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Politische Mobilisierung und Kontrollstrukturen innerhalb der Guomindang-Herrschaft in China

Titel: Politische Mobilisierung und Kontrollstrukturen innerhalb der Guomindang-Herrschaft in China

Seminararbeit , 2012 , 24 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anselm Houswitschka (Autor:in)

Politik - Region: Ferner Osten

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es darzustellen, wie es Chiang gelang, die Kontrollstrukturen innerhalb einer Parteidiktatur soweit zu manipulieren, dass er diese durch ein eigenes Regime, eine monokratische Militärdiktatur, ersetzen konnte. Dabei ist es wichtig zu untersuchen, auf welche Weise die Nationalisten zur Konsolidierung ihrer Macht politische Mobilisierung nutzten - oder auch unterdrückten. Am Schluss soll versucht werden, eine Antwort auf die Frage zu finden, welche Konsequenzen es für das Fortbestehen des nationalistischen Regimes hatte, dass eine von Chiang kontrollierte Politik ihrem Volk so wenig Raum für Partizipation einräumte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Bezugsrahmen und Begriffserklärungen

3 Ideologie, Struktur und Funktionsweise des Nanjing-Regimes

3.1 Beginn der Nationalistischen Regimes mit dem Shanghai-Massaker

3.2 Partei-, Staats- und Regierungsaufbau der Nanjing-Republik

3.3 „Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein“: Nationalismus in der Republik China

3.4 Quod licet Chiang: Grundlagen der Ein-Parteien-Herrschaft der GMD

3.5 Cui bono? Chiang und die GMD-Faktionen

3.6 Die Realität an die Maßstäbe anpassen: Homogenisierung der GMD-Parteimitgliedschaft

3.7 Degradierung zur derrière-garde: die Militarisierung von Staat und Partei

3.8 Krieg den Hütten, Friede den Regierungspalästen: das vorläufige Ende politisch unabhängiger Bewegungen

4 Schlussbemerkung: weiße Sonne und roter Schatten über China

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Mechanismen, durch die Chiang Kai-shek die Kontrollstrukturen der Guomindang-Parteidiktatur während der Nanjing-Dekade manipulierte, um sie in ein persönliches Regime einer monokratischen Militärdiktatur umzuwandeln. Dabei wird analysiert, wie politische Mobilisierung genutzt oder unterdrückt wurde und welche Auswirkungen diese Entwicklung auf die Partizipationsmöglichkeiten der Bevölkerung sowie die Stabilität des Regimes hatte.

  • Politische Mobilisierung und ihre Instrumentalisierung durch die Staatspartei GMD
  • Transformation der Parteidiktatur zur persönlichen Militärdiktatur unter Chiang Kai-shek
  • Rolle von Faktionen und Geheimorganisationen (wie den Blauhemden) zur Machtabsicherung
  • Verhältnis zwischen Partei, Staatsapparat und Militär in der Nanjing-Republik
  • Unterdrückung unabhängiger gesellschaftlicher Bewegungen und studentischer Partizipation

Auszug aus dem Buch

3.2 Partei-, Staats- und Regierungsaufbau der Nanjing-Republik

Im Folgenden soll auf den Aufbau des Partei-, Staats- und Regierungsapparats eingegangen werden, um die formalen Kontrollstrukturen im System politischer Macht nachvollziehen zu können. Übertragen auf Institutionen, manifestierte sich die Parteiautorität in zwei zentralen Organen, dem im Januar 1924 eingerichteten Sekretariat des Zentralexekutiv-Komitees der GMD (ZEK, Zhōngyāng Zhíxíng Wěiyuánhuì Mìshūchù, 中央执行委员会秘书处) und dem Politischen Zentralausschuss (Zhōngyāng Zhèngzhì Wěiyuánhuì, 中央政治委员会). Die drei Mitglieder des Ständigen Ausschusses des ZEK bzw. ab März 1929 der Generalsekretär (mìshūzhǎng, 秘书长 ) saßen dem Komitee vor und stellten sicher, dass es seine Hauptfunktion, die Abwicklung des politischen Tagesgeschäftes, wahrnahm. Dem Politischen Zentralausschuss kam eine Brückenfunktion zwischen Partei und Regierung zu.

