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Wissen ist Macht. Erkenntnistheoretische Spielarten eines Prinzips

Title: Wissen ist Macht. Erkenntnistheoretische Spielarten eines Prinzips

Master's Thesis , 2014 , 82 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtschaftsing. Karin Ulrich (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

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Summary Excerpt Details

Aus der altbekannten Volksweisheit "Es kommt oft anders als man denkt" lässt sich ein ganz bestimmtes wissenschaftsphilosophisches Motiv oder eine Denkfigur ableiten, die der amerikanische Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman (1918-1988) seinerzeit wie folgt ausdrückte: „What I cannot create, I do not understand.“ Dieses Diktum, das ein ganzes philosophisches Projekt rahmt, und das heute, im Kontext der synthetischen Biologie in neuem Glanz erscheint, geht auf Namen wie Thomas von Aquin, Francis Bacon, Giambattista Vico oder auch Jaques Loeb zurück. Die Frage, die ich in Anlehnung daran stellen möchte ist, was es nun rein faktisch mit dem „Herstellen“ (create) und dem „Verstehen“ (understand) im dargebotenen wissenschaftsphilosophischen Kontext auf sich hat. Offenkundig ist, dass es hier zum einen um eine ganz spezifische Art von Wissen geht und zum anderen um das Verstehen oder Erkennen was selbst entworfen oder erschaffen wurde. Streng methodologisch betrachtet akzentuiert das Postulat eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung etwas zu verstehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundgedanken zu Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit

2.1. Fundamente der klassischen Wissenschaft

2.1.1. Über wissenschaftliches Wissen

2.2. Über technowissenschaftliches Wissen und den Kontext von Konstruktivismus und Realismus

3. Creating Understanding – Eine epistemische Verlagerung

3.1. Thomas von Aquin – Über göttliches Wissen

3.1.1. Leben und Werk des Aquinaten (1225-1274)

3.1.2. Über Thomas´ Verhältnis zu Philosophie und Theologie

3.1.2.1. Einblicke in seine Schrift De veritate

3.1.3. Die Offenbarungswahrheit als Erkenntnisgegenstand

3.2. Francis Bacon – Wissen ist Macht

3.2.1. Leben und Wer des Francis Bacon (1561-1626)

3.2.1.1. Die große Erneuerung – Das Novum Organum

3.2.2. Die Theorie des Erkennens

3.2.2.1. Methode und Wissensgenese

3.2.2.2. Wissen und Macht

3.3. Giambattista Vico – Das verum-factum-Prinzip

3.3.1. Leben und Werk des Giambattista Vico (1668-1744)

3.3.1.1. Kurzer Einblick in Vicos Rezeptionsgeschichte

3.3.2. Grundpfeiler der vichianischen Philosophie

3.3.2.1. Das verum-factum-Theorem

4. Erkenntnistheoretische Spielarten eines Prinzips - Eine kritische Reflexion

4.1. Über Realkonstruktivismus und Werkwahrheit

4.2. Bacons Methode der Forschung – Ein abschließender kritischer (Aus-)Blick

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht das erkenntnistheoretische Prinzip „What I can create, I do understand“ (Was ich erschaffen kann, das verstehe ich), um dessen wissenschaftsphilosophische Wurzeln in verschiedenen historischen Epochen sowie dessen Bedeutung im Kontext der modernen Synthetischen Biologie kritisch zu beleuchten.

  • Analyse der historischen Entwicklung des Prinzips „Wissen durch Herstellen“.
  • Gegenüberstellung klassischer Wissenschaftstheorien mit technowissenschaftlichen Wissensformen.
  • Untersuchung der erkenntnistheoretischen Beiträge von Thomas von Aquin, Francis Bacon und Giambattista Vico.
  • Kritische Reflexion des Realkonstruktivismus und seiner Anwendung auf aktuelle wissenschaftliche Forschungspraktiken.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1. Einblicke in seine Schrift De veritate

Thomas´ Werk Quaestions disputate de veritate wird auf das Jahr 1256 datiert. Zu diesem Zeitpunkt ist der Aquinat Lehrer an der Universität von Paris, der damals wichtigsten Hochschule der westlichen Welt. Das Format der Quaestio entspricht prinzipiell den Ergebnissen zahlreicher Diskussionen zwischen Lehrern und Schülern, welche in dialektischer Art gegliedert und aufbereitet wurden. Ein klassisches Streitgespräch im 13. Jahrhundert lässt sich folgendermaßen skizzieren: Zu jeder disputatio legitima gehören Kommunikationsbausteine wie Frage, Antwort, These, Zustimmung, Verneinung, Argument, Beweisführung und allerletzt eine abschließende Formulierung des Ergebnisses. Die Widerlegung der Gegner, das primäre Ziel der disputatio, erfolgt, indem man versucht am wahren Kern zur Korrektur anzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt das philosophische Leitmotiv „Es kommt oft anders als man denkt“ ein und verknüpft dieses mit Richard Feynmans Postulat „What I cannot create, I do not understand“ im Kontext der Wissensproduktion.

