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Die Produktion von TV-Serien im Internet-Zeitalter

Title: Die Produktion von TV-Serien im Internet-Zeitalter

Diploma Thesis , 2014 , 97 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Mag. Martin Maier (Author)

Communications - Movies and Television

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Summary Excerpt Details

TV-Serien haben sich schon sehr früh zu einem der wichtigsten und erfolgreichsten Formate in der Geschichte des Fernsehens entwickelt. Sie bilden sowohl für das Publikum, die TV- Sender und als auch für die Filmwirtschaft ein zentrales Element der Fernsehunterhaltung. Doch jetzt droht das Fernsehen sein ureigenstes Medium an das Internet zu verlieren. Die Zuschauerzahlen des klassischen, linearen Fernsehens stagnieren nach jahrzehntelangen Zuwächsen, vor allem weil das jüngere Publikum sich immer stärker vom Fernseher als dem ehemaligen „Zentrum der familiären Unterhaltung“ ab- und den „Neuen Medien“ zuwendet . Ungeachtet der Art der Verbreitung ist das Interesse an serieller Unterhaltung ungebrochen.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der zentralen Frage welche Veränderungen, Risiken und Chancen diese Entwicklung aus Sicht von ProduzentenInnen von TV-Serien mit sich bringt.
Der Fokus dieser Arbeit liegt dabei auf fiktionalen Serienformaten. Beginnend von der Entwicklung über die Finanzierung, Herstellung bis hin zur Verwertung von TV-Serien ergeben sich aufgrund der Entwicklung hin zum „Überall“-Fernsehen etliche Fragen:
• Erfordern die neuen Verbreitungsmedien auch eine Änderung der Dramaturgie, Länge, Gestaltung etc. des Formats?
• Welche Konsequenzen hat das veränderte Sehverhalten für die Entwicklung bzw. Finanzierung von Serien?
• Wie sehen zukünftige Geschäftsmodelle aus?
• Welche Auswirkungen könnte diese Entwicklung auf den TV-Produktionsmarkt nehmen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

1. Umfeld

2. Forschungsfrage bzw. Hypothese

3. Begriffsdefinitionen

II. DIE PRODUKTION VON TV-SERIEN

1. Die historische Entwicklung von TV-Serien

2. Ein kurzer Abriss der Geschichte des Fernsehen

2.1. Die Entwicklung des TV-Formats „Serie“

2.2. Fernsehserien im Umbruch

3. Die Fernsehmärkte

3.1. „Traditionelles“ Fernsehen als globaler Wachstumsmarkt

3.2. Der deutsche Fernsehmarkt

3.3. Der US-Fernsehmarkt

3.4. Der Markt für TV-Serien

4. Die Produktion von fiktionalen TV-Serien

4.1. Die Produktion von fiktionalen TV-Serien für den US-Markt

4.2. Die Produktion von fiktionalen TV-Serien für den deutschen Markt

III. AUDIOVISUELLE MEDIEN IM INTERNET-ZEITALTER

1. Die Entwicklung des Internets zur Unterhaltungs-Maschine

1.1. Chronologie des Internets

1.2. Die Nutzung audiovisueller Medien im Internet

2. Veränderung des Medienkonsumverhaltens

2.1. Der Fernsehkonsum stagniert auf Rekordhöhe

2.2. Internet als das neue Unterhaltungs-Medium

2.3. Die Konvergenz von Internet und Fernsehen

2.4. Die neue Art des TV-Serien-Konsums „Binge-Watching“

IV. GESCHÄFTSMODELLE FÜR TV-PRODUKTIONEN IM INTERNET-ZEITALTER

1. Kostenlose Video-on-Demand-Angebote

1.1. Werbefinanzierte Video-on-Demand -Angebote

1.2. Sender-Mediatheken, Catch Up TV

2. Kostenpflichtige VoD-Angebote

2.1. Video-on-Demand im Einzelabruf (TVoD, PPV)

2.2. Abo-Modelle für Video-on-Demand (SVoD)

3. Die Entwicklung des Video-on-Demand-Marktes

3.1. Die Entwicklung des VoD-Markts in Deutschland

3.2. TV-Inhalte am Video-on-Demand-Markt

4. Crowd-Funding für die Finanzierung von Serien-Projekten

V. DIE PRODUKTION VON TV-SERIEN IM INTERNET-ZEITALTER

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung und des Internets auf die Produktion, Finanzierung und Verwertung fiktionaler TV-Serien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Chancen und Risiken sich für Produzenten durch veränderte Sehgewohnheiten wie Binge-Watching und neue Distributionswege ergeben.

  • Historische Entwicklung des Fernsehens und des Serienformats.
  • Analyse globaler TV-Märkte und Produktionsbedingungen in den USA und Deutschland.
  • Veränderungen im Medienkonsum durch Internet und neue Endgeräte.
  • Einfluss von Over-the-Top-Diensten und Video-on-Demand-Modellen.
  • Zukunftsperspektiven für Geschäftsmodelle in der TV-Produktion.