Obwohl lediglich als Unterausschuss zum ZEK konzipiert, übte er Richtlinienkompetenz aus, was die Entwicklung der Parteiherrschaft nach innen und außen anbelangte. Die Nationalregierung (Guómín Zhèngfǔ, 国民政府 ), oder genauer, der nationale Regierungsausschuss (Guómín Zhèngfǔ Wěiyuánhuì, 国民政府委员会), konstituierte sich am 18. April 1927 als höchste Instanz der Staatsregierung. Unter ihrem Vorsitzenden (zhǔxí, 主席) Chiang Kai-shek schuf sich die Nationalregierung einen administrativen Unterbau, der Suns Vorgaben zum Fünf-Yuan-System entsprach. Unter den Yuan war das Exekutivyuan das bedeutsamste. Es bleibt ein unvollständiger Eindruck, werden ausschließlich die formalen Beziehungen zwischen den einzelnen Partei- und Regierungsorganen betrachtet. Denn gleichgültig, welche politischen Gegengewichte installiert worden waren, die wahre und endgültige Macht lag immer bei Generalissimus Chiang und seiner engsten Entourage (Eastman 1986, 135f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Nanjing-Dekade als eine Phase der nationalen Suche nach Stärke unter Chiang Kai-shek dar und definiert das Ziel der Arbeit, die Transformation der GMD-Parteidiktatur in eine Militärdiktatur zu untersuchen.

2 Theoretischer Bezugsrahmen und Begriffserklärungen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Ansätze der Mobilisierungsforschung und definiert zentrale Begriffe wie Partei, Staat und Militärdiktatur für den Kontext der Republikzeit.

3 Ideologie, Struktur und Funktionsweise des Nanjing-Regimes: Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Chiang durch Säuberungen, die Ausnutzung von Faktionen und die Militarisierung von Staat und Partei die Kontrolle monopolisierte.

3.1 Beginn der Nationalistischen Regimes mit dem Shanghai-Massaker: Das Kapitel beschreibt den Bruch mit den Kommunisten durch das Massaker von 1927 als blutigen Wendepunkt, der den Weg für die autoritäre Neuordnung ebnete.

3.2 Partei-, Staats- und Regierungsaufbau der Nanjing-Republik: Hier werden die formalen Institutionen wie das ZEK und das Fünf-Yuan-System untersucht, deren Effektivität jedoch durch Chiangs informelle Machtstellung relativiert wurde.

3.3 „Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein“: Nationalismus in der Republik China: Dieses Kapitel thematisiert den Nationalismus als integratives Werkzeug, mit dem die GMD versuchte, zentrifugale gesellschaftliche Kräfte zu binden.

3.4 Quod licet Chiang: Grundlagen der Ein-Parteien-Herrschaft der GMD: Es wird die Ideologie der "politischen Vormundschaft" und der 3-Stufen-Revolution als Legitimationsbasis der GMD-Herrschaft dargelegt.

3.5 Cui bono? Chiang und die GMD-Faktionen: Der Autor beschreibt, wie Chiang durch das gegenseitige Ausspielen verschiedener Cliquen wie der CC-Clique oder der Whampoa-Clique seine eigene Machtposition sicherte.

3.6 Die Realität an die Maßstäbe anpassen: Homogenisierung der GMD-Parteimitgliedschaft: Das Kapitel behandelt die politische Säuberung der GMD-Mitgliedschaft, um eine ideologisch kohärente und loyale Basis zu schaffen.

3.7 Degradierung zur derrière-garde: die Militarisierung von Staat und Partei: Der Fokus liegt hier auf der Entwicklung der Nationalen Revolutionsarmee zum primären Machtinstrument Chiangs, wodurch die zivile Parteistruktur entwertet wurde.