2. Grundgedanken zu Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit: Dieses Kapitel erörtert die klassische Wissenschaftstheorie, die auf Tatsachen, Hypothesen und systematischer Verifizierung beruht, und grenzt diese vom „epistemischen Wissen“ ab.

2.1. Fundamente der klassischen Wissenschaft: Der Abschnitt erläutert die Grundannahme, dass Wissenschaft auf Tatsachen basiert, die durch vorurteilsfreie Beobachtung und Experimente gewonnen werden.

2.1.1. Über wissenschaftliches Wissen: Hier wird die Definition von Wissen als wahre, gerechtfertigte Überzeugung im Rahmen wissenschaftlicher Irrtumselimination vertieft.

2.2. Über technowissenschaftliches Wissen und den Kontext von Konstruktivismus und Realismus: Dieser Teil beleuchtet die Rolle des Konstruierens in den Technowissenschaften und die daraus resultierende Verschiebung des Erkenntnisinteresses hin zur Kontrolle des Naturverlaufs.

3. Creating Understanding – Eine epistemische Verlagerung: Dieses zentrale Kapitel analysiert die epistemische Verlagerung hin zu einem Verständnis, das durch Schöpfung und Konstruktion generiert wird.

3.1. Thomas von Aquin – Über göttliches Wissen: Der Fokus liegt auf der Rolle Gottes als Schöpfer, dessen „Verstehen“ durch den Schöpfungsakt selbst definiert wird.

3.1.1. Leben und Werk des Aquinaten (1225-1274): Biografische Skizze und Überblick über das umfangreiche Werk des Thomas von Aquin.

3.1.2. Über Thomas´ Verhältnis zu Philosophie und Theologie: Untersuchung der theologischen Vorentscheidung, die das Verständnis der Welt als göttliche Schöpfung prägt.

3.1.2.1. Einblicke in seine Schrift De veritate: Analyse des Formats der akademischen Disputation bei Thomas von Aquin.

3.1.3. Die Offenbarungswahrheit als Erkenntnisgegenstand: Diskussion darüber, inwieweit Gottes Schöpfungsakt als Erkenntnismodell für das „Verstehen durch Erschaffen“ fungiert.

3.2. Francis Bacon – Wissen ist Macht: Analyse von Bacons Programm, das die Natur durch aktives Eingreifen und Experimente für den Menschen nutzbar machen will.

3.2.1. Leben und Wer des Francis Bacon (1561-1626): Biografie Bacons und seine Abkehr von der scholastischen Philosophie.

3.2.1.1. Die große Erneuerung – Das Novum Organum: Vorstellung von Bacons Hauptwerk und seinem Anspruch, einen völlig neuen Weg der Wissenschaft zu bahnen.

3.2.2. Die Theorie des Erkennens: Bacons Fokus auf Handlungsregeln und die Produktion von Werken als Erkenntnisziel.

3.2.2.1. Methode und Wissensgenese: Das Experiment als steuernde Intervention zur Erschließung der Natur.

3.2.2.2. Wissen und Macht: Untersuchung der engen Verknüpfung von wissenschaftlichem Erkenntnisfortschritt und praktischer Wirkmacht.

3.3. Giambattista Vico – Das verum-factum-Prinzip: Vorstellung von Vicos Ansatz, der das menschliche Erkennen auf das selbst Geschaffene (die Geschichte) begrenzt.

3.3.1. Leben und Werk des Giambattista Vico (1668-1744): Biografischer Abriss und Vicos Weg zur Geschichtsphilosophie.

3.3.1.1. Kurzer Einblick in Vicos Rezeptionsgeschichte: Analyse der zeitgenössischen Schwierigkeiten bei der Rezeption von Vicos Werk.

3.3.2. Grundpfeiler der vichianischen Philosophie: Darstellung von Vicos Erkenntnistheorie und dem Axiom „verum-factum“.

3.3.2.1. Das verum-factum-Theorem: Mathematische und historische Anwendung des Prinzips, dass Wahrheit und Erschaffen konvertibel sind.