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Serien im Kino

Beeinflusst durch den großen Erfolg der Fortsetzungsromane in Printmedien entdeckt das junge Kino schon in einem sehr frühen Stadium die Möglichkeiten der seriellen Erzählweise für sich. Die französische Produktionsfirma Pathé-Frères bringt bereits 1906 den ersten Teil einer Kurzfilmserie mit André Deed in der Rolle des „Boireau“ ins Kino, die sich als großer Publikumserfolg erweist. Noch erfolgreicher ist die Kurzfilm-Serie „Max“, in der Max Linder, der erste internationale Kinostar, einen Dandy verkörpert. Sehr bald entwickeln sich auch in den USA, Deutschland und anderen Kinomärkten ähnliche Formate, die hauptsächlich im Bereich der Komödie angesiedelt sind. Etwas später werden auch Serien sehr populär, die sich stärker an den beliebten Motiven der Groschenromane (Detektivgeschichten, Abenteuer, Western) orientieren.

Die erste Filmserie, die nicht nur über Charaktere sondern über die Handlung inhaltlich verknüpft ist, entsteht ab 1912 in den Edison Studios. Die Action-Serie „What happened about Mary“ wird in zwölf Teilen monatlich im Kino präsentiert und zeitgleich sowohl als Bühnenstück in Teilen aufgeführt als auch im Printmagazin „The Ladies' World“ in Form eines Fortsetzungsromans veröffentlicht. Damit nimmt diese Serie aus den Pioniertagen des Kinos bereits sehr früh die multimediale Auswertung einer Serie vorweg.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den historischen Erfolg von TV-Serien und stellt die Problematik des linearen Fernsehens im Kontext des Internetzeitalters sowie die Forschungsfragen zur Veränderung des Produktionsmarktes vor.

II. DIE PRODUKTION VON TV-SERIEN: Dieses Kapitel gibt einen Abriss der TV-Geschichte, klassifiziert Serienformate und analysiert die spezifischen Produktionsbedingungen und Marktdynamiken in den USA und Deutschland.

III. AUDIOVISUELLE MEDIEN IM INTERNET-ZEITALTER: Hier werden die technische Entwicklung des Internets, das veränderte Medienkonsumverhalten, die Konvergenz von Internet und TV sowie das Phänomen Binge-Watching untersucht.

IV. GESCHÄFTSMODELLE FÜR TV-PRODUKTIONEN IM INTERNET-ZEITALTER: Das Kapitel erläutert aktuelle Finanzierungs- und Verwertungsansätze wie werbefinanzierte VoD-Angebote, Abo-Modelle (SVoD) und Crowd-Funding.

V. DIE PRODUKTION VON TV-SERIEN IM INTERNET-ZEITALTER: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und zieht Rückschlüsse für die Zukunft der TV-Produktion unter den veränderten Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

TV-Serie, Fernsehen, Internet, Video-on-Demand, VoD, SVoD, Produktionsmarkt, Medienkonsum, Binge-Watching, Geschäftsmodelle, Auftragsproduktion, Defizitfinanzierung, Streaming, Digitalisierung, Rundfunk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Internet und neue technologische Verbreitungswege auf die gesamte Wertschöpfungskette von TV-Serien, von der Finanzierung bis zur Verwertung, auswirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Einordnung des Serienformats, der Vergleich der TV-Produktionsmärkte USA und Deutschland, der Wandel des Medienkonsumverhaltens und neue digitale Geschäftsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Risiken und Chancen für Produzenten aufzuzeigen, die sich aus dem Wandel hin zum „Überall“-Fernsehen und dem schwindenden Marktanteil des klassischen linearen Fernsehens ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse, Marktanalysen von Branchenstudien und stichprobenartige Auswertungen von Programmdaten, um die aktuelle Situation der TV-Industrie abzubilden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Unterschiede zwischen US-amerikanischen und deutschen Produktionssystemen, die ökonomischen Aspekte von Streaming und Abo-Modellen sowie Crowd-Funding als ergänzende Finanzierungsform detailliert diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe TV-Serie, Video-on-Demand, Produktionsmarkt, Medienkonsum und Geschäftsmodelle definieren.

Warum ist der US-Markt für Produzenten in Deutschland interessant?

Der US-Markt dient als Modellbeispiel, da er bereits weiter fortgeschrittene Strukturen in Bezug auf Premium-Pay-TV-Serien und neue digitale Auswertungsfenster aufweist, von denen europäische Produzenten lernen können.

Was bedeutet Binge-Watching konkret für die Serienproduktion?

Binge-Watching durchbricht den wöchentlichen Ausstrahlungsrhythmus, was die Bedeutung von Cliffhangern relativiert und Produzenten ermöglicht, Geschichten in komplexeren Erzählbögen über ganze Staffeln hinweg zu entwickeln.

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Details

Title
Die Produktion von TV-Serien im Internet-Zeitalter
College
University of Music and Performing Arts Vienna  (Institut für Film und Fernsehen Filmakademie Wien)
Grade
1,0
Author
Mag. Martin Maier (Author)
Publication Year
2014
Pages
97
Catalog Number
V286862
ISBN (eBook)
9783656872412
ISBN (Book)
9783656872429
Language
German
Tags
produktion tv-serien internet-zeitalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Martin Maier (Author), 2014, Die Produktion von TV-Serien im Internet-Zeitalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286862
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