3.8 Krieg den Hütten, Friede den Regierungspalästen: das vorläufige Ende politisch unabhängiger Bewegungen: Abschließend wird die systematische Unterdrückung von Gewerkschaften und Studentenbewegungen analysiert, um jegliche Konkurrenz zur Parteimacht auszuschalten.

4 Schlussbemerkung: weiße Sonne und roter Schatten über China: Die Schlussbemerkung resümiert, dass Chiang zwar die institutionelle Kontrolle weitgehend festigen konnte, das Ziel einer echten gesellschaftlichen Integration jedoch aufgrund der autoritären Repression verfehlte.

Schlüsselwörter

Nanjing-Dekade, Chiang Kai-shek, Guomindang, Politische Mobilisierung, Militärdiktatur, Politische Vormundschaft, Parteistaat, Faktionen, Autoritarismus, Nationalismus, Blauhemden, Zentralisierung, Machtkonsolidierung, China 1927-1936, Repression

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herrschaftsstrukturen in China während der Nanjing-Dekade (1927–1936) und untersucht, wie Chiang Kai-shek die Partei Guomindang von einer revolutionären Organisation in ein Instrument seiner persönlichen Militärdiktatur umwandelte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören die interne Organisation der GMD, die Bedeutung des Militärs für die politische Macht, der Einsatz von politischem Nationalismus zur Indoktrination sowie die Unterdrückung autonomer gesellschaftlicher Gruppen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Chiang die Kontrollstrukturen innerhalb der GMD manipulierte, um die Parteidiktatur durch ein monokratisches Regime zu ersetzen, und welche Konsequenzen dies für die politische Partizipation der chinesischen Bevölkerung hatte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf normative Ansätze der Mobilisierungsforschung und analysiert strukturfunktionalistische Aspekte des politischen Systems der Nanjing-Republik unter Einbeziehung zahlreicher historischer Quellen und Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte des Regimeaufbaus: von der Ausschaltung der Kommunisten, über den Aufbau administrativer Strukturen, die Nutzung innerparteilicher Faktionen, die Homogenisierung der Mitgliedschaft, bis hin zur Militarisierung und dem Vorgehen gegen Studenten und Gewerkschaften.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie "politische Vormundschaft", "Mobilisierung", "monokratische Militärdiktatur", "Faktionsarithmetik" und "parteigesteuerte Kontrolle".

Welche Rolle spielten die sogenannten "Blauhemden" in diesem Regime?

Die Blauhemden waren eine elitäre Geheimorganisation und ein operativer Nukleus des Regimes. Sie dienten Chiang als Instrument zur Sicherung der Loyalität, zur Überwachung und als Exponenten einer chinesischen Form des Faschismus zur Mobilisierung der Bevölkerung.

Warum war das Fünf-Yuan-System laut dem Autor nur vordergründig effektiv?

Obwohl das System formal auf Gewaltenteilung basierte, wurde es durch die informelle, absolute Macht von Chiang Kai-shek und seiner Entourage unterlaufen. Die Institutionen dienten eher als Fassade für die tatsächliche Militärherrschaft.

Wie bewertet der Autor das Scheitern des nationalistischen Regimes?

Der Autor resümiert, dass das Regime zwar autoritäre Stabilität durch Repression zu erreichen versuchte, jedoch durch die bewusste Fragmentierung staatlicher Autorität und mangelnde Partizipationsmöglichkeiten für die Bevölkerung den Anschluss an ein modernes, stabiles Staatswesen verlor.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politische Mobilisierung und Kontrollstrukturen innerhalb der Guomindang-Herrschaft in China
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1,3
Autor
Anselm Houswitschka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V284974
ISBN (eBook)
9783656852377
ISBN (Buch)
9783656852384
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Guomindang Nanjing Chiang Kai-shek Jiang Jieshi Mobilisierung China Chinesische Republik Sun Yat-sen Diktatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anselm Houswitschka (Autor:in), 2012, Politische Mobilisierung und Kontrollstrukturen innerhalb der Guomindang-Herrschaft in China, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/284974
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Leseprobe aus  24  Seiten
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