4. Erkenntnistheoretische Spielarten eines Prinzips - Eine kritische Reflexion: Synthese und kritische Schlussbetrachtung der untersuchten Ansätze.

4.1. Über Realkonstruktivismus und Werkwahrheit: Reflexion über die Bedeutung von Realkonstrukten für die moderne Wissenschaft.

4.2. Bacons Methode der Forschung – Ein abschließender kritischer (Aus-)Blick: Abschließende Einschätzung zur Frage, ob Bacons experimentelle Methode mit modernen wissenschaftstheoretischen Anforderungen vereinbar ist.

Schlüsselwörter

Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Realkonstruktivismus, Thomas von Aquin, Francis Bacon, Giambattista Vico, Synthetische Biologie, verum-factum-Prinzip, Schöpfung, Konstruktion, Epistemologie, Werkwahrheit, Experiment, Wissensproduktion, Handlungsregeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Denkmotiv „What I can create, I do understand“ und wie dieses Erkenntnisinteresse über verschiedene Jahrhunderte hinweg von der Theologie bis zur modernen Synthetischen Biologie als wissenschaftliches Prinzip genutzt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Geschichte der Wissenschaftstheorie, der Vergleich zwischen klassischen Wissensformen und technowissenschaftlichen Konstruktionen sowie die Philosophie der Technik und Geschichte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das Verhältnis von „Machen“ und „Verstehen“ zu analysieren und zu prüfen, ob sich diese zwei Begriffe als ein gemeinsamer Kern wissenschaftlicher Praxis in unterschiedlichen Denktraditionen belegen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer philosophiehistorischen und wissenschaftstheoretischen Analysmethode, indem sie die Ansätze von Thomas von Aquin, Francis Bacon und Giambattista Vico detailliert dekonstruiert und auf ihre erkenntnistheoretischen Voraussetzungen hin befragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die erkenntnistheoretischen Projektionen der drei Protagonisten (Aquin, Bacon, Vico) im Kontext des Schöpfungsaktes bzw. des schöpferischen Handelns und der daraus resultierenden „Werkwahrheit“ erarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Erkenntnistheorie, Realkonstruktivismus, Konstruktion, verum-factum-Prinzip, Synthetische Biologie, Werkwahrheit und wissenschaftliche Methode.

In welcher Beziehung steht Gott zum menschlichen Erkennen bei Thomas von Aquin?

Für Thomas von Aquin versteht nur Gott die Welt vollkommen, da er sie erschaffen hat; der Mensch hingegen kann als Ebenbild Gottes durch eigene schöpferische Anlagen zwar Prinzipien verstehen, ist aber letztlich auf ein potenzielles Schauen beschränkt.

Wie unterscheidet sich Bacons Experiment von dem der klassischen Wissenschaft?

Bacon nutzt das Experiment primär als aktiven Eingriff, um die Natur zu zwingen, ihre Geheimnisse preiszugeben, während das Experiment in der klassischen Wissenschaftstheorie primär als passive Überprüfungsinstanz für bereits bestehende Theorien fungiert.

Was versteht Vico unter dem verum-factum-Prinzip?

Vico postuliert, dass Menschen die geschichtliche Welt erkennen können, weil sie diese selbst erschaffen haben. Wahrheit (verum) und das Gemachte (factum) sind für ihn konvertibel, was die Basis für eine neue Wissenschaft der Geschichte bildet.

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Details

Title
Wissen ist Macht. Erkenntnistheoretische Spielarten eines Prinzips
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Philosophie)
Grade
1,7
Author
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtschaftsing. Karin Ulrich (Author)
Publication Year
2014
Pages
82
Catalog Number
V286333
ISBN (eBook)
9783656866077
ISBN (Book)
9783656866084
Language
German
Tags
Wissenschaft und Wissenschaftlichkeit Thomas von Aquin Offenbarungswahrheit Francis Bacon Wissen und Macht Das Experiment aktive Wissenschaft Erkenntnishandeln Machen und Erkennen Eingreifen und Begreifen Realkonstrukte Wahrheit und Nützlichkeit technowissenschaftliches Wissen Werk Werkentstehung Werkwissen Giambattista Vico Verum-factum-Prinzip
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtschaftsing. Karin Ulrich (Author), 2014, Wissen ist Macht. Erkenntnistheoretische Spielarten eines Prinzips, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/286333
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