgeplänkel

Die Taubengöttin Ashima

Weitere etymologische Überlegungen

Essenz der Begegnung Jesu mit der Frau am Brunnen

Parallelen zu Joh 4,11-29 im Alten Testament

Die Hochzeit zu Kana

Übersetzung

Kommentar

Die Erfüllung der Liebeswerbung

Überarbeitungen des Textes durch Bearbeiter

Die Komposition des Werkes als Göttliches Paar

Die geistige Bedeutung der Hochzeit

Von Wasser zu Wein

Verschiedene Stellen zu Sophia und Ruach. Maria Magdalena im Symbol des Fisches

a) Sophia

5,38

5,24

8,31

8,42-59

17,6.14

b) Ruach

3,4-8

3,34

6,63

7,38-39

14,16-17

14,26

15,26

16,7

16,13-14

c) Die versteckte Maria Magdalena bei der Speisung der 5000

6,1-6.15

Übersetzung

Kommentar

Kreuzigung und Passion

Die Frauen unter dem Kreuz

Durst und Wein

19,38-42

Auferstehung und Erscheinung Jesu vor Maria Magdalena

Übersetzung

Kommentar

20,1

Der weggerollte Stein

20,2

20,3-7

20,8-18

Die zwei Engel in weißen Gewändern

Höhe- und Schlusspunkt: Das Göttliche Paar

Die Verbindung zu Shabbat Hamalka

20,16

20,17

20,18-21

20,21-23

Zum Epilog

Übersetzung

Kommentar

Essenz der wichtigsten Erkenntnisse

Zielsetzung & Themen

Das Werk verfolgt das Ziel, die Rolle von Maria Magdalena im Johannesevangelium neu zu bewerten und ihre Identität als Mutter von Johannes Markus sowie als irdische Manifestation der Göttin Sophia zu etablieren. Dabei wird hinterfragt, wie spätere redaktionelle Änderungen die ursprüngliche, weiblich geprägte Theologie des Textes unterdrückt haben.

  • Rekonstruktion der Ur-Fassung des Johannesevangeliums
  • Aufdeckung der Identität von Maria Magdalena und ihrer priesterlichen Rolle
  • Untersuchung der Bedeutung von Sophia und Ruach im christlichen Kontext
  • Analyse der Beziehung zwischen Jesus und Maria Magdalena als Göttliches Paar
  • Dechiffrierung der Symbolik (z.B. Fisch, Taube, Brunnen) in den Evangelientexten

Auszug aus dem Buch

Die Ruachmutter im AT

Als ich von circa 1982 bis 1992 Mitglied im CVJM war, gab es in einem Liederbuch zu dem wunderschönen Lied „Ruach“ die Abbildung eines Frauenkopfes mit langem wehenden Haar, in welchem ein Säugling behütet wurde, und es war völlig unzweifelhaft, dass es sich dabei um eine Darstellung des Heiligen Geistes handelte. Was mich damals noch verwunderte, war später der Anlass, diesem Problem etwas weiter nachzuspüren. Denn der Heilige Geist, oder die Ruach, häufig auch Ruachmutter genannt, ist tatsächlich ein Problemfall – aber ein sehr aufschlussreicher! Dies fängt schon bei der Bezeichnung an: Manche feministische Theologinnen nennen „ihn“ gerne die „Heilige Geistin“, und das nicht ohne Grund.

Laut der Studie von Dreytza existiert der Begriff rûah (oder „rwh“) 387 Mal im AT. Knapp 200 Belege können für einen femininen Gebrauch in Anspruch genommen werden, nur 63 für den maskulinen – der Rest ist ungeklärt oder lässt sich nicht einordnen. Durch die Jungfrauenlegende von Lukas im NT erfuhr der Begriff im paulinischen Christentum eine sehr willkürliche Zuordnung als (männlicher) Geist Gottes, die sowohl der Mehrzahl des ATlichen Gebrauchs als auch des grammatikalisch weiblichen Artikels und symbolkundlichen Erkenntnissen hohnlacht. Denn nicht nur die Gnostiker, sondern auch die Juden und Judenchristen wie Edith Stein und andere betrachteten die Ruach traditionsgemäß als weiblich, ja verstehen sie bis heute als Ruachmutter.

