Bei der Kapitalgesellschaft gibt es zwei Formen der Gewinn¬verwendung: Zum einen die Ausschüttung und zum anderen die Thesaurierung. Für beide Formen wird die ertragsteuerliche Belastung ausgewählter Kapitalanlagen berechnet.
In der vorliegenden Arbeit wird eingangs die Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer sowie die Steuerpflicht einer GmbH beschrieben. Danach wird die Besteuerung auf der Ebene der Gesellschaft und auf der Ebene des Gesellschafters näher betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 VERMÖGENSVERWALTUNG
2.1 Begriff Vermögensverwaltung
2.2 Die vermögensverwaltende GmbH
3 BESTEUERUNG VON VERMÖGEN IN DER HAND EINER JURISTISCHEN PERSON
3.1 Körperschaftsteuer
3.2 Gewerbesteuer
3.3 Steuerpflicht einer GmbH
3.4 Ertragsteuerliche Belastung der vermögensverwaltenden GmbH
3.4.1 Besteuerungsebenen
3.4.2 Ertragsteuerliche Belastung ausgewählter Kapitalanlagen bei Thesaurierung
3.4.3 Ertragsteuerliche Belastung ausgewählter Kapitalanlagen bei Ausschüttung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die steuerliche Vorteilhaftigkeit der Vermögensverwaltung über eine GmbH im Vergleich zur privaten Vermögensverwaltung vor dem Hintergrund der deutschen Steuergesetzgebung, insbesondere unter Berücksichtigung der Unternehmensteuerreform 2008. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die ertragsteuerliche Belastung von zins- und dividendenbringenden Kapitalanlagen bei verschiedenen Formen der Gewinnverwendung.
- Grundlagen der Vermögensverwaltung und die Rolle der GmbH
- Systematik der Körperschaft- und Gewerbesteuer bei juristischen Personen
- Analyse der Steuerbelastung bei Thesaurierung der Gewinne
- Analyse der Steuerbelastung bei Ausschüttung der Gewinne
- Vergleich der Auswirkungen verschiedener Hebesätze auf die Steuerlast
Auszug aus dem Buch
3.4.1.1 Gesellschaftsebene
Der Gewinn aus normal besteuerten Einkommensteilen unterliegt bei der Kapitalgesellschaft der Körperschaftsteuer, der Gewerbesteuer und dem Solidaritätszuschlag.
Für die Ermittlung der Steuerbelastung normal besteuerter Einkommensteile einer Kapitalgesellschaft finden sich in der Literatur mehrere Ermittlungsmethoden bzw. Formulierungen für eine allgemein gehaltene Formel. Eine mathematische Formel für den Steuersatz normal besteuerter Einkommensteile lautet wie folgt:
StZ Kap = StZ GewSt + StZ KSt x (1 + StZ SolZ)
Bei einem Hebesatz von 400% ergibt sich folgende Belastung des Gewinns vor Steuern auf der Gesellschafterebene:
StZ Kap = 0,14 + 0,15 x (1 + 0,055) = 0,2983 = 29,83%
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen durch die Einführung der Abgeltungsteuer und definiert das Ziel der Arbeit, die Vorteilhaftigkeit der Vermögensverwaltung über eine GmbH zu prüfen.
2 VERMÖGENSVERWALTUNG: In diesem Kapitel wird der Begriff der Vermögensverwaltung gemäß AO definiert und die Rolle der GmbH als Instrument zur Verwaltung von Kapitalanlagen erläutert.
3 BESTEUERUNG VON VERMÖGEN IN DER HAND EINER JURISTISCHEN PERSON: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die körperschaft- und gewerbesteuerlichen Belastungen einer GmbH und vergleicht die Steuerfolgen bei Thesaurierung und Ausschüttung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Kapitalanlagen.
Schlüsselwörter
Vermögensverwaltung, GmbH, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Thesaurierung, Ausschüttung, Kapitalanlagen, Abgeltungsteuer, Steuerbelastung, Anteilseigner, Dividenden, Zinsen, Unternehmensteuerreform, Hebesatz, Doppelbesteuerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die steuerliche Vorteilhaftigkeit der Verwaltung von Kapitalvermögen durch eine GmbH im Vergleich zur privaten Vermögensverwaltung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Im Zentrum stehen die Körperschaftsteuer, die Gewerbesteuer sowie die Besteuerung auf Gesellschafts- und Gesellschafterebene bei verschiedenen Formen der Gewinnverwendung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Berechnung der ertragsteuerlichen Gesamtbelastung für zins- und dividendenbringende Anlagen innerhalb einer vermögensverwaltenden GmbH.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine steuerplanerische Analyse, die mithilfe mathematischer Formeln und Modellen die Steuerbelastung unter verschiedenen Szenarien (Thesaurierung vs. Ausschüttung) ermittelt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten steuerlichen Erfassung von Dividenden (nach Beteiligungsquoten differenziert), Zinserträgen und Veräußerungsgewinnen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?
Wichtige Begriffe sind Steuerbelastung, thesaurierende GmbH, Ausschüttungsbesteuerung, Schachtelprivileg und der Hebesatzvergleich.
Welchen Einfluss hat der Hebesatz auf die Steuerlast?
Die Arbeit zeigt, dass niedrigere Hebesätze (z.B. 200% statt 400%) insbesondere bei Zinsen und bestimmten Dividenden zu einem signifikanten Steuervorteil führen.
Wie wirkt sich die Beteiligungsquote auf die Besteuerung von Dividenden aus?
Dividenden aus Beteiligungen ab 15% profitieren durch das Schachtelprivileg von einer geringeren steuerlichen Belastung im Vergleich zu Streubesitzdividenden.
- Quote paper
- Michaela Reichelt (Author), 2009, Die Vermögensverwaltung über eine GmbH. Die Besteuerung des Vermögens auf Ebene der Gesellschaft und des Gesellschafters, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/285672