In dieser Arbeit wird die qualitative Nutzungskostenermittlung einer Grundschule vorgestellt. Hierbei wird eine Verfahrensmöglichkeit der Nutzungskostenermittlung präsentiert. Zunächst werden die Rahmenbedingungen aufgezeigt und das Objekt beschrieben. Folglich werden die ausgabenwirksamen- und kalkulatorischen Kostenarten berechnet. Außerdem wird gezeigt, dass durch eine Nutzungskostenberechnung Bauelemente nach ihrer Wirtschaftlichkeit ausgewählt werden können. Abschließend wird ein Fazit in Form einer Zusammenfassung gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Nutzungskostenermittlung am Beispiel einer Grundschule
2.1 Rahmenbedingungen für die Grundschule
2.2 Objektbeschreibung der Grundschule
2.3 Ermittlung der kalkulatorischen Kostenarten
2.4 Ermittlung der ausgabenwirksamen Kostenarten
2.5 Nutzungskosten, gesamt
3. Nutzungskostenermittlung: Auswahl eines Baudelementes
3.1 Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von Bodenbelägen
4. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine methodische Herangehensweise zur qualitativen Ermittlung von Nutzungskosten im Hochbau aufzuzeigen, um die Kostentransparenz über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu erhöhen und fundierte Planungsentscheidungen zu ermöglichen.
- Grundlagen der Nutzungskostenplanung nach DIN 18960:2008-02
- Praktische Anwendung der Ermittlungsmethodik am Beispiel einer Grundschule
- Differenzierung zwischen kalkulatorischen und ausgabenwirksamen Kostenarten
- Wirtschaftlichkeitsvergleich von verschiedenen Bauelementen (Bodenbeläge)
- Bedeutung der Nutzungskosten für Bauherren und Planer
Auszug aus dem Buch
Nutzungskostenermittlung am Beispiel einer Grundschule
Das Beispiel umfasst die vollständigen Nutzungskosten einer Grundschule mit vier Unterrichtsräumen (Gebäude und Grundstück) in Bezug auf das erste Jahr ab der Nutzbarkeit. Dabei werden die kalkulatorischen Kosten, Finanzierung und Abschreibung, aus den Gesamtkosten nach DIN 276-1:2006-11 ermittelt. Die ausgabenwirksamen Kostenarten -Objektmanagementkosten, Betriebskosten und Instandsetzungskosten- werden unter Anwendung des Verfahrens in Tabelle 2 bestimmt. Die wesentlichen Variablen wie Nutzungsdauer, Gesamtkosten und Kapitalkosten werden vorgegeben.
Das Beispiel wurde in Anlehnung an das Verfahren in „Nutzungskosten im Hochbau Ein neues Ermittlungsverfahren“ von Kalusche/ Naber erstellt.
Um die Beispielaufgabe zu vereinfachen, wird folgendes gelten:
- Der jährliche Abschreibungsbetrag wird jeweils durch einfache Division ermittelt (lineare Abschreibung). Das Grundstück ist davon ausgenommen.
- Bei den Kapitalkosten für das Grundstück wird von einem unveränderten Grundstückswert ausgegangen.
- Bei der Ermittlung der Kapitalkosten wird nicht zwischen Eigen- und Fremdkapital unterschieden.
- Es liegt eine Nominalverzinsung in Höhe von 6 % p.a. vor
- Allgemeine Teuerung wird langfristig mit durchschnittlich 3% p.a. angesetzt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der Kostenplanung im Hochbau und definiert die Zielsetzung der Arbeit, eine Methode zur Nutzungskostenermittlung vorzustellen.
2. Nutzungskostenermittlung am Beispiel einer Grundschule: In diesem Kapitel wird anhand eines konkreten Grundschulprojekts der Prozess der Kostenermittlung unter Berücksichtigung kalkulatorischer und ausgabenwirksamer Kostenarten detailliert dargestellt.
3. Nutzungskostenermittlung: Auswahl eines Baudelementes: Dieses Kapitel veranschaulicht durch eine Kostenvergleichsrechnung, wie die Nutzungskostenanalyse als Entscheidungshilfe für die Auswahl spezifischer Bauelemente (hier: Bodenbeläge) dient.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Nutzungskosten frühzeitig in die Investitionsbetrachtung einzubeziehen.
Schlüsselwörter
Nutzungskosten, Hochbau, DIN 18960, Kostenermittlung, Wirtschaftlichkeit, Lebenszyklus, Betriebskosten, Instandsetzung, Kapitalkosten, Objektmanagement, Investition, Gebäudeplanung, Grundschule, Bodenbeläge, Nachhaltigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Ermittlung der Nutzungskosten von Gebäuden im Hochbau, um die Wirtschaftlichkeit über die Lebensdauer hinweg besser einschätzen zu können.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gliederung der Nutzungskosten nach DIN-Normen, der Berechnung kalkulatorischer und ausgabenwirksamer Kosten sowie der Anwendung dieser Methodik auf konkrete Bauobjekte und Bauelemente.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, Planern und Bauherren ein transparentes Verfahren zur Verfügung zu stellen, mit dem die langfristigen Kostenfolgen von Planungsentscheidungen bereits in frühen Phasen bewertet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine anwendungsorientierte, qualitative Bewertungs- und Berechnungsmethodik, bei der Kennwerte herangezogen und nach einem Punktesystem an das spezifische Projekt angepasst werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird zunächst die Nutzungskostenermittlung für eine Grundschule inklusive der Bestimmung von Finanzierungs- und Betriebskosten erläutert. Danach folgt ein praktischer Vergleich verschiedener Bodenbeläge hinsichtlich ihrer langfristigen Wirtschaftlichkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Nutzungskosten, Hochbau, Wirtschaftlichkeit, Lebenszyklusbetrachtung und Kosteneffizienz charakterisiert.
Warum ist die Wahl des Bodenbelags ein zentrales Fallbeispiel?
Die Bodenbeläge dienen als Beispiel, weil bei ihnen die Spannweite zwischen anfänglichen Baukosten und den langfristigen Aufwendungen für Reinigung und Instandsetzung besonders groß ist und somit den Nutzen der Berechnung verdeutlicht.
Wie wirkt sich die Nutzungsdauer auf die Kapitalkosten aus?
Die angenommene wirtschaftliche Nutzungsdauer beeinflusst maßgeblich die Höhe der jährlichen Abschreibung, da die Investitionskosten über diesen Zeitraum verteilt werden müssen.
Welche Rolle spielt die DIN 18960 in diesem Dokument?
Die DIN 18960 dient als normatives Fundament, um eine verbindliche Kostengliederung für die Berechnung der Nutzungskosten im Hochbau bereitzustellen.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor in Bezug auf öffentliche Bauprojekte?
Der Autor weist darauf hin, dass bei öffentlichen Bauten aufgrund der Kameralistik eine klare Abgrenzung zwischen Investitions- und Nutzungskosten essenziell ist, um Optimierungspotenziale gezielt ausschöpfen zu können.
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- Miriam Deissner (Author), 2011, Nutzungskosten im Hochbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286456