Zusammenfassung der Kapitel

Maria Magdalena war die Mutter von Johannes Markus: Dieses Kapitel stellt die These auf, dass Maria Magdalena die Mutter des Evangelisten Johannes Markus war und dieser als Autor des ursprünglichen Johannesevangeliums fungierte.

Die Ruachmutter im AT: Das Kapitel untersucht die ursprüngliche, weibliche Bedeutung des hebräischen Begriffs "Ruach" und zeigt auf, wie dieser im NT fälschlicherweise als männlicher Heiliger Geist umgedeutet wurde.

Die Verbindung des Johannesevangeliums mit der Gnosis: Hier wird der Einfluss gnostischer Ideen auf das Johannesevangelium analysiert und die Nähe der johanneischen Gemeinde zu diesen Gedankenwelten aufgezeigt.

Die Taubengöttin Ashima: Es wird der kulturelle und mythologische Hintergrund der Region Samaria beleuchtet, um Maria Magdalenas mögliche priesterliche Vergangenheit im Kult der Göttin Ashima zu erklären.

Essenz der wichtigsten Erkenntnisse: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Argumente des Autors zusammen, insbesondere die Identifikation des "geliebten Jüngers" und die Rolle des "Göttlichen Paares" Jesus und Maria Magdalena.

Schlüsselwörter

Maria Magdalena, Johannes Markus, Johannesevangelium, Ruachmutter, Sophia, Gnosis, Ur-Johannes, Hierogamie, Taubengöttin, Ashima, Weiblichkeit Gottes, Christentum, biblische Exegese, Gematria, Heiliges Paar.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entstehung des Johannesevangeliums und postuliert eine ursprüngliche, weiblich geprägte "Urfassung", in der Maria Magdalena eine zentrale, göttliche Rolle einnimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Rolle der Frau im frühen Christentum, die Wiederentdeckung weiblicher Gottheiten (Sophia/Ruach) und die Entlarvung androzentrischer Textmanipulationen in den kanonischen Evangelien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Verbindung zwischen Jesus und Maria Magdalena als ein "Göttliches Paar" aufzuzeigen und nachzuweisen, dass dieses Paar die Grundlage der ursprünglichen christlichen Lehre bildete, bevor es systematisch unterdrückt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt historische Exegese, etymologische Analysen, religionsgeschichtliche Vergleiche und kabbalistische Methoden wie die Gematria, um versteckte Botschaften im Text freizulegen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse konkreter Bibelstellen im Johannesevangelium, der Rolle des Johannes Markus als Verfasser und dem Einfluss antiker Mysterien und gnostischer Mythen auf die Erzählstrukturen des Evangeliums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Maria Magdalena, Johannes Markus, Sophia, Ruachmutter, Gnosis, Hierogamie und die Rekonstruktion des Urtextes.

Warum wird Maria Magdalena oft mit der Göttin Sophia gleichgesetzt?

Der Autor argumentiert, dass Maria Magdalena die menschliche Inkarnation der gnostischen Sophia darstellt und ihre Rolle als "Frau Weisheit" durch redaktionelle Logos-Ersetzungen im Evangelium verschleiert wurde.

Welche Rolle spielt die Zahl 153 im Kontext von Maria Magdalena?

In der Gematria ergibt der Name Maria Magdalena (in der lateinischen Transliteration "H Magdalhnh") den Zahlenwert 153, welcher wiederum in der Erzählung vom Fischzug im Johannesevangelium als Symbol für ihre Identität und ihre Verbindung zu Jesus verwendet wird.

Excerpt out of 138 pages  - scroll top

Details

Title
Maria Magdalena und ihr Sohn Johannes Markus im Johannesevangelium
Course
---
Grade
---
Author
Klaus Mailahn (Author)
Publication Year
2015
Pages
138
Catalog Number
V287250
ISBN (eBook)
9783656877295
ISBN (Book)
9783656877301
Language
German
Tags
Frühchristentum Gnosis Maria Magdalena Johannes Markus Bibel Johannesevangelium Mutter Sohn
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Klaus Mailahn (Author), 2015, Maria Magdalena und ihr Sohn Johannes Markus im Johannesevangelium, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/287250
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